Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Tue, 05 May 2026 11:44:08 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.8 Dolly (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/07/dolly-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/07/dolly-filmkritik/#respond Thu, 07 May 2026 05:00:42 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38705 Macy (Fabianne Therese) ist extrem glücklich in ihrer Beziehung mit Chase (Seann William Scott). Als er einen Ausflug in die Wälder plant, in denen er Teile seiner Kindheit verbracht hat, ist sie sich sicher, dass er sie fragen wird, ob … Weiterlesen

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Macy (Fabianne Therese) ist extrem glücklich in ihrer Beziehung mit Chase (Seann William Scott). Als er einen Ausflug in die Wälder plant, in denen er Teile seiner Kindheit verbracht hat, ist sie sich sicher, dass er sie fragen wird, ob sie ihn heiraten will.

Da er aber eine Tochter hat, die Macy zwar sehr gerne hat, sie aber selbst nie Mutter werden wollte, hat sie gemischte Gefühle, was seinen kommenden Antrag betrifft. Als Chase auf ihrem Trip seltsame Geräusche hört, will er nach dem Rechten sehen und kommt nicht mehr zurück…

Hiermit hat Regisseur Rod Blackhurst (Blood for Dust) seinen eigenen Kurzfilm „Babygirl“ aus dem Jahr 2022, zu einem Spielfilm gemacht, also seine vier minütige Idee auf 75 Minuten erweitert. Was den Film herausstechen lässt, ist dass er auf 16 MM gefilmt wurde und so in Summe wie ein Slasher aus den 70er Jahren wirkt, obwohl er in der Jetztzeit spielt.

Ein wenig wie zuletzt bei Primate, kommt dem Film dabei die kürzere Laufzeit entgegen. Ein durchaus willkommener Trend, denn all die aufgeblasen langen Filme, nur damit man möglichst lange mit dem Streaming Dienst seiner Wahl beschäftigt ist, gibt es wirklich genug. Dolly ist dabei viele Dinge und erreicht damit zwei Sachen: das Erlebnis lässt dich nicht kalt und du durchlebst unterschiedlichste Emotionen.

Eine Affinität für Horror und besonders natürlich Retro-Backwood-Slasher zu haben, ist dabei natürlich ein riesiger Bonus. Was Dolly als Figur bringt, ist diese extreme Unberechenbarkeit. Da sie selbst immer wieder mit ihrem Geisteszustand hadert, ist der Übergang von „sie will dich erwürgen“ zu „sie will dich in den Arm nehmen“ fließend. Neben ihrer Kleidung und der Puppenmaske, ist dabei vor allem ihre Größe richtig einschüchternd.

Max the Impaler heißt die Wrestlerin im Kostüm und wow, wenn dir die eine gibt, dann stehst du so schnell nicht mehr auf. Was Dolly grundsätzlich mit Menschen macht, denen sie begegnet, ist sie brutal aus dem Leben scheiden zu lassen. Das könnte aber vielleicht sogar das nettere Schicksal sein, wenn man auf sie trifft, denn hat sie dich als ihr Kind/Baby auserkoren, dann fängt der „Spaß“ erst richtig an.

Was sie mit Hauptfigur Macy macht, das ist unbequem, ekelig, schräg und lächerlich. Gerade auch deswegen, weil es in einem anderen Umfeld bei einer richtigen Mutter und ihrem Baby, völlig normal wäre. Blackhurst weiß dabei sehr genau was die Kamera nicht zeigen muss und man dennoch genau spürt, was die Aktionen mit Macy machen. Sie wird ja von Fabianne Therese gespielt und die habe doch echt seit John Dies at the End aus dem Jahr 2013, in keinem Film mehr gesehen.

Ihre „All In“ Performance kann man förmlich körperlich spüren und ich denke nach Ende der Dreharbeiten, wird sie eine kurze 24 Stunden Schlafsession eingelegt haben. Ihren Freund spielt Seann William Scott (The Wrath of Becky) und seine dummen Entscheidungen und sein mangelnder Kampfgeist, das kann man durchaus als billige Klischee-Ideen des Drehbuchs bezeichnen, um die Handlung voran zu treiben (auch wenn ein kleiner Twist dabei ist).

Die spezielle gewählte Optik, das Erscheinungsbild und Gehabe von Dolly und das Spiel von Fabianne sorgen als Ganzes aber für ein wirklich atmosphärisches Erlebnis, dem man sogar leichte Texas Chainsaw Massacre Schwingungen unterstellen kann. Dass die blutigen Szenen auf eine zügige Over the Top Weise gefilmt wurden, ist ebenso eine feine Sache (ich mag Torture Porn einfach nicht). Klein, gemein und alles andere als rein, so ist das schon fein und nun schlaf schön mein Babylein.

„Dolly“ bekommt von mir 7,5/10 das Baby in dir erweckende, um überleben könnende Empfehlungspunkte.

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100% Wolf (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/05/100-wolf-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/05/100-wolf-filmkritik/#respond Tue, 05 May 2026 05:39:33 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38765 Freddys Vater ist der Anführer des Rudels, aber eines Tages verschwindet er und ist vermutlich verstorben. Also übernimmt dessen Bruder das Rudel bis Freddy alt genug ist, um in dessen Fußstapfen – oder Pfoten – zu treten. Aber der Onkel … Weiterlesen

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Freddys Vater ist der Anführer des Rudels, aber eines Tages verschwindet er und ist vermutlich verstorben. Also übernimmt dessen Bruder das Rudel bis Freddy alt genug ist, um in dessen Fußstapfen – oder Pfoten – zu treten. Aber der Onkel mag seinen Platz nicht hergeben und daher kommt es ihm sehr gelegen, als an Freddys „Tag der Verwandlung“ – also der Tag an dem Freddy sich das erste Mal in einen Werwolf verwandelt – etwas wirklich Schräges passiert.

Freddy wird nämlich nicht wirklich zu einem Werwolf … sondern zu einem Werpudel. Mit pinken Haaren. Und das führt zu allerlei Problemen …

Es gibt so Filme, nachdem man die gesehen hat, vermisst man die alten Pixar-Zeiten. Also, nicht so richtig vermissen, aber man versteht wieder einmal, dass es einen Unterschied macht, wie man eine Geschichte erzählt und wie sehr das Handwerk der Regie oder des Schnitts einen Film über den Durchschnitt heben können. Denn genau das ist „100% Wolf“.

Warum ich über Pixar schreibe? Weil „100% Wolf“ trotz der Inhaltsangabe kein Horrorfilm ist – ich nehme an spätestens beim Pudel war euch das klar -, sondern ein Animationsfilm für Kinder. Und für die hat er auch gut funktioniert. Der Film ist flott erzählt, relativ gut gemacht in Sachen Animation und die Witze sind meistens so, dass die Kinder lachen mussten und auch ich als Erwachsener musste hin und wieder schmunzeln.

Was halt wirklich auffällt – zumindest mir ist es bereits während dem Film aufgefallen – ist, dass Schnitt auch so manches kaputt machen kann. Der Film hat ein paar Szenen, bei denen es wirklich gut gewesen wäre am Ende einer Szene noch ein, zwei Sekunden zu zeigen, was passiert – einfach um das Geschehene nachwirken zu lassen. Oder an anderen Stellen den Enthüllungen ein wenig mehr Zeit zum „atmen“ zu geben. Da merkt dann schon, dass hier zwar Filmemacher am Werk waren, diese aber noch ein wenig Luft nach oben haben.

Das gilt auch für die Figuren, die am Papier alle sicher großartig gewesen sind. So gibt es zum Beispiel noch einen Menschen, der glaubt, dass Freddy entführt oder getötet wurde von Werwölfen und der deshalb Jagd auf sie macht. Oder die Hunde, die Freddy am Weg trifft und die ja eigentlich seine Feinde sein sollten – die haben alle Potential und ihre netten Eigenheiten, nur werden sie halt viel zu wenig genutzt. Das merkt man zum Beispiel an der Figur der Batty, die ja Freddys beste Freundin wird und die eine tragische Geschichte hat und man versteht als Zuseher (erwachsener Zuseher) sofort, wohin die Autor:innen mit der Figur wollten und welche Emotionen sie auslösen wollen – sie handeln nur alles zu rasch (und zu plakativ) ab.

Für Kinder, wie erwähnt, passt das. Es ist bunt, es ist Action, es ist lustig und man muss nicht viel nachdenken. Vielleicht guck ich mal ins 2009 erschienene Buch von Jayne Lyons, weil mich interessiert, ob das im Buch besser funktioniert und rüberkommt. Mal sehen. Der Film wurde jedenfalls nicht in Amerika, sondern in Australien produziert und im Original ehrt ihn Samara Weaving mit ihrer Synchronstimme. Ich kann allerdings nicht sagen, wie gut sie den Job macht, da ich mir den Film aufgrund der Kinder in deutscher Sprache ansehen „durfte“. Die Synchro war völlig in Ordnung.

Immerhin war der Film so erfolgreich, dass es einen zweiten Teil mit dem kreativen Titel „200% Wolf“ gibt und außerdem einen Serienableger „100% Wolf – die Legende vom Mondstein“ (Staffel 2 hat einen anderen Untertitel), aber meine Kinder haben weder jemals nach einer Fortsetzunge noch nach einer Serie gefragt – was sie üblicherweise machen, wenn ihnen Figuren oder Settings gefallen. Sagt ja auch schon was aus.

Die Formulierung „Einmal Ansehen, dann vergessen“, ist mehr oder weniger für diesen Film erfunden wurden. Unterhaltsam, ja. Aber nicht irgendwie Besonders.

„100% Wolf“ bekommt von mir 6,5 von 10, weil grundsätzlich gut gemachte, auch wenn Luft nach oben ist, Punkte.

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Thrash (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/05/02/thrash-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/05/02/thrash-filmkritik/#respond Sat, 02 May 2026 05:00:00 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38729 Ein Hurrikane der Kategorie 5 ist kurz davor, eine kleine Küstenstadt zu erreichen. Kein Ort an dem man sich zu diesem Zeitpunkt befinden will, schon gar nicht, wenn man auch noch wie Lisa (Phoebe Dynevor) hochschwanger ist. Sich nach dem … Weiterlesen

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Ein Hurrikane der Kategorie 5 ist kurz davor, eine kleine Küstenstadt zu erreichen. Kein Ort an dem man sich zu diesem Zeitpunkt befinden will, schon gar nicht, wenn man auch noch wie Lisa (Phoebe Dynevor) hochschwanger ist.

Sich nach dem Tod der eigenen Mutter in einem Zustand zu befinden, der Panikattacken beim Verlassen der eigenen vier Wände verursacht, bringt Dakota (Whitney Peak) ebenfalls in eine suboptimale Position. Dennoch sind die beiden Damen nun mal hier und Lisa ist auf Hilfe angewiesen…

Nein, ihr habt euch nicht verlesen, auch wenn der Film über seine Produktionszeit zahlreiche Namensänderungen spendiert bekommen hat. Dies ist zwar (neben einem starken Hauch von Katastrophen-Abenteuer) ein Creature Feature mit Haien als Antagonisten, dennoch handelt es sich nicht um einen Trash-Film, sondern um einen Film namens Thrash.

Das bedeutet auf deutsch je nach Zusammenhang etwa so viel wie verprügeln, oder im Sport vernichtend schlagen, sich hin und her werfen oder etwas ausdiskutieren. Dabei kann man mehrere Übersetzungen auf Tommy Wirkolas (The Trip) neuen Film anwenden, den es seit Anfang April 2026 auf Netflix zu sehen gibt, nachdem Sony den ursprünglichen Kino-Release auf Eis gelegt hat.

Der Film bedient gleich beide Genres, nutzt die Naturgewalten aber eher als Setup für das Hai-Szenario. Dabei wird das Rad erwartungsgemäß nicht neu erfunden, aber in seiner knackigen unter 90 minütigen Laufzeit, macht Wirkola mit dem auch von ihm verfassten Drehbuch, etwas grundlegendes sehr richtig.

Es ist zwar einfach, aber es funktioniert eben so gut wie immer. Er wählt Protagonisten, denen das Leben zumindest in letzter Zeit übel mitgespielt hat bzw. die man als Außenseiter bezeichnen kann. Parallel werden dabei zwei sich nicht berührende Storys erzählt, neben den beiden Hauptladys geht es auch um drei Waisen mit gar nicht mal so netten Pflegeeltern.

Die Figuren mag man also von der Ausgangslage her und die Darsteller liefern den Rest. Vor allem Phoebe Dynevor (Bridgerton) als Lisa macht das richtig gut, denn ihre Situation ist völlig drüber und endet in einer over the top Geburts-Szene, die leicht nur lächerlich hätte sein können, wäre sie nicht so cool in ihrer Performance.

Ebenfalls großartig sind die Haie. Das betrifft die Effekte aber vor allem auch die Bewegungen und die damit verbundene Geschwindigkeit, mit der sie auf ihre Opfer zusteuern. Abgetrennte Körperteile gibt es dabei erwartungsgemäß ebenfalls und ja, die Tierchen wirken sogar wieder mal bedrohlich, egal ob als unsichtbare Gefahr oder direkter Angreifer.

Das ergibt in Summe einen sehr kurzweiligen Film, mit sympathischen Figuren, starken Effekten, gestylter Dramatik, gezieltem Humor und sehr bewusst gewählten larger than life Momenten, die ich mir nach dem Film gleich nochmal angesehen habe. Das macht schon Spaß und genau das habe ich auf Grund des Regisseurs auch erwartet.

„Thrash“ bekommt von mir 6,5/10 die Vorzüge einer Wassergeburt nutzende Empfehlungspunkte.

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Die nackte Kanone aka The Naked Gun (2025 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/04/30/die-nackte-kanone-aka-the-naked-gun-2025-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/04/30/die-nackte-kanone-aka-the-naked-gun-2025-filmkritik/#respond Thu, 30 Apr 2026 05:00:10 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38759 Frank Drebin Jr. (Liam Neeson) ist ein Cop der alten Schule. Verbrecher gehören bestraft und die Regeln gelten im Grunde genommen für andere. Eines Tages sitzt Beth Davenport (Pamela Anderson) bei ihm im Büro, weil ein Fall, der von der … Weiterlesen

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Frank Drebin Jr. (Liam Neeson) ist ein Cop der alten Schule. Verbrecher gehören bestraft und die Regeln gelten im Grunde genommen für andere. Eines Tages sitzt Beth Davenport (Pamela Anderson) bei ihm im Büro, weil ein Fall, der von der Polizei als Selbstmord deklariert wurde, ihr keine Ruhe lässt – es ist nämlich ihr Bruder und sie ist sich sicher: Er wurde ermordet.

Gegen seinen Willen wir Frank also in einen Kriminalfall hineingezogenm, der weit größere Ausmaße annimmt, als er gedacht hat, denn er Unternehmer Richard Cane (Danny Huston) hat etwas erfunden, was Menschen auf Knopfdruck zu mordenden Bestien machen kann. Und er hat vor, das Ding in Kürze zu benutzen.

Aber Frank ist ihm auf der Spur …

Ein Remake bzw. ein Neuanfang der „Nackten Kanone“. Das muss man sich mal trauen und in meinen Augen sollte man sich sehr, sehr sicher sein, dass man mit den alten drei Filmen zumindest mithalten kann. Die ersten Trailer waren okay, aber haben mich nicht umgehauen. Und jetzt, wo ich den ganzen Film kenne, weiß ich: Ja, das gilt für den ganzen Film. Mit dem Bonus von ein paar Fremdschäm-Momenten sondergleichen.

Regisseur und (Mit)Drehbuchautor Akiva Schaffer kannte ich in erster Linie als Teil der „Musikgruppe“ The Lonely Island, wo er gemeinsam mit Andy Samberg („Popstar: Never stop never stopping„) und Jorma Taccone eben Musik macht. Völlig irre Texte inklusive. Und ganz viele Sexwitze. Aber wenn die Jungs ins Schwarze treffen, dann richtig. Ich denke da nur an „I Threw It On The Ground“ oder an „Jack Sparrow“. Großes Kino.

Dennoch: Die nackte Kanone? Hm. Naja. Ich sage mal so: Die Ansätze sind da, aber weder die Regie noch das Drehbuch, noch nicht mal Liam Neeson schaffen es, wirklich an den Humor und das anarische Gefühl der Original-Trilogie (von der Serie „Police Squad“ will ich noch nicht mal anfangen) anzuknüpfen. Es gibt ein paar Stellen an denen ich wirklich von Herzen laut lachen musste, aber die meisten Witze haben mir maximal ein Schmunzeln entlockt und es gibt mindestens genauso viele Fehlschläge wie Treffer.

Vor allem fehlen mir die ikonischen Momente, derer es in den Urpsrungsfilmen so viele gibt, Momente oder Aktionen, die wirklich hängenbleiben im Kopf und die man sich beim Beisammensitzen mit Freunden dann gegenseitig an den Kopf wirft und allein bei der Erinnerung schon lachen muss. Und ja, Liam Neeson ist kein Leslie Nielson. Das ist nun einmal so. Er gibt sein Bestes und streckenweise ist er die perfekte Besetzung für Frank Drebin Jr. Und hin und wieder wirkt er fehlplatziert.

Pamela Anderson als toughe Lady ist ebenfalls in Ordnung und spielt meines Erachtens auch besser als in ihren so genannten „ernsten Rollen“. Danny Huston ist super, wie eh und je, hat aber zu wenig zu tun und ist als Gegenspieler halt auch einfach zu einhundert Prozent austauschbar. Da hilft es auch nichts, wenn der Plot bzw. die Story ebenfalls geklaut ist – nämlich von „Kingsman„. Und dort funktioniert der gesamte Wahnsinn einfach um ein Vielfaches besser. Das hätte man besser vermeiden sollen. Wenn jemand einen Knopf drückt und Leute animalisch werden und durchdrehen, dann habe ich automatisch den Vergleich mit der Szene in der Kirche (ja, „Kingsman“) vor mir. Und wer bitteschön, will denn da mithalten können? Eben.

Dazu kommt, das manche Witze einfach zu langsam aufgebaut sind und das Timing nicht passt – ob das nun am Schauspiel oder am Schnitt liegt variiert je nach Witz und Szene. Aber in Summe – leider funktioniert es zu oft nicht. Auch die Absurdität der Szenen kommt irgendwie nicht so richtig rüber. Da wird zum Beispiel die Vorgesetzt von Frank (Chief Davis, gespielt von CCH Pounder) mitten in der Nacht geweckt und meint dann „Bringt mir sofort Drebbin hierher!“. Schnitt – Drebbin steht in ihrem Schlafzimmer und sie schimpft ihn. Absurd, ja. Aber es funktioniert nicht, weil der Wahnsinn so „nebenbei passiert“ und vor allem – es ist zu wenig(!) Wahnsinn. In der Szene zum Beispiel hätte es gebraucht, dass jemand Frank festnimmt, ins Polizeiquartier bringt, durch enge Gänge schleust, dann eine Tür im Polizeirevier öffnet und auf einmal stehen sie im Schlafzimmer vom Chief. Die Szenen sind da – der Aufbau passt nicht.

Und gegen Ende taucht dann eine Eule auf, die sich als Frank Drebin Sr. herausstellt – das war hochnotpeinlich in Summe. Und es gibt noch ein paar andere Szenen, die ich mehr peinlich als witzig fand, aber gut – das ist immer Geschmacksache. Ein paar Momente gibt es, die sich wie „früher“ anfühlen, aber bei weitem nicht genügend. Und ja, ich fand den Running Gag mit dem Kaffee toll – aber auch da: Die Pointe sitzt eher selten.

Dann gibt es noch eine Szene mit Bodycam – die war einfach viel zu lange und der Witz hat auch nicht so besonders funktioniert. Zumal der Täter sich dann ergeben hat, weil er wirklich gefilmt wurde. Hier wäre es zB viel besser gewesen, dass er aufgegeben hätte, weil er die Bodycam-Aufnahmen von Frank nicht mehr ertragen. Man hat sich also einfach viel zu wenig getraut.

In Summe okay, aber für mich kein wirklicher „Naked Gun“-Film. Schade eigentlich. Die Ansätze wären ja da gewesen.

„The Naked Gun“ bekommt von mir 6 von 10 möglichen, zur Einmalsichtung taugende, aber sicher nie Kult werdende, Punkte.#

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Do Not Enter (2026 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/04/28/do-not-enter-2026-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/04/28/do-not-enter-2026-filmkritik/#respond Tue, 28 Apr 2026 05:00:36 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38692 Eine vierköpfige Truppe von Influencern sucht nach der einen Story die sie brauchen, um endlich die erwünschten Klicks zu bekommen. Da sie sich darauf spezialisiert haben, versteckte urbane Schätze zu finden, um sie der Welt zu präsentieren, haben sie sich … Weiterlesen

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Eine vierköpfige Truppe von Influencern sucht nach der einen Story die sie brauchen, um endlich die erwünschten Klicks zu bekommen. Da sie sich darauf spezialisiert haben, versteckte urbane Schätze zu finden, um sie der Welt zu präsentieren, haben sie sich aktuell ein verlassenes Hotel ausgesucht.

Hier soll ein großer Schatz versteckt sein, doch als sie dort ankommen, lauern eindeutig mehr Gefahren, als sie sich jemals erträumt hätten. Aber eines dürfte wohl klar sein: Ein paar Influencer werden sich doch fix nicht von ein wenig Satanismus aufhalten lassen, oder etwa doch?

Ich kannte ihn namentlich bisher nicht, doch Marc Klasfeld ist laut meiner Recherche einer der besten Musikvideo-Regisseure der Gegenwart. In diesem Bereich hat er bisher bereits bei weit über 100 von ihnen die Regie übernommen (z.b. für Bands wie Aerosmith, Bon Jovi, Foo Fighters oder Sum 41 um nur ein paar wenige zu nennen). Abgesehen von seiner Satire „The L.A. Riot Spectacular“ aus dem Jahr 2005, hat er jedoch nie bei einem Spielfilm das Zepter übernommen.

Im Jahr 2026 sollte dies sich doch ändern, denn mit Do Not Enter hat er erstmals einen Horrorfilm inszeniert. Diese Vor-Informationen haben bei mir dann eigentlich nur eine Erwartung ausgelöst und zwar dass der Film mindestens optisch ansprechend sein wird. Ich werde es gleich vorweg nehmen: der Film ist ansonsten in etwa so beliebig wie das (Klischee)-Leben eines Influencers.

Was für mich aber unerwartet war, ist wer hier eine positive Rolle spielt. Ich – in meiner Welt auch der Rest der Menschheit – bin ja von der Message in modernen Hollywood Filmen geschädigt. Mit der von Laurence O’Fuarain (Sandman) gespielten Figur des Balenger ist hier dann doch wirklich ein weißer, heterosexueller Mann in einer Beschützer-Rolle mit dabei und wisst ihr was, er sucht auch noch seine vermisste Ehefrau.

Das hat für ich fast schon wieder Retro-Vibes versprüht und auch sonst sind die vier restlichen Hauptfiguren so gespielt, dass man sie sympathisch findet, ohne zu viel über sie zu wissen. Was mir ebenso gefallen hat und dafür gibt es jetzt einen SPOILER, ist dass alle vier überleben. Ich liebe das Final Girl Format, doch für das hier gewählte Ende, ist das schon extrem stimmig so. SPOILER ENDE

Die weiße, Ghoul ähnliche Kreatur, die beim Laufen alle vier Extremitäten benutzt, wirkt vom Design her bekannt, doch wenn man genauer hin sieht (also nicht zu genau, weil die Effekte nicht durchgängig gelungen sind) dann hat sein Aussehen doch etwas eigenständig Monströses und Abstoßendes an sich. Als böse Creature in diesem Feature ist er für mich gelungen, aber eben auch so überhaupt nichts Besonderes.

Als Kanonenfutter dienen dann noch drei menschliche Bösewichte, von denen vor allem einer ziemlich unmenschlich ist und man im Hinterkopf schnell den Gedanken hegt: gut, dass die Kreatur gerne Herzen aus Brustkörben entfernt, mal sehen, ob er doch eines hat. Dennoch ist die Zielgruppe hierfür zu beschreiben etwas schwer, denn für typische PG13 Teenie-Gucker ist dies zu hart, doch erwachsene Horrorfans, werden sich eher druchgehend langweilen.

Nach 85 Minuten ist der Spaß dann auch schon wieder vorbei und ich habe es nicht bereut, mir den Film einmal angesehen zu haben. Nein, definitiv nichts für die Sammlung, aber als oberflächlicher Guilty Pleasure Happen, kann man sich die Sache sicherlich „gönnen“. Erfrischend ist wie bereits erwähnt, vor allem die Figurenzeichnung, denn neben dem Beschützer sind die Influencer hier weit weniger dumm und oberflächlich dargestellt, als in vielen anderen Produktionen.

„Do Not Enter“ bekommt von mir 5/10 Verbotsschilder nicht nur ignorierende, sondern als Einladung sehende Empfehlungspunkte.

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Marvel’s Spider-Man 2 (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2026/04/25/marvels-spider-man-2-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2026/04/25/marvels-spider-man-2-game-review/#respond Sat, 25 Apr 2026 05:00:28 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38745 Ja, New York hat es gut – es gibt nicht mehr nur einen Spider-Man (oder Spider Man oder Spiderman), sondern sogar zwei. Miles Morales und Peter Parker haben sich zusammengetan und sorgen für Recht und Ordnung in der Stadt – … Weiterlesen

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Ja, New York hat es gut – es gibt nicht mehr nur einen Spider-Man (oder Spider Man oder Spiderman), sondern sogar zwei. Miles Morales und Peter Parker haben sich zusammengetan und sorgen für Recht und Ordnung in der Stadt – und haben dabei immer einen flotten Spruch auf den Lippen. Aber nicht alles ist eitel wonne, denn Miles muss seine Bewerbung für das College verfassen und hängt dabei ziemlich in der Luft. Dabei ist es für seine Zukunft extrem wichtig.

Peter hat einen neuen Job als Lehrer, aber seine Aufgabe als Spider-Man bringt Probleme und Abwesenheiten und kurz darauf landet er in der Emily-May-Foundation. Sein alter Freund Harry Osborne hat diese von seinem Vater quasi geschenkt bekommen, denn Harry ist spannenderweise nach langer Krankheit genesen. Auch Mary Jane hat Probleme, denn sie ist bedroht ihren Job zu verlieren und kann diesen nur halten, wenn sie fragwürdige Artikel über die Bedrohnung durch Spider-Man schreibt – wohl wissen, dass dies ihr Lebensgefährte Peter ist.

All das tritt aber in den Hintergrund, als Sandman plötzlich auftaucht und die Stadt fast in Schutt und Asche legt. Aber er ist gar nicht das Problem – sondern das Problem hat den Namen Kraven. Der ist ein Jäger, auf der Suche nach der ultimativen Jagd – immer mit dem Wunsch jemand zu finden, der ihm das Wasser reichen und einen glorreichen Tod bieten kann.

Kraven ist auf New York aufgrund all der Bösewichte aufmerksam geworden und versucht dort seinen Meister zu finden. Dabei schreckt er auch vor brutalen Mitteln nicht zurück. Mit dabei hat er seine Jäger und ganz viel High-Tech, die ihn bei der Suche und er Jagd unterstützen.

Als sich dann auch noch herausstellt, dass Harrys Genesung mit einem „Anzug“ zu tun hat, der es ihm erlaubt sich in Dinge zu verwandeln, die er sich vorstellt, da beginnt erst die richtige Talfahrt, denn der Anzug ist kein Anzug, sondern ein außerirdisches Wesen und wer Spider-Man kennt, der oder die weiß natürlich, von wem die Rede ist …

Die Story von „Spider-Man 2“ zu erzählen oder kurz zu fassen ist fast nicht möglich. Die Einleitung oben unterschlägt im Grunde eine Dinge und Entwicklungen. Diese Story und die damit verbundenen Set-Pieces und geskripteten Missionen und Bosskämpfe sind es auch, die Spider-Man 2 gleichzeitig großartig und dann doch nicht ganz so großartig sein lassen. Vor allem die doppleten Hauptfiguren (die man, von den Hauptmissionen und jeweils auf eine Figur zugeschnittenen Nebenmissionen) stellen sich als Fluch und Segen gleichzeitig heraus.

So viel Spaß es macht, mit den beiden unterwegs zu sein und so gut die beiden auf sich allein gestellt in ihren jeweiligen eigenen Spielen „Marvel’s Spider-Man“ und „Marvel’s Spider-Man: Miles Morales“ funktioniert haben, so ergibt sich hier ein Problem: Nämlich, dass die Screentime auf beide Figuren (und noch ein paar andere) aufgeteilt werden muss und es nie so richtig klar ist, um wen es jetzt geht bzw. der Fokus der Story hin und her springt. Wenn man entgegenkommend ist, dann könnte man sagen, es geht um die Beziehung der beiden zueinander und was der eine für den anderen und umgekehrt bedeutet, aber ganz im ernst: Dazu ist die Sache dann zu oberflächlich.

Wobei alles in Summe Spaß macht, das muss ich auf jeden Fall anmerken und zugeben. Und die eine oder andere Wendung oder Story-Entwicklung habe ich nicht kommen gesehen – so zum Beispiel das Auftauchen von Mr. Negative und dessen Geschichte mit Miles und wie diese ausgeht. Das hat mich extrem positiv überrascht. Oder wie sie Dr. Connors wieder zu Lizard machen und der Showdown bzw. die Verfolgungsjagd und vor allem der Aufbau bis man ihn zum ersten Mal sieht … das ist ganz, ganz großes Kino.

Und das gilt eigentlich für alle inszenierten Missionen und Story-Highlights. Das ist Bombast, da fliegen die Fetzen und das Gameplay geht geschmeidgst von der Hand. Da ist man im Moment, da funktioniert alles super. Nur … wenn dann der nächste Bombast-Event da ist, hat man den nächsten schon vergessen. Vor lauter „High“ hat man meiner Ansicht nach ein wenig auf das „Low“ vergessen. Oder anders gesagt: Bei all der Action bleibt das Herz ein wenig im Hintergrund.

Im Kopf und im Hirn verstehe ich die Konflikte der Figuren, sehe, wie sehr Peter sich bemüht, merke, wie stark Miles sich in seine Spider-Man-Persona flüchtet, weil der Stress mit dem College ihn überfordert. Ich sehe, wie sehr Peter und er sich entfremden, weil beide ihre eigenen Probleme haben und warum Peter nicht für ihn da sein kann und Miles das nicht versteht. Ich verstehe, warum Harry für Peter so wichtig ist (und das hier ist die beste Version von Harry Osborne, die ich in irgendeinem Medium gesehen habe – er ist einfach ein absolut aus tiefstem Herzen überzeugter netter Kerl. Den muss man gern haben), wie Peter durch die Wirkung von Venom aggressiver wird und so weiter.
Das alles sehe, spiele und verstehe ich.

Aber ich spüre es nicht.

Die größte Emotion, die ich im Spiel hatte war, „sieht das großartig aus“ oder „Wow, das hat jetzt gerockt“. Aber wirkliche Emotionen im Sinne von Betroffenheit oder ähnliches? Nein. Da war nichts.

Das mag auch daran liegen, dass eigentlich völlig klar ist, wie die Sache ausgeht und was alles passieren muss – die Story also trotzdem zu 100% vorhersehbar ist. Und von der Inszenierung her, ist die Sache schon richtig gut gemacht, man merkt aber die gesamte Zeit über, dass es um Bombast und Reaktionen wie „Ui, schau mal!“ geht und nicht darum irgendwie das Herz zu erreichen. Ja, es gibt einzelne Szenen, das wäre man auf dem richtigen Weg – biegt dann aber falsch ab.

Nichtsdestotrotz hat mich die Story am Ball gehalten und das ist wirklich Jammern auf ganz hohem Niveau. Alles ist nachvollziehbar und im Grunde wirklich gut gemacht. Von der Menge an Geschichten und Figuren hat man sich allerdings ein wenig überhoben. Das merkt man bei der Auflösung mancher Nebenmissions-Reihen oder schlichtweg daran, dass es welche gibt, die überhaupt nicht aufgelöst werden (zB die sehr starke Andeutung des Feuer-Kults und Carnage). Da hatte ich hin und wieder das Gefühl, dass jemand einen DLC angedacht gehabt hätte, der dann doch nicht gekommen ist. Aber – soll sein. Das Paket an sich ist stimmig und ja – es wird natürlich nach den End-Credits ein dritte Teil angekündigt.

Ein wenig problematisch sehe ich dann doch, dass das gesamte Spiel eigentlich zu 100% auf die Action und die Kämpfe ausgelegt ist. Es gibt zwischendurch vereinzelte, kurze Pausen, aber in Summe: Action. Acion. Action. Mir wären ein paar ruhigere Momente lieber gewesen, oder mehr Zeit für Charakterentwicklungen, gerade, wenn es nach zwei Dritteln eine Storywendung gibt, welche den Antagonisten austauscht und New York eine völlig neue Kulisse verleiht (die in der Form nie erklärt wird, auch die verschiedenen Symbionten werden nie erklärt), dann hätte ich da gern ein wenig mehr gespürt. So war es mehr ein „Aha. Ok. Na dann.“

Optisch gibt es fast nichts zu meckern – die Stadt sieht großartig aus, ist belebt und die Lichtstimmungen sind ein Hammer. Alles in allem kann ich nur sagen: Grafisch ist das hier oberste Liga. Auch die Animationen der Spinnenmänner sind ein Hammer. Und die Schreiberlinge haben auch alles richtig gemacht bei den Telefonaten oder Konversationen zwischen den Figuren, die nebenbei passieren oder bei den Radiobeiträgen, etc. Ich hatte das gesamte Spiel keine einzige Textzeile, die sich wiederholt hat – und das bei zwei(!) Spielfiguren, die eigentilch die gesamte(!) Zeit über immer quatschen. Und ich meine IMMER! Der Tonfall und der Humor sind gut getroffen. Man merkt auch absolut die Unterschiede im Charakter von Miles und Peter – das ist alles wirklich gut gelungen. Absoluter Respekt!

Ein Thema bei dem ich mir wirklich überlegt habe, ob ich was dazu schreiben soll oder nicht, ist die Optik der Figuren. Während viele (Norman Osborne, Kraven, Venom) super aussehen, so gab es meinem Empfinden nach bei Peter und Mary Jane eine Verschlechterung. Peter hat ein neues Design (welches ja im Remake des ersten Teils schon eingeführt wurde) und das kann man mögen, muss man aber nicht. Was Mary Jane betrifft … die war im ersten Spiel eine junge, hübsche Frau – im zweiten Teil ist sie … ich weiß es nicht. „Uncanny“ beschreibt es für mich am besten. Sie ist nicht häßlich, aber auch nicht schön – irgendwas an ihrer Optik hat mich einfach irritiert. Und zwar nicht einmal, sondern immer und jedes Mal wieder, wenn sie im Bild war. Ich kann es nicht festmachen. Ganz schlimm finde ich es, wenn sie beim Herumschwingen in New York Peter oder Miles anruft und man ihr Portrait im Bild unten sieht. Meine Frau hat lakonisch gemeint, als sie das Bild gesehen hat: „Was ist das denn? Soll das eine Frau sein?“

Also, ja. An diese Optik habe ich mich die gesamte Zeit über nicht gewöhnt. Und bei manchen potentiell emotionalen Momenten hab ich mich dabei erwischt, wie ich überlegt habe, was mich an ihrem Gesicht so stört, anstatt zuzuhören, was sie gerade sagt. Da können die Macher:innen noch so darauf beharren, dass es das gleiche Gesichtsmodell wie im ersten Teil ist – trotzdem ist da irgendwas schiefgegangen. Das finde ich insofern schrägt, weil Mary Jane ein Dreh- und Angelpunkt in der Story ist und ich verstehe nich, warum ich eine Figur, die so oft vorkommt und so wichtig ist, in einer Art präsentiere, die tatsächlich vom Spiel und der Story ablenkt. Und ja, es gibt wieder kurze Teile, in denen man Mary Jane spielt, die sind in Ordnung und funktionieren auch gut (auch wenn sie ein wenig overpowert ist, wie man das heutzutage sagt).

Die Kämpfe flutschen und die Kräfte, die man bekommt, verändern im Kern nicht viel. Es macht Spaß, man kommt rasch in den Flow und man passt sich halt an die jeweils aktuellen Gegner an, weil manche verschiedene Taktiken erfordern anstatt nur draufzuhauen. Geht in Ordnung und hat wirklich Spaß gemacht. Vom reinen Gameplay her gibt es aus meiner Sicht genau NULL zum meckern. Das Schwingen macht noch genauso Spaß wie eh und je und die neuen Web-Suits machen Spaß. Alles paletti.

Ein letzter Absatz zur Story: Ich weiß, viele fanden den Story-Teil mit Kraven unnötig und hätten gern mehr Venom gesehen. Verstehe ich. Bei mir war allerdings umgekehrt. Der Teil mit Kraven und allem was dazu gehört war für mich der gute, starke und mitreissende Teil. Ab dem Zeitpunkt an dem Venom dann auftaucht (von der grandiose Einführung abgesehen) war der Punkt, an dem das Spiel stark nachgelassen hat. Da ging dann vieles zu schnell an Entwicklung und Geschehnissen und andererseits hat man andere Momente (das Finale) einfach zu stark gestreckt und im Versuch im Bombast immer noch eins drauzusetzen einfach ein wenig über das Ziel hinausgeschossen. Aber auch das: Jammern auf hohem Niveau.

Alles in allem: Ich kann Marvel’s Spider-Man 2 allen, die auch nur ein klein wenig Interesse an Superheldenspielen oder Spider-Man (egal an welchem) hat, klar empfehlen und ans Herz legen. Bei all meiner Kritik an der Story und dem Pacing und dem Mangel an Emotionen – das hier ist immer noch verdammt großartig.

„Marvel’s Spider-Man 2“ bekommt von mir 9 von 10 möglichen, größer, weiter, lauter, bombastischer, mehr, aber nicht unbedingt besser als die Vorgänger seiende, Punkte.

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Psycho Killer (2026 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/04/23/psycho-killer-2026-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/04/23/psycho-killer-2026-filmkritik/#respond Thu, 23 Apr 2026 05:00:52 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38713 Highway-Polizistin Jane Archer (Georgina Campbell) hatte ein schönes Leben, bis sie Bekanntschaft mit dem Satanic Slasher gemacht hat. Nun hat sie eine Mission und zwar den Mann mit der Maske aufzuspüren und zur Strecke zu bringen. Da es jedoch wenig … Weiterlesen

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Highway-Polizistin Jane Archer (Georgina Campbell) hatte ein schönes Leben, bis sie Bekanntschaft mit dem Satanic Slasher gemacht hat. Nun hat sie eine Mission und zwar den Mann mit der Maske aufzuspüren und zur Strecke zu bringen.

Da es jedoch wenig Anhaltspunkte gibt und seine Morde nicht geplant wirken, ist es extrem schwierig, eine gezielte Verfolgung aufzunehmen. Doch Jane gibt nicht auf und kommt ihrem Ziel langsam aber sicher, immer näher…

Es wird im Trailer auch damit geworben: Andrew Kevin Walker hat auch die Drehbücher zu Sieben und 8MM verfasst. So weit zur gewollt erzeugten Erwartungshaltung. Regisseur Gavin Polone hingegen, ist eher als Produzent unterwegs und hat bisher nur bei ein paar Serien die Regie übernommen. Ihr erstes gemeinsames Werk will einige Sachen sein, ist aber am Ende nur plakativ und hohl wie sein Titel. Nimmt man den Film aber nicht wie intendiert ernst, kann man aber doch etwas Spaß damit haben.

Georgina Campbell kann man nach Filmen wie Barbarian, Influencers oder Cold Storage durchaus als eine der aktuellen Scream Queens bezeichnen. Als Jane ist sie fokussiert und getrieben, während ihr Gesicht geprägt ist von Schmerz und Verlust. Nur ihr Schauspiel sorgt dafür, dass man ihr gerne folgt, denn geschrieben ist sie sehr beliebig und Sachen wie die eigene Schwangerschaft bemerken und dennoch auf Killer-Jagd zu gehen, kann man durchaus auch unsympathisch finden.

James Preston Rogers als Killer hat eindeutig eine bedrohliche Aura und eine starke, physische Präsenz und seine Stimme ist herrlich over the top einschüchternd. Im Gegensatz dazu zeigt Logan Miller (Escape Room 2) als Marvin in seiner Nebenrolle, dass dem Film neben Emotionen (außer ängstlich gibt es hier eigentlich nur stoisch) eine Prise Humor sicherlich gut getan hätte, was wohl auf Grund des Autors nicht möglich war.

Die restlichen Darsteller schwanken zwischen in Ordnung und alles andere als glaubwürdig hin und her, was bei deren Funktion als „Kanonenfutter“, wohl auch nicht der Anspruch war. Witzig finde ich – denn sich über Christen lustig zu machen, ist wirklich schon langweilig…probiert das mal mit Moslems, weil Komödie alles darf…Moment, das wäre politisch nicht korrekt oder von den Reaktionen her gefährlich – die lächerliche Klischee-Darstellung von Satanisten.

Da hast du die, die Satan anbeten und das feiern mit ständigem Drogenkonsum und Sexorgien, bei denen man sich verkehrte Kreuze auf den Körper presst. Dann wäre da der ernste Psycho Killer, der echte Fan des aus seiner Sicht Höllenfürsten, glaubt ihr diese beiden Welten passen zusammen? Wie diese unterschiedlichen Anschauungen aufeinander prallen, das ist subversiv witzig und endet in einem explosiven Finale.

Ansonsten ist dies ein eher lähmendes Katz und Maus Spiel, bei dem die Hauptfigur – Achtung, moderne Agenda – sich in einem von Männern dominierten Job durchsetzen muss, dabei nur von einer anderen Lady Unterstützung bekommt, natürlich darin effektiver ist und den Plan des Killers am Ende aufdeckt. Der Ausgang der Geschichte ist dann eine Mischung aus lächerlich und antiklimatisch, was irgendwie kaum verwundert.

Campbell ist sehr gut und spielt so als würde es um etwas gehen, während der Rest des Filmes eine Atmosphäre des vierten Filmes einer Halloween-Party erzeugt, bei dem keiner mehr genau hinschaut und das auch nicht muss, weil es am Ende doch um Nichts geht. Man bekommt auch als Fan solcher Sachen, keine kreativ/brutalen Kills präsentiert oder einen Killer, der besonders ikonisch erscheinen würde.

„Psycho Killer“ bekommt von mir 4/10 die „Beliebigkeit“ der Morde auf den gesamten Film übertragende Empfehlungspunkte.

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Sinners (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/04/21/sinners-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/04/21/sinners-filmkritik/#respond Tue, 21 Apr 2026 05:00:27 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38721 Smoke und Stack (beide gespielt von Michael B. Jordan) haben für Al Capone gearbeitet, haben aber beschlossen nach Hause zurückzukehren und sich dort mit all der Kohle, die sie gemacht haben, zur Ruhe zu setzen. Außerdem haben sie Bier mit. … Weiterlesen

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Smoke und Stack (beide gespielt von Michael B. Jordan) haben für Al Capone gearbeitet, haben aber beschlossen nach Hause zurückzukehren und sich dort mit all der Kohle, die sie gemacht haben, zur Ruhe zu setzen. Außerdem haben sie Bier mit. Sie mieten einen alten, großen Stall und rekrutieren alte Bekannte und Liebschaften, um die Bude zum Laufen zu bringen. Mit dabei haben sie auch Jedidiah (Saul Williams), denn er spielt super Gitarre und singt großartig. Alles läuft gut.

Nur – nicht allzu weit entfernt flieht ein irischer, verletzter Mann vor Indianer und versteckt sich im Haus von freundlichen Farmern. Als jedoch die Nacht hereinbricht, stellt sich rasch heraus, dass das ein Fehler war. Die Indianer haben sie gewarnt: Der Kerl ist gefährlich und ein Monster. Und die meinten das wortwörtlich: Der Flüchtling ist nämlich ein Vampir.

Und als der Typ (mit seinen neuen zwei Jüngern) die Musik von Stall hört, da will er mitmachen. Primär, weil er seine Mann- und Frauschaft vergrößern möchte. Aber Smoke lässt ihn nicht rein. Was kein Problem ist, denn er kann warten – irgendwann muss ja schließlich jemand rauskommen …

„Sinners“ hat ja einen nicht gerade unbekannten Rekord aufgestellt: Es ist der für die meisten Oscars nominierte Film überhaupt. Mehr als „Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs“ oder „Titanic“ oder „Citizen Kane“. Und gleich vorweg: Nein. Das ist meiner Ansicht nach nicht gerechtfertigt. Meiner Ansicht nach haben die Oscars damit vollständig bewiesen, dass sie Oscars ein Politikum sind. Nicht, dass wir das nicht schon wussten, aber das war für mich der letzte Beweis.

Das klingt jetzt als würde ich „Sinners“ nicht gut finden – aber das stimmt nicht. Der Film ist gut, sogar richtig gut. Vor allem die erste Stunde als die Figuren eingeführt werden und Smoke und Stack ihre alten Bekannten besuchen. Da gibt es eine großartige Szene, welche das „Aufpassen auf mein Auto“ betrifft und die Reaktion auf eine leichte … Ehrverletzung. Super Szenen. Großartig. Erinnert ein wenig an „Der Pate“ in seiner Konsequenz und macht neugierig, was hier noch so alles passieren wird.

Die erste Stunde, wie gesagt: Ganz großes Kino mit super Performances und grandioser, richtig guter Blues-Musik. Hammer.

Dann taucht der Vampir auf – und sein Auftauchen ist auch noch cool. Auch das erste Aufeinandertreffen ist ziemlich cool. Aber je länger der Film dauert, desto mehr verliert er. Die Vorgänge im Stall sind absolut vorhersehbar und man weiß eigentlich wirklich schon, was alles passieren wird. Das einzige, was mir wirklich gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass Regisseur und Drehbuchautor Ryan Coogler sich heftig in den Mythos der Vampire hineinlehnt, der besagt, dass diese erst ins Haus gebeten werden müssen, bevor sie es betreten können. Da gibt es ein paar wirklich coole Momente, die voller Spannung sind und Dialoge, die es in sich haben. Da ist der Film richtig gut.

Aber das bleibt halt nicht so und die Action, die dazwischen immer wieder vorkommt ist leider halbwegs banal und der finale Kampf ist irgendwie antiklimatisch. Auch der Effekt als sich eines der Monster auflöst – ihr werdet wissen, was ich meine – sieht ziemlich mies aus. Und dann ist der Film noch nicht mal aus. Für einen Film, der nicht der Abschluss einer Trilogie ist oder das Ende eines Franchise, hat er ziemlich viele Enden. Nämlich drei. Bzw. vier. Kommt darauf an, was man jetzt alles rechnet.

Es gibt dann nach den Vampiren noch eine Gruppe von Gegnern, die völlig unnötig sind und an den Film drangepappt wirkt – ein wenig „persönliches Wishful Thinking“ von Seiten Regie, wenn ich das so nennen darf. War völlig unnötig. Diesen Storystrang hätte man absolut weit besser in den Film einbauen und auflösen können. ABer egal, es ist, was es ist. Und dann gibt es noch eine Szene – „Post Credits“ würde man wohl sagen oder „Mid Credits“. Egal. Jedenfalls war auch diese aus meiner Sicht völlig unnötig und man bekommt nochmals erklärt, was passiert ist. Mhm. Als hätte man das nicht ohnehin kapiert.

Aber gut. Soll sein. Ich gönne es Ryan Coogler nach seinem absoluten Fehlschlag namens „Wakanda Forever“ einen Erfolg zu haben. Und wie bereits gesagt: Der Film ist gut. Die erste Hälfte ist sogar richtig, richtig gut. Die zweite hat auch ihre Momente. Und ja, bei der Story denkt man unweigerlich an „From Dusk Til Dawn„, aber „Sinners“ fühlt sich völlig anders an. Die Story mag insofern ähnlich sein, als dass das Genre in der Halbzeit kippt, aber Coogler spielt die gesamte Sache bierernst und düster ab. Also weit weg vom genialen Anarcho-Chaos eines „From Dusk Til Dawn“. Deshalb kann man meiner Ansicht nach die Filme nicht einmal vergleichen.

Wie dem auch sei: Ich kann den Film auf jeden Fall allen empfehlen, die Blues-Musik mögen, kein Problem mit einem Genre-Shift in der Mitte haben und die Roadmovies genauso mögen wie Vampirfilme. Optisch gibt sich der Film keine Blöße und auch die Schauspieler:innen sind perfekt gecastet. Michael B. Jordan spielt seine Doppelrolle absolut toll und auch alle anderen sind super gelaunt und voll bei der Sache.

Alles in allem: Für mich ein absolut gelungener, guter Film, der mir zeigt, dass Coogler es doch kann, wenn er will und wenn man ihn lässt.

„Sinners“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, ein blueslastiges Roadmovie-Western-Stück zum Vampirfilm umfunktionierende, Punkte.

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Pretty Lethal – Schön Tödlich (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/04/18/pretty-lethal-schoen-toedlich-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/04/18/pretty-lethal-schoen-toedlich-filmkritik/#respond Sat, 18 Apr 2026 05:00:25 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38668 Bones (Maddie Ziegler) und vier weitere Ballerinas aus Amerika werden zu einem Tanzwettbewerb nach Budapest eingeladen. Mitten in den ungarischen Wäldern, hat ihr Bus Probleme und sie und ihre Trainerin entscheiden sich nicht auf die Reparatur zu warten, sondern in … Weiterlesen

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Bones (Maddie Ziegler) und vier weitere Ballerinas aus Amerika werden zu einem Tanzwettbewerb nach Budapest eingeladen. Mitten in den ungarischen Wäldern, hat ihr Bus Probleme und sie und ihre Trainerin entscheiden sich nicht auf die Reparatur zu warten, sondern in der Nähe nach einem Telefon zu suchen um Hilfe zu holen, da keines der Handys hier ein Netz hat.

Sie landen schließlich in der Bar von Devora (Uma Thurman), die verspricht ihnen eine Mitfahrgelegenheit zu rufen. Nach einem kurzen Handgemenge, liegt ihre Trainerin jedoch plötzlich tot am Boden und die fünf jungen Damen sind Zeuginnen, die Devora so überhaupt nicht brauchen kann…

„End the wokeness and the fun begins“. Ja, es ist mir schon klar, dass der neue Film von Regisseurin Vicky Jewson (Close) wie ein feministisch feuchter Traum klingt aber wisst ihr was, in Pretty Lethal kämpfen fünf junge Ballerinas gegen einen Haufen böser Männer und das ist nicht woke, sondern einfach nur ein Riesenspaß. Das liegt neben all den vorhandenen Übertreibungen vor allem auch an der Botschaft, die nicht „the message“ ist, die einige YouTuber berechtigter Weise hervor heben.

Auch auf Grund der Protagonistinnen aber besonders vom Grad der gezeigten Gewalt, könnte man diesen seit Ende März bei AmazonPrime erhältlichen Film dabei durchaus als kleine Schwester von From the World of John Wick: Ballerina bezeichnen. Man bekommt hier eben Dance-Fu statt Gun-Fu. Neben dem Zusammenhalt in der Gruppe – gemeinsam sind wir stärker und so – wird dabei auch gewürdigt was es bedeutet, eine Ballerina zu sein.

In meinem Job arbeitet auch eine Kollegin, die nebenbei noch Ballet-Lehrerin ist und wow ist die einerseits herzlich und hat ein fröhliches Gemüt und andererseits ist sie unglaublich diszipliniert. Das spürt man hier auch, die Arbeit dahinter, das Training bestimmt dein Leben, die Schmerzen, die Ehre vor Leuten auftreten zu dürfen. Das alles gipfelt in einer völlig überdrehten Szene, bei der Bones gefoltert wird.

Aber genug vom ernsten Hintergrund, denn dies ist ein überdrehter Partyfilm, der die Laune des geneigten Zuschauers, ordentlich nach oben zieht. Wei die jungen Damen in ihrem Umfeld alles nutzen, mit dem sie die Männer abstechen können, hat man das in dieser Form, eigentlich noch nie gesehen. Das sind keine Kämpferinnen, aber sie können sich schnell bewegen, tanzen und sie wollen überleben.

Der Realitätsanspruch ist nicht vorhanden und dennoch muss man hervorheben, dass hier keine zarte Dame einen zwei Meter Typen durch die Gegend wirft, das wäre dann nämlich auf eine sehr Spaß bremsende Art unrealistisch. Die Mädchen punkten mit Geschwindigkeit und diesem leichten Irrsinn in den Augen und dabei geht nie der spielerische Zugang verloren.

Der gesamte Cast gibt dabei alles, von den fünf Heldinnen glänzt die 23 jährige Maddie Ziegler (My Old Ass) als Bones am Hellsten, sie tanzt seit sie zwei Jahre alt ist und ich kenne sie bisher nur aus Musikvideos von SIA, wobei sie damals noch ein Kind war. Sie ist richtig cool, bad ass und ja, auch gaga im Kopf, so soll das sein. Auch Uma Thurman hat sich hier nach The Old Guard 2 wieder etwas rehabilitiert, ihre Gangsterboss-Lady verbindet eine einschüchterne Aura mit der Tragik von gescheiterten Träumen.

Das ergibt in Summe genau so ein Erlebnis, das ich als puren Partyfilm bezeichnen würde mit verrückten Situationen, extrovertierten Hauptfiguren und einer Tanz-Kampf-Choreographie, die frisch wirkt und nie so übertrieben aussieht, dass sie an Coolness einbüßen würde. Den Rest liefert die bissige Dynamik unter den Ballerinas, die sich freilich erst im Laufe der Handlung zusammen raufen zu einem Team.

„Pretty Lethal“ bekommt von mir 8/10 die lebensbedrohlichen Sorgen einfach wegtanzende Empfehlungspunkte.

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The Super Mario Galaxy Movie (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/04/16/the-super-mario-galaxy-movie-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/04/16/the-super-mario-galaxy-movie-filmkritik/#respond Thu, 16 Apr 2026 05:00:20 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=38717 Mario und Luigi leben weiterhin im Pilz-Königreich und helfen da und dort, wo sie halt können. Aber das Sagen hat trotz allem Peach. Als die beiden einer dubiosen Meldung nachgehen, finden sie in einer alten Pyramide einen Yoshi. Der ist … Weiterlesen

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Mario und Luigi leben weiterhin im Pilz-Königreich und helfen da und dort, wo sie halt können. Aber das Sagen hat trotz allem Peach. Als die beiden einer dubiosen Meldung nachgehen, finden sie in einer alten Pyramide einen Yoshi. Der ist nett und schließt sich ihnen gleich mal an.

Die Verstärkung ist auch gut, denn Bowser Junior, der seinen geschrumpften Vater aus dem Schloss von Peach und den Fängen von Mario und Luigi retten will, taucht auf und er entführt Rosalina. Diese hat die Macht das Universum zu verändern ist die Mutter aller Sterne. Bowser Junior will ihre Macht nutzen um seinen Papa stolz zu machen und bedroht damit mehr oder weniger das ganze Universum.

Das kann Peach nicht zulassen und sie macht sich mit Toad auf den Weg, um für Ordnung zu sorgen. Mario und Luigi und Yoshi bleiben derweil Zuhause und sorgen für Ruhe im Königreich. Oder zumindest haben sie das vor, denn Bowser Junior ist gewitzt und überfallt in deren Abwesenheit Peachs Schloss …

Es ist ja immer die Frage, was man sich von einer Videospielumsetzung erwartet. Viel Fanservice? Treue gegenüber den Figuren? Viele Referenzen auf die Spiele? Was ist es? Die Antwort ist auf alle Fragen: Ja. Will man auch eine gute Story? Das hängt wohl vom Spiel ab, würde ich mal meinen. Hätte „The Last Of Us“ funktioniert, wenn man eine andere Story genommen hätte? Wohl kaum. Das Spiel lebt von der Story. Hat der erste Super Mario-Film (also der animierte erste) funktioniert, weil die Story so toll war? Wohl eher nicht. Aber die Interaktion der Figuren war cool, die Optik ein Traum und alles war knallbunt, spaßig und einfach toll anzusehen. Ein Zuckerschock zum Ansehen, sozusagen. Mit viel Herz dabei.

Und beim zweiten Teil verhält es sich ähnlich, nur – das muss ich leider festhalten – mit weniger Herz. Denn die Story von „Galaxy“ ist kurz: Rosalina wird entführt. Peach macht sich auf, sie zu retten. Mario und Luigi und Yoshi folgen ihr. Punktum. Mehr ist da nicht. Und ich meine wirklich: Mehr ist da nicht.

Charaktermomente, wie es sie im ersten Teil gab, als zum Beispiel Luigi seinen Mut findet oder Donkey Kong und Mario sich nach und nach anfreunden – das ist hier alles nicht drin. Yoshi taucht auf – Toad beschwert sich, dass der jetzt einfach so als neuer bester Freund dabei ist. Und das war es dann auch schon. Das einzige, was man halbwegs als Charakterentwicklung bezeichnen könnte, ist die Entwicklung von Bowser selbst, der nämlich am Anfang unter Stockholm-Syndrom leidet und Mario und Luigi als seine neuen besten Freunde sieht. Aber das dauert nicht lange und sein Sohn holt sein altes Ich zurück.

Das war wirklich alles.

Aber mehr braucht es auch nicht. Der Film ist nämlich ebenfalls kunterbunt und wie ein Zuckerschock zum Ansehen. Der Weg von A nach B (also bis zur Rettung) ist nachvollziehbar und hat ein paar Stopps drin – wie das halt bei Heldenreisen üblich ist. Wieso diese Stopps passieren wird nicht lang erklärt, sondern die Sternentore mit denen man herumreist führen halt zu diesen Planeten und dort angekommen, muss man halt gucken, wie man weiter und näher ans Ziel kommt. Das geht immer recht flott und bunt und auch actionreich zu. Und macht gute Laune.

Die Witz-Dichte ist gesunken, der Actionanteil und vor allem die Anzahl der Anspielungen auf die Spiele – ist drastisch gestiegen. Aber – und das finde ich gut – es wirkt für mich weniger, wie hineingestopft, sondern passt irgendwie organisch dazu. Ich meine – natürlich gibt es Jump N Run-Passagen. Natürlich gibt es Power-Ups. Das passt schon alles zusammen und führt auch logisch (nach Videospiel-Logik) von A nach B nach C.

Und es macht einfach Spaß. Ist es simpel, billig und eigentlich fast schon faul, wenn es am Ende einen Abschnitt gibt, in welchem Mario mit Anhang einen Graben durchqueren muss, der von Feuerseilen und Blöcken blockiert wird und auf einmal die Kamera zur Seite dreht, dadurch eine 2D-Optik entsteht und dann der Film herauszoomt und man sieht, dass Bowser Junior die Fallen bedient und er das auf einem Bildschirm tut, der aussieht wie „Super Mario Land“? Ja. Das ist billig. Aber hey – es sieht auch richtig, richtig cool und gut aus.

Solche Gimmicks gibt es Zuhauf und der Film wurde tatsächlich nie langweilig. Dazu passiert zu viel. Allerdings sitzen auch nicht mehr alle Witze und generel – wie oben bereits geschrieben – das Herz war beim ersten Film deutlich mehr angesprochen als hier.

Auch, dass Peach einen neue Hintergrundstory bekommt ist wohl Geschmackssache. Mir war’s egal. Allerdings war das Ende wirklich follt vorbei. Fast ein wenig zu flott. Dafür sahen die Kampfpassagen mit Bowser Juniors Pinsel, der seine Gestalt verändern kann, richtig gut aus. Aus meiner Sicht gibt es für jedes Minus ein Plus oder wenn man es umdrehen mag, für jedes Plus ein Minus. Ein Meilenstein der Filmgeschichte – nein. Niemals. Hirnlose, witzige, harmlose Unterhaltung und eine große Verbeugung vor den kreativen Ideen und Welten der Spiele? Oh ja. Und das sage ich als jemand, der die meisten der Spiele nur von Hörensagen kennt. Aber sogar ich wusste großteils wo was her ist.

Einzig: Ich habe Donkey Kong und seine Bande vermisst. Der war im ersten Teil richtig cool. Und Yoshi ist (da er ja nicht redet) für mich kein ganzer Ersatz. Neuzugang Rosalina ist okay, spielt aber – abgesehen davon entführt zu werden – keine große Rolle im Film. Dafür ist der Zweikampf am Anfang mit ihr und einem Riesenroboter richtig cool.

Alles in allem: Eine solide Fortsetzung, die bunter und actionreicher ist, dafür das Herz und die Handlung vernachlässigt bzw. aufs nötigste reduziert. Kann man sich ansehen, ist unterhaltsam, aber man versäumt auch nichts, wenn man den Film ignoriert. Also alles beim Alten.

„The Super Mario Galaxy Film“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, wer eine Handlung oder Charakterentwicklung braucht, darf gerne 3 Punkte abziehen, Punkte.

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