Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Thu, 22 Feb 2024 09:24:43 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.3 Dragon Soldiers (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2024/02/22/dragon-soldiers-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2024/02/22/dragon-soldiers-filmkritik/#respond Thu, 22 Feb 2024 05:00:53 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=36303 In den Wäldern rund um das kleine Städtchen gehen seltsame Dinge vor. Also schickt der Bürgermeister(!) einen Trupp Soldaten, um nach dem Rechten zu sehen. Aber sie kommen nicht zurück. Also wird eine Spezialeinheit geschickt. Aber die ist nicht allein, … Weiterlesen

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In den Wäldern rund um das kleine Städtchen gehen seltsame Dinge vor. Also schickt der Bürgermeister(!) einen Trupp Soldaten, um nach dem Rechten zu sehen. Aber sie kommen nicht zurück. Also wird eine Spezialeinheit geschickt. Aber die ist nicht allein, denn auch eine Gruppe von der Nachbarschaftswache hat sich bewaffnet auf in den Wald gemacht, um herauszufinden, was denn da eigentlich passiert. Und irgendwo dazwischen gibt es auch noch ein paar Parkranger, aber die haben so gar keine Ahnung.

Und alle treffen sie auf die Ursache der Probleme: Ein Drache hat sich im Nationalpark niedergelassen und frisst alles, was ihm vor die Füße bzw. vor das Maul kommt …

Ich bin mir nicht sicher, ob ich es eine Schande nennen soll, was Hank Braxtan und seine Kolleg:innen hier gemacht haben, denn mir ist völlig bewusst, dass sie ihr Budget vermutlich völlig ausgereizt haben – allein die Effekte für den Drachen müssen einen großen Teil davon verschlungen haben. Der sieht jetzt nicht per se großartig aus, aber für einen Film dieser Kategorie dann doch erstaunlich gut.

Was mich dann aber ärgert und daran ändert auch das vermutlich geringe Budget nichts, im Gegenteil ärgert es mich mittlerweile, wenn nicht mal gute Ideen als Ausgleich vorhanden sind, ist dass das Drehbuch so unglaublich schwach ist.

Die Charaktere sind Schablonen und aus dem Lehrbuch, okay, das soll sein – das ist in vielen anderen Filmen auch so, aber die funktionieren halt dann doch immer wieder trotzdem mal, weil entweder spannend gemachte Action oder coole Ideen oder unerwartete Auflösungen von Situationen drin sind.

Nicht davon findet man hier. Ja, es gibt eine Post-Credit-Szene, die immerhin als Idee cool ist und auch witzig (wenn man Witze mit Exkrementen witzig findet), aber ansonsten gibt es hier nichts, absolut überhaupt sowas von gar nichts Neues zu finden.

Alles, was ihr euch denkt, kommt vor. Dabei gibt es durchaus Ansätze. Der Drache kann zum Beispiel einen Nebel auspusten, der die Person, die ihn einatmet geistig verwirrt und ihn oder sie glauben lässt, dass der Drache ein Gott ist und „er fordert Opfergaben“ (man lies: Tote). Da hat sich dann sogar schon ein kleiner Kult rundherum geformt. Die damit offenbarten Implikationen (die Kultmitglieder werden im Dutzend von den Soldaten umgenietet) bleiben allerdings völlig außen vor. Ich meine, im Prinzip hat man völlig unschuldige Menschen über den Haufen geknallt. Und man sieht später ja auch, dass es durchwegs eine Heilung für dieses Ding gibt. Ja, klar, dass wissen sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht, aber zumindest eine oder zwei Personen, die deswegen vielleicht einen moralischen Anfall oder ein schlechtes Gewissen kriegen, wären schon cool gewesen.

Aber das sind tatsächlich zu hohe Ansprüche an einen Film, bei dem ein Handlungsstrang ist, dass eine Parkrangerin ihren Kollegen sucht, der allerdings vom Drachen gefressen wurde. Übrigens vor den Augen eines Zeugen, der ihr sagt, dass ein Drache ihn gefressen hat. Er zeigt ihr sogar die Stelle und das Blut. Die Reaktion? Das könnte jedermanns Blut sein (scheint in diesem Park öfter mal vorzukommen) und man gehe ihn jetzt suchen. Scheinbar haben die Parkrangers(!) nichts davon mitbekommen, dass sich in ihrem Wald vielleicht ein paar seltsame Gestalten (ein ganzer Kult, eine Truppe Soldaten, und nicht zu vergessen: ein Drache, der ja auch durch die Gegend fliegt) eingenistet haben.

Man kann es drehen und wenden wie man will: Das ist ein klassischer, absolut durchschnittlicher, leider langweiliger und berechenbarer Sci-Fi-Actioner mit wenig Action und auch nur wenig Sci-Fi, dafür mit vielen Ausreden, warum der ganze Film im Wald spielt und alles andere nur erzählt wird. Und ich erkenne sowas, glaubt mir, ich habe selbst genug Filme im Wald gedreht, weil es billig ist und sich niemand beschweren kann, um zu erkennen, wenn man ein Drehbuch um einen Drehort herumschreibt.

Wie dem auch sei: Ja, man hätte trotzdem sowas wie spannende Dialoge oder neue Szenen oder so einbauen können. Abgesehen von Finale, welches eine klare Verbeugung vor „Der weiße Hai“ ist, ist hier wenig cool oder spannend oder auch nur irgendwie über Durchschnitt. Und die schauspielerischen Leistungen? Ich bitte euch. Was glaubt ihr denn, wie die bei einem Film wie diesem sind?

Weitere Filme von Braxtan, bei denen er auch mitgeschrieben hat: „Return Of The Ghostbusters“ oder „Snake Outta Compton“. Mitautor Dan Sinclair ist unter anderem mit Schuld, dass „Dead Ant“ so viel Potential verschenkt hat, also kann man zumindest sagen, er hat kein Niveau verloren, sondern nur gehalten. Und als ich gesehen habe, dass Arielle Brachfeld auch am Drehbuch beteiligt war hat mir das ein paar Szenen wirklich gut erklärt. Sie spielt nämlich Gwen Peters, die Parkrangerin, die ihren Kollegen sucht. Und ihr einziges Charaktermerkmal ist, dass sie die einzige Frau im Cast ist. Ja, so austauschbar ist die Chose.

Ach ja und die laut Trailer „ultimate warriors“ sind die Soldaten und die sind … ihr wisst es schon: Weder richtig „ultimate“ noch richtig „warriors“.

„Dragon Soldiers“ bekommt 4 von 10 möglichen, keinen Eindruck wie auch immer hinterlassende, Punkte.

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The Retirement Plan (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2024/02/20/the-retirement-plan-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2024/02/20/the-retirement-plan-filmkritik/#respond Tue, 20 Feb 2024 06:00:17 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=35961 Ashley (Ashley Greene) hat ein Problem. Ihr Mann hat Gangsterboss Donnie (Jackie Earle Haley) einen USB-Stick gestohlen und auf diesem befinden sich heikle Daten, die dieser unbedingt wieder zurück haben will. Deshalb will sie gemeinsam mit ihrer Tochter, zu ihrem … Weiterlesen

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Ashley (Ashley Greene) hat ein Problem. Ihr Mann hat Gangsterboss Donnie (Jackie Earle Haley) einen USB-Stick gestohlen und auf diesem befinden sich heikle Daten, die dieser unbedingt wieder zurück haben will. Deshalb will sie gemeinsam mit ihrer Tochter, zu ihrem Vater Matt (Nicolas Cage) flüchten, den sie seit Jahren nicht mehr gesehen hat und der abgeschieden auf den Kaimaninseln lebt.

Da Ashley keine Karte mehr bekommt und direkten Verfolgern entgehen möchte, schickt sie ihre Tochter alleine voraus auf die Reise. Während sie und Matt sich kennenlernen, schickt Donnie unter anderem seinen besten Mann Bobo (Ron Perlman) aus, um den Stick wieder zu holen und alle Beteiligten zu beseitigen. Keiner von ihnen hat jedoch mit den speziellen Fähigkeiten von Matt gerechnet, schon gar nicht seine Tochter Ashley…

Es klappt nicht immer so, wie man es möchte. Zumindest behaupte ich hier einfach mal, Regisseur und Drehbuchautor Tim Brown (Buckley´s Chance) wollte hier eine schräge, coole und lustige Action-Komödie drehen und hatte dabei auch Vorbilder wie Tarantino oder Guy Ritchie im Kopf. Ok, viel Budget hat er nicht, doch dafür sind Nicolas Cage in der Hauptrolle und gute Leute wie Jackie Earle Haley und Ron Perlman als Schurken mit dabei.

In Amerika lief er sogar im Kino und bescherte Cage das schlechteste Startwochenende, seiner Karriere. Sicherlich ist diese Tatsache kein klares Zeichen für Qualität, was man wiederum kaum als neues Wissen bezeichnen kann. Dennoch kann man daran kein wirkliches Interesse für den Film ableiten. Leider kann hier dann nicht einmal Cage die Sache herumreißen. Nicht dass das Erlebnis hier so schlimm wäre, ich würde es eher als „belangloses Hin und Her ohne dem Aufkommen von Spannung“ bezeichnen.

Zunächst mal zu Cage selbst, den ich zuletzt in Sympathie for the Devil wieder mal großartig gefunden habe, der hier als Matt aber nie so richtig in die Gänge kommt. Die langen weißen Haare, das Hawaii-Hemd, einfach sein gesamtes Auftreten strahlt dieses „ich bin zu alt für diesen Scheiß“ Gefühl aus, das zwar gut zu seiner Figur passt, ihm aber in diesem Fall einiges an Präsenz raubt. Er wirkt einfach trotz seiner Fähigkeiten und Taten, irgendwie nie einschüchternd.

Dann wäre da der von Ron Perlman (Poker Face) gespielte Handlanger des Schurken, der sich mit dem von ihm entführten Mädchen anfreundet. Wie das dann aufgelöst wird, strahlt im letzten Moment zwar ein gewisses „ich will gar nicht gegen dich gewinnen“ Gefühl aus, ist in der gesamten Ausführung aber einfach unstimmig. Jackie Earle Haley als sein Boss wirkt wie ein wütendes Rumpelstilzchen und nicht wie ein unberechenbarer Gangsterboss, keine Ahnung warum er solche Parts (etwa auch seine Minirolle in Hypnotic) annimmt, früher waren er und seine Rollen einfach besser.

Die Action schwankt zwischen unspektakulär und ganz witzig und genau der Humor hält dann die Sache auch ganz gut über Wasser. Bei den skurrilen Momenten, muss man nämlich zumindest grinsen, bei sozusagen intensiveren, kommt jedoch keine Spannung auf, denn dies ist wieder mal ein Film jener Sorte, wo man genau weiß, wer am Ende heil aus der Sache heraus kommt. Dass nicht jeder Schnitt oder jeder Effekt immer stimmig ist, fällt dann kaum mehr ins Gewicht.

Ich will nicht behaupten, dass man hiermit keinen seichte Unterhaltung für einen verregneten Nachmittag finden kann, aber wenn man wie ich ein Freund von Nicolas Cage ist, dann hätte man sich schon mehr gewünscht, denn ohne ihn gäbe es kaum einen Grund, sich diesen Film zu gönnen. Ok, wäre Liam Neeson Matt, wäre das doch ziemlich witzig. 50/50 also, mit Sympathie for the Devil und Renfield zwei gute, mit The Old Way und The Retirement Plan zwei mittelmäßige, in Summe kein schlechter Schnitt für meinen aktuellen „Cage-Film-Konsum“.

„The Retirement Plan“ 6/10 die Familie durch den Einsatz von wiederholter Gewaltanwendung, wieder zusammen führende Empfehlungspunkte.

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Robocop – Rogue City (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2024/02/17/robocop-rogue-city-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2024/02/17/robocop-rogue-city-game-review/#respond Sat, 17 Feb 2024 05:00:03 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=36305 Cain ist tot. Robocop hat die Stadt wieder sicher gemacht, falls das in Old Detroit überhaupt möglich sein sollte. Denn ein „New Guy“ ist aufgetaucht, der mit Geld herumwirft und die Rolle des Oberschurken ausfüllt. Die Gangs in Old Detroit … Weiterlesen

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Cain ist tot. Robocop hat die Stadt wieder sicher gemacht, falls das in Old Detroit überhaupt möglich sein sollte. Denn ein „New Guy“ ist aufgetaucht, der mit Geld herumwirft und die Rolle des Oberschurken ausfüllt. Die Gangs in Old Detroit stellen sich quasi an, um für ihn arbeiten zu dürfen. Im Zuge dieser Bandenkriege überfallen die Steel Angels ein Fernsehstudio, nehmen Dutzende Geiseln und lassen ihren Bewerbung für diesen Job übertragen. Diese Bewerbung beinhaltet klarerweise Gewalt und Blut.

Also wird Robocop reingeschickt, um aufzuräumen. Aber einer der Gangster hält eine Frau als Geisel und Robocops menschliche Seite erinnert diese an seine ehemalige Ehefrau. Er hat eine Fehlfunktion. Vor den Augen der Welt, denn alles wird gefilmt und übertragen.

Deshalb bekommt er eine Therapeutin zur Seite gestellt, die die Frage nach Mensch oder Maschine endgültig klären soll. Unter der Anleitung von Max Becker, der für OCP arbeitet und jetzt auch die Polizei leitet. Und der will eine Roboterarmee, denn die ist billiger und führt Befehle ohne Hinterfragen aus.

Als wäre das noch nicht genug, wird auch noch ein Polizist vermisst, der einer heiklen Sache auf der Spur war. Und vor all dem steht immer noch die Frage, ob Old Detroit abgerissen und Delta City auf seinen Grundmauern gebaut werden soll …

Teyon hat sich mit den Versoftungen von großen Lizenzen zwar einen Namen gemacht, aber keinen allzu tollen. Das kann man nach „Rambo – The Video Game“ durchaus so sagen. Ein Rail-Shooter mit wenig Spaßfaktor, wenn man nach den Kritiken geht. Die Terminator-Lizenz wurde scheinbar besser genutzt, aber auch da haben sich die euphorischen Reviews eher in Grenzen gehalten.

Also war die Erwartungshaltung gegenüber „Robocop: Rogue City“ eher verhalten. Niemand hat erwartet, dass das Spiel irgendwie gut wird. Und damit lagen viele falsch. Denn Robocop: Rogue City ist ein gutes, meines Erachtens sogar ein sehr gutes Spiel geworden.

Ob ihr damit Spaß habt, hängt allerdings stark davon ab, was ihr von einem modernen Shooter erwartet. Und mit „modern“ meine ich 2023 bzw. 2024 erschienen. Nicht zwingend modern in der Optik oder der Inszenierung oder auch dem Gameplay. Denn Robocop bricht mit ein paar der aktuellen Standards: Es ist langsam, denn Robocop bewegt sich langsam. Es gibt kein Ducken, kein Verstecken und keine Wall-Runs oder ähnliches neumodernes Zeug.

Stattdessen bewegt man sich in der First-Person-Perspektive eher gemächlich durch die Gegend, schießt meist mit der gleichen Knarre und putzt reihenweise böse Jungs von den Füssen oder schießt ihnen die Arme, Beine oder Köpfe weg. Denn blutig ist das Spektakel absolut – das passt aber auch zur Grundstimmung der ersten beiden Filme.

Es gibt natürlich auch ein paar Fähigkeiten, die man upgraden kann indem man Missionsziele (rette alle Geiseln) erfüllt oder Nebenmissionen annimmt (die meisten mit kleinen, guten Geschichten, die sich fein in die übergeordnete Story einfügen). Dafür bekommt man Erfahrungspunkte, die man dann frei verteilen kann. Diese Fähigkeiten wirken sich auch wirklich aufs Spielgeschehen und -gefühl aus.

Auch die Pistole kann man – später im Spiel – upgraden, was ein kleines Minispiel beinhaltet bzw. nette Puzzels. Findet ihr Platinen, dann könnt ihr bestimmte Knotenpunkte mit Bausteinen besetzen und je nachdem wohin ihr welche Teile setzt bekommt eure Knarre einen Bonus oder ein Minus auf diverse Funktionen. Es gibt sogar ein paar Sonder-Fähigkeiten, welche die Knarre freischalten kann. Ein paar davon hilfreich (nicht mehr nachladen müssen) und ein paar davon einfach für die Atmosphäre (wie noch mehr Splattereffekte (als wären nicht schon genug im Spiel)).

In den Nebenmissionen gibt es viel zu quatschen, herumzulaufen, Dinge zu scannen und auch immer wieder – was sonst? – viel zu ballern. Dazu läuft man zum großen Teil durch Old Detroit bzw. einen Abschnitt davon und man kommt auch mehrmals zu diesem offenen Hub zurück, wenn auch zu verschiedenen Tageszeiten und die Gegend ändert sich im Fortschritt der Story auch mehrmals, was dazu führt, dass es sich eigentlich für mich nie repetitiv angefühlt hat.

Das große Plus ist also für mich ganz klar die Atmosphäre des Spiels, denn die wird fast perfekt eingefangen. Von der Optik der 80iger, über die Wortmeldungen der Polizisten und der Leute, die Schritt- und Waffen-Geräusche und natürlich: Die Rückkehr von Original-Robocop Peter Weller als Stimme von Murphy. Der legt übrigens eine perfekte Leistung hin.

Allerdings muss ich anmerken, dass die Optik auf Standbildern besser aussieht als in Bewegung. Die Umgebungen sehen teilweise wirklich großartig aus – allein die Wasserspiegelungen in der Nacht – ein Hammer. Aber dafür ruckelt bzw. stottert das Spiel auf der PS5 immer wieder mal. Was bei dieser Grafik schon ein wenig seltsam anmutet, aber hey – ich bin kein Programmierer, was weiß ich, was im Hintergrund alles mitläuft.

Alles in allem läuft die Sache aber rund, ist gut inszeniert und das Gunplay fühlt sich sehr, sehr befriedigend an. Auch später, wenn dann stärker bewaffnete Gegner auftauchen, macht die Sache immer noch Spaß. Wer Robocop-Fan ist wird ohnehin seine Freude haben, wenn die grünen Striche durch das Bild fetzen und die bösen Jungs mit grüner Umrandung markiert werden. Oder wenn man ihnen mit der Auto-9 die Hand abschießt, während die Typen „You just shot my arm off!“ rufen und Blut herumspritzt.

Ja, das fühlt sich nach Robocop á la Paul Verhoeven an.

Auch die Story hat mir wirklich gut gefallen. Auch wenn klar ist, dass alle Storystränge zusammenhängen und auch zusammenlaufen, so gibt es doch die eine oder andere Überraschung und die eine oder andere Figur ist dennoch besser als erwartet getroffen bzw. gezeichnet worden. Wie zum Beispiel die Therapeutin Dr. Blanche, die mir rasch ans Herz gewachsen ist. Oder der neue Cop Ulyssus, der genau die Entwicklung durchmacht, die man erwartet. Oder Max Becker – man liebt es, ihn zu hassen.

Es gibt per se wenig wirklich Neues im Spiel, aber das was es macht – auch auf Storyebene – macht es richtig gut. Ein paar der Levels sind vielleicht ein wenig zu sehr in die Länge gezogen (das Gefängnis), aber da das Gunplay auch später, wie erwähnt, immer noch Spaß macht, hat mich das tatsächlich nicht wirklich gestört.

Die Inszenierung der Story ist gut gelungen mit immer wieder spannenden und cool geschnittenen Cutscenes, wenn auch die Technik immer wieder durch Mängel auffällt. Ich sage nur: Emotionen in den Gesichtern … nicht empfehlenswert. Das wirkt richtig schräg und meist deplatziert. So wie die Gesichter generell im Standbild eher gut aussehen, aber in Bewegung eher … suboptimal sind. Soll sein. Hat mich nach einer Weile nicht mehr gestört, zumal die Synchronsprecher:innen einen tollen Job liefern. Neben Weller sind auch die Charaktere von Captain Reed oder Max Becker perfekt getroffen. Gerade Becker ist extrem cool vertont. Apropos Ton: Ja, die Musik ist die vom ersten Film und ja, das hebt die Sache nochmals nach oben.

Die Story ist zwischen dem zweiten und dritten Teil angesiedelt und funktioniert super, auch die Weiter- bzw. Überleitung in den dritten Teil ist quasi perfekt eingebaut. Und um es zu wiederholen: Es macht Spaß. Es ist dann auch so, dass es ein paar Figuren gibt, bei denen es mir am Ende – wenn dann alles so richtig eskaliert – wirklich ein Anliegen war, sie zu retten und nicht im Stich zu lassen.

Eure Entscheidungen können übrigens die Schicksale einzelner Personen im Abspann verändern. So kann Dr. Blanche zum Beispiel bei einer Attacke durch eine Maschine entweder vor Angst erstarren und sterben oder ihre Furcht durch euch überwunden und überlebt haben. Kleine Details, finde ich aber super.

Alles in allem macht „Robocop: Rogue City“ unerwartet viel Spaß, ist unerwartet umfangreich und atmosphärisch absolut Top. Man merkt an viele Stellen, dass es noch mehr Budget oder Profis beim Polieren mancher Teile gebraucht hätte, aber das sind Kleinigkeiten, wenn das Gesamtprodukt so viel Spaß macht.

Einziges Manko: Es gibt im Spiel (relativ am Anfang) eine Konfrontation mit einem ED-209 (kein Spoiler, das war völlig klar) und dieser Kampf ist ein Horror, denn ED-209 ist völlig overpowert und es ist der mit Abstand(!) schwerste Kampf im Spiel. Das war so richtig, richtig frustrierend. Zum Glück ist danach alles viel besser balanciert, aber dieser Kampf hat mir fast den Spaß versaut.

„Robocop: Rogue City“ bekommt von mir 8,5 von 10, Old Detroit im 80iger-Action-Film-Stil verteidigende, Punkte.

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All Fun and Games (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2024/02/15/all-fun-and-games-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2024/02/15/all-fun-and-games-filmkritik/#respond Thu, 15 Feb 2024 06:00:34 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=35844 Bei einer Fahrradfahrt mit seinem Bruder Marcus (Asa Butterfield), findet Jonah (Benjamin Evan Ainsworth) in einer Hütte einen seltsamen Dolch. Von dieser Waffe geht eine eigenartige Aura aus, weswegen ihn Jonah in seinen Rucksack packt, obwohl sein Bruder ihm davon … Weiterlesen

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Bei einer Fahrradfahrt mit seinem Bruder Marcus (Asa Butterfield), findet Jonah (Benjamin Evan Ainsworth) in einer Hütte einen seltsamen Dolch. Von dieser Waffe geht eine eigenartige Aura aus, weswegen ihn Jonah in seinen Rucksack packt, obwohl sein Bruder ihm davon abgeraten hat. Zu Hause angekommen putzt Jonah die Klinge des Dolches und ließt die darauf stehenden Worte vor.

Daraufhin fährt ein Geist in ihn, denn die Waffe ist verflucht und wer auch immer in den Bann des Reliktes kommt und die Worte „ich werde spielen, ich werde nicht abbrechen“ spricht, muss an einer Reihe von Kinder-Spielen teilnehmen. Der Haken daran? Wenn du verlierst, dann bedeutet es deinen Tod.

Eren Celeboglu und Ari Costa haben bis jetzt als Drehbuchautoren und Regisseure einige Kurzfilme gedreht und mit „All Fun and Games“ übernehmen sie nun die selben Funktionen bei einem Spielfilm. Dabei haben sie die Länge sehr kompakt gehalten, denn nach knapp unter 80 Minuten, ist der Spuk auch schon wieder vorbei. Was man innerhalb von kurzer Zeit aber alles reinpacken kann in einen Film, damit haben die beiden offensichtlich Erfahrung.

Zu Beginn gibt es gleich einen Rückblick und dann einen wie ich finde unnötigen Sprung zum Ende des Filmes. Danach wird die im Zentrum stehende Familie zügig aber sehr anschaulich etabliert. Kurze Zeit später gehen die Spiele auch schon los. Dabei sollte man schon wissen, dass es zwar unheimliche Momente gibt, es an sich aber von der Grundatmosphäre eher in die Richtung Instant-Erlebnis zum Beispiel bei einer Halloween-Feier geht.

Also ein paar Freund, Getränke dazu und auch kommentieren ist während des Filmes erlaubt. Ich finde solche Abenteuer haben nicht nur eine Daseinsberechtigung, sondern für mich auch einen klaren/konkreten Anwendungsbereich. Hier wird die Stimmung, die ein Ort namens Salem in den Köpfen der Zuschauer auslöst genutzt, darum eine Geister-Story – eine böses Ding aus der Vergangenheit, will sich in der Gegenwart rächen – gebaut und ausgeführt wird das größtenteils dann in Form eines Slashers.

Von den Figuren habe ich schon länger nicht mehr so eine deutliche Trennung erlebt, im Sinne von „wer ist unsympathisch und wird sterben“ und „bei wem würde es weh tun, ihn/sie zu verlieren“. Auch was Damen und Herren betrifft, gibt es einen klaren Unterschied. Die Mädels liefern den emotionalen Kern und die Jungs können als Besessene zeigen, was sie schauspielerisch so drauf haben. Besonders finde ich persönlich die Rolle der besten Freundin der Heldin, weil die normalerweise immer auf das selbe Ende zusteuert, was hier nicht der Fall ist.

Laurel Marsden (The Pope’s Exorcist) als Sophie ist diese Dame und man mag sie einfach, weil sie so funktioniert, dass sie Situationen immer deeskalieren möchte. Natalia Dyer (Stranger Thing´s) ist als Billie die eigentliche Heldin, wobei sie zunächst eher egoistisch wirkt und erst im weiteren Verlauf fürsorglicher wird. Benjamin Evan Ainsworth (Sandman) als Jo meistert sowohl lästige Parts, als auch die unheimlichen und kämpferischen gekonnt doch die Bühne gehört Asa Butterfield (Choose or Die) als Marcus, der mit sichtbarer sadistischer Spielfreude, die tödlichen Spiele zelebriert.

Das Schauspiel ist auf hohem Niveau, die Optik ist auf Kino-Level und die Hintergrundstory ist offensichtlich überlegt und nicht einfach irgendwie zusammen geworfen. Einzig etwas Neues braucht man sich nicht zu erwarten, aber nach dem Trailer habe ich mir das schon so gedacht. Es ist vielmehr der kleine Horror-Snack zwischendurch und da gibt es zahlreiche andere Genre-Vertreter, die ihre Sache schlechter machen.

„All Fun and Games“ bekommt von mir 6,5/10 die Ernsthaftigkeit beim Spielen unterschätzende Empfehlungspunkte.

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Robocop 3 (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2024/02/13/robocop-3-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2024/02/13/robocop-3-filmkritik/#respond Tue, 13 Feb 2024 05:00:20 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=36285 OCP wurde von einer japanischen Firma aufgekauft und diese will Old Detroit endlich von der Landkarte verschwunden sehen und Delta City bauen. Das führt dazu, dass Söldner angeheuert werden, die den klaren Auftrag haben, Old Detroit bis zu einem bestimmten … Weiterlesen

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OCP wurde von einer japanischen Firma aufgekauft und diese will Old Detroit endlich von der Landkarte verschwunden sehen und Delta City bauen. Das führt dazu, dass Söldner angeheuert werden, die den klaren Auftrag haben, Old Detroit bis zu einem bestimmten Stichtag zu jedem Preis zu räumen. Zivilisten werden mit Gewalt aus ihren Häusern entfernt.

Allein das gefällt Robocop (Robert John Burke) schon nicht, aber als dann auch noch seine langjährige Partnerin Lewis (Nancy Allen) von den Söldner getötet wird, wird es persönlich. Er wendet sich von seinen langjährigen Auftraggebern ab und unterstützt die Rebellengruppe, die sich geformt hat, um sich gegen die gewalttätige Räumung zu wehren …

Bringen wir die Sache gleich auf den Punkt: Verglichen mit dem dritten Teil der Robocop-Reihe ist der zweite Teil ein Meilenstein der Filmgeschichte (Spoiler: Ist er nicht). Was hier gemacht wurde, spottet eigentlich so gut wie jeder Beschreibung. Dabei wären auch hier Ansätze vorhanden, die durchaus Potential hätten. Allein die Anfangssequenz (eine Plansequenz, die wirklich cool inszeniert ist) ist ein Hammer und zeigt sehr gut, wie verkommen Old Detroit mittlerweile ist. Das sieht cool aus und ist super inszeniert.

Und dann taucht Robocop auf und die Sache geht den Bach runter.

Lasst das mal sickern. Ein Robocop-Film geht den Bach runter als Robocop auftaucht. Da merkt man ja schon, dass irgendwas nicht ganz rund gelaufen ist. Und das ist es definitiv nicht. Sicher, ein Argument, welches man anführen kann, ist die Tatsache, dass Orion Pictures, die den Film produziert haben, in Konkurs ging als der Film noch nicht fertiggestellt war. Erst nach 2 Jahren – 1993 – wurde der Film von einem anderen Studio gekauft.

Das merkt man einfach. Primär bei den Effekten, die großteils nicht wirklich … gelungen sind. Sagen wir es mal so. Was aber meiner Ansicht nach wirklich auch eine Rolle spielt, ist Regisseur Fred Dekker. Der Mann hat „Die Nacht der Creeps“ gemacht und den von mir sehr geschätzten „Monster Busters„. Was er aber scheinbar nicht verstanden hat, ist die Figur bzw. das Universum von Robocop.

Liest man Interviews mit ihm, dann hat man danach das Gefühl, als hätte alles noch viel schlimmer kommen können. Nur als Beispiel: Eine Sache, die er als Idee in den Film eingebracht hatte und die er als „Ende“ haben wollte: Das OCP-Gebäude hätte plötzlich Arme bekommen und sich in einen riesigen Roboter verwandeln sollen, dass am Ende dann mit einem Rakentantrieb abhebt und wegfliegt.

Muss ich noch mehr sagen? Ich denke nicht.

Zurück zum tatsächlichen Film. Ebenfalls kurz gefasst und als Beispiel: Ich nehme an, ihr kennt „Herr der Ringe: Die zwei Türme“. Stellt euch vor die Schlacht um Helms Klammn. Alles ist genauso wie im tatsächlichen Film. Der ganze Spannungsaufbau, die Armee, die kommt, Aragorn und die anderen sind innerhalb der Mauern, alle warten auf die große Schlacht. Die Verteidiger stehen auf den Zinnen, die Orks stehen vor den Toren. Und dann dieser eine Moment, als der Pfeil vom Bogen fetzt, einen Ork trifft und die Hölle bricht los. Nur … die „Hölle, die losbricht“ sieht so aus: Aragorn springt runter, schlägt vier Mal mit seinem Schwert zu und Legolas schießt wie ein Maschinengewehr Pfeile in die Menge. Nach einer Minute sind alle Orks tot. Fertig.

So fühlt sich Robocop 3 an einigen Stellen an. Der Spannungsaufbau ist da. Die Story hätte Potential. Und dann gibt es keinen „Payoff“. Der finale Kampf dauert, ungelogen, zwei Minuten. Der ganze Film hat eine Storyline, die auf diesen Moment hinzielt und dann ist er einfach … vorbei. Davor gibt es einen Zweikampf von Robocop mit einem japanischen Ninja-Cyborg (genauso doof und kurz). Genauso im Vorfeld aufgebaut als quasi ernst zu nehmender Gegner. Und dann … „puff“. Vorbei. Völlig unspektakulär. Die gesamte Polizei kündigt und schließt sich dem Widerstand gegen die Söldner von OCP an. Straßenbarrikaden. Hochdramatische Momente, heroische Entscheidungen … und dann „puff“. Ich kann es nur wiederholen.

Was sie aus Robocop gemacht haben, ist ebenfalls … traurig. Sein erster Auftritt endet darin, dass er durch das Dach eines Autos aufsteht und mit einer MG (die er jetzt an die Hand stecken kann) Verbrecher niederballert. Warum er durch das Autodach bricht? Weil sich die Macher scheinbar dachten, dass das cool wäre. Ganz ehrlich: Ist es nicht. Sowas von gar nicht. Und das zieht sich durch den ganzen Film.

Ich mag jetzt mal in Details bezüglich des Plots gehen, denn hier haben wir das gleiche Problem wie beim Vorgänger. Da gibt es Potential. Es gibt einige Handlungsstränge und eigentlich sind alle halbgar abgehandelt. Es funktioniert einfach in Summe nicht. Was schade ist, weil es zwischen den „Man muss sich ärgern“-Momenten immer wieder ein paar gibt, die richtig, richtig gut sind. Das „Aus dem Fenster springen“ im OCP-Gebäude. Oder jede Szene in der Rip Torn (herrlich am Overacting) auftritt. Oder das Ende als der japanische Geschäftsführer Robocop Respekt erweist. Gute Ansätze. Gute Szenen. Wenn nur die anderen 75% des Films rundherum nicht so zum Ärgern wären.

Oh – eine positive Sache, die ich noch anführen muss und die ich tatsächlich vergessen hatte: Jill Hennessy spielt mit. Sie spielt die Ärztin Dr. Lazarus, die natürlich für Robocop zuständig ist und mit ihm die Seiten wechselt nachdem Lewis völlig verschenkt (und auch hier peinlich und wirklich schlecht inszeniert) getötet wird.

Was soll ich noch sagen? Fred Dekkers Karriere war nach diesem Film vorbei. Und tatsächlich: Ich kann es nachvollziehen. Ernsthaft. Lest ein paar Interviews mit ihm und was ihm bei Robocop 3 leidtut und dann fragt euch, ob es in diesem Fall vielleicht sogar eine positive Sache ist, dass man ihm nicht mehr Budget gegeben hat … und das kann man nicht oft behaupten.

„Robocop 3“ bekommt von mir 2,5 von 10 möglichen, so enorm viel Potential verschenkt habende, Punkte.

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Aquaman and the Lost Kingdom (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2024/02/10/aquaman-and-the-lost-kingdom-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2024/02/10/aquaman-and-the-lost-kingdom-filmkritik/#respond Sat, 10 Feb 2024 06:00:05 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=36244 Einiges hat sich getan, seit Arthur (Jason Momoa) König von Atlantis geworden ist. Mittlerweile hat er einen kleinen Sohn und sein Erzfeind Black Manta (Yahya Abdul-Mateen II) hat eine mächtige Waffe gefunden, mit der er zu einer riesigen Gefahr geworden … Weiterlesen

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Einiges hat sich getan, seit Arthur (Jason Momoa) König von Atlantis geworden ist. Mittlerweile hat er einen kleinen Sohn und sein Erzfeind Black Manta (Yahya Abdul-Mateen II) hat eine mächtige Waffe gefunden, mit der er zu einer riesigen Gefahr geworden ist. Dabei bezieht sich die Bedrohung auf beide von Arthurs Heimaten, sowohl die unter Wasser, als auch auf die Erde selbst.

Um Manta zu finden, befreit Arthur daraufhin seinen Halbbruder Orm (Patrick Wilson) aus dem Gefängnis, mit Hilfe seiner Mutter Atlanna (Nicole Kidman) und von König Nereus (Dolph Lundgren). Jetzt muss das ungleiche Duo nur noch ihre Streitereien überwinden, dann wird Manta und seine übermächtige Armee, sicherlich kein Problem mehr sein…

Das war es jetzt also mit dem DCEU, das im Jahr 2013 mit Man of Steel gestartet ist und es auf insgesamt sechzehn Filme (ja, beide Justice League Versionen sind dabei extra gerechnet) gebracht hat. Neben den Zack Snyder Beiträgen, war klar The Suicide Squad mein persönliches Highlight (auch den ersten Suicide Squad finde ich gut) und WW84 war der klare Tiefpunkt. Nicht zuletzt wegen des Neustarts namens DCU, waren die letzten Filme ja finanzielle weniger erfolgreich.

Als Vergleich nehme man den ersten Aquaman aus dem Jahr 2018, der über eine Milliarde Dollar eingespielt hat. Die Fortsetzung hat circa 420 Millionen gebracht und ist dennoch der erfolgreichste Film seit dem Erstling, obwohl es da noch neun weitere Filme dazwischen gab. Regie führt hier erneut James Wan (Malignant) und die Produktion hatte mit Verschiebungen und Umschnitten zu kämpfen, auch weil einige Cameos gestrichen wurden. Einige Fans riefen auf zum Boycott des Filmes auf, wenn nicht alle Szenen von Amber Heard gestrichen werden, wegen der Sache rund um ihren Prozess gegen Johnny Depp.

Man merkt auch von der Stimmung her deutlich, dass einige Szenen mit ihr gekürzt wurden, sie wirkt teilweise fast ein wenig wie ein Fremdkörper, obwohl ich nicht weiß, ob das ohne Kenntnisse der Situation, sich auch so anfühlen würde. Was ist „The Lost Kingdom“ aber nun in Summe wirklich geworden? Eine überdrehte Buddy-Komödie, eine Space-Opera unter Wasser mit all den Flash Gordon und Star Wars Einflüssen, dem plakativ erhobenen Zeigefinger, was den Klimawandel betrifft und Humor, der bei zwei Szenen daneben greift.

Bevor das jetzt so klingt, als hätte ich den Film furchtbar gefunden, ich hatte mehr „Feel-Good“ Momente und Freude an sich, als zuletzt bei Black Adam, Shazam 2, The Flash und Blue Beetle. Man soll hier schon eindeutig vorrangig Spaß haben (was der Name Buddy-Komödie ja suggeriert), aber die ernsten Momente, soll man dennoch ernst nehmen, was durchaus funktioniert. Die Beziehung der beiden ungleichen Brüder tritt in den Vordergrund und auch wenn man weiß, dass sie am Ende natürlich zusammen finden, ist die Reise dennoch witzig.

Nicht ganz geradlinig und nicht ohne Stolpersteine im Drehbuch, aber lustig. Durch die Story hat Bösewicht Black Manta Zugriff auf uralte Technologien und das ergibt nicht nur optisch Änderungen. Die Angriffe der Bösen fühlen sich dadurch teilweise wie aus einem Spionage-Film an und die Bewaffnung wirkt zunächst selbst auf Atlantis bezogen übermächtig. Diesen Feind aufzuhalten und das Erwachen von etwas noch viel Schlimmeren zu verhindern, das reicht locker um diese Reise unterhaltsam und auch spannend zu machen. Dass die wichtigsten Mitspieler nie wirklich in Gefahr sind, das könnte ich jedem Comicfilm vorwerfen, warum sollte ich es also hier tun?

Die Effekte sind großteils sehr gelungen, teilweise sind es nur die Haare, die das „Unterwasser-Feeling“ durch die Strömung erzeugen und das sieht dann doch auch ziemlich lustig aus. Wirkt auf mich aber wie eine „versteckte“ Eigenparodie (wir wissen genau, was wir für einen Film gemacht haben) und nicht so, als wäre dies unabsichtlich passiert. Voll verlassen ohne jegliche Abstriche, kann sich der Film dann auf seine Schauspieler.

Mein Highlight ist klar Patrick Wilson (Insidious) als Orm, der optisch ja viel mehr dem Aquaman aus den Comics entsprechen würde. Er ist cool im Kampf, smart im Planen und richtig witzig darin, als Kind des Wassers, auf dem Festland zurecht zu kommen. Er durchlebt als Einziger eine Entwicklung und der Tag wird am Ende nur wegen ihm gerettet. Yahya Abdul-Mateen II (Candyman) ist herrlich destruktiv manisch in seiner Suche nach einem Weg, Aquaman alles zu nehmen, was ihm lieb ist.

Amber Heard (One More Time) als Mera ist wie bereits erwähnt ein paar mal kurz dabei (Arthur wirkt zu Beginn deswegen öfters so, als wäre er allein erziehend) und macht ihre Sache gut genug, Temuera Morrison (The Marine 2) ist eine Ruhepol als Arthurs Vater und Dolph Lundgren (Acceleration) als König Nereus, hatte sichtlich Spaß und bringt eine weise Ausstrahlung mit, die ich so von ihm selten gesehen habe. Nicole Kidman (The Northman) als Arthurs Mutter hat kaum etwas zu tun und wirkt eher ihrer Hautfarbe entsprechend blass.

Jason Momoa selber, nun der wurde hier von der Leine gelassen. Offensichtliche Regie-Anweisung dürfte gewesen sein: zieh dein Ding durch und hab Spaß dabei. Lockere bis blöde Sprüche klopfen, für Ärger sorgen und böse (Fisch)Jungs vermöbeln, mit seinem Kind spielen und nebenbei nie aufs Guinness-Bier trinken vergessen. Mehr Momoa wie er sich selbst als Person inszeniert, bekommt man wohl sonst nirgendwo geboten.

Was das nun in Summe bedeutet? Hat dir der erste Teil gefallen, dann wirst du auch mit diesem hier deine Freude haben. Fandest du den ersten schlecht, nun dann wird dieser wohl furchtbar sein für dich. Für all die Probleme, die es im Vorfeld gab, ist das Endergebnis auf jeden Fall sehr unterhaltsam geworden (leichte Kost eben). Die allerletzte Szene des DCEU zeigt Orm, wie er eine Kakerlake mit samt seinem Cheeseburger ist, weil Arthur ihm zuvor gesagt hat, dass Menschen sie gerne essen. Ist das bezeichnend dafür, was aus diesem Franchise geworden ist? Ich sehe es wieder mal positiv, denn diese und eine weitere unpassende Szene (ja, ich meine das pinkelnde Baby), konnte ich dem Film locker verzeihen (den Kopf schütteln, musste ich natürlich dennoch).

„Aquaman and the Lost Kingdom“ bekommt von mir 7/10 sehr feuchte und ziemlich fröhliche Empfehlungspunkte.

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Nachdem Robocop Murphy (Peter Weller) seine menschliche Seite wieder gefunden hat, ist alles beim Alten: Detroit geht immer noch vor die Hunde. OCP will immer noch seine „Delta City“ bauen und die Polizei mit mechanischen Gesetzeshütern unterwandern. Das führt dazu, dass diese einen Streik planen. Währenddessen ist die Unterwelt nicht untätig. Eine neue Designer-Droge namens „Nuke“ macht die Runde und ist brandgefährlich. Der Drogenboss namens Cain hält alle Fäden in der Hand. Er ist eine kleine Messias-Gestalt und vor allem ist er eins: Intelligent. Denn die Verbrecher haben sich auf Robocop eingestellt und wie sich rasch herausstellt ist er nicht unverwundbar. Dazu kommt, dass seine menschliche Seite ihn dazu bringt, immer wieder bei seiner ehemaligen Frau vorbeizufahren, was fast ein wenig Stalking gleichkommt.

Als Murphy dann von Cains Schergen eine Falle gestellt und er fachgerecht zerlegt wird, stellt sich die Frage, was man tun kann. Aber OCP hat einen Plan: Weitere Robocops. Problem dabei: Alle Testsubjekte, die eine ähnliche Behandlung wie Murphy erfahren, drehen durch und bringen sich selbst oder andere um. Doch Wissenschaftlerin Faxx (Belinda Bauer) hat eine Idee, wie man das hinkriegen könnte. Und diese Idee hat mit Cain zu tun …

Interessant, dass das Autorenteam von „Robocop 2“ am Papier das gleiche ist, wie vom ersten Teil, denn die Sache fühlt sich tatsächlich anders an. Da sieht man vermutlich wie viel Gewicht die Regie bei einem Film hat, denn Paul Verhoeven kehrte nicht zurück, sondern übergab die Aufgabe an Irvin Kershner. Der Mann, der den zweiten Teil von Star Wars bzw. Episode V, wie man mittlerweile ja sagt, gedreht hat, hat auch den zweite Robocop gedreht. Und es sagt wohl viel aus, wenn man anfügt, dass er nach diesem Film nicht mehr wirklich viel gemacht hat in Bezug auf Regie. Aber der Reihe nach:

Am Ende vom ersten Teil hat Murphy ja für sich neu entdeckt, dass er eben Murphy ist und nicht Robocop. Da baut man im Sequel anfangs scheinbar drauf auf, denn diese Seite von ihm ist natürlich nicht im Interesse der Geldgeber. Allerdings muss man auch anmerken, dass dieser Storystrang sich anfühlt wie drangeklatscht. Die Kritik, die mancherorts am ersten Teil gekommen ist, weil dieser Teil von Robocops Geschichte mehr oder weniger nebenbei erzählt wurde, wurde aufgegriffen und pflichtbewusst eingebaut. Spielt dann aber sehr, sehr rasch keine Rolle mehr. Auftrag erledigt, Häkchen drunter, sozusagen.

Die Hauptstory ist tatsächlich jene von OCP, die einen zweiten Robocop bauen wollen bzw. Detroit übernehmen, niederwalzen und auf der Asche Delta City bauen wollen. Alles runderhum dient eigentlich dieser Storyline. Auch Cain, der zuerst als durchgeknallter Messias aufgebaut wird, wird dann relativ rasch abgesägt und in die „Mensch-Maschine“-Story eingebaut. Ja, schön, wenn alles zusammenläuft, aber hat man tatsächlich Potential verschenkt. Ähnlich wie bei der Story um seine Familie. Tatsächlich passiert auf einer Story-Ebene wirklich viel in diesem Film, es wird nur alles so rasch abgehandelt, dass es sich wie Beiwerk anfühlt und irgendwie nicht so richtig wichtig.

Die Story um Murphys Frau, die tatsächlich mit dem Satz „your husband is dead“ ratzfatz beendet wird, als Beispiel. Oder als Robocop unter der Aufsicht von Fr. Faxx neu zusammengebaut wird – mit neuen Direktiven (sei nett, rede mehr mit Leuten, Gewalt nur als letzte Lösung, usw), wäre eine coole Story drin, die man auch mal schnell im Vorbeigehen löst. Oder die Tatsache, dass Cain intelligent genug ist, dass er Robocop eine Falle stellt und ihn mehr oder weniger komplett zerlegen lässt. Oder der kleine, abgebrühte Gangster-Junge, der per se ein spannender, weil völlig irrer, Charater ist und die damit verbundenen Implikationen für Robocop („Töte keine Kinder!“). Dann noch die Story vom Bürgermeister, der Angst hat, dass OCP ihm „seine“ Stadt wegnimmt und sich deshalb sogar mit Drogenbossen einlassen würde.

Also, es ist tatsächlich am Papier extrem viel, was hier passiert. Und alles davon wäre per se interessant. Es wird nur so unglaublich rasch abgehandelt – oder seltsam gelöst, wie die Story um den Jungen -, dass es sich emotional einfach nicht stimmig anfühlt. Was im ersten Teil noch eine harte Satire war, ist hier eine unfokussierte Mischung deren Stimmung nicht zusammenpasst.

Beispiel: Ein Laden wird überfallen, von einem Baseball-Team bestehend aus Kindern. Die wirklich brutal vorgehen. Als Lewis (Nancy Allen) den Laden betritt, sieht sie die Kinder, guckt den Ladenbesitzer an und fragt ihn, wo die Einbrecher sind. Er sagt „Genau vor dir!“ und sie kann kaum glauben, dass es diese Kinder sind. Eigentlich eine heftige, brutale Szene, die verdeutlicht, wie verkommen Detroit schon ist (heftig und brutal in dem Sinn, dass hier Kinder als völlig skrupellos dargestellt werden. Die Szene selbst ist jetzt nicht wirklich wild – was schade ist. An anderen Stelln ist man ja auch nicht zimperlich). Zu diesem Zeitpunkt ist Robocop allerdings bereits mit seinen neuen Direktiven ausgestattet und seine Reaktion ist, dass er den Kinder sagt, dass schlechtes Benehmen nicht gut führ ihre Zukunft ist, worauf die Kids ihm erklären, dass er wohl ein paar Schrauben locker hat und abhauen. Und dann nie wieder vorkommen. Auch hier: Verschenktes Potential.

Von den Versuchen witzig zu sein, die einfach nur peinlich sind, will ich jetzt gar nicht anfangen. Nun, doch, ein Beispiel: In der oben genannten Szene erschießt Lewis den Trainer des Teams. Robocop schnappt ihn und liest dem Toten die Mirandra-Rechte vor, merkt aber nicht, dass er mit einem Toten spricht bis Lewis ihn darauf hinweist. Haha, wie lustig. Wir haben hier einen Cyborg, der tausend Sachen scannt, aber einen Toten erkennt er nicht? Mhm. Na dann. Was habe ich lachen müssen. /sarcasmoff

Das trifft es für den ganzen Film: Die Überzeichnung im ersten Teil hat deswegen so gut funktioniert, weil sie bewusst ernst war. Es gibt eigentlich keine Witze, die als solche definiert sind, die im ersten Teil vorkommen. Der Film nimmt sich und seine Story ernst. Die Satire wirkt, weil in ihrer Überzeichnung einfach makaber und surreal. Hier wird im allerdings auch im Tonfall der Inszenierung bewusst versucht witzig zu sein. Betonung auf „versucht“. Tatsächlich fühlt es sich irgendwie „gezwungen“ an.

Abgesehen davon, gibt es ein paar wirklich gute Momente im Film. Die Action ist gut gemacht, man kann der Story gut folgen – vor allem die Gespräche zwischen den Figuren von OCP sind grandios, gerade gegen Ende, als sie überlegen, wie sie Schadensbegrenzung betreiben. Da funktioniert die Satire dann doch noch. Cain selbst wird nach anfänglichem starken Aufbau auf eine Sache reduziert: Seine eigene Nuke-Sucht. Vorsicht, kleiner Spoiler: Ja, er wird zum „neuen“ Robocop. Und der kann kontrolliert werden, weil OCP ihn mit dem Versprechen, ihm regelmäßig Drogen zu checken, willig macht. Das scheint alles zu sein, was ihn noch interessiert. Es gibt zwar eine wirklich starke Szene, in welcher er seine ehemalige Freundin trifft (grandioser Satz: „It would be strange at first, but I’ll get used to it“) und wie diese Szene endet ist tatsächlich emotional berührend und hat mir richtig gut gefallen. Aber wirklich etwas daraus gemacht wird dann doch nicht.

Die Effekte sind interessanterweise schlechter als im ersten Teil, was vermutlich daran liegt, dass man es einfach mehr merkt, weil mehr davon vorkommen. Gerade der finale Kampf von Cain und Robocop ist … ich weiß nicht, was er ist. Was er nicht ist, ist spannend. Ich hatte ein wenig ein Ray Harryhausen-Gefühl, ihr wisst schon: Stop Motion Skelette, die gegeneinander kämpfen und so. Und so banal wie sich das liest, so banal ist da im Jahr 2024 auch.

Zusammengefasst kann man sagen, dass die Macher:innen zu viel wollten an Story und deswegen nichts davon so richtig zündet (die OCP-interne Storyline ausgenommen). Außerdem scheinen die Verantwortlichen nicht verstanden zu haben, was den ersten Teil so erfolgreich gemacht hat, denn im zweiten Teil ist nicht viel davon zu spüren. Diese Linie zwischen Überzeichnung und extremen Szenen, welche den ersten so besonders machen, hat hier einfach nicht funktioniert. Sind wir ehrlich: Warum ist eigentlich egal. Faktum ist, dass „Robocop 2“ trotz vieler guter Ideen und Ambitionen schlichtweg auf ziemlich allen davon versagt.

Sehenswert und trotzdem unterhaltsam: Ja, klar. Aber kein Vergleich zum ersten Teil.

„Robocop 2“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, am Ziel mehrmals vorbeischießende, Punkte.

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The Bricklayer – Tödliche Geheimnisse (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2024/02/06/the-bricklayer-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2024/02/06/the-bricklayer-filmkritik/#respond Tue, 06 Feb 2024 06:00:49 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=36235 Ein Erpresser nimmt die CIA ins Visier was dazu führt, dass ein ehemaliger Agent namens Steve Vail (Aaron Eckhart) reaktiviert wird. Er wird aber nicht einfach so ausgewählt, denn er hatte eine sehr persönliche Beziehung zu dem Täter, immerhin war … Weiterlesen

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Ein Erpresser nimmt die CIA ins Visier was dazu führt, dass ein ehemaliger Agent namens Steve Vail (Aaron Eckhart) reaktiviert wird. Er wird aber nicht einfach so ausgewählt, denn er hatte eine sehr persönliche Beziehung zu dem Täter, immerhin war der Mann namens Victor Radek (Clifton Collins Jr.) früher mal sein bester Freund.

Steve zur Seite wird die junge Agentin Kate Bannon (Nina Dobrev) gestellt, die bisher nur wenig Erfahrungen mit Außenmissionen gesammelt hat, die jedoch Potential hat, innerhalb des CIA aufzusteigen. Das ungleiche Duo hat dabei nur wenig Zeit sich zusammen zu raufen, denn weder die Anschläge auf ihr Leben noch Verrat aus den eigenen Reihen, lassen lange auf sich warten…

Der neue Film von Action-Regisseur Renny Harlin (The Misfits) basiert auf dem gleichnamigen Roman von Autor Paul Lindsay (aka Noah Boyd) aus dem Jahr 2010. Was daraus geworden ist, ist ein generischer Action-Thriller, der nicht im Gedächtnis bleibt, den man sich zwischendurch aber ruhig mal ansehen kann. Dafür sprechen die Darsteller, denn Aaron Eckhart (ursprünglich sollte übrigens Gerard Butler die Rolle spielen) sehe ich immer gerne und von Nina Dobrev habe ich seit Jahren keinen Film mehr gesichtet.

Zu Beginn muss ich auf den Titel eingehen, denn Bricklayer bedeutet übersetzt ja Maurer. Als Ausgleich zu seiner Arbeit baut unser Held gerne Mauern mit Ziegelsteinen, denn Ziegel erzählen im Gegensatz zu Menschen keine Unwahrheiten. Ja, das ist „tiefgründig“ und wirkt so, als hätte man etwas zu krampfhaft versucht, einen lässigen Zugang zu finden und die Figur des Steve Vail, zu einem Franchise-Star aufzubauen.

Hinzu kommt ein mehrfach angewendeter Spruch, den man leicht arrogant finden kann: „If you understood everything I said, you’d be me“. Ist doch schön wenn man so selbstreflexiv ist, dass man sich selbst zu hundert Prozent versteht, oder? Ich greife diese Inspiration einfach mal auf und wende sie auf die Action-Szenen an: „Wenn du alles sehen würdest, was die Kamera sieht, dann wärst du der Kameramann“. Hektisch und verwackelt und stellenweise auch zu dunkel, so haben wir unsere Kampf-Szenen gerne.

Was zwischen Vail und seiner Sidekick-Dame abläuft, funktioniert da schon um einiges besser. Nein, ich meine nicht die obligatorische (und hier nicht vorhandene) Liebesbeziehung. Als sie „undercover“ ein Gebäude betreten, sagt er zu ihr, sie soll seine Frau spielen. Als sie darauf etwas empört reagiert schiebt er noch den Spruch „um meine Freundin zu sein, sind sie zu alt“ nach und sie ist sprachlos. Andererseits wird bald klar, dass er sterben würde, um ihr Leben zu schützen.

Und damit wären wir wieder bei den Performances und Figuren an sich, die das ansonsten uninspirierte Ganze, ganz unterhaltsam machen. Aaron Eckhart (Muzzle) als Steve Vail bleibt trotz seiner abgebrühten Art immer menschlich und man schaut ihm (dem Darsteller und seiner Figur) einfach gerne bei der Arbeit zu. Nina Dobrev (The Final Girls) als Kate macht eine Sache sehr gut und zwar in einer ungewohnten Situation etwas unbeholfen zu wirken, nur um dann dennoch immer wieder über sich hinaus zu wachsen.

In Nebenrollen überzeugen Tim Blake Nelson (Flypaper) als etwas undurchsichtiger CIA Direktor und Clifton Collins Jr. (Running with the Devil) ist als Victor rein schon vom Auftreten her, eine ungewöhnliche Wahl für einen Bösewicht. Griechenland als Kulisse bringt einen gewissen internationalen Flair mit sich und weder die Sets noch die Landschaftsaufnahmen, müssen sich hinter größeren Produktionen verstecken.

Als Fan der Darsteller, wird man hiermit zufrieden sein. Als Fan des Regisseurs kann man anmerken, dass er schon viel schlechtere Sachen gemacht hat. Als Fan des Genres, nun wer weder ein Highlight sucht noch sonderlich involviert werden will, der kann ruhig ein paar Blicke riskieren. Die positiven und negativen Aspekte, halten sich hier ziemlich die Waage. Ich persönlich hatte aber erwartet, dass ich hier mehr Freude haben würde, das verhindern aber die teils unübersichtlichen Action-Szenen und die generisch wirkende Präsentation.

„The Bricklayer“ bekommt von mir 5/10 Mauern bauen positiv interpretierende Empfehlungspunkte.

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Baldur’s Gate III (Game-Review) http://darkagent.blogsit.net/2024/02/03/baldurs-gate-iii-game-review/ http://darkagent.blogsit.net/2024/02/03/baldurs-gate-iii-game-review/#respond Sat, 03 Feb 2024 05:00:08 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=36267 Es ist kein guter Tag. Zuerst werdet ihr von den Illithid entführt – eine Rasse, die durch die Dimensionen springen kann – und dann wird euch auch noch ein Wurm ins Hirn gepflanzt, der euch innerhalb von wenigen Tagen komplett … Weiterlesen

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Es ist kein guter Tag. Zuerst werdet ihr von den Illithid entführt – eine Rasse, die durch die Dimensionen springen kann – und dann wird euch auch noch ein Wurm ins Hirn gepflanzt, der euch innerhalb von wenigen Tagen komplett übernehmen und zu einem der ihren machen wird. Aber dann kommt ihr frei und werdet von einer fremden Macht gerettet. Allerdings habt ihr immer noch den Wurm im Kopf.

Also ist das Ziel klar: Den Wurm loswerden und verhindern, dass ihr zu einem der „Gedankenschinder“ werdet. Relativ rasch trefft ihr auf weitere Überlebende, welche das gleiche Schicksal erfahren haben wie ihr. Und diese schließen sich euch an, denn alle wollen – ausnahmslos – den Wurm loswerden.

Als ihr nach und nach Möglichkeiten entdeckt, wie das vielleicht(!) funktionieren könnte, kommt ihr einer Sache auf die Spur, die viel größer ist als „nur“ ein Wurm in eurem Kopf. Die Illithid sind nämlich nicht das Problem. Sie sind ein Symptom. Hinter den Kulissen zieht nämlich eine Art neuer Gott die Fäden. Der „Absolute“. Und er oder sie oder es hat den Plan, sich die gesamte Schwertküste unter den Nagel zu reißen.
Und ihr seid Teil dieses Plans, ob ihr nun wollt oder nicht …

„Baldur’s Gate“. Der Name allein lässt mich ein wenig schaudern, denn der erste und vor allem der zweite Teil mit dem Zusatz „Schatten von Amn“ haben mir damals, vor über zwanzig Jahren, beim Erscheinen viele, ganz viele Stunden an Rollenspielfreiheit geschenkt und Momente, Charaktere und Möglichkeiten gezeigt, die ich davor nicht für möglich gehalten hätte.

Ich bin seither dem Rollenspiel-Genre verfallen. Wenn es zwei Spiele gibt, die mir die Liebe zu diesem Medium – Computer- und Konsolenspiele – fast aufgezwungen haben, dann waren das „Monkey Island“ und „Baldur’s Gate“. Ich habe sie geliebt. Tue es heute noch. Anders als „Baldur’s Gate“ habe ich allerdings die ersten drei „Monkey Island“-Spiele noch dutzende Mal durchgespielt. „Baldur’s Gate“ war damals schon lang und ich hatte nie die Muse es nochmals neu anzufangen, auch weil es dazwischen so viele andere gute Spiele gab, die ich ohne durch „Baldur’s Gate“ auf den Geschmack gekommen zu sein, sonst versäumt hatte. Und ehrlich: Diese erste Erfahrung hat keines der folgenden Spiele überbieten können.

Bis heute.

Denn, um es gleich vorweg zu sagen, „Baldur’s Gate III“ wird dem Hype gerecht. Absolut. Das bedeutet nicht, dass es für jedermann oder -frau bedingungslos zu empfehlen ist, aber es bedeutet, dass es das, was es macht, unvergleichlich gut macht. Nämlich ein ROLLENspiel zu sein. Es macht einfach einen riesengroßen Unterschied, mit welcher Figur ihr euch ins Getümmel werft. Ob ihr eine menschliche Bardin spielt oder einen zwergischen Krieger – das Spiel spielt sich anders. Situationen laufen anders ab, Figuren reagieren (nicht alle, klarerweise) anders auf euch. Und die Entscheidungen, die ihr während des Spiels – oftmals auch ohne es zu merken – trefft, die werden euch immer wieder einholen und eure Taten haben wirklich Konsequenzen. Spürbare Konsequenzen.

Meine Figur im ersten Durchlauf war eine weibliche Bardin namens Tavrasate. Ihr seht das Bild oben. Und was soll ich sagen: Ich habe mich in meine Figur verknallt – und nicht nur ich. Die Angebote zum Beischlaf sind von den Mitgliedern meiner Truppe durchaus auch wenig subtil immer wieder mal gekommen. Ich kann es verstehen. Sie ist eine ziemlich toughe Nuss, mit viel Wortwitz und dem Herzen absolut am richtigen Fleck. Nicht meine Worte. Die Worte meiner Mitstreiter:innen. Und auch die haben es in sich. Egal, ob wir vom Vampir Astarion sprechen, Zauberer Gale, der Githyanki Lae’zel oder der Shar-Anhängerin Shadowheart. Und wenn ich jetzt von Karlach zu reden anfange, dann kann ich mit dem Schwärmen überhaupt nicht mehr aufhören. Selten eine liebenswertere Figur kennengelernt als diese. Ein Wahnsinn.

Allerdings nicht von Anfang an. Anfangs war ich ziemlich skeptisch, ob die Figuren wirklich was taugen, denn manche wirken anfangs steif und unnahbar, teils sogar arrogant. Lernt man sie besser kennen und fangen sie an sich zu öffnen, dann kommen absolut hervorragend geschriebene, liebenswerte Persönlichkeiten zum Vorschein, die alle ihr Kreuz zu tragen haben und das auf ihre bestmögliche Art und Weise tun. Und ich möchte keine der Figuren missen.

Das gilt generell für viele, ganz viele Figuren in „Baldur’s Gate III“. Auch wenn sie nur Nebenrollen sind: Sie haben Charakter. Sie haben Ziele. Sie haben klare Persönlichkeitsmerkmale. Und – sie sind alle (ausnahmslos! – bis auf viele Zivilisten in Baldur’s Gate selbst) brillant vertont. Respekt vor Larian („Divinity: Original Sin„), für das, was sie da abgezogen haben. Der Aufwand muss ein Wahnsinn gewesen sein, aber es hat sich bezahlt gemacht. Und das ist eine der großen Stärken des Spiels.

Man merkt einfach die gesamte Zeit über, dass hier jemand ein richtig, richtig gutes Spiel machen wollte mit möglichst viel (man lese: nicht uneingeschränkt, aber so viel wie möglich) Freiheit. Da sind scheinbar Leute beisammen gesessen und haben sich überlegt, was Spieler:innen alles tun und ausprobieren könnten und haben dann Reaktionen darauf geschrieben, vertont und ins Spiel gepackt. Ganz, ganz viele Kleinigkeiten, die man vielleicht nur versucht, weil man wissen will, ob das überhaupt geht – sie funktionieren. Und sie sind noch dazu genauso inszeniert als wären sie Teil einer durchgeplanten Hauptmission. DAS ist in meinen Augen die größte Errungenschaft von Larian Studios. Nichts fühlt sich an als wäre es Beiwerk. Alles was ihr macht – und sei es eine völlig unwichtige Nebensache – wird so inszeniert und behandelt, als wäre es wichtig. Es fühlt sich deshalb auch wichtig an. Hier wird nichts mit einem Satz in einem Textfenster abgehandelt. Hier gibt es mindestens einen Cut auf eine Figur, ein paar (vertonte) Worte und das ganze auf einem derart hohen Niveau, das müssen andere Spiele in Hauptstory-Stränge packen.

Dazu kommt die Erzählerin, die viele eurer Aktionen kommentiert oder beschreibt und auch diese ist perfekt getroffen. Immer nah an der Grenze zum Sarkasmus, aber selten darüber, kommentiert sie alles mit einem gewissen Charme in der Stimme, der immerzu zu sagen scheint „Ja, das hast du gemacht. Aber bist du dir sicher, dass das eine gute Idee war?“. Das hält die Spannung immerzu aufrecht. Und tatsächlich muss ich gestehen, dass nicht immer alles, was ich getan habe, eine gute Idee war. Aber auch das gehört zum Spiel. Mach Dinge, triff Entscheidungen, freu dich über oder lebe mit den Konsequenzen und schau mal, was die Zukunft bringt.

Die Hauptstory ist in drei Akte eingeteilt und die Gebiete sind groß. Auch wenn ich sicher knapp 50% meiner Spielzeit in Baldur’s Gate (der Hauptstadt) verbracht habe, fühlte sich alles wie aus einem Guss an. Und die einzelnen Gebiete haben auch noch weitere Karten in sich, die man – je nach Weg – verpassen oder eben besuchen kann. Und eure Geschichte geht weiter. Für welchen Weg ihr euch auch entscheidet – es ist euer Weg. Mit allen Für und Wider. Und es fühlt sich alles gleichwertig an. Respekt. Riesengroßer Respekt.

Was mir auch wunderbar gefallen hat: Die Quests der Begleiter:innen sind mit der Haupthandlung verbunden und fügen sich nach und nach in die größeren Handlungsbögen ein. Es gibt einen Grund, warum diese Truppe zusammengekommen ist. Und das merkt man auch immer wieder. Auch, dass es (Vorsicht, kleiner Spoiler) keinen „großen Bösen“ gibt, sondern mehrere Missetäter:innen, die einen Plan haben, fand ich super. Auch wenn es gegen Ende natürlich auf einen großen Finalkampf hinausläuft (der super war). Aber alles in allem: Die Story ist großartig. Zu jeder Zeit. Je nachdem welchen Weg ihr wählt wartet auch der eine oder andere Twist auch auf euch – und ein paar davon habe ich echt nicht kommen gesehen.

Das Kampfsystem ist, wie von Larian gewohnt, rundenbasiert und eure Fähigkeiten erweitern sich im Laufe der Zeit. Anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig, ist es später, wenn man sich an die Menge an Möglichkeiten durch Zauber, Angriffe, Scrolls, Tränke und Aktionspunkte, gewöhnt hat – großartig. Die Freiheit, Kämpfe auszutragen wie man es will, hat mich immer wieder umgehauen. Da komme ich aus einem Dungeon in dem ich ein paar Sachen gemacht habe, die einer Horde Goblins scheinbar nicht gefallen hat, und sehe mich einer richtig großen Übermacht gegenüber. Panik meinerseits. Meine Gruppe war erschöpft (da waren ein paar knackige Kämpfe in dem Dungeon) und dann steht da diese riesengroße Gruppe. Aber – nachdenken, umsehen, das Schlachtfeld ansehen, überlegen, welche Zauber und Möglichkeiten ich noch habe – und dann zur Tat: Da stehen vier Goblins mit Bogen auf einem Holzsteg, der nur von einer Säule getragen wird? Säule wegbrennen. Das Ding bricht ein, reißt die vier nach unten und erschlägt noch zwei darunter stehende Gegner. Mein Zauberer schickt einen Eishagel auf eine andere Gruppe, der einerseits Schaden verursacht und noch dazu den Boden rutschig macht. Meine Bardin wirft einen Feuerball (dank eines Scrolls) drauf – nochmals Schaden und das Ding schmilzt noch dazu den Eisboden. Also schickt meine vierte Figur einen Blitz nach und stromt alle, die im geschmolzenen Wasser stehen. Runde Eins vorbei. Es stehen nur noch ein Drittel der Angreifer. Der Rest ist aus dem Spiel.

Großartig ist das.

Optisch ist das Spiel sowieso ein Wahnsinn. So viele Details! Das Art-Design ist ein Hammer, die Musik passt perfekt und apropos: Es gibt einen Bosskampf, bei dem im Hintergrund die Musik anschwillt, ein Chor(!) plötzlich das Geschehen gesanglich kommentiert und als dann auch noch der Gegner mitsingt (mit einer großartigen Stimme!) bin ich völlig platt. Ganz. Großes. Kino. Und das ist ein optionaler(!) Bosskampf gewesen.

Ihr merkt: Ich bin hin und weg. Das erste Spiel seit Jahren, in das ich im ersten Durchlauf knapp 120 Stunden investiert habe und bei welchem ich nach zwei oder drei Wochen Pause, sofort einen weiteren Lauf starten werde. Weil es so gut ist. Weil es so viel Spaß macht. Weil es einfach ein Gefühl auslöst, dass ich bei einem Spiel seit sehr, sehr langer Zeit nicht mehr hatte.

„Baldur’s Gate III“ fühlt sich an wie „Nachhause kommen“. Und das muss man erst einmal schaffen. Danke an Larian Studios. Die mir fast ein wenig leidtun. Denn ehrlich: Das hier, das kann man nicht mehr toppen.

Das heißt nicht, dass das Spiel ohne Fehler ist – ja, sind Bugs. Die Performance ist in Baldur’s Gate spürbar schlechter als in weniger bevölkerten Orten, euer Hauptcharakter gibt in den Gesprächen keinen Ton von sich und die Hauptstory ist nun mal die Hauptstory – ein paar der Ereignisse müssen passieren, also passieren sie auch. Das WIE mag sich ändern, aber das WAS bleibt gleich.

Aber das ist alles jammern auf hohem Niveau – denn hier greifen einfach so viele Rädchen richtig ineinander … das macht einfach richtig, richtig Spaß. Bis zum (per Patch nachgereichten) coolen Epilog. Und denkt dran: Was für die einen ein Happy End ist für die anderen eine Katastrophe.

„Baldur’s Gate III“ bekommt von mir 10 von 10 möglichen, fast alles richtig machende und mich als Spieler zu 100% ernst nehmende, Punkte.

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Dan (Mark Wahlberg) ist Autoverkäufer, Ehemann von Jessica (Michelle Monaghan) und Vater von drei Kindern. Außer dass der neue Freund seiner Tochter Nina (Zoe Colletti) sie immer mehr von ihrem Karriereziel als Journalistin wegbringt und sein Sohn Kyle (Van Crosby) lieber Videospiele spielt, anstatt soziale Kontakte zu knüpfen, läuft sein Leben äußerst routiniert, friedlich und geregelt ab.

Als er jedoch eines Tages mit seinem Baby einkaufen ist, will ihn ein Mann verletzten und offensichtlich umbringen. Dan war nämlich in seinem Leben vor seiner Familie Auftragskiller und sein Ex-Arbeitgeber McCaffrey (Ciarán Hinds) scheint nun seine neue Identität herausgefunden zu haben. Was bedeutet, dass Dan und seine Familie, schnell vereisen müssen. Was schwierig zu erklären wird, denn weder seine Frau noch die Kids, wissen von Dan´s früheren Leben…

Ich sehe Mark Wahlberg im Prinzip gerne weswegen es mich sehr freut, dass ich seinen neuesten Film von seiner Motivation her, als das Gegenteil von Infinite bezeichne, wo seine lustlose Performance einer der Tiefpunkte des gesamten Filmes war. Der von Wahlberg selbst produzierte Film „The Family Plan“ läuft seit Mitte Dezember 2023 auf Apple TV+ und laut Statistik ist er der bisher meist gesehene Film des Streaming-Dienstes.

Regie führte Serien-Experte Simon Cellan Jones (er hat beispielsweise Folgen von Jessica Jones, The Expanse oder Shooter inszeniert) und auch sein nächster Film „Arthur the King“, hat Wahlberg in der Hauptrolle. Die beiden verstehen sich also scheinbar ganz gut und genau so steht es auch um die Chemie der Schauspieler, die hier die Familie spielen. Ihr kennt das ja sicher, manche Filme sind vorhersehbar und man kann sie nicht nur aus diesem Grund leicht angreifen, andere wiederum, nun die funktionierten einfach.

So ist es mir hier gegangen und ich hatte schon länger nicht mehr so viel Spaß, bei einer leichten Action-Komödie. Wie gesagt, das liegt für mich hauptsächlich an der Familien-Dynamik und den Performances, denn man erkennt Twists hier schon im Vorfeld und auch wie und warum die Emotionen auf und ab gehen werden, bevor das obligatorische Happy End kommt, erahnt man früh. Dennoch, dieser Familie wünscht man genau das, nämlich ein glückliches Leben zusammen.

Mark Wahlberg (Uncharted) als Dan, war schon lange nicht mehr so charismatisch. Kontrolliert und voller Regeln als Familienvater, effektiv und smart als Killer. Michelle Monaghan (Black Site) als seine Frau Jessica ist charmant und durchaus auch für die eine oder andere Überraschung gut. Zoe Colletti (Scary Stories To Tell In The Dark) als Tochter Nina bringt diese Teenager-Energie mit, gegen die du nicht ankommst, wenn sie in die falsche Richtung läuft aber warte nur drauf, bis sie auf deiner Seite ist, dann hast du gewonnen.

Ciarán Hinds (In the Land of Saints and Sinners) als böser Großvater ist zwar wie immer charismatisch, wirkt aber auch verschenkt, weil er kaum etwas zu tun bekommt. Maggie Q (Fear the Night) als Gwen ist herrlich arrogant und wer sie kennt der weiß, dass sie nicht einfach nur kurz am Anfang als flüchtige Begegnung dabei ist. Das weiß man einfach schon, genau wie dass die Familie nach dem Bruch, auf Grund der Geheimnisse von Dan, am Ende eine stärkere Einheit bildet, als noch zuvor. Aber eben, um Überraschungen zu erleben, muss man wo anders hingehen.

Dazu kommen nette Seitenhiebe auf all zu gegen das System rebellierende Menschen, die es mit der Monogamie nicht so ernst nehmen und dem Phänomen des Online-Viedeospielhelden, im TikTok-Zeitalter. Ist das keine sinnvolle Beschäftigung und ist man dabei vielleicht einsam? Leiden soziale Kontakte? Ja und Nein bekommt man als Antwort serviert. Neben dem Humor und den Dingen zum Nachdenken, ist die Action dann kurzweilig, stylish und übersichtlich inszeniert.

In Summe daher ein Spaß über und für die ganze Familie (außer den Jüngsten versteht sich). Man kann sein Hirn entspannen und sich berieseln lassen und genau das ist auch immer wieder mal nötig. Dieses Blockbuster-Feeling zu erzeugen inklusive sympathischen Figuren, das bekommen in letzter Zeit immer weniger Macher richtig hin, von dem her braucht man nur den richtigen Anwendungszweck und Anspruch, dann hat man hiermit sicherlich seinen Freude.

„The Family Plan“ bekommt von mir 7/10 sich selber und der Familie treu bleibende Empfehlungspunkte.

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