Top Of 2021 – Jahresrückblick

Zum Jahresabschluss haben wir das Film/Fernseh/Gamesjahr 2021 revue passieren lassen und uns gefragt, was eigentlich unsere Lieblinge des vergangenen Jahres waren. Jeder Autor hat sich so seine Gedanken gemacht und seine persönliche Best of – Liste (plus ein paar Negativ-Erlebnisse) erstellt.

Spideragents Top (auf diesem Blog verewigte) Momente im Jahre 2021, aufgezählt in keiner bestimmten Reihenfolge und unter dem Wissen, dass die Pandemie auch unsere Hobbys auf verschiedene Art und Weise beeinflusst hat:

Bestes Gesamterlebnis: The Suicide Squad. Was soll ich dazu noch loswerden, was meine Kritik nicht schon aussagt? Am Genialsten ist wohl das Gefühl nach dem Film, dass man immer irgendwo auf der Welt Zusammenhalt und eine Gruppe entdecken kann, bei der man Zugehörigkeit findet und die man Familie nennt. Und wann findest du das? Richtig, entweder während oder nachdem du wieder einmal die hässlichsten Seiten des Lebens erleben durftest. Verliebt bin ich obendrein, hab schon einigen Ratten meine Nummer zum Weiterleiten mitgegeben…bis jetzt keine Reaktion, aber ich bleibe dran.

Action zum Mitfiebern: Love and Monsters. Wunderbar, wenn ein Blockbuster seine Story so verpackt, dass ich lachen, weinen und mitfiebern kann und mich am Ende einfach wohl fühle. Mehr Herz am rechten Fleck findet man selten in diesem Genre und was unterhaltsame Creature Features betrifft, ist er sowieso an der Spitze meiner Charts. Und bitte mehr von Dylan O’Brien und Jessica Henwick in Zukunft, sehr gerne wieder in Hauptrollen.

Größter Instant-Spaß: Bloody Hell. Herrlich dieser Humor, der nie die Hauptrolle spielt, jedoch die Handlung durch all die negativen Erlebnisse der Hauptfigur begleitet und dabei für eigenwillige, jedoch beste Unterhaltung sorgt. So und nun setze ich die Unterhaltung mit meinem imaginären Freund fort, der hört mir wenigstens zu…

Schrecklich schön: The Map of Tiny Perfect Things. Nicht eine einzige Eigenschaft deines liebsten Menschen macht dich glücklich, auch nicht nur eine Sache oder Tätigkeit sorgt für Freude im Leben. Viel mehr summieren sich all die kleinen Teile zu einem großen Ganzen. Eine Landkarte eben, mit vielen kleinen perfekten Dingen. Bei all den unerwartet schlechten Sachen und anderen Herausforderungen, die dir das Leben im Alltag so stellt, einfach eine Erinnerung, dass es nur so gehen kann.

Angenehme Überraschung: Black Widow. Marvel müde? Nach der Corona bedingten Kinopause des MCU und weil ich die Serien auf Disney+ noch nicht gesehen habe, hab ich mich gut erholt vom Finale der Phase 3. Als Comic-Fan ist man sowieso immer hungrig und umso mehr hat es mich deshalb gefreut, dass mich Widow richtig schön emotional abgeholt hat, sämtliche Gefühlsregungen bedient hat und ich es am Ende richtig schade fand, dass dies wohl ihr letzter Auftritt war. Von den Comic-Verfilmungen mit weiblichen Heldinnen der letzten Jahre, ist dies mein Liebster.

Ebenfalls wert, genannt zu werden: Wer die 80er Jahre kennt/liebt und Computerspiele dieses Zeitraumes, seht euch Max Cloud an. Im Anschluss dann noch als modernes Pendant sozusagen Boss Level. Mehr infantil erwachsene Freude, hattet ihr schon lange nicht mehr, versprochen.

Warnungen an Freunde des guten Geschmacks: Was Blockbuster betrifft deckt DC hier die obere und untere Grenze ab, WW84 ist nämlich ein für mich furchtbar verpfuschter Film, der so oft lächerlich ist, dass ich ihn bei der Erstsichtung, nicht zu Ende schauen konnte (was mir sehr selten passiert). Was billige Produktionen betrifft, habe ich dieses Jahr erneut ein paar Action-Filme auf Lager. Rogue Hostage hat John Malkovich mit dabei und Vanquish hat Morgan Freeman. Das heißt jedoch gar nichts, denn beide sind extrem dilettantisch und und ohne Gefühl inszeniert.

Es geht jedoch natürlich noch schlimmer und hier ist wieder Bruce Willis der beste Lehrmeister. Bei Apex kann man zumindest noch lachen, Out of Death erzeugt dann extrem starkes Kopfschütteln und Survive the Game…da starrt man nur mehr ungläubig auf den Bildschirm. Bitte vergleicht den doch gerne mit eurem schlimmsten Film des Jahres, der gute Bruce, wird euch alle über den Haufen schie…langweilen.

Fireagents Highlights
der verschriftlichten Film- und Videospiel-Momente 2021 (Reihenfolge ist zufällig):

Was Filme betrifft war 2021 ja für mich ein Hin und Her zwischen aktuellen Filmen und alten Filmen, die ich mir nach langem wieder einmal angesehen habe und da muss ich dann doch festhalten, dass die älteren Filme tatsächlich (nicht nur, aber auch) von den Effekten her die aktuellen Filme oftmals übertrumpfen („Wolfen“ oder „An American Werewolf In London“ oder „Dog Soldiers„). Aber das nur am Rande. Von den neuen Filmen, werde ich mich wohl an folgende auch 2022 noch erinnern:

Promising Young Woman„: Als Gesamtpaket mit Message grandios. Schauspielerische Leistung, Charaktere, Regie. Hier stimmt quasi fast alles. Es sei denn ihr gehört zur „Das ist männerfeindlich!“-Fraktion. Dann geht heulen.

The Unforgivable„: Ist noch ganz frisch im Gedächtnis und hat mir einfach gefallen, weil er mich emotional berührt hat. Bullock ist fantastisch und die Inszenierung von Nora Fingerscheidt kompakt und wirklich mitreissend.

Zack Snyder’s Justice League„: Einfach weil es ein Wahnsinn ist, dass es diesen Film in dieser Version überhaupt gibt. Und ja, ich finde ihn grandios. Was ich allerdings nervig finde und fand: Das Joss Whedon-Bashing. Ja, man kann ihn schimpfen und nicht mögen, weil er sich am Set (angeblich) wie ein Idiot aufgeführt hat, aber seine Version von „Justice League“ war ein Auftragsfilm. Den hat er in der gewünschten Form geliefert.

Unerwartet grandioser Film: „Die Beste Aller Welten„. Ansehen. Lachen. Heulen. Lieben. Großartig. In Summe. Ist schon viel älter, ich weiß, aber ich hab ihn erst 2021 gesehen.

Bester Öko-Horror, wenn ich das so nennen darf: „Gaia – Grüne Hölle„. Wenig Cast, viel Schauwerte und ein wirklich packendes Kammerspiel. Hat mir wirklich, wirklich gut gefallen.

Beste Fortsetzung/Sequel: Ja, ihr könnt mich schimpfen, aber ich fand „The Matrix Resurrections“ wirklich gelungen und gut. Bis auf die Action. Aber das erwartet man von einem „Matrix“-Film auch nicht, oder? (ja, das war ein Scherz)

Am anderen Ende der Skala finden wir dieses Mal „WW84„. Was für ein unglaublich schrecklich dumm-dumpfes Machwerk. Schande auf die Drehbuchautor:innen. Sehr viel peinlicher als das hier geht nicht.

Und weil wir gerade bei „peinlich“ sind: Auch M. Night Shyalaman hat sich in meinen Augen (und Logikzentren) mit „Old“ keinen Gefallen getan. Leider in Summe einfach nicht gut. Bis die Leute an den Stand kommen ist noch alles gut, aber dann, liebe Leute, dann geht es richtig bergab.

Und damit sind wir bei der Sonderkategorie „Videospielumsetzungen“ angekommen, von denen es 2021 in verschiedenen Formen ja durchaus mehrere gab, die in meinen Augen mal mehr mal weniger gelungen sind:

Ich fange gleich mal mit meinem Serienhighlight an und da muss ich ganz klar sagen: Castlevania Staffel 4. Die hat mich echt von den Socken gehauen. Emotional. Packend. Rundherum ein tolles Gesamterlebnis. Vermutlich holt mich die zweite Staffel von „The Witcher“ auch ab und wird mir Spaß machen, aber ich hab’s bis Jahresende noch nicht geschafft, diese zu gucken.

Dragon’s Dogma“ war viel mehr schlecht als recht, da gibt es keine große Diskussion darüber. Hätte großartig werden können. Isses aber nicht.

Final Fantasy: The Spirits Within“ ist von 2001, ich weiß. Aber zum 20-Jahre-Jubiläum darf man schon mal schwach und nostalgisch werden und tja, was soll ich sagen: Ich finde ihn immer noch toll.

The Witcher: Nightmare Of The Wolf“ fand ich unterhaltsam, aber arg neben der Spur. Hat mich mehr geärgert als unterhalten. Liegt aber wohl daran, dass ich das Universum von „The Witcher“ mag und in meinen Augen dieses Ding hier leider ein Fehlschlag.

Gleiches gilt für „Resident Evil: Infinite Darkness„. Hatte starke Momente, baut aber mit jeder Folge weiter ab und gegen Ende kann man es kaum mehr erwarten, dass der Mist aufhört. Schade. Hatte Potential. Und um gleich bei Resident Evil zu bleiben: Der Reboot der Filmreihe mit dem schönen Untertitel „Welcome To Racoon City“ kann mir auch gestohlen bleiben. Was nach dem Film bei mir übrig blieb: Ich fand plötzlich die Filme von Anderson mit Jovovich wirklich um einiges besser. Jetzt, wo man weiß, was man sonst womöglich bekommen hätte.

Und von den Spielumsetzungen hin zu den Spielen: Ja, auch hier waren es primär Spiele, die von 2020 noch auf meiner Liste hatte, aber da kann ich eigentlich nur sagen: „Watch Dogs: Legion“ hat mir wirklich, wirklich Spaß gemacht. Wie schon erwähnt: Luft nach oben, aber als Erstversuch: Wow. Ich bin beeindruckt.

Sonst fand ich „Lost Words: Beyond The Page“ erstaunlich poetisch und ja, charmant. Sollte man eine Chance geben, wenn man mal ein paar Stunden Zeit hat.

Einfach, damit es erwähnt ist: „Assassin’s Creed Valhalla“ hat mich zwar gut unterhalten, hat sich aber genauso stark nach Fortschritt wie nach Rückschritt angefühlt. Außerdem gibt es mittlerweile mehrere DLCs (die bei mir in der Gold Edition dabei waren), die ich (das Hauptspiel hab ich im April 2021 beendet) noch nicht mal von der Weite angesehen habe. Sagt ja auch was aus. Was mich dann dazu gebracht es wieder anzuwerfen, war der „Crossover“ mit Kassandra aus „Odyssey„. Und das sagt noch viel mehr aus.

Was ich noch anmerken möchte: Ich habe seit Monaten „NieR: Automata“ im Regal stehen gehabt, vor einige Monaten (meine Playstation sagt mir es war Ende 2020) mal reingeschnuppert und es hat nicht gezündet. Jetzt dachte ich mir, ich versuch es nochmal und – okay, jetzt hat es gepasst. Ich habe den ersten Akt (mit 2B) hinter mir und bin beim zweiten angelangt und – Hallelujah: Das ist ja mal was ganz anderes. Ich bin schon gespannt, was sich noch für Überraschungen in diesem Paket voll genial-irrer Ideen versteckt und außerdem muss man den Soundtrack mal gehört haben. Review folgt, wenn ich komplett damit durch bin, was ich aber jetzt schon sagen kann: Ich kenne nichts Vergleichbares.

Ehrennennung: „Mass Effect Legendary Edition„, weil … Mass Effect. Shepard. Tali’Zorah Vas Normandy. Mordin Solus. Wrex. Garrus. Joker. Und im dritten Teil: Samantha Traynor inkl. Zahnbürste. Noch Fragen?


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