Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Wed, 26 Jan 2022 10:10:39 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.8.3 Spiderman: Far From Home (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2022/01/27/spiderman-far-from-home-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2022/01/27/spiderman-far-from-home-filmkritik/#respond Thu, 27 Jan 2022 05:00:27 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=34179 Peter Parker (Tom Holland) ist traurig, den sein Mentor Iron Man ist gestorben. Er selbst ist nach einer fünfjährigen Abwesenheit (siehe das Ende von „Infinity War“) wieder zurück. Die Welt dreht sich weiter und Peter muss immer noch sein privates … Weiterlesen

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Peter Parker (Tom Holland) ist traurig, den sein Mentor Iron Man ist gestorben. Er selbst ist nach einer fünfjährigen Abwesenheit (siehe das Ende von „Infinity War“) wieder zurück. Die Welt dreht sich weiter und Peter muss immer noch sein privates Leben und sein Leben als Spiderman unter einen Hut bringen.

Nur ist Peter müde, die Welt retten zu müssen. Er will Ruhe. Er will Halt. Er will endlich MJ sagen, was er für sie empfindet. Also kommt ihm ein Schulausflug nach Europa gerade Recht. Ein Geschenk und ein Liebesgeständnis am Eiffelturm? Das klingt gut.

Nur kommt es ganz anders. Denn es tauchen mehrere Elementarwesen auf, die in verschiedenen Städten rund um die Welt Vernichtung bringen. Ein mysteriöser Mann mit dem Namen, ähm, Mysterio (Jake Gyllenhaal) taucht auf und behauptet von einer anderen Welt zu kommen. Diese andere Welt wurde von den Elementarwesen vernichtet. Er tut sich also mit Nick Fury (Samuel L. Jackson) zusammen, um diese Wesen aufzuhalten.

Aber das ist nicht die ganze Wahrheit. Und Peter ist dabei einen riesengroßen Fehler zu machen, als er beginnt in Mysterio einen neuen Iron Man zu sehen …

Ich war gut gesättigt von Marvel-Filmen und gerade „Endgame“ hat mich trotz ein paar großartiger Momente und Szenen doch eher enttäuscht zurückgelassen und meine Erwartungshaltung gegenüber „Far From Home“ war eher weit unten. Jetzt, da „No Way Home“ aus den Vollen schöpft (und ich finde es großartig, wer aller mitspielt), da dachte ich, ich muss mir also den „Zwischenteil“ noch ansehen, bevor ich mir den dritten Holland-Spiderman angucke.

Also habe ich das gemacht. Und das Ergebnis ist gemischt. Einerseits werden alle, die „Homecoming“ als den besten Spiderman seit immer gefeiert haben diesen Teil hier mögen. Er bietet mehr vom gleichen. Es ist der unbeholfene Peter Parker, der mit seinem Freund Ned (Jacob Batalon) auf der Suche nach Liebe ist und der nicht weiß, wie er MF (Zendaya) sagen soll, dass er sich schwer in sie verguckt hat. Diese Liebesgeschichte ist eigentlich der beste Teil des Films und er würde auch ohne das gesamte Superhelden-Klimbim funktionieren. Das liegt natürlich auch daran, dass Zendaya und Holland super gemeinsam funktionieren.

Die Story rund um die Elementarwesen und Mysterio strapaziert eure Fähigkeit einfach zu glauben was ihr seht gewaltig. Ich bin ja mittlerweile soweit mich einfach berieseln lassen zu können. War nicht immer so, aber mittlerweile geht das. Aber ich habe dennoch ein Problem damit, wenn Dinge, die in vorigen Filmen etabliert wurden einfach über den Haufen geworfen werden. Ich will jetzt nicht spoilern, aber der Plan, den der Bösewicht mitsamt seiner (riesigen!) Crew ausgeheckt hat … das ist sowas von jenseits von Gut und Böse, das pack ich fast nicht. Der Twist ist absolut vorhersehbar und kommt in etwa in der Mitte des Films und was danach folgt ist einfach … irre. Und offen gesprochen auch halbwegs dumm.

Ich umschreibe es mal so: Jemanden mit Illusionen zu verwirren, ist eine Sache. Aber jemanden zu bewegen(!) funktioniert nicht. Wie kann jemand, der auf dem Boden steht hin und her geworfen werden, weil eine Illusion vortäuscht, ein Raum würde kippen? Das ist der Schwerkraft doch egal. Und ja, ich weiß: Fanboys werden sagen: Die Illusionen waren ja der Realität und den Räumlichkeiten angepasst usw. Nein. Guckt euch die Szene(n) an. Da passt so viel nicht zusammen, aber okay. Ich bin ja nicht so. Dachte ich. Und dann kam das Finale und als Peter „in die Illusion eindringt“, da war für mich die Sache endgültig gegessen. Was für ein Schwachsinn.

Aber okay. Realitätsanspruch hat man ja eh schon lange keinen mehr. Immerhin sprechen wir hier von Superheldenfilmen. Ich könnte also da drüber hinwegsehen, wenn die Sache zumindest gut aussehen würde. Also nicht in Hinblick auf die Qualität der Effekte (die ist sehr gut), sondern ob dem was gezeigt wird. Wer immer auch dachte, es sei eine gute Idee den guten Spiderman gegen hunderte Drohnen kämpfen zu lassen, der oder die hat meiner Ansicht nach nicht gut genug nachgedacht. Das ist einfach lächerlich. Selbst innerhalb der MCU-Logik passt das nicht zusammen. Tony Stark hat ein mächtiges Abwehrsystem gebaut, mit dem Wissen, welche Wesen auf der Erde unterwegs sind. Er hat die Hulk-Buster-Rüstung gebaut und noch vieles mehr. Aber sein „Abwehrsystem“ wird nicht mit einem 16jährigen fertig, der Netze verschiessen kann? Echt jetzt? Hunderte Drohnen? DAS ist Tonys Idee gewesen. Nein. Nein und nochmals Nein. Und natürlich kommt zu keiner Zeit Angst um „unseren Helden“ auf. Wie auch? Was hier passiert fand ich einfach … unterwältigend und langweilig.

Der Humor hat mich auch nicht richtig abgeholt. Ich finde, es ist eine klare Steigerung zum Vorteil zu verzeichnen, weil der Slapstick-Anteil stark zurückgedreht wurde, aber dennoch fand ich es teilweise wirklich mühsam, mir die „witzigen Momente“ anzusehen. Das liegt sicher auch daran, dass das Thema Trauer bzw. Verlust hier ebenfalls untergebracht werden musste, denn immerhin hat Spiderman seinen Mentor verloren.

Und wie ich bereits in der Kritik zu „Endgame“ angeführt habe, so hat dieses Thema wenig Bedeutung für den Film. Also, JA, es ist ein Dauerthema. Wer wird Tony ersetzen. Tony fehlt mir so. Tony hier und Tony da. Aber ich sehe nicht (bis auf eine, zwei kurze Szenen), dass es irgendeinen(!) Unterschied macht, ob Stark jetzt da ist oder nicht. Auch ist es so, als wären alle schon lange darüber hinweggekommen, dass sie mal knapp fünf Jahre nicht existiert haben … ich meine … wenn man den Film nimmt und ihn in der Chronologie VOR „Infinity War“ setzt, dann macht das für die Atmosphäre des Films genau keinen Unterschied.

Aber gut. So starke Themen erwartet ja auch niemand von einem Spiderman-Film, nicht wahr? Also kann ich mein eigenes Argument eigentlich nicht gelten lassen. Es gilt nach wie vor: Wer einen Marvel-Film sieht, der oder die weiß, was er oder sie bekommt. Und wie bereits erwähnt: Es macht keinen Unterschied im Tonfall. Alles witzig, alles cool. Es gibt keine Sache, die nicht mit einem Schulterklopfer oder einem witzigen Spruch emotional geklärt werden kann. Ist halt so.

Für mich einer der schwächsten MCU-Filme bis dato. Story: Meh. Optik: Yeah. Tonfall: wie gehabt. Humor: mal so, mal so.

Naja, mal schauen, ob „No Way Home“ es wert war, diesen Film hier zu sehen, denn wirklich wichtige(!) Dinge passieren eigentlich nur in den Post-Credits-Szenen. Was ja auch schon viel aussagt.

„Spiderman: Far From Home“ bekommt von mir 6 von 10 möglichen, eine belanglose Story präsentierende, Punkte.

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The Girl Who Got Away (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2022/01/25/the-girl-who-got-away-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2022/01/25/the-girl-who-got-away-filmkritik/#respond Tue, 25 Jan 2022 06:00:16 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=33723 Als Kind war sie die einzige Überlebende eines Serienkillers, deshalb war es für Christina Bowden (Lexi Johnson) kaum möglich, ein normales Leben zu führen. Doch nach außen „normal“ zu erscheinen, dass kann die Lehrerin sehr gut. Aktuell ist sie sogar … Weiterlesen

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Als Kind war sie die einzige Überlebende eines Serienkillers, deshalb war es für Christina Bowden (Lexi Johnson) kaum möglich, ein normales Leben zu führen. Doch nach außen „normal“ zu erscheinen, dass kann die Lehrerin sehr gut. Aktuell ist sie sogar dabei, ein Mädchen zu adoptieren, dass es ebenfalls nicht leicht hatte im Leben.

Gerade als sie dies verkünden will, steht Polizist Jamie (Chukwudi Iwuji) vor der Türe, mit einer beunruhigenden Mitteilung. Bei einem Krankentransport ist nämlich eine Gefangene geflüchtet und bei ihr handelt es sich um Elizabeth Caulfield (Kaye Tuckerman), die Frau die damals einige Mädchen getötet hatte und der nur Christina entkommen konnte…

Michael Morrissey arbeitet die meiste Zeit über als Produzent und sucht sich seine Projekte als Regisseur, offensichtlich sehr genau aus bzw. übernimmt diese Aufgabe nur sehr selten. Nach „Boy Wonder“ aus dem Jahr 2010, ist dies erst sein zweites Werk als Regisseur, wobei auch das Drehbuch damals wie heute von ihm stammt. Er wirkt also eher wie ein Mann, der sich seine Zeit nimmt und so ist auch der Film geworden.

Ein Slow Burner, den ich vor allem dafür schätze, dass mir kein echter Logikfehler aufgefallen ist. Die ganze Sache lebt ja vor allem davon, dass man als Zuschauer Zweifel bekommt, ob die verurteilte Killerin oder das frühere Opfer Christina hier die Morde begeht oder vielleicht sogar beide. Es werden Hinweise gesät, oder z.b. Informationen weggelassen und später für einen Twist benutzt, der dann keiner ist, wenn man aufgepasst hat.

Erklärt wird das dann auch nicht in typisch amerikanischer Tradition, doch das ist auch überhaupt nicht nötig. Ist doch wieder mal schön, wenn Filmemacher der Intelligenz ihrer Zuschauer vertrauen. Christina ist dabei die zentrale und faszinierende Figur, irgendwo zwischen Schmerz, Aufgabe, Kampfgeist und der Suche nach Normalität hat sie etwas Explosives an sich, dass jederzeit ausbrechen könnte.

Lexi Johnson (The Nice Guys) verleiht ihr gekonnt diese Mischung aus Verletzlichkeit und Stärke und auch wenn man nicht immer auf ihrer Seite ist, will man doch eindeutig wissen, wie ihre Reise zu Ende gehen wird. Durch die langsame Erzähl-Geschwindigkeit ist dies klar ein Film, der von seiner Atmosphäre bzw. Grundstimmung lebt und wenn man sich hier darauf einlässt, dann teilt man schon bald das „gefangen sein“ Gefühl der Protagonisten.

Jede wichtige Mitspielerin hier folgt ihren/seinen Plänen, irgendwie will man dem gewohnten Muster entkommen, doch das hat bis jetzt nur bedingt geklappt. In Summe kann man das schon eher als Drama mit Krimi und Thriller-Elementen bezeichnen, bei dem vor allem das Finale nicht ohne bittere Ironie auskommt und sowohl ein Ende als auch einen Neuanfang bedeutet, hoffentlich dann in eine lebensbejahendere Richtung.

Insgesamt ein melancholischer Thriller, der gut zu einem lauen Herbsttag passt und eine düstere Geschichte zu einem stimmigen, im Vergleich zum Rest auch etwas Over the Top Ende bringt. Intensiv gespielt und in düstere Bilder eingefangen wird so eine fast elegische Story präsentiert. Für mich ein klarer Fall von „funktioniert für mich bei einmaliger Sichtung“, doch mehr kann ich für mich nicht heraus holen.

„The Girl Who Got Away“ bekommt von mir 6,5/10 sich aus dem Schatten der Mutter befreiende Empfehlungspunkte.

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The Witcher – Season 2 (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2022/01/22/the-witcher-season-2-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2022/01/22/the-witcher-season-2-serienkritik/#respond Sat, 22 Jan 2022 05:00:40 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=34158 Nachdem Geralt von Rivia (Henry Cavill) und Ciri (Freya Allan) sich gefunden haben, gibt es eigentlich nur einen Weg – den nach Kaer Morhen. Geralt bringt Ciri seiner Ansicht nach in Sicherheit, denn nach Kaer Morhen ziehen sich die Hexer … Weiterlesen

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Nachdem Geralt von Rivia (Henry Cavill) und Ciri (Freya Allan) sich gefunden haben, gibt es eigentlich nur einen Weg – den nach Kaer Morhen. Geralt bringt Ciri seiner Ansicht nach in Sicherheit, denn nach Kaer Morhen ziehen sich die Hexer über den Winter zurück, wenn die Monster ihren Winterschlaf halten. Dort trainiert er sie, (mehr oder weniger) unterstützt von den anderen Hexern, um sie auf das vorzubereiten, was auf sie zukommen könnte. Aber Ciri wird im Kopf immer noch vom Schwarzen Ritter verfolgt und von jener Nacht, als Cintra brannte …

Der Schwarze Ritter unterdessen wurde in der Schlacht von Sodden gefangen genommen. Und durch eine Verkettung langer Umstände treffen er und Yennefer (Anya Chalotra) aufeinander. Yennefer, die durch ihre Taten in Sodden entweder eine Heldin ist (weil sie Nilfgaard verjagt hat) oder eine Ausgestoßene (weil sie Feuermagie benutzt hat). Egal in welche Richtung man denkt: Sie hat auf jeden Fall ihre Magie verloren. Und ohne Magie fühlt sich Yennefer wie nichts.

Da trifft es sich, dass sie unfreiwillig auf eine sehr gefährliche Hexe, konkret Baba Yaga, gestoßen ist und diese weidet sich an ihrer Verzweiflung. Und zwar nicht nur an ihrer …

Die Staffel 2 von „The Witcher“ hab ich mehr oder weniger sehnsüchtig erwartet. Mehr, weil die erste wirklich unterhaltsam und gut war. Weniger, weil ich irgendwie nicht richtig einordnen konnte, wie die Leute da jetzt weitermachen wollen. Denn jetzt, ja, jetzt fangen ja die Bücher der Geralt-Saga zu laufen an. Und da wird es jetzt politisch und kompliziert. Und Nein, es ist kein „Game Of Thrones“ für Arme (ich mag „Game Of Thrones“ nicht), aber ja, die politischen Begebenheiten spielen ab Staffel 2 eine Rolle, denn letztlich geht es genau darum: Ciri wird aus ganz verschiedenen Gründen von verschiedenen Fraktionen gesucht. Und am Ende der zweiten Staffel wissen mehr oder weniger alle, dass Ciri noch lebt (das ist kein Spoiler).

Was Staffel 1 für mich so gut machte (und viele andere haben es gehasst) waren die drei Zeitlinien, die dann zusammenliefen. Wer sich die erste Staffel ein zweites Mal (oder öfter) angesehen hat, der findet ganz, ganz viele Einschübe oder Kommentare, die auf Vorkommnisse anspielen, die erst in späteren Folgen passieren oder bereits passiert sind, allerdings Jahre davor.

Das fällt in Staffel 2 weg. Das hätte dazu führen können, dass der Rote Faden ein wenig fehlt und man irgendwie keinen eigenen Handlungsbogen zusammenbringt, der irgendwo hinführt. Aber stattdessen hat man gleich mehrere:

a) Ciri (Freya Allan) und die Hexer bzw. Ciris Training. Fand ich gut und lebt extrem von der schauspielerischen Leistung von Freya Allan, die hier mal endlich zeigen kann, was sie wirklich drauf hat. Und sie ist (das sage ich als Fan der Bücher und der Spiele) einfach fantastisch. Perfektes Casting. Hatte ich nach Staffel 1 nicht gedacht.
Lieblingsszene: Zwei Hexer, die Ciri immer als Prinzessin hänseln, zeigen ihr einen extrem gefährlichen Trainingsparcour und natürlich schafft sie ihn nicht. Sie lachen sie aus. Sie, die kleine, verwöhnte Prinzessin. Schnitt zu Geralt. Ganz andere Handlung. Dann wird er geholt, weil er sich ansehen muss, was mit Ciri passiert. Man denkt: „Oh Gott, was haben diese Typen mit ihr gemacht?“ und als Geralt hinkommt ist Ciri mitten am Parcours und die beiden, die sie davor ausgelacht haben, feuern sie an und geben ihr Tipps. Ich fand das großartig, weil es super zeigt, wie Ciri ist und wie sie auf andere wirkt.

b) Yennefer hat ihre Zauberkraft verloren und schreckt vor nichts zurück, um diese wieder zu bekommen. Das führt sie irgendwann zu Ciri. Wenn auch nicht im Guten. Und vorher trifft sie auf Dandelion (Jojey Batey, erneut: Perfektes Casting), den Barden (Jaskier, wie sie in der Serie mit richtigem Namen ansprechen). Und diese Treffen sind zu 100% Highlights. Tatsächlich ist jede Szene mit Jaskier ein Highlight. Vor allem, als er endlich wieder auf Geralt trifft.

c) Fringilla (Mimi Ndiweni), die Nilfgaard dient und Cintra wieder aufbauen und gemeinsam mit den Elfen eine neue Streitmacht ausheben will (und es gibt eine hammerharte Szene bei einem Abendessen). Dazu die Elfen, unter der Führung von Tissaia (MyAnna Buring), die ihren Platz in der Welt suchen und endlich wieder lebensfähige Kinder zeugen wollen, damit sie nicht aussterben. Und ja, das alles geht anders aus als ihr denkt.

Dazu kommt noch Kim Bodina („In China Essen Sie Hunde„, „Old Men In New Cars„), der Vesemir darstellt und das wirklich, wirklich gut macht. Das lässt mich gleich die meiner Ansicht nach verunglückte Version von Vesemir in „Nightmare Of The Wolf“ vergessen.

Ich fand Staffel 2 wirklich gut und spannend, die Aufteilung auf die Charaktere ist gut gelungen (und ja, es gibt immer noch genug Geralt) und alle politischen Intrigen waren für mich nachvollziehbar (ich kenne aber, wie schon erwähnt, auch die Bücher). Wie dem auch sei, es gibt auch zwischendurch immer wieder mal „Monster der Woche“ und gerade die erste Folge knüpft sehr gut an die erste Staffel an. Und endet mit einem typischen Geralt-Moment „You’re mortal now. Do it yourself.“

Ja, man darf sich auf Staffel 3 freuen, wie ich denke. Staffel 2 ist wirklich, entgegen meiner Erwartungshaltung, sehr gut geworden. Und wir brauchen mehr Szenen mit Yennefer, Jaskier und Geralt gemeinsam. Definitiv.

Das Ende ist ein wenig dick aufgetragen, aber okay, das war zu erwarten. Immerhin geht es darum, die Beziehungen zwischen den Charakteren zu festigen und das gelingt halt mal am besten, wenn man es ein bisschen übertreibt. Und für alle Henry Cavill-Fans: Ja, er ist immer noch oft dabei, aber nicht mehr die wichtigste Person in der Handlung. Er ist, wie auch im Buch, dabei und eine coole Socke. Aber die WElt dreht sich nicht mehr um ihn. Im Gegenteil: Er muss sehen, wie er Schritt hält. Und Cavill? Der darf jetzt auch mal eine weichere Seite von ihm zeigen und auch die passt erstaunlich gut. Man hat sogar Zeit ein paar Running Gags einzubauen („So … how did you two meet?“ Es folgt ein sehr aussagekräftiges Seufzen und ein Blick von Geralt. Jedes Mal wieder witzig).

„The Witcher – Staffel 2“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, das Universum wirklich gut erweiternde, Punkte.

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Deadlock (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2022/01/20/deadlock-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2022/01/20/deadlock-filmkritik/#respond Thu, 20 Jan 2022 06:00:49 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=34052 Mack (Patrick Muldoon) arbeitet in einem Kraftwerk in Georgia. Wie so oft war er am Vortag etwas zu lange etwas zu viel trinken und wird deshalb auch von zahlreichen Kollegen, auf sein Erscheinungsbild hingewiesen. Doch Mack wäre nicht Mack, wenn … Weiterlesen

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Mack (Patrick Muldoon) arbeitet in einem Kraftwerk in Georgia. Wie so oft war er am Vortag etwas zu lange etwas zu viel trinken und wird deshalb auch von zahlreichen Kollegen, auf sein Erscheinungsbild hingewiesen. Doch Mack wäre nicht Mack, wenn er sein Ding nicht dennoch einfach durchziehen würde. Bald wird er jedoch andere Fähigkeiten aus seiner Vergangenheit wieder ausgraben müssen.

Während eine Schulklasse gerade den Staudamm besichtigen will, stürmt eine Gruppe von Söldnern unter der Führung von Ron (Bruce Willis) das Gebäude. Sie erschießen die Wachen, nehmen die restlichen Menschen als Geiseln und bringen den Leiter der Station dazu, die erste Blockade des Damms zu lösen. Zeit für Mack den Tag zu retten, denn ihn haben sie bisher nicht entdeckt und irgendwer muss ja verhindern, dass die ganze Gegend überschwemmt wird.

Nachdem ich in letzter Zeit ganz untern angekommen bin, was die Erwartungshaltung an Bruce Willis „Action-Gurken“ betrifft, bin ich hier nahezu positiv überrascht worden. Liegt sicherlich auch an Regisseur Jared Cohn (The Horde), der sich zwar immer im Bereich der B-Movies und darunter bewegt, jedoch bei bald 50 Filmen im Bereich Action, Horror und Thriller eindeutig schon einiges an Routine innerhalb seines Metiers gesammelt hat.

Das führt zumindest dazu, dass sich diese „Stirb Langsam in einem Wasserkraftwerk“ Variante so anfühlt, als wäre es ein in sich stimmiger Film. Ein etwas grantiger Antiheld, der seine beste Zeit bereits hinter sich hat, ein fanatischer Bösewicht, der wenig bis nichts mehr zu verlieren hat und eine Ex-Freundin, die zwar jetzt einen Neuen hat, jedoch natürlich unsere Hauptfigur noch immer liebt.

Hinzu kommt das relativ unverbrauchte Setting des Kraftwerks. Die Action an sich ist die meiste Zeit über zumindest routiniert, dabei fehlen erwartungsgemäß freilich Highlights und bei manch einer Aktion zweifelt man ganz stark daran, dass man als Söldner tatsächlich so doof/naiv reagieren würde. Atmosphärisch entsteht auch keinerlei Spannung, denn wer fix überleben wird ist von Beginn an glasklar und alle anderen Mitspieler, sind sowieso egal.

Am Schlechtesten bzw. Unpassendsten am gesamten Film finde ich dann die Einblendungen von echten Überschwemmungen. Erstens gibt dies der Sache einen seltsamen und unpassenden ernsten Charakter, denn wie man weiß wurden/werden bei diesen Katastrophen, einige Leben und Existenzen zerstört und zweitens merkt man aus filmtechnischer Sicht, einfach zu stark den qualitativen Unterschied dieser Aufnahmen. Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen.

Patrick Muldoon (Spiders 3D) macht dafür Spaß als Mack, da er seine Rolle genau so launig anlegt, wie sie gespielt werden muss. Als ambivalenteren Handlanger des bösen Anführers gibt es ein Wiedersehen mit Matthew Marsden (Bounty Killer) und Bruce Willis (Survive the Game)? Nun der darf endlich wieder mal der Schurke sein und das ist auch für uns Zuschauer eine Erleichterung, denn da kann man den Ärger über sein „Schauspiel“, gekonnt auf seine Figur projizieren.

Aber im Ernst, er war durchaus schon noch schlechter, sein Spiel hier geht schon in Ordnung. Wie er den Satz mit dem (sinngemäß) „etwas verrückt zu sein schadet nicht“ rüber bringt, da war dieses leichte Aufflackern zu sehen, dass er es noch könnte, wenn er es wollte. Natürlich bin ich konditioniert durch die letzten, schlimmsten Willis-Filme überhaupt und die Erwartungshaltung spielt eben immer eine Rolle, doch das geht für diese Art von Film so schon durch.

Insgesamt daher belanglose Action-Kost von der Stange, mit ein paar doch engagierten Performances und genug Routine, um nie richtig negativ aufzufallen. Der nächste Film von Cohn und Willis namens „Vendetta“ steht bereits in den Startlöchern und da sind dann auch Namen wie Clive Standen, Thomas Jane und Mike Tyson mit dabei. Es könnte also durchaus besser…ach Blödsinn, sagen wir einfach konstant weniger schlecht als zuvor für Willis weiter gehen.

„Deadlock“ bekommt von mir 4/10 mit falschen Mitteln das Richtige erreichen wollende Empfehlungspunkte.

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Scrubs – Gesamte Serie (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2022/01/18/scrubs-gesamte-serie-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2022/01/18/scrubs-gesamte-serie-serienkritik/#respond Tue, 18 Jan 2022 06:00:31 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=34166 JD (Zach Braff) und Christopher Turk (Donald Faison) sind seit der Uni befreundet, haben gemeinsam ihre Ausbildung zu Medizinern gemacht (Turk ist Chirurg, JD praktischer Arzt) und jetzt haben sie sogar einen Platz im gleichen Krankenhaus als Assistenzärzte bekommen. Passend … Weiterlesen

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JD (Zach Braff) und Christopher Turk (Donald Faison) sind seit der Uni befreundet, haben gemeinsam ihre Ausbildung zu Medizinern gemacht (Turk ist Chirurg, JD praktischer Arzt) und jetzt haben sie sogar einen Platz im gleichen Krankenhaus als Assistenzärzte bekommen. Passend dazu haben sie auch gleich ihre WG beibehalten.

Und schon am ersten Tag läuft die Sache schräg: Die einzelnen Abteilungen verhalten sich in ihren Gruppen wie auf der High School. Der Oberarzt Dr. Kelso (Ken Jenkins) wirkt im ersten Moment nett, scheint aber der Teufel in Person zu sein, während der zuständige Ausbildner Dr. Cox (John C. McGinley) ein Rüpel ist und Sarkasmus zu atmen scheint, aber irgendwie dann doch derjenige ist von dem man etwas lernen kann.

Noch dazu hat Christopher Turk ein Auge auf die Krankenschwester Carla (Judy Reyes) geworfen, während JD sich ziemlich zu einer ebenfalls sehr schrägen Kollegin namens Eliot (Sarah Chalke) hingezogen fühlt. Und das ist erst Tag 1. Da kommen noch viele, ganz viele Tage und was alles passiert in diesem Krankenhaus namens Sacred Heart, nun, das kann man acht Staffeln lang verfolgen

Und es ist eine Reise, die es in sich hat.

Es ist an der Zeit meine absolute Lieblingsserie zu erwähnen. „Scrubs“ ist für mich das, was für andere „Die Simpsons“ sind. Es ist eine Serie, die mich mein Leben lang schon begleitet und die ich unzählige Male gesehen habe. Es gab Zeiten, da habe ich pro Jahr einmal einen Scrubs-Marathon gestartet und was soll ich sagen: Ich liebe diese Serie immer noch. Oder immer wieder. Wie man es dreht oder wendet, es gibt in der gesamten Serienlandschaft meiner Ansicht nach nichts Vergleichbares.

Die erste Staffel ist eine Dramaserie mit einem sehr schrägen, schwarzen und abstrakten, absurden Humor. Einen großen Beitrag dazu leistet die Hauptfigur JD, die immer wieder in kurze Tagträume abgleitet und sich vorstellt, wie manche Situationen wirken oder wie sie anders ausgehen könnten. Und diese Szenen werden dann auch gezeigt.

Beispiel: Es gibt ja diese Redewendung „Das kaufe ich dir nicht ab“. Es gibt in einer Folge einen Moment, in welchem JD für seinen Mentor („Ich bin nicht dein Mentor!“) Dr. Cox (John C. McGinley) eine Geburt filmen soll. Und zwar von einem befreundeten Pärchen. Das ist für Dr. Cox nicht wichtig, aber für dessen „Frau“ Jordan (Christa Miller). Nur vergisst JD das Band zu wechseln und es gibt keine Aufnahme. Anstatt seiner „Frau“ das zu beichten findet Dr. Cox eine Aufnahme einer anderen Geburt und schneidet sie so, dass man auf dem Film keine Gesichter sieht. Die beiden zeigen dem Paar und Jordan das Video. Dann sieht man Jordans Blick. Szenenwechsel: Jordan steht in einer Buchhandlung, hat ein Buch mit dem Titel „Die JD und Dr. Cox Geburtsvideo-Geschichte“ in der Hand, überlegt kurz, legt es dann dem Verkäufer wieder zurück auf die Theke und sagt: „Das kauf ich Ihnen nicht ab“. Zurück zu Jordans Blick und JDs Reaktion darauf.

Und – vor allem – die Figuren. Egal ob JD, Turk, Carla, Eliot, Dr. Cox, Dr. Kelso, der Hausmeister und so viele, viele andere. Sie alle sind einfach grandios, werden von Nebenfiguren zu Trägern von Geschichten, alle haben Entwicklungen und es wird tatsächlich geschafft, alle Figuren über alle Staffeln hinweg zu behalten und eigentlich bei allen(!) kommt es zu Charakterentwicklungen.

Leider kommt es von Staffel 5 zu Staffel 6 zu einem Verlust an Qualität und Staffel 7 ist dann … ziemlich schwach. Das führte dazu, dass die Rechte für die Serie von ABC gekauft wurden, welche bei Staffel 7 dann sogar noch die Folgen in falscher Reihenfolge ausstrahlte (und auf die DVD packte). Das widerum führte dazu, dass Zach Braff aus der Serie aussteigen wollte und nur noch für eine weitere Staffel zur Verfügung stand.

Diese letzte Staffel (Nummer 8) ist dann wieder ein großer Qualitätssprung nach vorne. Manchmal ist es einfach gut, wenn man weiß, dass es zu Ende geht. Und die letzten Folgen, also der Abschied von JD hat mich tatsächlich dazu gebracht ein paar Tränen zu verdrücken.

Ja, es gibt eine Staffel 9. Die heißt aber nur bei uns so. Im Original heißt diese Staffel 9 nämlich „Scrubs: Med School“ und war der Versuch mit einem anderen Setting, neuen Figuren und ein paar der alten Figuren eine neue Serie zu beginnen. Tatsächlich hat die Sache mit „Scrubs“ nur am Rande zu tun.

Zurück zur Serie: Die Figuren sind ein Hammer, ihre Entwicklungen glaubwürdig (bei Staffel 6 war das Verhältnis leider umgekehrt: Eine Satire-Serie mit kurzen Momenten an Drama, allerdings waren die Witze schon ziemlich … gewöhnungsbedürftig und unrealistisch. Manch gute Folge war dabei, aber es war schon deutlich, dass die Sache sich richtig abnutzt. Staffel 7 ist sehr kurz, kriegt die Kurve aber gerade noch. Und bei Staffel 8 passt wieder alles. Sie fühlt sich an wie Staffel 1. Drama mit Humor. Auf eine gute Weise und mit einer guten Mischung. Es gibt Folgen, die sich um ernste Themen drehen, diese extrem gut vermitteln und trotzdem ist immer Witz dabei und vor allem – das Herz ist immer an der richtigen Stelle.

Bis auf den Durchhänger knapp vor Ende ist und bleibt „Scrubs“ eine großartige Serie, die man einfach gesehen haben sollte. Und sogar die „schlechten Folgen“ in Staffel 6 und 7 sind tatsächlich noch weit besser als viele andere Serien in Summe.

Und das Casting ist perfekt. Es gibt keine(!) Figur in der gesamten Serie, die nicht zu 100% perfekt gecastet ist. Falls man es nicht merkt: Ich liebe diese Serie. Immer noch. Und immer wieder.

Von den unzähligen, grandiosen Gastauftritten will ich jetzt nicht mal mehr groß anfangen (Michael J. Fox(!), Gary Busey, Brendan Fraser, David Copperfield, Ryan Reynolds, Heather Graham, Elisabeth Banks, Tara Reid (als sie noch spielen konnte), George Takei, Billy Dee Williams und und und).

„Scrubs“ bekommt von mir 10 von 10 möglichen, im Originalton, Punkte. Weil es sowas einfach nie wieder geben wird.

Dieses Mal kein Trailer, sondern eines der hundert Best-Of-Videos von YouTube:

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Copshop (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2022/01/15/copshop-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2022/01/15/copshop-filmkritik/#respond Sat, 15 Jan 2022 06:00:17 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=33908 Teddy Murretto (Frank Grillo) ist ein sogenannter Con-Artist für die Mafia. Soll heißen er trickst Menschen aus und diese überlassen ihm dann ihr Geld oder ihr Ländereien. Nun ist er jedoch auf der Flucht vor Seinesgleichen und da er keinen … Weiterlesen

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Teddy Murretto (Frank Grillo) ist ein sogenannter Con-Artist für die Mafia. Soll heißen er trickst Menschen aus und diese überlassen ihm dann ihr Geld oder ihr Ländereien. Nun ist er jedoch auf der Flucht vor Seinesgleichen und da er keinen anderen Ausweg sieht, lässt er sich von der Polizei gefangen nehmen. Valerie (Alexis Louder) ist dabei nicht nur die Polizistin, die ihn gefangen genommen hat, sie ist auch der hellste Kopf auf ihrer Station.

Während sie ihre Ermittlungen aufnimmt, was die Hintergründe von Teddy und seinen Aktionen betrifft, wird ein Betrunkener in die Zelle gegenüber von Teddy eingeliefert. Wie sich schon bald herausstellt, ist dieser Mann jedoch alles andere als harmlos. Es handelt sich nämlich um Bob Viddick (Gerard Butler), seines Zeichens berüchtigter Auftragskiller und wenn er hinter dir her ist, ist sein Gesicht das letzte, was du jemals sehen wirst…

Gerade haben Regisseur Joe Carnahan (Stretch) und Hauptdarsteller Frank Grillo (Killer´s Bodyguard 2) den äußerst unterhaltsamen Boss Level abgeliefert, nun ist das Duo wieder zurück, mit einem ähnlich gelungenen Ergebnis. Dennoch ist scheinbar nicht die Vision des Regisseurs völlig verwirklicht worden, denn laut Grillo hätte Carnahan seiner Performance hier noch einiges mehr an Zeit gewidmet, doch das Studio hat diese Schnittfassung des Filmes abgelehnt.

Was man auf jeden Fall geliefert bekommt, ist ein Fest für Action-Freunde, dass zu keinem Zeitpunkt billig wirkt. Auffallend ist – ich nenne es jetzt einfach mal so im Mangel einer passenderen Ausdrucksweise – die kinetische Energie, die in der Luft liegt. Das meine ich sowohl allgemein, als auch zwischen den Figuren. Hier ist explosive Spannung in der Atmosphäre, die sich jeden Moment entladen könnte.

Das Grundfeeling ist dabei schon eindeutig das eines Oldschool-Thrillers, doch die Stimmung und wie die Figuren agieren, da kommt mir das Wort alt bzw. veraltet, so gar nicht in den Sinn. Was mich zu den Performances bringt und da hat Carnahan eindeutig das Beste aus seinen Protagonisten heraus gekitzelt. Gerard Bulter (Greenland) hat mir hier eindeutig am Besten gefallen, sein Bob ist einfach herrlich abgebrüht und kaltschnäuzig, doch er hält sich dennoch an die für ihn wichtigen Regeln aka seinen Ehrenkodex.

Ganz anders als Frank Grillo (Cosmic Sin), der als Teddy ein richtiges Schlitzohr ist und wenn man ihm nicht so gar nicht vertrauen würde, dann könnte man ihn sogar richtig gerne haben. Vor allem wohl weil seine Art immer wieder doch noch lebendig davon zu kommen, einfach faszinierend ist. Richtig cool auf eine völlig unerzwungen wirkende Art ist Alexis Louder (The Tomorrow War) als Valerie.

Sie ist eine geborene Draufgängerin, hat einen starken Drive dahingehend einen Fall aufzuklären, agiert überlegt und souverän, macht jedoch auch wegen mangelnder Erfahrung durchaus ihre Fehler. Eine moderne, starke und bewundernswerte Dame, kann man eigentlich nicht überzeugender spielen. Dieses Trio wird dann von Nebenfiguren begleitet, die entweder schön abstossend sind, oder einfach nur dämlich und ja, beide Kategorien haben natürlich den Tod verdient.

Beinahe durchgehend liefern sich die drei Hauptfiguren dann ein Macht-Spiel, das die meiste Zeit über auf der psychologischen Ebene funktioniert und sich erst zum Finale hin in schießwütigen Duellen explosionsartig entlädt. Auch Sympathien wandern beim Zuschauer immer wieder zwischen den Figuren und verweilen öfters auch nicht bei den Leuten, die sich an das Gesetz halten. So gelingt es auch problemlos die Spannung durchgehend aufrecht zu erhalten, trotz der ruhigen Momente und dem nicht inflationären Einsatz von Action.

Insgesamt daher ein modern aussehender, sich dabei jedoch klassisch anfühlender Action-Thriller, der mit bestechender Optik, kernigen Figuren und den dazu passenden spielfreudigen Darstellern punkten kann und dabei einen Genre-Fan wie mich, bestens unterhalten hat. Ob die ursprüngliche Version von Carnahan noch besser gewesen wäre? Keine Ahnung, doch ich bin auch so schon sehr zufrieden gewesen, was nicht heißen soll, dass noch mehr Frank Grillo, eine schlechte Sache wäre, denn der hat es schon drauf.

„Copshop“ bekommt von mir 8/10 die Spezies während des Katz und Maus Spieles immer wieder ändernde Empfehlungspunkte.

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NieR: Automata (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2022/01/13/nier-automata-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2022/01/13/nier-automata-game-review/#respond Thu, 13 Jan 2022 05:00:46 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=34151 Die Menschheit hat die Erde verlassen und sich auf den Mond zurückgezogen. Der Grund dafür ist eine Invasion. Außerirdische haben die Erde angegriffen. Ihre Armee? Eine Legion an Maschinen. Die Menschheit hat im Gegenzug Androiden erschaffen, welche die Erde für … Weiterlesen

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Die Menschheit hat die Erde verlassen und sich auf den Mond zurückgezogen. Der Grund dafür ist eine Invasion. Außerirdische haben die Erde angegriffen. Ihre Armee? Eine Legion an Maschinen. Die Menschheit hat im Gegenzug Androiden erschaffen, welche die Erde für sie von den Maschinen zurückgewinnen sollen. Dazu wurde im Orbit der Erde der „Bunker“ installiert. Eine Raumstation, die im ständigen Kontakt mit der Mondbasis der Menschheit steht, und von welcher aus die Rückeroberung der Erde strategisch und taktisch geleitet wird.

Aktuell wird die Androidin 2B (also Type 2, Model B) zur Erde geschickt, um in einer verlassenen Fabrik eine Maschine der Goliath-Klasse zu finden und zu zerstören. Allerdings wir ihre gesamte Staffel getötet, sie allein bleibt übrig. Unterstützung bekommt 2B allerdings vom Scanner-Modell 9S.

Die beiden werden von nun an eine lange Zeit ein Team sein und Geheimnisse aufdecken, welche sie in ihren Grundfesten (und nicht nur sie) erschüttern werden. Zuerst entdecken sie, dass es Maschinen gibt, welche nicht kämpfen wollen. Pazifisten eben. Und dann entdecken sie, dann entdecken sie Maschinen, welche dabei sind menschliche Verhaltensweisen zu imitieren … und das ist erst der Anfang. Ganz, ganz der Anfang.

Puh, was für ein Biest von einem Spiel. Es ist schwer zu beschreiben, was genau „NieR: Automata“ für eine geballte Ansammlung an großartigen Ideen ist. Das beginnt beim Art-Design der Figuren, geht über die Ideen in der Story bis hin zu den Referenzen und philosophischen Ansätzen, die so nebenbei im Spiel untergebracht werden, geht weiter in die Vermischung verschiedener Genres, erweitert sich dann nochmals ins Interface des Spiels (also das Spielmenü, welches tatsächlich Teil des Spiels ist) und hört noch nicht mal damit auf, dass alle Waffen(!) im Spiel eine Hintergrundgeschichte haben, die man nach und nach freischalten kann. Also eigentlich sind es keine Hintergrundgeschichten, sondern die Waffen speichern die Erinnerungen ihrer Benutzer. Und wenn man diese Geschichten so liest, nun, da waren schon wirklich, wirklich schräge Vorbesitzer dabei … nur, damit ich das nochmals betone: Ihr könnt jede Waffe bis zur Stufe 4 hochleveln. Und in jeder Stufe schaltet ihr ein Viertel der Erinnerungen der Vorbesitzer:innen frei. Das geht von kleinen Geschichten bis hinzu Poesie bis hin zu, nun, tja. Das verrate ich nicht.

Dieses Level an detailliertem Wahnsinn erstreckt sich über alle Ebenen des Spiels. Weiteres Beispiel? Ihr könnt ungefähr die ersten 45 Minuten des Spiels nicht speichern. Das hat einen Storygrund (ihr schaltet die Option erst nach ca. dieser Zeit frei, das Bewusstsein von 2B in den Bunker hochzuladen, was ja quasi nix anderes als Speichern ist). Und es hat außerdem den Bonus, dass man in diesen ersten 45 Minuten eine Bandbreite an Abwechslung (Shoot-Em Up, Bullet-Hell-Shooter, Third Person Action Adventure, 2D Jump ‚N Run, …) einen großen Teil der Spielmechaniken lernt. Und die muss man lernen. Sonst kommt man später nicht sehr weit. Und nachdem man nicht speichern kann, MUSS man die Elemente beherrschen, bevor man quasi ins richtige Spiel einsteigt. Außerdem lernt man die Funktion seines Pods kennen (ein kleiner fliegender Kasten, der 2B mit Feuerkraft und anderen Dingen unterstützt). Genial. Ganz abgesehen davon, dass allein die ersten 45 Minuten so voller großartig inszenierter Momente sind, da haben andere Spiele ihre gesamte Laufzeit lang das Nachsehen.

Das hat allerdings auch den Nachteil, dass es ab dem Zeitpunkt an dem die „Open World“ sich öffnet erst einmal viel Laufarbeit notwendig ist, um die Spielwelt, die Zusammenhänge und Figuren kennenzulernen und ein Gefühl (ja, richtig: Gefühl) für den Ort zubekommen an dem man sich aufhält. Und an diesem Ort wird man viel Zeit verbringen, denn „NieR: Automata“ ist ein langes Spiel.

Deshalb auch gleich ein paar Worte zu den Gerüchten, die herumgeistern, man müssen das Spiel drei Mal durchspielen, damit man es wirklich beendet hat. Das ist falsch. Nämlich komplett falsch. Ich habe das auch oft gelesen und offen gesprochen hat mich das lange davon abgehalten das Spiel zu kaufen und zu spielen.

Tatsächlich ist es so: Das Spiel hat drei Akte. In allen diesen drei Akten gibt es einen klaren Storyfaden, welcher am Ende des Aktes abgeschlossen ist. Aber eben nur dieser Storystrang. Viele andere Fragen bleiben offen. Und werden teilweise im zweiten Akt (Handlungsstrang, der parallel zum ersten verläuft) beantwortet. Allerdings tun sich ganz neue Fragen auf. Und im dritten Akt … nun, das kann und ich will ich nicht verraten, denn was hier (erneut nach einem grandiosen Auftakt gibt es einen kleinen Durchhänger) in Summe passiert, dass wird euch den Boden unter den Füßen wegziehen, denn plötzlich sieht und versteht man Dinge, die in den ersten beiden Durchläufen passiert sind mit ganz neuen Augen und deutet sie teilweise absolut anders. Und Ja, es stimmt: Es gibt mehrere Stellen im Spiel, die das Potential haben euch das Herz zu brechen. Ich bin wirklich mehrmals vor dem Bildschirm gesessen und dachte mir „WTF?! DAS hatte das zu bedeuten.“

Als ich den ersten Akt durchhatte und der Abspann lieft, da dachte ich mir: „Ja, das ist ein gutes Spiel mit coolem Art-Design und coolen Ideen, aber ich verstehe den Hype nicht.“ Eine der coolen Ideen ist zB die Fähigkeiten von 2B so zu gestalten wie man das will. Man kann nämlich mit „Chips“ alles an Funktionen in ihr ändern. Man kann sie sogar abschalten (indem man den OS-Chip rausnimmt), das führt allerdings zum „Game Over“ (und einem der 26 Enden). Ich hatte zum Beispiel anfangs ein Problem mit dem Ausweichen bei Kämpfen. Und hab mir dann einfach einen Chop gekauft, der das automatisch für mich macht. Oder bei den „Bullet-Hell“-Teilen, da habe ich oft zu langsam reagiert. Und dann habe ich einen Chip entdeckt, der die Zeit für eine oder zwei Sekunden verlangsamt, wenn Kugeln zu nah an 2B rankommen. Da wird dann ein Ballett daraus, dass kann ich euch sagen. Da fühlt man sich wie Neo in der Matrix, während man mit dem Schwert in der Hand Kugeln ausweicht und sich so einer Panzermaschine nähert, die einem mit einer Dauerfeuersalve auf Distanz halten will. Echt, echt cool, wie das gelöst wurde. Grandiose Idee. Wirklich.

Aber zurück zur Story: Denn der erste Akt ist eine zu 100% vorhersehbare Story. Ein Team. Gefühle füreinander (die zwar verboten sind, aber okay). Der junge Engagierte, der die kühle reservierte liebt und sich beweisen will. Die gute Dame, die nach und nach auftaut. Bosskämpfe, Aufopferung und am Ende die Tragik, die dann aber wirklich gut aufgefangen wird. Alles klassische Zutaten. Macht Spaß, sieht gut aus, funktioniert super und – Hand aufs Herz – hat mit 2B auch eine unglaublich sexy Protagonistin. Mit einer sexy Androidin mit Schwert Maschinen zerlegen? In Zeitlupe? Nochmals: Mit Schwert! Na klar, da bin ich dabei. Im ersten Akt sind bereits mehrere Story-Momente, die einen großen „WTF!?“-Kern haben. Ich sag nur „We become as gods!“. Aber in Summe ist eines klassische Heldenreise eines ungleichen Duos.

Und dann kommt der zweite Akt. Und nach und nach versteht man, was tatsächlich los und warum das Ende nicht das Ende sein kann. Man bekommt neue Sichtweisen auf vorher geschehene und mit 2B erledigte Missionen. Kurz: Man bekommt weit mehr Einsicht und die anderen Figuren und ihre Motivationen. Und außerdem trennen sich die Protagonisten 2B und 9S storymäßig manchmal. Während ihr im ersten Akt also die eine Seite seht, so seht ihr im zweiten die andere Seite und vice versa.

Und bereits da beginnt die Facade der Heldenreise zu bröckeln oder zumindest ist der Held/die Heldin vielleicht nicht die Person, die ihr dafür gehalten habt und nochmals vielleicht ist die Story, die ihr zu kennen dachtet, mit diesen neuen Informationen eigentlich völlig anders gelaufen und ja, ihr werdet mehrmals sagen: „WTF?!“

Ganz abgesehen davon, dass zu 100% neue Spielmechaniken eingeführt werden. So könnt ihr, wenn ihr wollt, ganz auf Schwertkämpfe verzichten, weil es dann … andere Möglichkeiten gibt.

Und bevor ich über den dritten Akt schreibe, noch kurz ein bisschen Kritik: Es gibt viele unsichtbare Wände. Die Erkundung der „offenen Welt“ ist anfangs gewöhnungsbedürftig, weil es schwer ist die Gegend zu lesen. So sehen zum Beispiel Gebäude, die man betreten kann genauso aus, wie jene, die man nicht betreten kann. Auch Gebäude, die teilweise Löcher in den Wänden haben, durch die man locker durch passen würde: Bei ein paar geht es. Bei ein paar geht es nicht. Das ist schelcht gelöst worden. Auch laufen alle(!) Quests im Grund darauf hinaus von A nach B zu laufen und dort ein Gespräch zu führen oder etwas zu zerstören. Und tja, was soll ich sagen: Die Welt ist leer. Und die Welt ist trostlos. Auch farblich. Das passt allerdings wirklich gut zum Design und zur Story und wird von mir auch nicht wirklich als Kritikpunkt gesehen, weil ich einfach kein Grafikfetischist bin. Und erneut: Das Art-Design ist großartig. Es ist ja auch ein genialer Schachzug, die Figur der 2B als Protagonistin des ersten Akts zu nehmen, denn das Durchschnittspublikum funktioniert wie ich: Mit dieser Dame mit einem Schwert böse Jungs verhauen? Passt. Gern. Wie sagt man so schön? Köder geschluckt.

Und jetzt zurück zur Story und zu Akt 3. Denn wenn Akt 1 die klassische Heldenreise bietet und die Beziehung der Hauptfiguren definiert und euch dazu bringt, die Welt kennenzulernen, dann dient Akt 2 dazu, die Beziehung der Hauptfiguren zu vertiefen, die Welt werdet ihr danach verinnerlicht haben, ihr werdet euch allerdings nicht mehr sicher sein auch welcher Seite ihr steht und wer jetzt eigentlich die guten und/oder die Bösen sind.

Und dann kommt Akt 3 und dekonstruiert die gesamte Heldenreise von Akt 1 und belächelt die Fragen, die ihr euch in Akt 2 gestellt habt, weil ihr dachtet, ihr wisst was los ist. Die Menge an neuen Enthüllungen welche im dritten Akt auf euch warten und an Szenen, die euch einen Kloß im Hals verpassen werden sind mannigfaltig. Und alles, wirklich alles, ist bittersüß. Es ist kein depressives Spiel, aber es ist ein Spiel, welches nicht davor zurückscheut euch die Schönheit auch im Schlimmen zu zeigen. Poesie sozusagen. In Spielform. Und ja, das gibt es. Von der grandiosen Action (Akt 3 legt in der zweiten Hälfte nochmals eine Schippe an allem drauf, was ihr vorher erlebt habt. Und wer den ersten Akt gespielt hat, der oder die weiß, dass ihr bereits im ersten Akt wirklich, wirklich viel erlebt) und Inszenierung will ich jetzt nicht mal anfangen.

Also nein, ihr müsst das Spiel nicht drei Mal durchspielen. Das ist Blödsinn. Wenn ich so einen Satz lese, dann schreckt mich das ab. Ich will nicht drei Mal das gleiche Spiel durchspielen müssen, um zu wissen wie es ausgeht. Sowas würde mich langweilen und nerven. Und deshalb nochmals: Müsst ihr auch nicht. Gibt es Parallelen zwischen Akt 1 und 2? Ja. Durch die neuen Spielmechaniken könnt ihr aber bereits bekannte Teile (zB Bosskämpfe) quasi im Vorbeigehen machen. Quests, die ihr in Akt 1 bereits gemacht habt könnt ihr links liegen lassen und jene, die noch offen sind könnt ihr ignorieren Ich würde trotzdem empfehlen einige der Quests aus Akt 1 in Akt 2 zu wiederholen, weil ihr so weit mehr Hintergründe zu der Story bekommt).

Zusammenfassend: „NieR: Automata“ ist ein Spiel, welches ihr in dieser Form und auch in dieser Konsequenz noch nie gespielt habt. Das Spieldesign beginnt beim Spielmenü, geht über alle Teile des Spiels und endet noch nichtmal im Abspann(!). Ich habe noch nie zuvor ein dermaßen durchdachtes Spielerlebnis gehabt. Das richtige Ende (ja, das gibt es) hat mich dann etwas unterwältigt, weil es meiner Ansicht nach sehr subtil daherkommt. Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich das Spiel bereits vor ein paar Tagen beendet habe und immer noch darüber nachdenke. Dass muss ein Spiel erst einmal schaffen.

Würde ich „NieR: Automata“ in einem Satz beschreiben müssen, dann würde ich es so formulieren: „Es ist ein Spiel, welches von der ersten Minuten an mitreisst, sich dann als durchschnittlicher Third-Person-Action-Adventure in einer cool designten Welt herausstellt, wir dann zu einem viel besseren und coolerem Genre-Mix, der mit seiner Story und Game-Design-Tiefe überrascht und endet als eine Erfahrung, die man gemacht hat.“

Das alles liest sich extrem kompliziert und eigentlich dürften die ganzen einzelnen Teile nicht zusammenpassen. Wenn man sich das am Papier ansieht, dann kann man nur den Kopf schütteln. Das kann nicht klappen. Und dann hat man es durchgespielt und plötzlich weiß man, was die alte Redewendung „Mehr als die Summe seiner Teile“ bedeutet. Denn die Teile funktionieren nicht nur einfach, sie greifen perfekt verzahnt ineinander. Großartig.

Einfach großartig. Die paar Kritikpunkte von oben? Vergeßt sie. Nachdem ihr das Spiel durchhabt, wird euch das keine Sekunde lange mehr interessieren.

Und … was den Soundtrack betrifft: Den habe ich mir mittlerweile importiert, weil … wow, sag ich nur. Wow.

Konklusio: Gebt euch dieses Erlebnis.

Anmerkung: Ja, „NieR: Automata“ ist der Nachfolger von „NieR: Replicant“ und sogar ein Story-Ableger einer alten Spielreihe namens Drakengard. Ihr braucht jedoch kein Vorwissen. Das Spiel erzählt euch alles, was ihr wissen müsst.

Und nochwas: Wenn ihr ein anderes Spiel kennt, bei dem euch ein Roboter, der vor euch steht und immerzu die Worte „Mommy. Mommy.“ wiederholt die Tränen in die Augen treiben kann, dann sagt es mir. Ich höre immer, dass „The Last Of Us Part 2“ ein emotionales Meisterwerk ist. Im Vergleich mit NieR: Automata stinkt es meiner Meinung nach gehörig ab. Und hier geht um Androiden und Maschinen. Dass muss Platinum Games mal jemand nachmachen können.

„NieR: Automata“ bekommt von mir 10 von 10 möglichen, die kleinen Design-Fehler, wie unsichtbare Wände, ignorierende, weil sie „Part Of The Design“ sind, Punkte.

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Ascendant – Rising Wolf (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2022/01/11/ascendant-rising-wolf-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2022/01/11/ascendant-rising-wolf-filmkritik/#respond Tue, 11 Jan 2022 06:00:48 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=33618 Aria Wolf (Charlotte Best) wacht plötzlich auf. Ihre Hände sind gefesselt, ihre Augen verbunden und ihr Mund ist geknebelt. Sie kann aufstehen und versucht ihr Umfeld zu erkunden. Offensichtlich befindet sie sich in einem sehr kleinen Raum. Unerwartet setzt sich … Weiterlesen

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Aria Wolf (Charlotte Best) wacht plötzlich auf. Ihre Hände sind gefesselt, ihre Augen verbunden und ihr Mund ist geknebelt. Sie kann aufstehen und versucht ihr Umfeld zu erkunden. Offensichtlich befindet sie sich in einem sehr kleinen Raum. Unerwartet setzt sich dieser Raum in Bewegung und es geht so schnell abwärts, dass sie zuerst in die Luft geschleudert wird und dann wieder auf dem Boden landet.

Als sie wieder erwacht, schaltet sich kurz später ein Monitor ein. Auf der anderen Seite befinden sich ein paar Russen und sie haben Aria´s Vater Richard (Jonny Pasvolsky) als Geisel und wollen Informationen aus ihm heraus holen. Das soll einerseits mit Folter gelingen, andererseits indem sie Aria immer wieder in Gefahr bringen, denn sie befindet sich in einem Hightech-Fahrstuhl und die Russen haben die Macht über die Steuerung…

Mit dieser australischen Produktion, liefert Antaine Furlong sein Debüt als Regisseur und Drehbuchautor ab. Die meiste Zeit über spielt die Handlung dabei nur in einem einzigen Raum (dem Fahrstuhl eben) und konzentriert sich auf eine einzige Person. So etwas kann natürlich auch leicht schief gehen, doch das ist hier nicht das Problem. Eher ging es mir wie vor kurzer Zeit bei der französischen Produktion Meander. Es folgen SPOILER.

Ich weiß ja nicht, ob dies ein Gegenentwurf zum amerikanischen Weg sein soll, der ja darauf aufbaut alles nicht nur zu zeigen, sondern zusätzlich auch noch zu erklären (weil auf die Intelligenz der Zuseher, kann man sich ja nicht verlassen). Das kann nerven, tut es auch öfters, doch viel andeuten und gar keine Antworten abliefern, ist ebenfalls eine Veräppelung des Zuschauers, der sich wohl selbst einen Zusammenhang zusammen denken soll. Auch das ist legitim, doch es ist übertrieben, wenn ich mir dabei alle Hintergründe selbst zusammen reimen muss.

Hier gibt es traumhafte Blicke in die Vergangenheit, gefolgt von Visionen einer düsteren Zukunft und habe ich das mehr als angedeutete Zeitreise-Element schon erwähnt? Das wird alles so hinein geworfen und ergibt nicht wirklich einen Sinn und auf eine Auflösung, hofft man vergebens. Auch der Mix der Genres ist sehr eigen. Dies ist einerseits eine Geschichte aus einem Young Adult Roman aus der X-Men Welt.

Andererseits ist da jedoch auch noch die Rahmenhandlung, die aus einem Horrorfilm stammen könnte. Ja, man sieht nie direkt wie der Vater gefoltert wird – entweder passiert es abseits der Kamera oder Jemand steht davor – doch die Geräusche und Schreie, wenn etwa Finger abgezwickt oder Zähne gerissen werden, die hört man doch recht deutlich. Von dem was man sich dabei vorstellt, fange ich jetzt gar nicht erst an.

Also für einen Horror-Fan ist das viel zu harmlos, aber für die Geschichte über das Erwachen bzw. die Wiederentdeckung von außergewöhnlichen Kräften eines jungen Mädchens, ist es bedeutungslos und unnötig brutal. Wie sie agiert als sie loslegen kann, das liegt nämlich an ihrem wiederkehrenden Wissen, nicht an ihrem Vater. Ebenfalls nicht ganz stimmig finde ich die Tatsache, dass das Drehbuch sich was Spannungsmomente und Twists betrifft, viel zu sehr auf Arias Handy verlässt.

Aber ich will hier keinesfalls nur schimpfen. Charlotte Best (Skinford) liefert als Aria eine sehr ehrlich wirkende, charismatische Performance ab. Von der sie verzweifeln lassenden Angst, über die innere Ruhe bis hin zur mächtigen Überlegenheit, sie bringt alle Emotionen authentisch herüber. Jonny Pasvolsky (Mortdecai) als ihr Vater, ist ebenso stark als Mann auf verlorenem Posten, der immer die Liebe für seine Tochter in den Augen hat.

Die Bilder sind hypnotisch und bestechend und die Effekte für so eine mittelgroße Produktion, doch sehr anschaulich. Charlotte Best ist toll und aus dem minimalen Setting, wird heraus geholt, was geht. Arias Kräfte beim Finale wirken übermächtig, man sieht aber wohl nur einen leichten Hauch davon. Sämtliche darum kreisende Ideen, sind eben genau so hinein geworfen, ohne Zusammenhang und führen auch nirgendwo hin.

Und nein, auch wenn man sich Auflösungen für eine mögliche Fortsetzung aufheben möchte (die es übrigens kaum geben wird), dann macht man das nicht so wie hier. Diese Elemente sind so einfach unfertig und nicht zu Ende gedacht. Schade, denn es gibt wie erwähnt hier doch einiges, was durchaus gelungen wäre und Best hätte einen besseren Film rund um ihre Performance verdient.

„Rising Wolf“ bekommt von mir 5/10 das nächste Mal sicher die Stiegen nehmende Empfehlungspunkte.

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Best Of Worst Case: Sky Sharks (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2022/01/08/best-of-worst-case-sky-sharks-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2022/01/08/best-of-worst-case-sky-sharks-filmkritik/#respond Sat, 08 Jan 2022 05:00:53 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=34140 In der Arktis wird eine alte, geheime Militärbasis der Nazis entdeckt. Scheinbar war dort ein Projekt am Laufen, welches darauf abzielte Haie zur ultimativen Streitmacht zu machen. In Kombination mit Supersoldaten. Klar, wir reden hier von Nazis. Dr. Richter, selbst … Weiterlesen

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In der Arktis wird eine alte, geheime Militärbasis der Nazis entdeckt. Scheinbar war dort ein Projekt am Laufen, welches darauf abzielte Haie zur ultimativen Streitmacht zu machen. In Kombination mit Supersoldaten. Klar, wir reden hier von Nazis.

Dr. Richter, selbst aufgrund eines Jugendserums schon wirklich lange am Leben, hat seine Finger im Spiel und seine Kinder sind nun drauf und dran die Sache aufzuhalten. Und Vietnam spielt auch eine Rolle. Denn dort gibt es ebenfalls Soldaten, die wieder zum Leben erweckt wurden und die jetzt die Nazis aufhalten sollen.

Glaube ich zumindest.

Ihr wisst, ich mag Trashfilme. Ich steh drauf. Immer noch. Und die ersten rund 30 Minuten von „Sky Sharks“ fand ich unterhaltsam. Schlecht geschnitten? Ja. Ein bisschen zu blutig? Auch. Ein paar Dialoge von völlig unnötigen und für die Handlung unwichtigen Charakteren? Ja, doch auch. Aber unterhaltsam.

Mittlerweile weiß ich, dass der erste Teil des Films bereits vor dem Rest des Films entstanden ist, denn „Sky Sharks“ war gute 6 Jahre in der Mache. Der Anfang des Films ist eigentlich der Teaser, der gemacht wurde, um den restlichen Film (bzw. den Film überhaupt) zu finanzieren. Crowdfunding. Hinter dem Film stehen die Brüder Fehse (noch nie von denen gehört) und der Mit-Herausgeber vom deutschen Filmmagazin „Deadline“ namens Yazid Benfeghoul, welcher den Film produziert hat (was mir auch die absolut euphorische Review in besagtem Magazin erklärt).

Tja, wir haben es hier mit einem Film zu tun, der gern „Iron Sky“ wäre, aber mit mehr Blut und nackter Haut. Die beiden Teile mit dem Blut und der nackten Haut haben sie auch hinbekommen, aber den Rest … nun, leider nicht. War „Iron Sky“ eine gelungene, witzige, sozialkritische Satire, bei welchem die Story genutzt wurde um den Irrsinn der aktuellen Welt zu persiflieren, so nutzt „Sky Sharks“ seine … nun, … soll ich es Story nennen? Hm. Tatsächlich ergibt die Story mehr Sinn, wenn man sie als Zusammenfassung liest, denn im Film selbst wird wild herumgesprungen und zwischen Szenen hin und her geschnitten, bei denen man wohl dachte, es würde die Spannung erhöhen, aber tatsächlich (gerade der lange Mittelteil) wird so breit erklärt, was die „Hintergrundgeschichte“ des Plots ist, dass für Anspielungen oder wirklich witzige Witze keine Zeit bleibt.

Klar, wenn man schauspielerische Leistungen, die – vermute ich mal – in einer Kaffeepause abgedreht wurden und auch genauso wirken, witzig findet, dann wird man hier viel Freude haben. Oder wenn man Brüste von Zombie-Nazis, die mit Blut bespritzt sexy findet, dann kann den Film sicher etwas abgewinnen.

Wer jedoch Spaß und Witz (abseits von teilweise(!) cool gemachten Gore) sehen will, der oder die muss einen Bogen um „Sky Sharks“ machen. Ganz ehrlich: Ich hatte bei den meisten Asylum-Filmen („2-Headed-Shark-Attack“ oder „Blood Lake“ oder „Battle Dogs“ oder „Mega Shark vs Crocosaurus„) mehr Spaß als bei diesem hier. Was ich schade finde.

Denn die Effekte, die sind streckenweise wirklich richtig gut geworden (teilweise dann auch wieder richtig schlecht), aber was bringt mir das, wenn ich mich dafür durch Dialoge quälen muss, bei denen ich mich irgendwann frage, ob die mich als Zuseher für dumm halten, weil die mir das so breit erklären oder die nächste schlecht gespielte „hochdramatische“ Szene. Und selbst bei kleinen Szenen (zB die Transformation einer Frau in einen „Zombie“) denkt man sich: Das kann doch nicht soooo schwer zu spielen (und schneiden) sein. Von der Synchronisation (guckt euch allein mal den Trailer an) will ich jetzt nicht mal anfangen.

Apropos „Schneiden“: Auch die Action-Szenen sind teilweise schlecht geschnitten und gespielt. Bzw. sind sie so geschnitten, dass man sieht, dass schlecht gespielt wurde. Was ich auch eher … spaßbremsend finde. Vor allem, weil – ja, ich betone es nochmals – die Optik teilweise wirklich 1A ist.

Selten einen Film gesehen, der so viel Potential verschenkt hat. Noch dazu einen, der, soweit ich nachlesen und herausfinden konnte, mehrere Millionen Budget hatte. Schade. Wirklich schade. Aber es wäre schon gut gewesen, wenn vielleicht jemand von außen mal über das Drehbuch gelesen hätte (es wirkt als hätte man Szenenfolgen um Cameo-Auftritte geschrieben) und man den Schnitte jemand hätte machen lassen, der oder die weiß, was er oder sie tut. Der Trailer ist um Welten besser als der Film. Um Welten.

Ich kann es nur wiederholen: Schade.

„Sky Sharks“ bekommt 3,5 von 10 möglichen, leider nichts aus seinem Potential machende, Punkte.

Best Of Worst Case-Urteil (Trashfaktor: Idee, Drehuch, Schauspiel, Schnitt, manche Effekte):

Klingt nach einer guten Idee, wird aber in den Sand gesetzt. Wer auf Blut und Brüste steht: Ja, guckt rein, aber erwartet euch auch hier nicht zu viel. Wer Wortwitz, Dialoge oder sowas wie einen brauchbaren Plot braucht, der oder die kann hier einen Bogen machen. Witzig ist die Idee. Der Rest nicht. Spannend leider auch nicht.

Fazit: Kann man auslassen.

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Julia (Keri Russell) führt nach einer traumatischen Kindheit ein einfaches, zurückgezogenes Leben als Lehrerin in der Stadt Cispus Falls in Oregon. Seit einiger Zeit erkennt sie bei einem ihrer Schüler namens Lucas (Jeremy T. Thomas) Anzeichen dafür, dass bei ihm Zu Hause scheinbar etwas nicht ganz rund läuft. Sie informiert daraufhin ihre Vorgesetzte und spricht ebenfalls mit ihrem Bruder Paul (Jesse Plemons).

Der ist zwar der örtliche Sheriff, doch bei dem was hier wirklich läuft, wird auch er keine große Hilfe sein können. Die wahren Hintergründe, warum sich Luca seltsam benimmt, übersteigen nämlich die Vorstellungskräfte sämtlicher Beteiligten…

Den neuen Film von Scott Cooper (Black Mass), kann man oberflächlich betrachtet als Creature Feature bezeichnen, nur bewegt er sich auf einem sehr unterschiedlichen Terrain, als viele andere Beiträge dieses Genres. Um das zu erreichen, bedient er sich eines Stilmittels, das man durchaus als „Killer-Argument“ einstufen könnte, weil es sozusagen einen ernsten Zugang einfordert. Was ebenfalls nicht schadet, ist wenn man Guillermo del Toro (Pan´s Labyrinth, Blade 2) als Produzent mit an Bord hat.

Zunächst jedoch nochmal zu der ernsten Ebene, die sofort den Unterschied ausmacht. Hast du Kindesmissbrauch als Thema, das mindestens eine der Hauptfiguren geprägt hat bzw. dies natürlich noch immer tut, dann ist man emotional auf einer völlig ernsten Ebene unterwegs, denn darüber macht sich hoffentlich doch Niemand lustig. Was in diesem Zusammenhang sehr gut passt und auch Filme wie The Monster bereits sehr gekonnt gemacht haben, ist wie die Kreatur hier ein Metapher ist, für den in der Kleinstadt vorherrschenden Schrecken.

Sexuelle Gewalt, Einsamkeit, Drogen, Zerfall von Existenzen. Auf der Drama-Ebene liefert Cooper hier einige, nicht so leicht verdauliche Kaliber ab. Und wieder muss ich nun die gute alte Erwartungshaltung zitieren, die hier nicht mein Problem war, doch klar erkennbar sein kann für manche Zuschauer, wenn man die Synopsis des Films und den Namen des Produzenten hört: ja, das Monster hier bekommt man in seiner reinen Form, erst beim Finale zu sehen.

Wer also klassische Angriffe erwartet, die sich von Beginn an quer durch den Film ziehen, der kann fast nur enttäuscht werden. Wie das irgendwo zwischen Hirsch und Wendigo angesiedelte Wesen dann aussieht, überzeugt vom Design her wie man es von Del Toro gewohnt ist auf ganzer Linie und sieht zu keinem Zeitpunkt lächerlich aus. Die hinzukommende tragische Ebene, ist ebenfalls kaum zu überbieten, da muss man schon sehr bitter schlucken.

Der Epilog hingegen, der ist dafür so eindeutig das, was man erwartet hat, dass mir eine Entscheidung gegen das Klischee, besser gefallen hätte. Dass es innerhalb der Story genau so ausgehen muss, ist dabei wie gesagt klar, gerne hätte ich aber etas anderes gesehen. Da der Horror hier also mehr durch die Reaktionen der Menschen als durch zahlreiche Effekte erzeugt wird, mussten die Schauspieler in ihren Rollen voll aufgehen.

Das tun sie dann auch, allen voran der junge Jeremy T. Thomas (Paradise Lost) als Lucas, in seiner ersten großen Rolle. Wie er seine Einsamkeit, seine Zerrissenheit und die Auseinandersetzung mit seiner Situation, inklusive den Fluchttendenzen spielt, das zieht einfach ins Geschehen, auch wenn man nicht mit hinunter gezogen werden will, man ist einfach ganz bei ihm. Ähnlich stark, nur eben auf eine erwachsenere Art und Weise, ist Keri Russell (Planet der Affen: Revolution) als Julia.

Was man am Ende bekommt ist ein stark gespieltes und dicht inszeniertes Drama, mit vorrangig psychischen Horror, der auch mehrere Male in physischer Form ausbricht. Wer sich darauf einlassen kann, wird einen bedrückenden Film erleben und sich nach dem Betrachten etwas fester als sonst an seine Liebsten schmiegen. Ich persönlich habe den Film gerne gesehen, jedoch ist dies sicherlich kein Erlebnis, dass sich für mich zum mehrmaligen Ansehen eignet, dafür fehlen einfach auch klare Highlights, die ich immer wieder sehen möchte.

„Antlers“ bekommt von mir 6,5/10 sich den unangenehmen Wahrheiten stellen müssende Empfehlungspunkte.

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