Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Mon, 19 Apr 2021 06:44:25 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.7.1 Archenemy (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2021/04/20/archenemy-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2021/04/20/archenemy-filmkritik/#respond Tue, 20 Apr 2021 06:00:42 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=33284 Max Fist (Joe Manganiello) ist ein Superheld aus einer anderen Dimension, der bei einer Rettungsaktion auf unserer Erde gelandet ist. Hier hat er keine Kräfte und fristet sein Dasein als Obdachloser. Seine Geschichte erzählt der ständig betrunkene Max dabei jedem … Weiterlesen

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Max Fist (Joe Manganiello) ist ein Superheld aus einer anderen Dimension, der bei einer Rettungsaktion auf unserer Erde gelandet ist. Hier hat er keine Kräfte und fristet sein Dasein als Obdachloser. Seine Geschichte erzählt der ständig betrunkene Max dabei jedem Menschen, der sie hören möchte. Aktuell gerade Jung-Reporter Hamster (Skylan Brooks), der die große Story wittert und ihn während seines Alltages begleitet.

Als Indigo (Zolee Griggs) – die Schwester von Hamster – Probleme mit dem örtlichen Gangsterboss bekommt und die beiden dadurch in Gefahr kommen, kann Max (auch ohne Kräfte) endlich beweisen, was für ein Held noch in ihm steckt. Oder ist er einfach nur ein geistig kranker Mann, dem sein Geist immer wieder Streiche spielt und für die beiden jungen Menschen gibt es keine Hilfe?

Regisseur und Drehbuchautor Adam Egypt Mortimer (Some Kind of Hate) hat in einem Interview erklärt, dass dies der zweite Teil in seiner „Vortex-Trilogie“ ist, da „Der Killer in Mir“ im selben Universum spielt und ein dritter Teil geplant ist, in dem Figuren aus beiden Filmen aufeinander treffen. Archenemy will dabei offensichtlich eine Dekonstruktion klassischer Superhelden-Abenteuer sein.

Dabei nutzt Mortimer gleich die Tatsache, dass er nur ein geringes Budget zur Verfügung hatte und zeigt die Kräfte von Max nur in Rückblicken und Überblendungen im Zeichentrick-Stil. Das gibt der gesamten Atmosphäre eine gewisse „abgespacte“ Zusatzebene, alles wirkt irgendwie nicht von dieser Welt, etwas deplatziert oder einfach seltsam überdreht.

Hinzu kommt die rohe, kinetische Energie, die vor allem wenn Max zu sehen ist, eindeutig spürbar ist. Diese Stilmittel kombiniert und getragen von der „Alles oder Nichts“ Performance von Hauptdarsteller und Produzent Joe Manganiello (Sabotage, Rampage oder aktuell Deathstroke in Zack Synders Justice League), sind die großen Pluspunkte in einem Abenteuer, dass einige Phasen hat, in denen es nur dahin plätschert.

Auch ein „Anti-Superhelden“ Film muss das selbe machen, wie das Material auf das er sich bezieht und das bedeutet, er sollte durchgehend gut unterhalten. Die anfänglichen Überlegungen, ob Max nun wirklich Kräfte hatte oder nur verrückt ist, hat man als Zuseher bald hinter sich gelassen denn irgendwie wird klar, dass in jedem Fall alles auf eine gewisse Eskalation am Ende hinauslaufen wird.

Dass es – Kräfte hin oder her – kein Bombast-Finale geben wird, ist von der Story und dem Budget her, ebenso klar. Wie das Finale dann gestaltet ist, ist dennoch etwas antiklimatisch. Aufgeworfene Fragen wie „ist der Held vielleicht gar nicht so gut, oder vom Volk unerwünscht oder gar der Böse in der Geschichte“ sind nicht neu und sind in einem Film wie diesem ja fast ein muss und regen daher nicht zum Nachdenken oder Diskutieren an.

Joe Manganiello wie gesagt ist dafür eine destruktive Naturgewalt als Max und dabei rede ich rein von seiner Ausstrahlung und seinen Emotionen. Seine Action-Momente in der zweiten Hälfte des Filmes, sind explosiv und er meistert sie wie ein wildes Tier, dass um sich schießt und schlägt und irgendwie immer wieder aufsteht. Der restliche junge Cast wirkt im Vergleich zu ihm angenehm unverbraucht und frisch und die machen ihre Sache ebenso recht ordentlich (auch wenn keiner an ihn heran kommt).

Insgesamt daher für mich ein Film mit netten optischen Spielereien, einer starken Grundstimmung und einer mitreißenden Performance des Protagonisten. Diese Versatzstücke in einem Film mit spannenderer Handlung, in dem mehr passiert was mein Interesse weckt, hätten ein richtig starkes Abenteuer ergeben (ganz unabhängig davon, dass ich als Superhelden-Freund keinen „Anti-Film“ benötige). So bleibt dies aber ein Erlebnis mit sehr guten Teilen, gemixt zu einem mittelmäßigen Ganzen.

„Archenemy“ bekommt von mir 6/10 den Feind in sich und auch überall sonst findende Empfehlungspunkte.

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The Covenant (2006 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2021/04/17/the-covenant-2006-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2021/04/17/the-covenant-2006-filmkritik/#respond Sat, 17 Apr 2021 06:00:23 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=33221 Die Kinder von Ipswich sind mit magischen Fähigkeiten augestattet und mit dem Erreichen des Erwachsenenalters verschmelzen diese Fähigkeiten mit der Lebenskraft. Verbraucht man also zu viel davon, dann altert man viel zu schnell. Das Problem dabei: Magie zu nutzen macht … Weiterlesen

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Die Kinder von Ipswich sind mit magischen Fähigkeiten augestattet und mit dem Erreichen des Erwachsenenalters verschmelzen diese Fähigkeiten mit der Lebenskraft. Verbraucht man also zu viel davon, dann altert man viel zu schnell. Das Problem dabei: Magie zu nutzen macht süchtig.

Die vier Jungs leben also ihr Leben und fühlen sich gar nicht, überhaupt nicht, besser als alle anderen. Aber dann passieren seltsame Dinge und es gibt Verdächtigungen, dass einer der ihren sich seiner Magie bedient und düstere Pläne hat. Oder es gibt noch jemand, der oder die magische Fähigkeiten besitzt, sich aber noch nicht offenbart hat.

Die Spannung steigt. Vermutlich.

Man erkennt es bereits an meiner Zusammenfassung. Ich habe weder Namen noch Schauspieler*innen genannt und ich konnte mir beim besten Willen den Sarkasmus am Ende der Zusammenfassung nicht verkneifen. Keine Ahnung mehr wie alt ich hätte sein müssen, damit mir dieser Film hier gefällt. Zwölf vielleicht. Oder noch jünger? Keine Ahnung. Jedenfalls ist es traurig, dass ein Film wie dieser einerseits im Jahr 2006 überhaupt noch gemacht wurde und andererseits tut mir Renny Harlin leid, der ja doch bei Filmen wie dem coolen Bruce Willis Vehikel „Stirb Langsam 2“ oder dem Stallone-Blockbuster „Cliffhanger“ Regie geführt hat. Ich fand auch „A Nightmare On Elm Street 4: The Dream Master“ noch ziemlich cool. Und „The Long Kiss Goodnight“ war auch fein. „Deep Blue Sea“ ist sowieso ein Kultfilm.

Was hier jedoch passiert ist einfach peinlich. Das beginnt schon in der ersten Aufnahme, als die Gruppe von vier Jungs, allesamt cooler als cool, von einer Klippe nach unten in eine Party springen. Die Effekte mögen für damals nett gewesen sein, heute ist es eher zum Gähnen. Dann kommen ein paar Dialoge, uns werden die Damen vorgestellt, die eigentlich wichtiger sind als die Männer, wenn auch primär als Motivatoren, und dann passieren „unheimliche“ Sachen. Nach ein paar Minuten weiß man, was los ist und wartet nur noch auf den coolen Showdown.

Allerdings wartet man vergeblich, weil der Showdown … ist alles andere als cool. Der ist eher peinlich. Das beste, was den Macher*innen eingefallen ist, war es die Jungs mit durchsichtigen Kugeln durch die Gegend ballern zu lassen? Und die explodieren dann beim Aufschlag? Da hätten sie sich gleich mit Handgranaten bewerfen können. Also eher mau.

Und was die Thematik „Magie benutzen lässt altern und macht abhängig“ betrifft: Die wird völlig verschenkt. Weil der Bösewicht ja mehrfach betont, wie oft und wie gern er Magie benutzt, aber altern? Nein, macht er nicht. Das passierte nur dem Vater des „Helden“, denn der muss ja als Mahnmal herhalten und sich gegen Ende des Films opfern können. Einfach … schlecht gemacht. Gute Ideen, aber schlecht ins Drehbuch gebaut und schlecht umgesetzt.

Vor allem auffällig sind die häufigen „Wir stehen/sitzen beisammen und erklären uns gegenseitig was los ist“-Szenen. Das kann ja oftmals ganz funktionieren, aber hier hatte ich echt das Gefühl, dass man mir als Zuseher die Hälfte der Zeit erklärt, was los ist. Jetzt nicht die Handlung an sich, sondern die „Backstory“. Und wenn das in einem Film notwendig ist, dann hätte man lieber nochmals zurück zum Drehbuchtisch gehen sollen, als es zu verfilmen.

Spannend ist jedoch, wer bei dem Film aller dabei ist, da wir hier unter anderem Sebastian Stan (Bucky aus den Marvel-Filmen, zB „Winter Soldier„) sehen, wie er einen Bösewicht spielt und in manchen Szenen scheint er richtig Spaß zu haben. Sogar bei Dialogen, die richtig peinlich sind. Ich hatte sogar das Gefühl, dass er wusste, wie peinlich die Szenen sind und deshalb erst so richtig losgelegt hat. Ihm zuzusehen hat schon unterhalten. Er kommt halt selten vor.

Dann ist da noch Steven Strait, der außer hübsch lächeln nicht viel zeigen kann, aber trotzdem bei „The Expanse“ seinen Platz gefunden hat. Und natürich Taylor Kitsch, der immer noch so aussieht wie vor 20 Jahren und der – meiner Ansicht nach zu Unrecht – mit „John Carter“ einen Megaflop hingelegt hat. Bei „True Detectives“ scheint er trotzdem Eindruck hinterlassen zu haben.

Laura Ramsey ist von „The Covenant“ weitergewandert in die „Ruins“ (der völlig irre ist, den ich aber super fand) und macht nach „Hindsight“ (Serie, 2015) eigentlich nix mehr.

Zurück zu Renny Harlin. Der hat mit „Devil’s Pass“ einen ordentlichen Found-Footage-Film hingelegt, allerdings dann mit „The Legend Of Hercules“ so richtig in den Dreck gegriffen. Aktuell dreht er (nach kurzer Pause und Filmdrehs in seiner Heimat) wieder einen Hollywood-Streifen … mit Pierce Brosnan. Hm. Mal schauen. Oder auch nicht.

„The Covenant“ bekommt 4 von 10 möglichen, einen Punkt davon allein aufgrund einer Szene in der Gemeinschaftsdusche erhaltende, Punkte.

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SAS: Red Notice (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2021/04/15/sas-red-notice-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2021/04/15/sas-red-notice-filmkritik/#respond Thu, 15 Apr 2021 06:00:12 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=33197 Ein Zug wird tief unter dem Englischen Kanal, von einer kleinen Armee von bewaffneten Soldaten entführt. Angeführt werden die Männer dabei von Grace Lewis (Ruby Rose), die eine der Anführer einer Söldner-Organisation ist, mit Verbindungen bis hin zu den höchsten … Weiterlesen

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Ein Zug wird tief unter dem Englischen Kanal, von einer kleinen Armee von bewaffneten Soldaten entführt. Angeführt werden die Männer dabei von Grace Lewis (Ruby Rose), die eine der Anführer einer Söldner-Organisation ist, mit Verbindungen bis hin zu den höchsten Kreisen. Deshalb wird George Clements (Andy Serkis) auch damit beauftragt, die Krise so zu lösen, dass Grace am Ende tot ist.

Beide Kontrahenten haben jedoch nicht mit dem Special Forces Soldaten Tom (Sam Heughan) gerechnet, der sich gerade privat genau in dem entführten Zug befindet, da er seiner Herzensdame Dr. Sophie Hart (Hannah John-Kamen) in Paris einen Heiratsantrag machen möchte. Tom schaltet in Gefahrensituationen blitzschnell in einen gewissen Kampfmodus um und überblickt die Lage, wodurch Grace in ihm einen ebenbürtigen Gegner erkennt…

Andy McNab, hat früher in der britischen Infanterie-Armee gedient und hat seit seinem Ausscheiden einige Bücher geschrieben, so auch den gleichnamigen Roman, der die Vorlage für diesen Action-Thriller (SAS steht übrigens für Special Air Service) ist. Regie führte der norwegische Regisseur Magnus Martens, der sein Geld vor allem mit dem Inszenieren von einzelnen Folgen von diversen Serien (z.b. Agents of Shield, Luke Cage oder Banshee) verdient.

Offensichtlich ist das natürlich ein Film, bei dem die Action funktionieren muss, doch ich werde gleich am Anfang darauf eingehen, was mir hier am Besten gefallen hat. Gleich zu Beginn des Filmes werden ja die Eigenschaften einer Psychopathin beschrieben und was sie auszeichnet und dass die seltenste Form die ist, die die Fähigkeit zu lieben gelernt hat. Natürlich ist damit in erster Linie Schurkin Grace gemeint.

Doch die Handlung ist auch so angelegt, dass die Beschreibung auch auf Held Tom zutrifft. Während Grace höchstens ihren Vater liebt und dies doch eher als Respekt zu bezeichnen ist, ist die entscheidende Frage, ob Tom seine Sophie wirklich liebt, denn vielleicht ist er ja gar nicht fähig zu lieben. Grace spürt diese Verbindung von zwei gleich funktionierenden Menschen und will dieser (natürlich auch als Selbstschutz) nachgehen.

Gerade Fragen wie „bin ich nicht normal, wenn ich innerhalb meines Jobs Jemanden erschieße und kurz danach ohne darüber sprechen zu müssen, als liebender Freund zum Alltag übergehe“ und die Dynamiken zwischen Tom und Sophie und Tom und Grace machen die Sache für mich spannender als ähnlich angelegte Produktionen. Natürlich bleibt das aus psychologischer Sicht klar an der Oberfläche und wird auf eine plakative Art und Weise vermittelt, aber es passt hier sehr gut.

Vermittelt wird alles von sehr spielfreudigen Darstellern, die eine starke Chemie miteinander haben. Sam Heughan (Bloodshot) als Tom wirkt smart und fokussiert, doch wenn er etwas nicht kontrollieren kann (hallo Gefühle), dann ist er ganz schnell wieder Kind. Er ist einfach grundsympathisch, genau wie Hannah John-Kamen (Killjoys) als Sophie, die zwar anders als er funktioniert, jedoch im Laufe der Handlung immer mehr lernt, wie er tickt bzw. Dinge aus seiner Sicht wirken.

Ruby Rose (The Doorman) als Grace ist schön eiskalt und kontrolliert und ihre begrenzte Mimik passt sehr gut zu dieser Rolle. Im Gegensatz zu Andy Serkis (Black Panther), der sichtlich seine Szenen als selbstsüchtiger Bösewicht genießt und man sämtliche Emotionen von seinem Gesicht ablesen kann. Die Action, in die alle Protagonisten verwickelt werden, ist dann schnell und pointiert inszeniert, nie dauert etwas zu lange und vor allem der Endkampf ist kurz und knackig und sehr gelungen.

Insgesamt daher ein Film, der zwar grundsätzlich ähnlich wie andere Genre-Beiträge funktioniert, jedoch eine „psychopathische“ Zusatzebene liefert, die Allem dann einen frischen Touch verpasst. An der Spannungskurve, den Effekten und den Schauspielern habe ich auch nichts auszusetzen, das ist schon ein sehr solider Thriller geworden, der um einiges besser unterhält, als andere Action-Produktionen der letzten Zeit.

„SAS:Red Notice“ bekommt von mir 7/10 sich nicht in die Kategorie eines Psychopathen abstempeln lassende Empfehlungspunkte.

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Assassin’s Creed Valhalla (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2021/04/13/assassins-creed-valhalla-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2021/04/13/assassins-creed-valhalla-game-review/#respond Tue, 13 Apr 2021 05:00:32 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=33162 Eivor hat keinen guten Start. Seine Eltern werden ermordert, weil sie ihren Clan retten wollen. Was natürlich in dieser Form nicht gelingt und so muss Eivor einerseits mit der elterlichen Schande leben und wird andererseits in einem befreundeten Clan aufgenommen. … Weiterlesen

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Eivor hat keinen guten Start. Seine Eltern werden ermordert, weil sie ihren Clan retten wollen. Was natürlich in dieser Form nicht gelingt und so muss Eivor einerseits mit der elterlichen Schande leben und wird andererseits in einem befreundeten Clan aufgenommen. Jahre später ergibt sich die Chance auf Rache, die auch genutzt wird, wodurch sich eine ganze Menge neuer Probleme auftun. Eines davon ist die Existenz eines geheimen Ordens, dem der Mörder von Eivors Eltern angehört zu haben scheint. Gemeinsam mit dem Halbbruder Sigurd geht die Reise aus diversen Gründen fort von den heimischen Gestaden Norwegens und führt nach England.

Der Plan: Eine neue Siedlung und ein neues Leben aufbauen. Allerdings hat Sigurd zwei neue Begleiter gefunden. Zwei Assassinen. Und diese haben scheinbar schlechten Einfluss auf ihn, denn mehr und mehr beginnt Sigurd nicht mehr die Interessen seines Clans in den Vordergrund zu stellen, sondern sich selbst, da er glaubt ein reinkarnierter Gott zu sein.

Und während Sigurd nach seiner Herkunft sucht und sich in ganz England herumtreibt, fällt es an Eivor, den Clan vereint zu halten und Allianzen in ganz England zu schmieden. Sei es mit befreundeten Wikinger-Clans oder mit einheimischen Engländern bzw. Saxen. Und nicht alle im Clan sind damit einverstanden, dass ein Emporkömmling, der ja nicht mal Stammesblut ist, sich nach und nach Ruhm und Ehre verdient und nebenbei auch noch Sigurd seine Führungsposition streitig macht …

Jeder, der diesen Blog hier verfolgt weiß es: Ich mag Assassin’s Creed einfach. Vielleicht springe ich auch nur gut auf die Ubisoft-Formel an, das kann auch sein, denn ich mag auch „Watch Dogs“ oder sogar Teile von „Far Cry„, auch wenn ich da die letzten beiden Ableger („Far Cry 5“ und „New Dawn“) ausgelassen habe. Jedenfalls war ich bei „Valhalla“, wie bei jedem neuen Teil von AC, ziemlich skeptisch ob das funktionieren kann. Und ja, das kann es, denn „AC Valhalla“ steckt voller kleiner, sinnvoller Verbesserungen.

Alles gut, also? Nein, durchaus nicht, denn obwohl ich jede Sekunde in Neu-England (und den anderen Gebieten) genossen habe, so gibt es doch einige Kritikpunkte, die man Valhalla vorhalten kann und auch muss.

Positiv: Die Atmosphäre ist der Hammer. England ist eine Wucht. Und Eivor (mein Eivor ist entgegen des offiziellen Kanons männlich, denn mir hat weder die Statur der weiblichen Version gefallen, noch ihre Synchronstimme) ist ein sympathischer Charakter. Soweit ein mordender und brandschatzender Wikinger halt sympathisch sein kann, denn Hand aufs Herz: Eivor ist ein Räuber, ein Mörder und er weiß das auch. Es macht ihm aber nichts, weil seine Götter das ja genauso haben wollen. Entgegen seinen Vorgänger*innen mordet er allerdings nicht aufgrund seines Gerechtigkeitssinns oder gegen Geld (Hallo, misthios!), sondern für seinen Clan und sein Volk. Dass er dabei völlig Unschuldige zu Hundertschaften umnietet, ist ihm egal. Hauptsache, seinem Clan geht es gut. Eine Einstellung, die ja heutzutage ganz viele (gewählte) Anführer sicher nachvollziehen können. Es wird meines Erachstens auch nicht versucht, das zu verharmlosen. Wir spielen hier nicht die Guten, nur weil die anderen noch böser sind. Nein, wir sind Teil einer plündernden Horde, welche in ein Land einfällt, das sich uneins ist und im Krieg mit sich selbst. Alle Seiten haben ihre Intentionen und stellen Führungsansprüche. Und auf der Strecke bleiben oft die Bürgerinnen und Bürger, die eigentlich nichts anderes wollen, als ihre Ruhe und doch bitte endlich Frieden. Ob sie jetzt von Norwegern, Dänen, Saxen oder Briten regiert werden, ist denen großteils wirklich völlig schnuppe. Trotzdem geraten sie zwischen die Fronten und ja, auch unter unsere Axt. Ich wiederhole: Auch wenn man sich Mühe gibt, die Protagonisten sympathisch und ihre Taten nachvollziehbar zu machen: Wir spielen Plünderer, deren Götter Blut und Tod bevorzugen. Punkt.

Positiv: England wird optisch von seiner besten Seite gezeigt. Egal ob Sonne, Sümpfe, Regen, Unwetter, Wälder, Wiesen, Highlands oder Schneelandschaften: Die Welt sieht einfach toll aus und die Panoramen, die Valhalla auf den Bildschirm zaubert sind großartig.

Positiv: Das Schiff ist weit weniger wichtig als zB in „Odyssey“ und man verbringt mehr Zeit an Land als auf dem (langweiligen) Wasser. Das ist gut, denn nur an Land findet man Ressourcen, versteckte (dieses Mal muss man jedes Mal erst den Weg zu ihnen finden) Schatzkisten oder Artefakte. Oder man muss Flüche brechen indem man Talismane zerstört. Oder kleine Mini-Events lösen, die immer kurze, nette, Geschichten erzählen (kurzer Einwurf: Alle negativen „World Events“, die ich in der Fachpresse finde, wie zB der Typ mit dem Kopf in der Axt oder das Pärchen, welches nur Sex haben kann, wenn sie denken, sie wären auf einem Raubzug, finden in den ersten 10 Stunden des Spiels statt. Das heißt: In den ersten 7% des Spiels. Wenn ihr also Journalist*innen über das Spiel lästern und diese Quests als Negativbeispiel nehmen dann wisst ihr, sie haben maximal reingeschnuppert) und sich innerhalb von ein paar Minuten lösen lassen. Find ich gut, gefällt mir. Ich fand es schon immer seltsam, wenn Truhen mit wertvollen Schätzen einfach so in der Gegend herumstehen. So ergibt das viel mehr Sinn.

Positiv: Die Storystränge: Wie alle neueren Assassin’s Creeds hat auch Valhalla mehrere Storylines, die parallel verlaufen und sich teilweise überschneiden. Die eine erzählt von Eivors Versuch für sich und die seinen eine neue Heimat aufzubauen. Die andere erzählt die Geschichte von Eivor und seinem Bruder im Geiste Sigurd, dessen Streit und ihrer möglichen oder unmöglichen Versöhnung. Der dritte Strang erzählt die Story von zwei Assassinen, den Göttern in Asgard, unter anderem konkret Havi, auch bekannt als Odin, und deren Bedeutung für die Isu und in Folge auch für Eivor und seinen Clan (kleiner Tipp, spielt die Missionen mit Sigurd immer erst als letzte, weil der Abschluss dieser Storyline viele andere zusammenführt und er den rundesten Abschluss aller Storystränge hat). Ich fand die Gesamtstory mit allen ihren Implikationen und Doppeldeutigkeiten (speziell die Symmetrie mit der Geschichte Odins und seiner Brüder) wirklich ziemlich cool und alles ist am Ende sinnvoll miteinander verwoben und ergänzt sich.

Positiv: Die einzelnen Geschichten in den einzelnen Shires. Sicher, es gibt nur eine bestimmte Anzahl an möglichen Kombinationen aus Verrat, Betrug, Intrigen und dem installieren von Strohpuppen als Herrschern, aber Valhalla nutzt sie alle. Die Geschichten sind rund, stimmig, gut erzählt und super inszeniert. Ein paar der Nebenfiguren tauchen immer wieder mal auf und im Regelfall wisst ihr dann sogar noch wer sie sind, weil sie teilweise wirklich coole und starke Momente haben, die im Kopf (und teilweise im Herz) hängenbleiben. Die durch das Setting bereits vorgegebene mystische und düstere Grundstimmung wird durch ein paar der „World Events“ aufgehellt, ein paar davon utnerstreichen die Düsternis und ein paar sind harmlos, aber nett (Beispiele? Ein Soldat, der seine Familie verloren hat, aber nicht weinen kann, wenn es ihm nicht jemand befiehlt. Zwei Brüder, die um den Anteil am Erbe streiten und das kann man schlichten, wie man mag. Oder alle töten. Ein Kind, welches auf die Rückkehr seines Vaters aus dem krieg wartet und der meinte, er würde zurückkommen, bevor das letzte Blatt vom Baum gefallen sei. Eine Frau, die von einem Waldgott schwanger wurde. Eine Hexe, die als Hexe verbrannt werden soll, weil sie eben eine Hexe ist und die falsche Person mit Hexerei geheilt hat. Und und und).

Positiv: Die Waffen und Rüstungen: Es gibt nur eine bestimmte, begrenzte Anzahl an Ausrüstungsgegenständen und Sets anstatt der Dauerflut der Vorgänger. Das macht die Sache einfacher und übersichtlicher.

Positiv: Kurz nochmals zu den Schatzkisten: Manche beschweren sich, dass man jetzt „arbeiten“ muss, um diese Sammelstücke zu bekommen und ich kann das nachvollziehen. Früher ist man von A nach Punkt B geritten (oder gelaufen oder gesegelt) und hat einen Gegenstand aufgehoben und fertig. Jetzt kommt man an einen Ort, weiß ungefähr, wo das Ding ist (Schatztruhe, Artefakt, usw) und muss überlegen, wie man hinkommt. Und man kommt überallhin, vorausgesetzt man löst die kleinen Umgebungsrätsel (es kann sein, dass man durch das Dach reinkommt, oder von einem Baum aus durch ein Fenster den Riegel an der Tür zerschießen muss, usw). Dazu kommen Steinkreise mit Symbolen, die man perspektivisch korrekt ansehen muss oder man landet in einem verfluchten Gebiet und muss den verfluchten Talisman zerstören. Oder man findet Pilze, muss kurze Rätsel oder Kämpfe erledigen und bekommt dann eine philosphische Erkenntnis von Eivor präsentiert. Auch kann man drei Hexen (die verdammt stark sind) töten und fünf Drengir helfen, ihren Platz in Valhalla einzunehmen. Da gibt es viel zu tun und fast alles davon macht richtig Laune. Zu der einen Sache, die ich fast körperlich gehasst habe, komme ich später.

Positiv: Auch toll fand ich, die erneuten Mitglieder des „bösen Ordens“, der dieses Mal „Order Of The Ancients“ heißt und weniger Mitglieder hat als noch im Vorteil. Außerdem gibt es in England herumreitende besonders starke Gegner, die euch das Leben zur Hölle machen, bei denen es jedoch eine echte Genugtuung ist (gerade am Anfang), wenn man sie endlich besiegt. Und die kurzen „Erkenntnis-Momente“, wenn ihr eine wichtige Person um die Ecke gebracht habt, sind auch wieder da. Die hatte ich in „Odyssey“ stark vermisst. Die Auflösung dieser Storyline fand ich übrigens auch ziemlich super, weil in seiner Einfachheit und Entspanntheit unerwartet.

Positiv: Außerdem sind in der Gegenwartsstory Shaun und Rebecca wieder mit dabei und die sind einfach immer ein Highlight. Gerade für Fans der ersten Stunde, wie mich, war das wirklich ein unerwartetes und richtig großartiges Wiedersehen. Außerdem gibt es noch einen Überraschungsgast (der nie per se genannt wird) und einen Storykniff, der mich tatsächlich neugierig macht, was da jetzt in der Gegenwartsstory kommen wird.

Positiv: Auch gefallen haben mir die Spezialfähigkeiten, die neuen Power-Levels und die „Beasts of Legend“-Zwischenbosse (alle optional). Das hat schon Spaß gemacht, die alle zu erledigen, vor allem, weil sie wirklich fordernd waren.

Negativ: Was mir nicht so gut gefallen hat, war, dass Ubisoft nicht auf die Kritik der Fans gehört hat. Ich kann jetzt nur für mich sprechen, aber als ich sagte, dass „Odyssey“ zu groß ist, meinte ich nicht die Karte, sondern die Zeit, die man investieren muss, um die Karte vollständig aufzudecken und alles zu erledigen, was es zu erledigen gibt. Anders gesagt: Das Spiel war viel zu lang. Nun, Valhalla ist kleiner von der Karte her, aber viel, viel länger. Ich habe für das Grundspiel ohne DLCs so lange gebraucht, wie für „Odyssey“ mit allen DLCs (sprich: sechs Episoden) zusammen. Ich bin ja auch ein Fan von „Value for money“, aber das ist einfach viel zu lang. Viel. Zu. Lang.
(Anmerkung: Viele meinen, es würde keine Side-Quests und kein Grinding mehr geben. Totaler Schwachsinn. Ubisoft hat euch nur ausgetrickst: Sie haben einfach alle Nebenquestes in Hauptquests umgetauft, was bedeutet, ihr habt keine andere Wahl und ihr „grindet“ automatisch. Mir war es egal, weil ich ohnehin bei „Assassin’s Creed“ alles an Missionen und Co mitnehme was geht. Aber alle, die sich dachten „Yeah, keine langen Nebenquest-Ketten“ mehr. Doch. Die gibt es noch. Sie heißen jetzt nur anders. Ich würde sagen: Hut ab, Ubisoft, gut gekontert, das muss man euch lassen).

Negativ: Die idiotischen „Cairns“. Das sind kleine Türme aus Steinen, die man baut, wenn man wundervolle Panoramen sieht und sie damit quasi würdigt. Also „Landart“ wie man heutzutage sagen würde. Die Dinger haben mir teilweise echt den letzten Nerv geraubt. Die sind mühsam, richtig, richtig zäh und es macht einfach nach einer Weile schlichtweg keinen Spaß mehr. Die hätte man sich komplett sparen (oder leichter machen) können. Anfangs kinderleicht und am Ende einfach mühsame Arbeit. Echt jetzt.

Negativ: Die „Blood Eagle“-Szene. Es ist selten, dass mir eine Szene dermaßen gegen den Strich geht wie diese Szene. Mir ist schon klar, dass Valhalla an sich kein Spiel ist, welches mit Blut und Gewalt geizt, aber diese Szene … das war schon drüber. Man sieht zwar nicht, was passiert, aber der Charakter, der es durchführt beschreibt es und gleichzeitg hört man sein Opfer. Das war einfach … widerlich. Natürlich hatte es den Sinn, den Charakter, der dieses Ritual durchführt unsympathisch zu machen, aber ganz ehrlich – das war auch davor schon. Mir ist allein vom Zuhören schlecht geworden. Das kann ja wohl nicht Sinn der Sache sein und hätte ich nicht gebraucht.

Negativ: Falls ich das noch nicht erwähnt habe. Die Cairns, das sind Türme, die man aus Steinen baut, wenn man ein schönes Panorama sieht und damit die Natur würdigt. Also „Landart“. Und gerade die späteren sind eine Sache, die man sich zu 100% hätte sparen können. Mühsam, sonst nichts.

Negativ: Die düstere Grundstimmung. Man kann dem Setting die Schuld geben, aber 150 Stunden lang Gewalt und Düsternis und Blut und Verderben und Verrat und Verlust und Intrigen, da muss zwischendurch mal was Positives kommen. Und das kommt auch, aber leider viel zu selten. Klar, auch im direkten Vorgänger passieren viele schlimme Dinge und tragische Schicksale geben sich quasi die Hand (wir reden hier immer noch von Griechenland, so von wegen „Tragödien“ und so). Trotzdem ist es so, dass diese Dinge im hellen, bunten, sonnenüberstrahlten und freundlichen Griechenland passieren. Während die gleichen Dinge in „Valhalla“ im düsteren, nebelverhangenen, grünhügeligen, felsigen und düsteren England passieren. Glaubt mir, das Setting macht schon einen großen Unterschied in der Stimmung, die das in einem auslöst.

Negativ: Der Start des Spiels in Norwegen. Von der technischen Seite betrachtet finde ich es spannend, dass der Einstiegs des Spiels einerseits extrem mühsam war, weil die Laufwege im Schnee einfach ewig dauern und es noch dazu zu vielen Rucklern kam. Damit ein Spiel zu beginnen(!) ist irgendwie seltsam. Vielleicht wurde mit den ersten Patches was behoben, das kann ich nicht sagen, aber als ich dann in England angekommen war, da lief plötzlich alles runder. Eivor kletterte meiner Ansicht nach schneller. Es ruckelte nichts mehr und das Spiel lief auf meiner (normalen) PS4 flüssig. Aber der Einstieg … das war eine ziemlich Ruckel-Partie. Sogar die Videosequenzen haben ein wenig geruckelt. Finde ich immer noch schräg. Wer „Valhalla“ also genießen will, der/die muss ich durch die ersten Stunden durchbeißen, danach geht es dann (drastisch) bergauf.

Negativ: Die nicht durchdachte Siedlung inklusive der Wortmeldungen der Siedlungsbewohner*innen und der Händler*innen: Die Siedlung aufzubauen ist eine sehr gute Idee und es ankert Eivor und gibt seinen Taten einen Sinn. Was keinen Sinn ergibt, ist, dass es bis auf vier oder fünf Charaktere niemand gibt, den man sich merkt, weil die Figuren großteils auf ihre Funktion reduziert werden. Da sind (von den für die Story relevanten Ausnahmen) keine Persönlichkeiten dabei. Dazu kommt, dass die Menüführung mühsam ist. Warum muss ich drei Mal eine Antwortmöglichkeit in einem Geschäft auswählen, bis ich endlich einkaufen kann? Warum muss ich mich zwei Mal verabschieden, bis das Menü geschlossen ist? Warum erklärt mir der Fischerjunge, ich hätte einen Riesenfisch gefangen, obwohl ich mich nur durch das Menü klicke und nicht mal einen Fisch im Inventar habe? Da gibt es viele kleine Baustellen, die meiner Ansicht nach einfach schlampig umgesetzt wurden. Das gilt für ein paar Stellen des Spiels, aber die Siedlung und die Shops sind eben die auffälligsten, weil man dort einfach am meisten Zeit verbringt.

Negativ: Die Cairns. Das sind Türme, die man … Habe ich die Cairns schon erwähnt? Die nerven.

Alles in allem, was bleibt übrig? Ich dachte eine ganze Weile, dass „Valhalla“ das beste „Assassin’s Creed“ seit dem Schwenk in Richtung Rollenspiel ist. Dann habe ich, als ich die Screenshots für diese Review hier von meiner Playstation kopiert habe, die alten Screenshots von „Odyssey“ gefunden und sofort gemerkt, wie meine Emotion hochging. Mein erster Impuls war es, „Odyssey“ nochmals zu installieren und die Reise mit Kassandra (die sarkastische Kassandra ist einfach großartig) nochmals anzufangen. 100 Stunden hin oder her. Gerne auch noch öfter. Diesen Impuls habe ich bei „Valhalla“ nicht. Rein objektiv sind viele Details in „Valhalla“ besser als im Vorgänger, keine Frage. Angefangen von den World-Events, über die Erzähl-Struktur der Story, dem Verweben der Geschichten bis hin zum durchdachten Kampfsystem und den Belagerungen/Erstürmen diverser gegnerischer Lager (die viel besser und passender in der Geschichte verankert sind als die Massenschlachten zwischen Sparta und Athen). Alles ist zumindest ein kleines bisschen besser gemacht, aber … bevor ich wieder nach England gehe, gehe ich nach Griechenland, denn „Odyssey“ hat mir in Summe einfach mehr Spaß gemacht.

Ich finde imemr noch, dass „Valhalla“ ein ziemlich tolles Spiel ist und wie gesagt: Jedes Detail aus dem Vorgänger wurde verbessert oder optimiert. Trotzdem merkt man dem finalen Produkt an, dass manche Sachen einfach zu rasch gemacht, zu wenig genau gemacht oder einfach schlampig gemacht wurden. Da wurde viel Potential in den Wind geschossen. Schade drum.

Und weil ich es oftmals wo lese: Nein, ich hatte weder Game-Stopper-Bugs noch irgendwelche anderen relevanten Bugs, von den üblichen Kleinigkeiten bei so einem umfangreichen Spiel wie zu spät auftauchenden Bäumen in der Ferne oder ein Schwert, welches einen Meter über der Hand in der Luft schwebte, mal abgesehen. Das kam aber so selten vor, das kann ich an meinen Fingern abzählen. Und wir sprechen hier immerhin von einem Spiel, in welches ich bis dato (ohne DLCs) 150 Stunden investiert habe. Also mal ganz ehrlich: Wie schlecht kann es sein, wenn ein Mensch wie ich 150 Stunden investiert? Ich bin einem Alter und einem Lebensabschnitt, in dem ich meine freien Stunden pro Tag an einer Hand abzählen kann und ich brauche nicht mal die Hälfte der Finger. Das sagt doch schon was aus, oder?

„Assassin’s Creed Valhalla“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, grundsolide, spaßmachende, aber leider seine Führungsposition in Valhalla nicht einnehmende, Punkte.

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Shadow in the Cloud (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2021/04/10/shadow-in-the-cloud-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2021/04/10/shadow-in-the-cloud-filmkritik/#respond Sat, 10 Apr 2021 06:00:45 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=32973 Im Jahr 1943 wird Maude Garrett (Chloe Grace Moretz), ein weiblicher Flug-Offizier damit beauftragt, geheime Dokumente in einer Box von Neuseeland nach Samoa zu bringen. Als sie bei ihrem Flugzeug (einem B-17 Bomber) ankommt, wird sie von der rein männlichen … Weiterlesen

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Im Jahr 1943 wird Maude Garrett (Chloe Grace Moretz), ein weiblicher Flug-Offizier damit beauftragt, geheime Dokumente in einer Box von Neuseeland nach Samoa zu bringen. Als sie bei ihrem Flugzeug (einem B-17 Bomber) ankommt, wird sie von der rein männlichen Crew ziemlich unfreundlich behandelt und schließlich temporär in der Geschützkabine einquartiert. Ihre wichtige Fracht gibt sie vorübergehend Walter Quaid (Taylor John Smith), dem einzigen Mann an Bord, der freundlich zu ihr ist.

Kurz darauf sieht sie eine Kreatur, die außen auf dem Flugzeug herum klettert. Natürlich glaubt ihr keiner der übrigen Besatzung, weshalb Maude sich wieder mal nur auf sich selbst verlassen kann. Doch was will dieses Wesen, was ist es genau und was noch viel wichtiger ist: hängen die immer häufiger auftretenden Fehlfunktionen im Flieger mit der Kreatur zusammen?

Was für ein Mix. Bei dieser in Auckland gedrehten, neuseeländisch-amerikanischen Co-Produktion hat Roseanne Liang (My Wedding and Other Secrets) Regie geführt und das Drehbuch geschrieben, oder vielmehr umgeschrieben. Das ursprüngliche Drehbuch stammt von Max Landis (Chronicle, Victor Frankenstein), der jedoch gerade mit Anklagen wegen sexuellem Missbrauch konfrontiert ist und deshalb wollte man anscheinend seine Ideen so weit wie möglich austauschen.

Das wird wohl sicherlich den Schwerpunkt im Drehbuch verstärkt haben, der den Sexismus von beinahe allen hier agierenden Männern betrifft. Natürlich sind die Herrschaften hier dann nur Nebenfiguren oder Zuschauer und die Dame darf die ganze Arbeit machen und ist die wahre Heldin. Kombiniert mit der Montage im Schlussspann, bei der Fotos von Damen gezeigt werden, die wirklich im Krieg im Einsatz waren, gibt es natürlich wieder Stimmen die „feministische Propaganda“ rufen.

Ich kenne Filme, auf die das zutrifft, doch „Shadow in the Cloud“ ist für mich keiner davon. Jetzt lasse ich dieses leidige Thema auch schon wieder hinter mir und gehe auf das ein, was mir hier am meisten Freude bereitet hat und das kam dann doch unerwartet. Bei mir wurden durch einige Sequenzen doch ehrlich – vom Design des Gremlins, der Musik und der comichaft übertriebenen Inszenierung – einige Assoziationen, an die frühen Werke von Peter Jackson geweckt (ja, ich meine z.b. Braindead, nur hier eben ohne das Level an Gewalt).

Passt ja auch, denn Jackson stammt aus Neuseeland. Diese Tatsache plus der Fakt, dass ich Chloe Grace Moretz (Let Me In) seit ihrer Performance als Hit-Girl in Kick Ass sowieso ins Herz geschlossen habe und hier endlich mal wieder sehen durfte, ist während ich den Film gesehen habe, zu meinem ganz persönlichen, nostalgischen Zugang geworden. Natürlich kann man auch ganz objektiv sagen, dass Moretz mit ihrer „Eine-Frau-Show“ in ihrer Kabine, eine echte Wucht ist.

Eine gar nicht mal so kurze Zeit über bleibt der Fokus nur auf ihr in der Kabine und die Männer werden nur stimmlich über Funk hinzu geschaltet. Da durchlebt sie schon einige Gefühlszustände und man ist emotional immer bei ihr. Auch dass sie die vorhandenen Gerätschaften bedienen kann, glaubt man ihr. Von den Männern bleibt nur Taylor John Smith (Hunter Killer) als Walter in Erinnerung, da er der Einzige ist, der so etwas wie Informationen über seinen Hintergrund spendiert bekommt.

Dass das gesamte Szenario – ich meine jetzt als Kriegsgeschehen, nicht die Kreatur – natürlich alles andere als historisch akkurat ist – ist dabei eindeutig völlig egal. Der Gremlin an sich, ist von den Effekten her stimmig getrickst, ohne Patzer. Er wirkt wie ein Kobold, der Schabernack als sein höchstes Ziel hat, nicht das Töten von Menschen, damit er seine Ziele erreicht bzw. als Resultat davon, schadet er Menschen dann jedoch auch sehr aktiv.

Da bekommt man also diese ernste Ebene mit der Frauenpower als Hintergrund serviert, versetzt mit ein paar Sequenzen aus einem Kriegsfilm und durchsetzt ist das Ganze dann durch eine Kreatur und einige Over the Top Momente (siehe etwa die Explosion und wie Maude dadurch zurück geschleudert wird in den Flieger), die den Film zu einem puren guilty pleasure Erlebnis machen. Was wirklich in der Box ist, unterstützt den gesamten, beinahe märchenhaften Charme dabei noch zusätzlich. Also nicht nachdenken, einfach genießen. Bei mir hat es auf jeden Fall funktioniert!

„Shadow in the Cloud“ bekommt von mir 8/10 dem Gremlin stellvertretend für alle Männer, die Ohren lang ziehende Empfehlungspunkte.

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Death Of Me (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2021/04/08/death-of-me-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2021/04/08/death-of-me-filmkritik/#respond Thu, 08 Apr 2021 06:00:28 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=33164 Christine (Maggie Q) und Neil (Luke Hemsworth) befinden sich im Urlaub. Eigentlich sollten sie morgen abreisen, allerdings kommt alles anders. Nach einem gemütlichen Ausklang in einem Lokal wachen sie am nächsten Morgen auf und es wirkt nicht, als wäre es … Weiterlesen

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Christine (Maggie Q) und Neil (Luke Hemsworth) befinden sich im Urlaub. Eigentlich sollten sie morgen abreisen, allerdings kommt alles anders. Nach einem gemütlichen Ausklang in einem Lokal wachen sie am nächsten Morgen auf und es wirkt nicht, als wäre es eine entspannte Nacht gewesen. Zum Glück ist Neil ein Nerd und filmt (fast) alles mit. Also gucken sie sich an, was gestern geschehen ist. Und entdecken dabei wirklich seltsame Dinge. Zum Beispiel sehen sie sich selbst bei wildem Sex und anschließend (oder während; schwer zu sagen) erwürgt Neil Christine. Dann begräbt er sie in der Erde.

Bedenklich stimmt dabei die Tatsache, dass Christine mit Neil vor dem Bildschirm sitzt und sich selbst beim Ermordet-Werden zusieht. Was ja doch eher befremdlich ist und irgendwie dann doch nicht sein kann. Keiner der beiden kann sich an irgendwas erinnern, außer daran, dass Christine am Vorabend ein Medallion geschenkt bekommen und die Barkeeperin ihnen ein ziemlich deftiges Geschenk in Form eines Getränks vorgesetzt hat.

Wenn das mal kein Anhaltspunkt ist …

Es ist immer wieder befremdlich für mich, wenn Filme, die aufgrund der Prämisse und des Trailers spannend und neu wirken, dann in der Ausführung auf ein klares, uninspiriertes Instant-Produkt hinauslaufen. Da tut mir immer das Herz ein bisschen weh, denn ich mag es nicht, wenn Potential dermaßen verschenkt wird. Und – ihr habt es erraten – „Death Of Me“ ist genau so eine Art Film.

Die an sich interessante Prämisse, des „sich selbst beim Ermordet-werden“ zuzusehen und dann herausfinden zu wollen, was passiert bzw. passiert ist, wird hier leider ziemlich verschenkt, denn wer ein bisschen mitdenkt, der oder die weiß bereits nach sehr kurzer Zeit was los ist. Das liegt am ziemlich uninspirierten Drehbuch und – was mich doch überrascht hat – der sehr einfallslosen Regie bzw. den ziemlich stumpfen und nicht wirklich gut gemachten Szenen.

So gibt es immer wieder Personen im Film, die sich aufgrund von … Gründen, „selbst entsorgen“ und die Art und Weise wie das gemacht wird, läuft immer darauf hinaus, dass die Person sich ersticht (oder in einem Extremfall: sich die Eingeweide rausschneidet). Dabei wirkt das so billig gemacht, dass es zwar ekelhaft ist, es mitanzusehen, aber gleichzeitig wirkt es absolut peinlich. Ein starrer Gesichtsausdruck und dann rammt die Person sich ein Messer (oder was auch immer gerade greifbar ist) in den Körper. Dazu ein stumpfer Klang und die Sache ist mehr oder weniger vorbei. Da ist man von Regisseur Darren Lynn Bousman, der ja unter anderem für „Repo – The Genetic Opera“ oder „Saw II bis IV“ verantwortlich zeichnet, zumindest in Punkto gut gemachter Grausamkeit mehr und weit besseres gewohnt (auch wenn mir persönlich die SAW-Filme ab dem dritten Teil zu sehr in Richtung unnötige Gewalt gedrillt waren).

Maggie Q („Stirb Langsam 4.0“ oder „Fantasy Island„) macht als Christine was sie kann, das ist in erster Linie verwirrt herumgucken, herumlaufen und Gras kotzen (ja, ihr lest richtig). Luke Hemsworth („Kill Me Three Times„) beweist wieder mal, warum er niemals in der gleichen Liga wie sein Bruder spielen wird und alle anderen sind halt dabei. Alex Essoe („ The Neighbor„) gibt die undurchsichtige, freundliche Landesfrau der Heldin und der Rest sind die Einwohner*innen der Insel und die sind wie gewohnt natürlich Teil des Problems, weil … was auch sonst.

Die Auflösung des Ganzen ist so vorhersehbar wie langweilig und auch wenn sich die Drehbuchautoren (Mehrzahl) Mühe geben, um das Thema „freier Wille“ anzugehen und die Intention gewesen zu sein scheint, Christines Wunsch nach Mutterschaft als „Twist“ in den Film zu einzubauen. Aber es geht gehörig schief. So erfahren wir während dem Film, dass Christine schon immer Mutter werden wollte, es aber nie geklappt hat und am Ende wird ihr gesagt, dass sie alles „aus freiem Willen“ gemacht hat und die Erklärung sollte wohl ein „Wow – aha“-Moment sein. Funktioniert nur nicht, weil wir zB den Wunsch nach Mutterschaft einmal (oder zwei Mal) am Rande gesagt bekommen, aber wir nie miterleben, dass Christinie irgendwelche Gedanken in diese Richtung hat. Das sagen ihr immer nur andere (zumindest kann ich mich an keine andere Szene erinnern – was ja auch was aussagt).

Fasst man alles zusammen, dann kann ich nur sagen: Starke Idee. Wirkt allerdings so, als hätten die Autoren diese eine Idee gehabt (Man sieht den eigenen Tod … der gestern Nacht passiert ist) und hatten zu wenig Handwerksfähigkeiten, um daraus ein spannendes, gutes, stringentes und stimmiges Drehbuch zu verfassen bzw. die eigentliche Story und den Twist irgendwie herauszuarbeiten. Hätte funktionieren können. Tut es aber nicht.

„Death Of Me“ bekommt von mir 4 von 10 möglichen, am besten auf der Insel bleibende und vergessen werdende, Punkte.

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Polaroid (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2021/04/06/polaroid-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2021/04/06/polaroid-filmkritik/#respond Tue, 06 Apr 2021 06:00:22 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=33244 Bird (Kathryn Prescott) arbeitet neben der Schule in einem alten Antiquitätenladen. Sie selbst ist auch sonst eher eine Außenseiterin, die sich am Liebsten zurück zieht und die Welt mit den Augen ihrer Kamera sieht. Gerade hat ihr ihr Kollege eine … Weiterlesen

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Bird (Kathryn Prescott) arbeitet neben der Schule in einem alten Antiquitätenladen. Sie selbst ist auch sonst eher eine Außenseiterin, die sich am Liebsten zurück zieht und die Welt mit den Augen ihrer Kamera sieht. Gerade hat ihr ihr Kollege eine alte Polaroid-Kamera von einem Flohmarkt mitgenommen und sofort macht sie ein Testfoto von ihm.

Am nächsten Tag ist der junge Mann tot. Auch die nächste Dame, die ebenfalls eine Polaroid-Foto von sich gemacht hat, hat kurz darauf einen „Unfall“. Langsam erkennt Bird den Zusammenhang zwischen den Toden und der Kamera, doch es könnte bereits zu spät sein. Bei einer Party haben sie nämlich ein Bild gemacht, auf denen sowohl Bird als auch ihre vier besten Freunde zu sehen sind…

Der norwegische Regisseur Lars Klevberg (Child’s Play) hat hiermit sein Regiedebüt gefeiert, in dem er seinen gleichnamigen Kurzfilm aus dem Jahr 2015 verfilmt hat (wie zuvor etwa David F. Sandberg mit Light´s Out). Fertig war der Film bereits im Jahr 2017, doch dann kam der Skandal rund um Harvey Weinstein und deshalb wurden Filme seines Studios zunächst zurück gehalten. 2019 kam „Polaroid“ dann doch ins Kino und läuft nun bei Netflix.

In welche Kategorie der Film fällt, dürfte nach der Beschreibung oben erkennbar sein und ich habe zuletzt bei „Countdown“ bereits darüber geschrieben, wie ich diese Filme einstufe. Polaroid ist dabei klar im Mittelfeld einzustufen, wobei man Klevberg schon eindeutig zu gute halten muss, dass er hier deutlich erkennbar seine Ideen verwirklichen wollte und die Sache nie wie eine reine Auftragsarbeit wirkt, auch wenn das für mich mehr ein Gefühl ist.

Dennoch verlässt er sich etwas zu sehr auf Jump-Scares und dass dieses Mal eine Kamera als Wirt für einen bösen Geist herhalten muss (was kommt als Nächstes, die besessene Unterhose?), aus dieser Idee hätte man noch um einiges mehr heraus holen können. Der Geist tötet nämlich die meisten Opfer direkt, doch man kann stattdessen auch sofort das Foto selbst angreifen, da sich das dann wie bei einer Voodoo-Puppe auf die Abgebildeten auswirkt.

Es gibt da dann zum Finale hin zwar ein, zwei gemeine Aktionen, doch selbst ohne viel darüber nachzudenken, hätte ich sofort ein paar mehr Ideen auf Lager. Atmosphärisch ist die Sache dafür ordentlich dicht geraten, mit einer dunkel-kalten, beinahe nihilistischen Grundstimmung versehen und mit Effekten, denen man nicht zu sehr das geringe Budget anmerkt. Der Geist an sich punktet dann weniger durch sein Aussehen als viel mehr durch seine Bewegungsart.

Kathryn Prescott (The Hive) ist als Bird ein tolles Final Girl, mit traumatischen Ereignis in der Vergangenheit, Schuldgefühlen und Außenseiter-Status inklusive. Sie trifft auch nie wirklich dumme Entscheidungen, dass sie dennoch in Gefahr gerät, liegt eher an ihrem Mut und der Suche nach einer Lösung. Der Rest des Casts soll vorwiegend gut aussehen und zu früh sterben und das machen die jungen Leute sehr souverän.

Insgesamt daher ein im Prinzip harmloser Genre-Beitrag, der sich auf seine echt und nicht wie ein Klischee wirkende Hauptdarstellerin verlassen kann, unangenehme Szenen genau so gestaltet wie sie ein sollen, diese dann aber leider zu selten vorkommen lässt. Was ich dem Ende dann auf jeden Fall zu Gute halte (und das bezeichne ich nicht als Spoiler), ist die Tatsache, dass es sich wirklich wie ein Ende anfühlt und das Böse dann nicht unter dem Motto „haha, ich bin noch da“ noch einmal auftaucht, denn so etwas geht mir fast immer auf die Nerven.

„Polaroid“ bekommt von mir 6/10 die Vorteile von digitalen Fotos erneut bestätigende Empfehlungspunkte.

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Zack Snyder’s Justice League (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2021/04/03/zack-snyders-justice-league-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2021/04/03/zack-snyders-justice-league-filmkritik/#respond Sat, 03 Apr 2021 06:00:28 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=33259 Superman (Henry Cavill) ist tot. Die Welt dreht sich weiter. Die Zeit der Helden scheint vorbei zu sein. Durch den Tod von Superman erwachen drei so genannte „Mother Boxes“ zum Leben und senden ein Signal ins Universum, welches einen interstellaren … Weiterlesen

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Superman (Henry Cavill) ist tot. Die Welt dreht sich weiter. Die Zeit der Helden scheint vorbei zu sein. Durch den Tod von Superman erwachen drei so genannte „Mother Boxes“ zum Leben und senden ein Signal ins Universum, welches einen interstellaren Bösewicht namens Steppenwolf (Ciarán Hinds) auf den Plan ruft. Dieser will in der Gnade seines Herren Darkseid (Ray Porter) wieder aufsteigen und hofft, durch die Eroberung dieser Boxen wieder nach Hause zu dürfen. Und natürlich fragt er nicht höflich danach, sondern er kommt definitiv nicht in Frieden.

Die „Mother Boxes“ wurden vor ewigen Zeiten versteckt und zwischen drei Völkern aufgeteilt: Die Amazonen bewachen eine. Die Atlanteaner bewachen eine. Und eine landet bei Silas Stone (Joe Morton), der hofft, seinen Sohn Victor (Ray Fisher) dadurch retten zu können.

Bruce Wayne auch bekannt als Batman (Ben Affleck) indes hadert nach wie vor mit seiner Rolle, die er beim Tod von Superman gespielt hat. Nach einer Vision versucht ein Team zusammenzustellen. Ein Team von Meta-Menschen, welche die Kraft haben sollen, um die Invasion zu stoppen. Doch alles geht schief und eine Erkenntnis keimt auf: Superman muss zurückkehren, denn er allein kann Steppenwolf aufhalten …

Erneute Warnung: Diese Kritik könnte wieder ein bisschen länger werden. Ist ja auch ein 242-Minuten-Fil.

Die größte Überraschung an „Zack Snyder’s Justice League“ ist, dass es diesen Film überhaupt gibt. Wer allerdings wirklich glaubt, dass dieser Film hier die Version ist, die anstatt der 2017er Version von Whedon ins Kino gekommen wäre, der oder die glaubt auch immer noch an den Weihnachtsmann. Der Film dauert knappe vier Stunden und ist in mehrere einzelne Teile geteilt. Und Warner Brothers hätten diesen Film niemals, nie und nimmer in dieser Form irgendwo veröffentlicht. Ich denke mit Schaudern an die Kinoversion von „Batman v Superman: Dawn Of Justice„, dessen Kinoversion ja auch – sind wir mal ehrlich – nicht so der Hammer war. Das bedeutet für mich, dass ein Vergleich der Version von 2017 mit dieser hier alles andere als fair ist. Man mag von Whedon als Filmemacher halten was man will, aber wir reden hier immer noch von dem Mann, der „Firefly“ erfunden und gemacht hat und immer noch von dem Mann, dem wir „The Avengers“ verdanken. Und die 2017er Version war ein Studioauftrag, den er mit klaren Vorgaben fertigstellen sollte: Maximal 2 Stunden und den Humorfaktor nach oben schrauben. Das muss man nicht mögen, aber man muss erkennen, dass Whedon seinen Job sehr gut gemacht hat. Er hat einen hirnlosen Marvel-Film gemacht, nur ohne den Vorteil, dass die Charaktere bereits vorher in eigenen Filmen eingeführt wurden. Ich hatte meinen Spaß. Eben auf eine Popcorn her und Hirn aus-Art und Weise.

Was ist also jetzt mit der „echten“ Version von Justice League? Die werden wir niemals sehen, denn wie gesagt: Dieser Film hier ist mit Sicherheit nicht, was wir 2017 von Warner Brothers bekommen hätten (nicht von Whedon. Von Warner Brothers).

Nachdem wir das aus der Welt geschafft haben, kommen wir zum „Snyder Cut“, der sich gut doppelt so viel Zeit nimmt wie die Kinoversion um genau die gleiche Geschichte zu erzählen und zeitgleich noch die unangenehme Aufgabe hat(te), weitere Filme vorzubereiten („Avengers: Age Of Ultron„, irgendwer?). Und wenn man die Fanbrille und das Erfolgsgefühl, dass es diesen Film hier gibt mal abnimmt, dann muss man objektiv feststellen, dass dieser 242-Minuten-Version die gleichen Probleme wie der eben genannte zweite Avengers-Teil hat.

Es kommen Personen vor, die nur jene kennen, welche die Comics kennen. Ich sage nur „Darkseid“, „DeSaad“ oder „Martian Manhunter“. Das ist nett und gilt als Fanservice. Als Standalone-Film ist es allerdings völlig unnötig, diese in den Film einzubauen. Klar – mit dem Plan für zwei weitere Filme wäre das super gewesen, aber so … eigentlich unnötig, denn bei allem „Snyderverse“-Hype der gerade wieder losgeht, werden diese Filme nicht kommen.

Das macht diese Version allerdings zu keinem schlechten Film und wer Snyders Filme mag, der oder die findet hier alles, was einen Snyder-Film ausmacht. Die Optik, die One-Liner, die dunklen Farben, den Humor, die Epik, die Zeitlupen. Alles ist da und alles sieht (auch in diesem ungewohnten Bildformat) super aus. Nur eine Sache fehlt mir ein bisschen: Das mutige Drehbuch. Bei allem was man „Batman v Superman: Dawn Of Justice“ im Ultimate Cut vorhalten kann: Das Drehbuch ist großartig und wann immer ich Diskussionen im Internet verfolge (nicht teilnehme), die Dinge diskutieren, wie zB eine fehlende Motivation für Lex Luthor, dann kann ich nicht anders als den Kopf zu schütteln und mich zu fragen, wann Menschen verlernt haben, genau zuzuhören und zuzusehen. Aber das nur am Rande.

„Justice League“ ist so geradeaus wie ein Film nur sein kann. Superman stirbt. Die Erde hat keine Beschützer mehr. Steppenwolf hört die „Mother Boxes“ rufen und kommt sie holen. Die Verteidiger haben vergessen, wie gefährlich der Typ ist und kriegen ein paar aufs Maul. Also machen sie, was sie machen können: Sie holen den einen Typ zurück, der das kann. Allerdings hat der „Böse“ bis dahin bereits alles geschafft, was er schaffen will, weshalb die Fähigkeiten der anderen Teammitglieder wichtig sind und gemeinsam kriegen sie es hin. Punkt. Das ist ein Film, so gerade und klar aus dem Lehrbuch, dass es fast nicht mehr direkter geht.

Das liest sich jetzt alles sehr nüchtern und das mache ich auch sehr bewusst, denn wir reden hier immer noch von einem Film und einen Film darf man bei allem Kult (oder muss man hier schon von Religion sprechen?) auch Kritik äußern. Wenn es überhaupt Kritik ist. Eigentlich summiere ich bis jetzt nur Fakten. Mehr nicht. Daran kann auch eine Horde wild gewordener Fans, die von ziemlich coolen Aktionen (Banner in der Luft etc) bis zu kompletten Wahnsinn (Morddrohungen an Menschen, welche die 2017er Version ermöglicht haben) alles abdeckt, nichts ändern.

Müsste der Film 242 Minuten lang sein, um seine Geschichte zu erzählen? Nein, sicher nicht. Bringt der Epilog in der möglichen Zukunft (die sogenannte „Knightmare Timelime“ – ihr wisst schon, weil der „Dark Knight“ einen Albtraum hat, wie die Zukunft sein könnte) irgendwas für den Film außer einem Zitat von Jared Letos Joker, der im restlichen Film nicht mal vorkommt und dass noch dazu im Trailer war, aber im fertigen Film (nochmals: 242 Minuten! Und ihr verwendet eine Szene im Trailer, die im Film nicht … Platz hatte?) fehlt? Da stellen sich ganz andere Fragen.

Was kann ich also zu „Zack Snyder’s Version“ sagen: Ich habe schon lange keinen Film mehr gesehen, der mich vier Stunden lang dermaßen gut unterhalten halt. Wir haben bei knapp der Hälfte mal eine kurze Pause eingelegt, aber die war eher, weil wir Essen und Trinken nachfüllen mussten und in unserem Alter Klo-Pausen doch schon wichtig werden, aber ich kann nur wiederholen: 242 Minuten und keine einzige davon langweilig. Vorausgesetzt man mag Snyders Regiestil und seine (oben erwähnten) Markenzeichen.

Was fällt auf? Das erste was mir einfällt, nachdem ich den grottenschlechten „WW84“ gesehen habe: Wonder Woman ist wieder cool. Ich dachte nicht, dass es möglich ist, diese Figur in meinen Augen wieder toll zu machen, aber der Snyder Cut hat es geschafft. Das ist eine absolut großartige Figur. Eine Power-Frau, aber eine, die nicht vergessen hat, dass sie eine verdammte Amazone ist, sondern eine Frau, die weiß was sie kann, wer sie ist und sich von niemanden was vormachen lässt. Selbst bei so aufgelegten potentiell peinlichen Momenten, wie dem Ruf von Steppenwolf „Leaver her! She belongs to me!“, auf den sie antwortet: „I belong to no one!“. Oder als sie einem kleinen Mädchen erklärt „You can be anything you want.“ Dieser Diana glaubt man das. Und es ist weder eine „Frauen sind die besseren Menschen“-Message noch irgendwie peinlich, weil das hier eine Person sagt und kein Klischee und keine wandelnde Soziale-Message, sondern eine Figur, ein Charakter, der man diese Aussagen auch absolut glauben kann. Ich fand zB die Szene am Anfang als sie einen Anschlag verhindert großartig: Sie nimmt einen der Geiselnehmer gefangen und als er ihr erklären will, warum sie die halbe Stadt sprengen wollen, unterbricht sie ihn mit einem absolut ehrlich gemeinten: „Boring! Tell me, where the bombs are“. DAS ist Diana Prince. Es ist ihr komplett egal, warum du denkst, du musst die halbe Stadt in die Luft jagen. Religion, Fanatismus, komplett schnurz, sondern Fakt ist: Nicht. In. Meiner. Stadt. Verdammt, ich hatte bis vor dem Snyder Cut schon ganz vergessen wie großartig diese Figur sein kann (Shame on you, Patty Jenkins!).

Stichwort Charaktere: Cyborg aka Victor Stone hat jetzt eine Hintergrundgeschichte, die weder neu noch originell ist, aber zu einem interessanten Konflikt führt. Victor hält sich selbst für Frankensteins Monster und seinen Vater für Frankenstein. Diese Nebenstory, die ziemlich wichtig für die Haupthandlung ist, war wirklich cool gemacht und es hat dem ganzen Film wirklich mehr Herz gegeben, die Szenen mit den beiden auszubauen. Da gibt es ein paar Momente, die mich wirklich berührt haben. Zum Beispiel als Victor eine Ablenkung in einer Forschungsstation durch einen falschen Alarm auslöst und sein Vater der einzige ist, der den Fehlalarm als solchen erkennt, allen zuruft, dass es ein Fehlalarm ist und dann sieht er Victor, erkennt, dass dieser den Alarm ausgelöst hat und sofort – ohne eine Frage, allein durch einen Blick innerhalb einer Sekunde umschwenkt und allen zuruft „Raus! Raus! Ein Virus! Raus!“. Das absolut Vertrauen, welches Victors Vater ihm hier entgegenbringt, das hat mich echt berührt. Eine kleine Szene, ein Detail, welches man rasch übersehen kann, aber ich fand es super. Und das „Ende“ dieser Storyline war ebenfalls ein Gänsehaut-Moment: „I am not broken.“. Das war wirklich eine Gänsehaut. Als Victor sich selbst nicht mehr als Monster sieht und der Versuchung widersteht. Grandios.

Barry Allen als Flash hat ein paar super Momente, wobei man die meisten aus der Kinoversion kennt. Es kamen ein paar Szene dazu, ein paar wurden gestrichen, aber die neuen Szenen vertiefen seinen Charakter per se nicht, sie unterstreichen eigentlich nur, was er kann und wie er die Welt empfindet, warum er so quirlig ist und ähnliche Dinge. Fand ich passend und gerade beim Finale kam der Gute weit besser weg und stellte sich als richtig wichtig heraus. Es gibt zwar mehr Szenen mit ihm bzw. andere, aber alles in allem hat seine Figur am wenigsten an Tiefe gewonnen. Das liegt allerdings daran, dass Barry bereits in der anderen Version gut gelungen war. Witziges Detail: Ziemlich alle coolen Szenen mit Barry in der 2017er Version waren also offensichtlich jene von Snyder. Die paar peinlichen Momente am Ende (russische Familie) wurden geschnitten.

Aquaman ist eine coole Socke (ich fand auch den Solofilm absolut unterhaltsam) und zieht immer noch gern sein Shirt aus um in Zeitlupe im Wasser zu stehen. Eine Szene, die mir persönlich gut gefallen hat in der Kinoversion, nämlich jene, als er sich auf das „Lasso of Truth“ setzt, ist rausgefallen. Dafür hat er ein paar andere Szenen, aber auch er gewinnt wenig an Tiefe. Er wird nur ernster. Die peinliche „Trident spießt Parademon auf und Aquaman surft auf dem Typ durch ein Gebäude um unten herauszukommen und kurz die Haare zu schütteln“-Szene ist immer noch drin. Die hätte man meiner Ansicht schneiden können (oder besser: sollen).

Bleibt Batman: Der hat Gewissensbisse und Angst. Er hält das Team zusammen und die Tatsache, dass er in „Batman v Superman: Dawn of Justice“ als Charakter eingeführt wurde, der Waffen nutzt und herumballert, ergibt jetzt noch mehr Sinn. Denn wir dürfen nicht vergessen: Hier geht es um außerirdische Invasoren und Batman hat keine (außer: „I am rich.“) Superkräfte. So kann er am Ende zumindest mit Waffengewalt mit mischen und seine technischen Geräte (die gegen Steppenwolf wenig Chance haben) nutzen.

Damit kommen wir zu Superman: Der fehlt über gut zwei Drittel des Films. Was extrem passend ist, da in dieser Version absolut klar rüberkommt: Der Tod von Superman hat das alles ausgelöst, weil es keinen Beschützer mehr gibt, der es mit Steppenwolf aufnehmen kann (was wir ebenfalls gut sehen bei einem Scharmützel unserer League mit dem Herren). Sie BRAUCHEN Superman. Charakterentwicklung hat er genauso viel wie in der Kinofassung. Allerdings hat er dieses Mal einen schwarzen Anzug und sein Auftritt im Kampf gegen Steppenwolf ist absolut der Wahnsinn. „Not. Impressed.“ Das war echt wieder Gänsehaut.

Die anderen Figuren haben teilweise Mini-Auftritte – Jeremy Irons als Butler Alfred ist kurz dabei, aber ein Highlight in jeder Szene – und gerade die Trauer, die Lois Lane nach dem Tod von Superman mit sich herumträgt, wird wirklich gut rübergebracht, wie man überhaupt allgemein die gut ersten zwei Drittel des Films spürt und sieht, wie sehr Superman fehlt.

Kommen wir zum letzten: Steppenwolf. Der hat nicht nur eine Generalüberholung optischer Natur bekommen, sondern auch eine Hintergrundstory bekommen. Und ähnlich wie Cyborg profitiert er am meisten von der Langfassung. Der Typ hat klare Ziele, hat klare Ängste, Wünsche und will eigentlich nur eines: Wieder nach Hause. Das macht ihn … ja, menschlicher und greifbarer und weniger austauschbar. Ich weiß, diese Idee ist nicht so genial wie die Motivation von Thanos (das war Sarkasmus), aber ich fand ihn echt gut. Vor allem seine Mimik und – haltet euch fest: Seine Augen. Als er begreift, dass er eine Möglichkeit gefunden hat, vielleicht wieder nach Hause zu dürfen … da hatte ich kurz des Gefühl, jetzt heult er gleich vor Freude. Fand ich super, wirklich super.

Ansonsten bietet der Film einen guten Rhythmus aus Story und Action. Die Action sieht super aus und ist übersichtlich und stressfrei. Auch hört sie immer rasch genug auf, damit sie nicht zu gestreckt wird. Mir wird bei Action zum Selbstzweck ja schnell mal langweilig, egal wie gut sie aussieht, aber das war hier nie der Fall. Die Action trägt tatsächlich immer was zur Handlung und/oder Charakterentwicklung bei.

Was bleibt also am Ende: Ein Film, nach dessen Sichtung man das Gefühl hat, man möchte mehr sehen und wissen, wie das weitergeht. Das mal auf jeden Fall. Ist es ein Meisterwerk der Filmgeschichte? Wohl eher nicht. Die Tatsache, dass es den Film in dieser Art überhaupt gibt, ist filmhistorisch sicher von immenser Bedeutung, der Film selbst wohl eher auch nicht.

Der Fairness halber: Der Film hat seine Fehler. In manchen Drehbuch/Storymomenten, in manchen Szenen (so sind die schauspielerischen Leistungen bei manchen Amazonen am Anfang des Films eher … bescheiden … sag ich mal), manche Szenen sind unnötig und nicht mal für die Atomsphäre wichtig (der Gesang beim Abschied von Aquaman) und wer immer diese Cover-Version von „Hallelujah“ für den Abspann genehmigt hat sollte mal zum Ohrenarzt gehen. Bei allen den großartigen Versionen entscheidet man sich für diese? Schlimm.

Ich bin übrigens immer noch der Meinung, dass er Anfang der Kinoversion mit „Everybody Knows“ eine typische und großartige Synder-Konstruktion ist. Die hier leider fehlt. Dafür hat Snyder eine Kopie des „Das Team springt wortwörtlich in die Action“ aus „Age Of Ultron“ kopiert. Wenn das nicht mal ein netter, witziger Seitenhieb war, dann weiß ich auch nicht.

„Zack Snyder’s Justice League“ bekommt von mir 9,5 von 10 möglichen Punkten. Wer „Man Of Steel“ und „Batman v Superman“ mochte, der oder die wird hier viel Freude haben. Alle anderen werden sich das 242-Minuten-Teil ohnehin nicht ansehen.

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The Map of Tiny Perfect Things – 16 Stunden Ewigkeit (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2021/04/01/the-map-of-tiny-perfect-things-16-stunden-ewigkeit-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2021/04/01/the-map-of-tiny-perfect-things-16-stunden-ewigkeit-filmkritik/#respond Thu, 01 Apr 2021 06:00:12 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=33235 Mark (Kyle Allen) ist ein ganz gewöhnlicher Teenager. Die einzige Besonderheit in seinem Leben ist, dass er scheinbar in einer Zeitschleife gefangen ist, da er den selben Tag immer und immer wieder erlebt. Er macht sozusagen das Beste daraus, hilft … Weiterlesen

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Mark (Kyle Allen) ist ein ganz gewöhnlicher Teenager. Die einzige Besonderheit in seinem Leben ist, dass er scheinbar in einer Zeitschleife gefangen ist, da er den selben Tag immer und immer wieder erlebt. Er macht sozusagen das Beste daraus, hilft Menschen und macht Sachen, die er sich normalerweise nicht trauen würde immer in dem Wissen, dass nichts davon morgen eine Konsequenz hat.

Eines (selben) Tages, als er gerade beim Swimming Pool ein Mädchen beeindrucken möchte, geht Margaret (Kathryn Newton) an ihm vorbei und das ist zuvor noch nie passiert. Er sucht sie und als er sie schließlich findet erfährt er im anschließenden Gespräch, dass sie genau wie er im selben Tag gefangen ist. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche, warum gerade ihnen beiden genau das passiert ist…

Für Regisseur Ian Samuels (Sierra Burgess Is a Loser), hat Lev Grossmann hier das Drehbuch der Verfilmung seiner gleichnamigen Kurzgeschichte geschrieben. Dabei geht es natürlich (auf das Alter der Protagonisten bezogen) um das Erwachsenwerden und darum seinen Weg im Leben zu finden, doch es sind auch einige Themen dabei, die Erwachsene Menschen genau so betreffen und auch bewegen.

Eine Karte kleiner, perfekter Dinge. Das kann eine alte Dame sein, die nach einem Gewinn beim Schachspiel zu tanzen beginnt, leuchtende Kinderaugen, zwei Menschen die gemeinsam den Himmel anschauen. Hier gibt es unendliche Möglichkeiten, was in diese Kategorie fallen könnte, es kommt einfach auf den Menschen an. Schmerzlich ist mir dabei bewusst geworden, wie wenig man diese Dinge im Alltag doch wahrnimmt bzw. sich Zeit für sie nimmt.

Das „im Moment leben“ Prinzip und den Augenblick genießen können, das ist die wahre Kunst im Leben. Klingt banal, doch nach Betrachtung des Filmes, ist mir das wieder sehr bewusst geworden. Was mich zu einem weiteren Thema bringt, denn man möchte (perfekte) Situationen gerne konservieren im Sinne von „sie mögen niemals vorüber gehen“. Doch entsteht der Wert des Augenblicks nicht auch deshalb, weil er eben vergänglich ist? Wäre es nicht Stillstand oder ein dem Schlaf ähnlicher Zustand, würde ich darin verharren wollen?

Zusätzlich zu diesen Denkanstößen mochte ich auch die Überlegung, dass man nicht immer der Hauptdarsteller ist. Soll heißen: immer wenn ich Kontakt habe mit Menschen und es (sagen wir einfach mal) um etwas geht, dann ist man nie gleich beteiligt daran, was das Auslösen von Situationen betrifft. Manchmal ist man die leitende Figur in der eigenen Story und manchmal spielt man aber auch in der Geschichte eines Anderen die Rolle.

Ist völlig logisch, schon klar, doch auch immer mal gut für das eigene Ego, damit es nicht übermütig wird. Das sind jetzt im Prinzip keine schwerwiegenden Überlegungen, was zum leichten Charakter der Geschichte passt, doch auch Tiefe findet man hier durchaus. Aus filmischer Sicht hätte ich stundenlang zusehen können, wie Mark und später auch Margaret anderen Menschen den Alltag erleichtern, weil sie ja schon genau wissen, was passieren wird.

Also nur weil der selbe Tag immer von Neuem startet und nichts Konsequenzen hat heißt das nicht, dass die jetzt anfangen Leute zu verletzen oder gar zu töten. Finde ich in dieser Form echt schön und doch auch durchaus erfrischend. Getragen wird Story dann von zwei sehr sympathischen Jungstars. Kyle Allen (All My Life) kannte ich bisher nicht, doch wer ihn als Mark nicht nach wenigen Minuten gerne hat, der funktioniert offensichtlich gänzlich anders als ich.

Auf ihre sehr eigenwillige Art spannend, natürlich und irgendwie nett und sarkastisch zugleich, ist Kathryn Newton (Freaky) als Margaret. Ihre Chemie mit Mark ist wirklich anziehend, was zusätzlich zu den Überlegungen, zu denen der Film anregt und zur flotten Inszenierung an sich einen Film ergibt, nach dem man sich den Herausforderungen des eigenen Lebens, irgendwie wieder etwas leichter stellen kann. Das Leben wird immer auch schlechte Momente haben, doch das muss nicht zwangsläufig heißen, dass es als Gesamtes schlecht ist.

P.S.: Einen kleinen, perfekten Moment genießt man und denkt nicht darüber nach, dass er bald wieder vorbei ist, denn dann ist er meistens sofort zu Ende.

„The Map of Tiny Perfect Things“ bekommt von mir 8/10 kleine Dinge zu einer großen Freude addierende Empfehlungspunkte.

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Come Play (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2021/03/30/come-play-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2021/03/30/come-play-filmkritik/#respond Tue, 30 Mar 2021 06:00:19 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=32995 Oliver (Azhy Robertson) ist Autist und hat Probleme in der Kommunikation mit anderen. Seine Mutter Sarah (Gillian Jacobs) ist damit ein wenig überfordert, auch da Olivers Vater Marty (John Gallagher Jr.) nicht unbedingt eine Unterstützung ist. Oliver kann jedoch gut … Weiterlesen

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Oliver (Azhy Robertson) ist Autist und hat Probleme in der Kommunikation mit anderen. Seine Mutter Sarah (Gillian Jacobs) ist damit ein wenig überfordert, auch da Olivers Vater Marty (John Gallagher Jr.) nicht unbedingt eine Unterstützung ist.

Oliver kann jedoch gut mit Handy und Tablet umgehen. Diese Dinge helfen ihm bei der Kommunikation mit anderen. Dann installiert sich plötzlich eine App auf seinen Geräten. Es ist ein E-Book: Die Geschichte von Larry, der nach. Freunden sucht. Was Oliver rasch lernen muss, ist, dass sich hinter dieser App nicht nur die Geschichte von Larry verbirgt, sondern Larry selbst … und dieser ist ziemlich hartnäckig auf seiner Suche nach Freunden …

Über diesen Film bin ich gestolpert, weil Gillian Jacobs mitspielt und ich mal wissen wollte, was die Dame nach „Community“ (unbedingt ansehen!) so treibt. Und tja, was soll ich sagen? „Come Play“ ist genau der Film den man erwartet, wenn man die Zusammenfassung gelesen hat. Da gibt es keine große Überraschung. Es ist drin, was draufsteht.

Mit ein paar kleinen Details, die den Film für mich über das Mittelmaß hinausheben.

Da ist zum einen Mal der Charakter von Oliver, der nicht wie andere autistische Kinder als Wunderkind dargestellt wird, sondern tatsächlich wie ein autistisches Kind. Oliver ist in seinem Verhalten und seinen Fähigkeiten zu 100% echt. Und ja, als jemand der mit autistischen Kindern gearbeitet hat (ich war sogar mal einen Monat in Norwegen, um in einem Center für autistische Kinder mitzuarbeiten um Methoden der Kommunikation kennenzulernen und dann bei uns zu implementieren) kann ich das beurteilen. Außerdem ist Oliver einfach ein unglaublich liebenswertes Kind und wird von Azhy Robertson quasi perfekt gespielt.

Weit entfernt von perfekt ist allerdings der Charakter von Sarah, die in vielen Dingen sicher Gutes tun will, aber eigentlich die Sachlage nur verschlimmert. Natürlich glaubt sie auch eine Weile nicht an „Larry“. Und als sie es dann tut, dann glaubt auch ihr niemand. Eh klar. Aber erstens mag ich Gillian Jacobs und zweitens bleibt sie in dem was sie tut immer authentisch, rund und gut ausgearbeitet. Man merkt auch immer, dass sie ihren Sohn liebt, sie allerdings schlichtweg überfordert ist.

Die Rolle von Marty, gespielt von John Gallagher Jr., ist ebenfalls keine wirklich dankbare, denn er ist einer der Gründe, weshalb Sarah immerzu knapp vor dem Zusammenbruch ist. Er liebt seinen Sohn, aber er kann nicht mit dessen Autismus umgehen und überlässt deshalb alles Sarah. Gegen Ende hat er dann jedoch ein paar Szenen, die wirklich herzerwärmend waren (ich höre die Idioten schon wieder „Agenda! Gegen Männer! Frauenfilm!“ rufen).

Die Effekte sind gut, die Kamera cool und ein paar der Szenen waren unerwartet umgesetzt. So gibt es eine absolut unerwartete Versöhnung, eine tragisch-heroische Auflösung und ein paar der Momente, in denen Oliver merkt, dass Larry da ist sind auch wirklich cool geworden. Zum Beispiel richtet Oliver das Tablet auf sich und hat einen „Handy-Fotofilter“ eingeschaltet, der Gesichter erkennt und Masken darüberlegt. Während er mit dem Filter spielt dreht er sich im Kreis. Und jedes Mal, wenn er beim offenen Kleiderschrank vorbeifilmt, springt die Gesichtserkennung von seinem Gesicht weg auf etwas hinter ihm, was man im Schatten aber nicht sehen kann. Gruselig und ziemlich cool.
Was ich damit sagen will: Der Film hat eine richtig gelungene Bildsprache. Es sind immer ziemlich einfache Ideen, aber Bilder, die ich so noch nie gesehen habe. Zum Beispiel beobachtet Larry aus dem Handy heraus ein paar Kinder … in einer Kameraperspektive, die so simpel wie genial ist.

„Come Play“ basiert übrigens auf dem Kurzfilm „Larry“, beide hat Jacob Chase geschrieben und inszeniert. Ich kann nur sagen: Die Geschichte ist nicht neu, aber klasse gespielt, die Effekte passend, die Kameraarbeit interessant und er macht ganz einfach Spaß. Eine feine Message gibt es dann quasi noch gratis obendrauf.

„Come Play“ bekommt 7,5 von 10 möglichen, nichts neu, aber vieles richtig machende, Punkte.

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