Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Fri, 01 Jul 2022 10:55:15 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.0 The Unbearable Weight of Massive Talent (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2022/07/02/the-unbearable-weight-of-massive-talent-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2022/07/02/the-unbearable-weight-of-massive-talent-filmkritik/#respond Sat, 02 Jul 2022 06:00:56 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=34552 Nick Cage (Nicolas Cage) hat Schulden. Die nächste große Rolle, die er für sich als „Game-Changer“ bezeichnet hat, hat er nicht bekommen. Auch privat läuft es nicht so gut, denn seine Exfrau wirft ihm vor, dass er nicht mal versucht … Weiterlesen

The post The Unbearable Weight of Massive Talent (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Nick Cage (Nicolas Cage) hat Schulden. Die nächste große Rolle, die er für sich als „Game-Changer“ bezeichnet hat, hat er nicht bekommen. Auch privat läuft es nicht so gut, denn seine Exfrau wirft ihm vor, dass er nicht mal versucht einen richtigen Zugang zur gemeinsamen Tochter im Teenager Alter zu bekommen. Da kommt ihm das Angebot seines Agenten Richard (Neil Patrick Harris) gerade recht, auch wenn er es zunächst gar nicht annehmen wollte.

Der millionenschwere Playboy und Cage-Superfan Javi Gutierrez (Pedro Pascal) hat Nick für eine großzügige Gage, zu seiner privaten Geburtstagsparty eingeladen. Was folgt ist neben der Einmischung des CIA, dem Konsum von Drogen, verrückten Autofahrten und em Einsatz von Schusswaffen, vor allem ein unerwarteter Selbstfindungstrip an dessen Ende, beide Männer viel ehrlicher zu sich selbst sind, als sie es noch zu Beginn ihrer gemeinsamen Reise waren…

Bei manchen Filmen hat man keine Ahnung, wie jemals das ganze Projekt genehmigt wurde bzw. man dem Produktionsstudio, die Idee verkaufen konnte. Bei manchen Filmen gibt es nur einen einzigen Menschen auf dieser Welt, der diese eine bestimmte Rolle spielen kann. Bei manchen Filmen weiß man genau, dass man sie zwar selbst liebt, doch viele andere Menschen so richtig gar nichts damit anfangen werden können. Das alles trifft auf „Massive Talent“ von Regisseur und Drehbuchautor Tom Gormican (Für immer Single?) zu.

Jeder Mensch ist individuell und was ich mit (fast) noch mehr Bestimmtheit sagen kann: keiner ist wie Nicolas Cage. Was er sich mit seiner Art des Schauspiels und dem gesamten Image um seine Person aufgebaut hat, das kann man eigentlich kaum reproduzieren. Fällt euch Irgendjemand ein, dem sie Geld zahlen würden, um eine fiktionale Version von sich selbst zu spielen? Vom Hollywoodstar zum König der Internet-Memes und wieder zurück ins Kino.

Warum es funktioniert, dass ein Darsteller seine Karriere und im Prinzip sich selbst feiert und man das als Zuseher sehen möchte? Weil Nic in diesem Film immer ein Cage bleibt, der ein „normaler“ Mensch ist, voll von Selbstzweifeln, Selbstüberschätzung und Fehlern, wie sie eben jeder Mensch hat. Was das hier völlig vermissen lässt, ist irgendeine Form von Arroganz. Für mich alleine reichen hier sämtliche Anspielungen und der Humor, der in zahlreichen Situationen entsteht.

Richtig großartig und selten so zu finden auf der Leinwand, ist die Chemie der beiden Hauptdarsteller. Pedro Pascal (The Kingsman 2) als Gastgeber Javi Gutierrez hat so viele umwerfende Augenblicke, dass ich sie hier gar nicht aufzählen kann. Nicht dass er etwa völlig ausflippen würde, eher das Gegenteil ist der Fall. Seine zutiefst ehrliche Bewunderung für Cage, seine schüchterne Begeisterung für das Medium Film und seine wachsende Freundschaft mit seinem Idol, fast möchte man ihn Knuddeln, weil er so ein authentisch netter Kerl ist.

Die Gespräche zwischen ihm und Cage über Filme und was sie für Männer sind/sein wollen, da glaubt man ihnen jedes Wort. Nerds unter sich und nein, ein Nerd ist weder wunderlich noch weltfremd, vielmehr zeigt er Begeisterung für etwas und holt sich aus der Liebe zu seinem Hobby die Kraft, im normalen Alltag zu bestehen. Was ihr euch sicherlich denken könnt und hier durchgehend zum Tragen kommt, ist der Einsatz von Anspielungen auf der Metaebene.

Dabei wird teilweise Meta auf Meta gestapelt und dann der Ball wieder zurück gespielt (einfach den Film ansehen, dann versteht man, was ich meine). Damit das alles greift bzw. nicht nur irrwitzig ist und ohne Substanz, steckt im Kern einfach die Freundschaft von zwei Männern, durch die am Ende beide Männer mehr über sich selbst gelernt haben und (objektiv) bessere Menschen sind.

Was soll ich sagen, ich habe den Film bisher zweimal gesehen und jeder Sekunde genossen. Für mich ist das einfach ein Wohlfühl-Film, den ich mir immer wieder mal ansehen kann. Richtig funktionieren kann dies freilich nur, wenn man ein Fan von Filmen an sich und Nicolas Cage im Besondern ist und genau auf diese Art von Humor anspricht. Ich finde es auf jeden Fall großartig, sowohl das Spiel aller Beteiligten, als auch den Humor, die Stellen zum Schmunzeln, die Parts zum Lachen und vor allem dass ein Film wie dieser, überhaupt entstanden ist.

„The Unbearable Weight of Massive Talent“ bekommt von mir 10/10 das Gewicht der Welt graziös auf den Schultern tragende Empfehlungspunkte.

The post The Unbearable Weight of Massive Talent (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2022/07/02/the-unbearable-weight-of-massive-talent-filmkritik/feed/ 0
There’s Someone Inside Your House (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2022/06/30/theres-someone-inside-your-house-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2022/06/30/theres-someone-inside-your-house-filmkritik/#respond Thu, 30 Jun 2022 05:00:08 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=34585 Die Abschlussklasse der Osborne High School hat ein Problem: Fast alle ihre Schüler:innen haben Geheimnisse. Und das scheint jemand absolut nicht zu schmecken, denn es beginnt damit, dass einer der Football-Spieler in seinem Elternhaus erstochen wird. Und dann wird bekannt, … Weiterlesen

The post There’s Someone Inside Your House (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Die Abschlussklasse der Osborne High School hat ein Problem: Fast alle ihre Schüler:innen haben Geheimnisse. Und das scheint jemand absolut nicht zu schmecken, denn es beginnt damit, dass einer der Football-Spieler in seinem Elternhaus erstochen wird. Und dann wird bekannt, dass er bei einen „Einweihungsritual“ einen Mitschüler brutal zusammenschlägt. Aber das ist nur der erste Mord. Es folgen weitere. Und bei jedem Mord trägt der Mörder eine Maske, die dem Antlitz eines Opfers entspricht.

Makani Young (Sydney Park) ist erst vor kurzem in die Stadt gezogen, denn in ihrer Heimat ist sie sehr bekannt, denn sie hat eine große Dummheit begangen. Die Dummheit war sogar so groß, dass sie ihren Namen wechseln musste.

Und jetzt hat sie (berechtigerweise) Angst, dass es auch ihr an den Kragen gehen könnte. Ihr und ihrer Truppe an Freaks und Ausgestoßenen …

Immer wieder und wieder wurde in den letzten Jahren versucht, das Slasher-Genre mit neuen Einträge zu altem Ruhm zu führen. Das beginnt bei Remakes von erfolgreichen Filmen als Serien („Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ oder „Scream„), über Filmtrilogien („Fear Street„) und dem Versuch neuer Slasher-Franchise, genauso wie dem Fortführen von alten Franchisen („Scream 2022„). Das hat mal besser funktioniert („Fear Street„) und mal schlechter („Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast„-Serie).

Und „There’s someone inside your house“ ist auch der Versuch diese Art von Film wieder neu aufleben zu lassen und basiert auf dem gleichnamigen Buch von Stephanie Perkins. Naja, wenn ein Slasher schon mal auf einem Buch basiert, dann kann die Sache so schlecht ja nicht sein – dachte ich. Und wenn hinter der Kamera auch noch jemand wie Patrick Brice („Creep“, „Creep 2“ und „Safety Not Guaranteed“) sitzt, dann ist das ja auch schon mal eine Sache, die ziemlich positiv ist.

Die junge Schar an Schauspieler:innen macht ihre Sache halbwegs gut, da kann man nichts groß kritisieren, aber das Drehbuch, liebe Leute, das Drehbuch ist die Hölle. Es beginnt stark – die erste Szene bzw. der erste Mord ist ziemlich heftig und intensiv. Dann lernen wir die Figuren kennen, um die wir fürchten sollen, und es geht bergab. Auch, aber vor allem, die Figur von Makani ist einfach dermaßen flach und uninteressant – das tut fast weh. Immer wieder sehen wir die klassischen Flashbacks, welche sie an ihre „Missetat“ erinnern und immer wieder wacht sie vor Angst schweißgebadet auf. Und dann erfahren wir (relativ spät), was „damals“ passiert ist und – gähn. Mann, was für eine blöde, dumme und peinliche Story. Noch dazu mit so viel Pathos vorgetragen, da wird einem das Wort „Drama!“ schon mit dem Lattenzaun um die Ohren geschlagen. Mann, war das nervig. Das hat schlechte Erinnerungen an das Ende von „WW84“ hervorgerufen.

Eine zweite Szene gibt es noch, die ich ziemlich intensiv und heftig fand (den zweiten Mord, den in einer Kirche) und der vor allem aufgrund des Geheimnisses, welches offenbart wurde, über die ermordete, doch ziemlich spannend. Aber das war es dann auch. Waren die ersten beiden Morde also zumindest, was ihre „offenbarten Geheimnisse“ betrifft interessant und spannend, so nimmt das im Laufe des Films immer weiter ab und man verliert das Interesse.

Außerdem schleichen sich bei längerer Laufzeit immer mehr richtig doofe Szenen ein. So brennt später mal ein Feld, während vor Ort eine Party/ein Fest tobt und es gibt keinen Weg hinaus. Unsere verbliebenen Held:innen preschen mit einem Auto durch die Feuerwand, mähen so das Korn nieder und schaffen einen Fluchtkorridor. Und es gibt nur diesen einen Weg(!). Aber kurz darauf trennt sich die Gruppe, weil ein Teil andere Leute „den Weg zeigen muss!“. Nochmals: Es gibt nur diesen einen! Da könnte man sich nicht mal verlaufen, wenn man da wollte.

Abgesehen davon weiß man nach gefühlt dem ersten Viertel des Films wer der Mörder ist (niemand anderer kann es sein. Es reicht also das Ausschlussverfahren) und das macht das alles nicht spannender. Es gibt ein paar sehr coole Bilder und eine coole Szene, die mit einer Spiegelung im Fenster zu tun hat, aber mehr hat der Film nicht zu bieten. Klischeecharaktere, langweilige Persönlichkeiten, peinliche Szenen – all das summiert sich zu einen Film, um den man in Ruhe einen Bogen machen kann.

Übrigens spielen maximal 30 Minuten des Films „Inside Your House“. Aber das nur noch am Rande.

„There’s Someone Inside Your House“ bekommt 4 von 10 möglichen, alles schon mal bessere gesehene, Punkte.

The post There’s Someone Inside Your House (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2022/06/30/theres-someone-inside-your-house-filmkritik/feed/ 0
Memory (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2022/06/28/memory-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2022/06/28/memory-filmkritik/#respond Tue, 28 Jun 2022 06:00:53 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=34507 Alex Lewis (Liam Neeson) ist ein Profikiller und zwar einer der besten. Zuletzt hat er jedoch zunehmend Schwierigkeiten, seine Aufträge ohne Probleme durchzuführen. Er leidet nämlich an einem frühen Stadion von Alzheimer, was er derzeit noch mehr schlecht als recht, … Weiterlesen

The post Memory (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Alex Lewis (Liam Neeson) ist ein Profikiller und zwar einer der besten. Zuletzt hat er jedoch zunehmend Schwierigkeiten, seine Aufträge ohne Probleme durchzuführen. Er leidet nämlich an einem frühen Stadion von Alzheimer, was er derzeit noch mehr schlecht als recht, mit Hilfe von Tabletten bekämpft. Als er sich weigert im Zuge seines neuesten Auftrages ein junges Mädchen zu ermorden und diese dann kurz darauf dennoch erschossen aufgefunden wird, wird Alex selbst zur Zielscheibe.

Einerseits wollen ihn seine früheren Arbeitgeber zur Strecke bringen, andererseits ist das FBI in Form von Agent Vincent Serra (Guy Pearce) und seinem Team auf ihn aufmerksam geworden und beide Gruppen setzen alles daran, ihn in die Finger zu bekommen. Doch Alex wäre nicht Alex, wenn er nicht noch eine letzte große „Aufräum-Aktion“ geplant hätte, bei der er einige schief gelaufene Dinge, wieder gerade biegen möchte…

Im Jahr 2003 wurde der Roman „De Zaak Alzheimer“ von Autor Jef Geeraerts, unter dem Titel „The Alzheimer Case“ aka „The Memory of a Killer“ erstmals verfilmt. Da wir ja bereits wissen, dass Amerikaner lieber in Filme gehen, in denen Amerikaner mitspielen, bekommen wir nun das Remake dieser belgischen Produktion präsentiert. Dabei haben sich mit Regisseur Martin Campbell (The Protégé) und Hauptdarsteller Liam Neeson (Blacklight) zwei Männer gefunden, die zuletzt sicherlich auch altersbedingt, nicht mehr ganz auf der Höhe des Action-Genres agiert haben.

Auch wenn beide Männer natürlich schon um einige bessere Gesamterlebnisse in ihren Karrieren abgeliefert haben, ist dies aus Campbells Sicht eindeutig kinotaugliche Routine und was Neeson betrifft, kommt die Sache völlig ohne Peinlichkeiten aus, wo sein Alter in Kampfszenen augenscheinlich werden würde (wie etwa bei The Ice Road). Was mir als im Pflegeheim arbeitender Mensch dafür persönlich am Herzen liegt, ist die hier aufgegriffene Alzheimer-Thematik.

Ja, es ist hier etwas mehr als nur ein Gimmick – sonst würde sich das viel negativer auf meine Wertung auswirken – jedoch wird viel zu wenig daraus gemacht. Es ist mehr ein Aufhänger für die Story (für den Trailer ebenso), damit man als Zuschauer einen etwas anderen Neeson-Actionstreifen erwarten kann, jedoch fungiert die Krankheit dann „nur“ als Auslöser für die Ereignisse hier, außer diese „ich muss die Dinge noch richten, bevor mir die Zeit ausgeht“ Motivation, löst sie aber leider nicht viel aus.

Schade, denn hier hätte Neeson außerhalb seiner Routine richtig spielen können und es hätte auch der Geschichte mehr Eigenständigkeit verliehen. Was dafür wieder mal sehr schön zur Geltung kommt und durchaus auch wütend macht beim Betrachten, ist wie die Reichen und Mächtigen in ihrer eigenen Welt leben, wir normalen Menschen lenkbare Figuren auf ihrer Spielwiese sind und wie sie jedes noch so schwerwiegende Verbrechen, einfach verschwinden lassen können.

Liam Neeson darf als Alex hier (wie bei seinen letzten Filmen auch) durchaus Schwäche zeigen, ja sogar richtig verletzlich sein, großteils zieht er dennoch noch sein „ein Mann Armee“ Ding durch. Die zweite tragende Rolle hat Guy Pearce (Zone 414) als FBI-Agent Vincent, der zurückhaltend agiert, doch seine Verbissenheit einen Fall zu lösen, auch wenn seine Vorgesetzten dagegen arbeiten, überstrahlt durchgehend sein gesamtes Handeln.

Die beiden Männer liefern also guten Standard ab, doch Monica Bellucci (The Matrix Reloaded) als mächtige und korrupte Dame im Hintergrund, finde ich spielt sehr lustlos, wobei ihre Arroganz so wirkt, als würde sie von ihr ausgehen, nicht von ihrer Rolle. Fast alle anderen Darsteller, sind dafür voll bei der Sache. Sie tragen alle dazu bei, dass die durchaus vorhandene Spannung nie ganz verloren geht, doch (um das Wort noch einmal zu strapazieren) mehr als eine „Highlight lose Routine“ zu erzeugen, können sie zur Story auch nicht beitragen.

Besonders bei der Wucht der Action-Momente und wie emotionale Szenen gezeigt werden ist mir immer wieder aufgefallen, dass ich das schon in zahlreichen anderen Produktionen, weit weniger professionell und stimmig gesehen habe. Schlecht ist hier auch deswegen wieder mal trotz meiner Kritik-Punkte klar was anderes, doch man sollte eben nicht zu viel erwarten. Wer aber bereits konditioniert ist durch die letzten Werke von Campbell und Neeson, für die würde ich diesen Film zumindest nicht als weiteren Schritt zurück bezeichnen, eher als das Niveau aufrecht halten.

„Memory“ bekommt von mir 6/10 ironischerweise nur kurz im Gedächtnis bleibende Empfehlungspunkte.

The post Memory (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2022/06/28/memory-filmkritik/feed/ 0
What Lies Below (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2022/06/25/what-lies-below-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2022/06/25/what-lies-below-filmkritik/#respond Sat, 25 Jun 2022 05:00:08 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=34567 Liberty (Ema Horvath) kommt nach einem Sommercamp wieder nach Hause zurück in die Waldhütte, die sie von ihrem Großvater geerbt hat und die ihre Mutter Michelle (Mena Suvari) bewohnt. Diese holt sie auch ab und Zuhause wartet eine Überraschung auf … Weiterlesen

The post What Lies Below (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Liberty (Ema Horvath) kommt nach einem Sommercamp wieder nach Hause zurück in die Waldhütte, die sie von ihrem Großvater geerbt hat und die ihre Mutter Michelle (Mena Suvari) bewohnt. Diese holt sie auch ab und Zuhause wartet eine Überraschung auf Libby, wie sie ihre Mutter nennt, denn sie hat einen neuen Freund: Nämlich John Smith (Trey Tucker).

Und John ist ein feuchter Mädchentraum. Sexy. Gebildet. Sexy. Ein Forscher. Sexy. Empathisch. Und sexy. Nur falls ich das noch nicht erwähnt habe.

Aber im Laufe der Tage die sie zusammen verbringen, wird für Libby immer klarer, dass mit John etwas nicht stimmt. Er taucht nachts zu komischen Lichtern in den See. Und er ist fasziniert von Neunaugen (aalähnliche Fische). Was an sich ja schon seltsam ist, nicht? Jedenfalls ist seine Faszination mit denen leicht abstoßend und außerdem scheint er nicht nur an Michelle interessiert, sondern man bekommt den Eindruck als wäre auch die weit fruchtbarere Tochter Libby interessant für ihn.

Was ihr anfangs ja auch durchaus gefällt …

„What Lies Below“ ist der erste Langfilm des Drehbuchautoren und Regisseurs Braden R. Duemmler. Zuvor hat der gute Mann zwei Kurzfilme gemacht. Und scheinbar hat er da was richtig gemacht, denn sonst hätte er keinen Langfilm finanziert bekommen. Und die Schauspieler:innen sind durch die Bank nicht schlecht.

Ema Horvath war mir bis dato unbekannt. Ich dachte, ich würde sie aus anderen Filmen kennen, aber als ich dann nachgesehen habe, wo sie mitgespielt hat, musste ich passen. Sie sieht also offensichtlich aus wie viele andere Schauspielerinnen ihrer Generation. Das meine ich nicht böse, aber so sieht es nun mal aus. Hier macht sie ihre Sache gut und glaubwürdig. Aber sie muss den Film ja nicht alleine auf ihren Schultern tragen. Da gibt es noch zwei weitere Personen.

Trey Tucker ist mittlerweile in der Serie „Heels“ dabei und spielt dort Bobby Pin. Ich kannte auch ihn nicht. Aber auch er macht seine Sache gut, denn er hat in erster Linie schön zu sein und sich ohne T-Shirt zu zeigen. Und dann muss er halbwegs creepy sein. Auch das kriegt er hin.

Und am ehestens kennt man Mena Suvari, zB aus American Pie oder American Beauty oder auch „Stuck„. Sie gibt die Mutter, die sich freut, dass sie endlich jemand gefunden hat, der sie mag, wirklich glaubwürdig, auch wenn es ein wenig unglaubwürdig ist, dass die gute Fr. Suvari niemand findet, denn sie ist immer noch ziemlich hübsch.

Es gibt zum Hauptplot dazu noch eine kleine Familiengeschichte um den Vater, der die Enkelin mehr liebte als die eigene Tochter, aber die ist … völlig unnötig und hat keine Auswirkungen auf den Plot. Es hätte eigentlich die Tatsache gereicht, dass der gute John die beiden gegeneinander ausspielt, aber das macht er zu wenig bzw. wird das zu wenig in den Vordergrund gerückt, wie ich finde. „What Lies Below“ versteht sich als Horrorfilm und nicht als Psychothriller.

Und da liegt auch der sprichwörtliche Hund begraben. Ja, es gibt ein paar creepy Szenen, die allerdings auf dem Verhalten von John fußen und nicht weil „etwas Seltsames“ passiert. Die Szenen, die auf den Horroraspekt setzen sind ziemlich generisch und beliebig. John taucht ins Wasser zu einem seltsamen Licht. John reagiert komisch auf Salz. Und so weiter.

Und gegen Ende kippt man dann richtig in den „Horror“ hinein, nur, dass dieser nicht zündet. Das liegt meiner Ansicht nach auch daran, dass die Optik des Films die ganze Zeit über aussieht als hätte man eine Folge von „Beverly Hills 90210“ vor sich. Hübsche Menschen. Makellos. Verliebtheit. Kräftige Farben. Alles wirkt schön. Richtig schön.

Und dann kommt der Horrorteil, der dann in rotes und blaues Licht getaucht ist und nicht zündet. Die Schnitte sind dann auch auf einmal komisch. Es wirkt hin und wieder als würden Teile fehlen und ich wusste tatsächlich ein paar Mal nicht, was ich da jetzt eigentlich gesehen habe. Fast so, als würde man sich den Horror nicht zeigen trauen. Ja, man kann dann schon in etwa erraten was passiert ist und man versteht auch prinzipiell, was John ist oder sein soll, aber das, was passiert, gerade jetzt vor einem, dass bleibt teilweise versteckt. Ich glaube(!), dass ein Alien/Monsterbaby geboren wurde, aber ich traue mich nicht wetten, weil ich es nicht gesehen habe. Das war ziemlich verwirrend.

Und das Ende selbst, also die letzte Kameraeinstellung – sieht gut aus und man versteht, was Sache ist, aber das kommt so aus dem Nichts, völlig ohne Kontext. Sorry, aber so geht das nicht. Ich kann nicht einen Film beenden mit einem Bild, welches sich vom Setting her völlig von allem was davor kam unterscheidet und dann erwarten, dass jemand weiß, worum es hier geht oder was hier los ist. Da hat sich jemand im Finale mächtig vertan. Schade.

Gute Ansätze, aber bei allem guten Willen – gegen Ende hat das jemand (Regie? Cutter?) ziemlich vermurkst.

„What Lies Below“ bekommt von mir 5 von 10 möglichen, leider in seiner Laufzeit zunehmend abbauende, Punkte.

The post What Lies Below (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2022/06/25/what-lies-below-filmkritik/feed/ 0
Uncharted (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2022/06/23/uncharted-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2022/06/23/uncharted-filmkritik/#respond Thu, 23 Jun 2022 06:00:07 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=34450 Nathan Drake (Tom Holland) arbeitet als Bartender und erleichtert nebenbei reiche Kunden um ihr Erspartes, dank seiner Fähigkeiten als Taschendieb. Eines Tages wird er vom Glücksjäger Victor Sullivan (Mark Wahlberg) angesprochen und zu einer Schatzsuche eingeladen, die Nathan bereits vor … Weiterlesen

The post Uncharted (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Nathan Drake (Tom Holland) arbeitet als Bartender und erleichtert nebenbei reiche Kunden um ihr Erspartes, dank seiner Fähigkeiten als Taschendieb. Eines Tages wird er vom Glücksjäger Victor Sullivan (Mark Wahlberg) angesprochen und zu einer Schatzsuche eingeladen, die Nathan bereits vor 15 Jahren als Kind in einem Waisenhaus mit seinem Bruder Sam begonnen hat.

Angekommen in Barcelona treffen sie Sullys Kontakt Chloe Frazer (Sophia Ali) und machen sich zu dritt auf die Suche. Dabei haben sie es nicht nur mit Kontrahenten außerhalb ihres Teams zu tun, denn auch gegenseitig können sie sich nicht durchgehend vertrauen. Wird Nathan sich seinen Kindheitstraum erfüllen können und den Schatz finden, von dem er bereits vor vielen Jahren geträumt hat?

Im Jahr 2007 hat das Studio Naughty Dog uns Spielern (und natürlich auch Sony) einen großen Gefallen getan, indem es das Uncharted-Franchise ins Leben gerufen haben. Bereits ein Jahr später begannen erste Überlegungen, die Story zu verfilmen, doch es sollte aus diversen Gründen bis zum Jahr 2022 dauern, bis der Film nach regem Wechsel der beteiligten Menschen (vor allem auf dem Regiestuhl), das Licht der Kinowelt erblicken sollte. Um das Gesehene dann gleich selbst zu leben, sind die letzen beiden Teile Uncharted 4 und das Spin Off Lost Legacy, auch in diesem Jahr remastered für die Playstation 5 erschienen.

Am Ende ist dann Ruben Fleischer am Regiestuhl gelandet, dessen Filme ich immer sehr unterhaltsam finde – siehe Zombieland, Gangster Squad oder Venom – und der macht hier etwas, dass auf Grund der Entstehungsgeschichte, leicht nachvollziehbar ist, er geht nämlich auf Nummer sicher. Die Rechnung scheint aufgegangen zu sein, denn bisher hat der Film bereits fast 400 Millionen Dollar eingespielt, auch wenn es sich hier etwas um Etikettenschwindel handelt.

Soll heißen: hier steht Uncharted drauf, weil es ein zugkräftiger Name ist, hier wird jedoch kaum der gleiche Charme eingefangen. Man nehme ein, zwei ikonische Action-Sequenzen und Settings aus dem Spiel und baut dann darum eine Handlung, die sich irgendwo zwischen Indiana Jones, National Treasure und Pirates of the Caribbean einpendelt. Charakterentwicklung gibt es auch keine, denn nach außen zu zeigen, was sowieso schon jeder Zuschauer wusste, ist keine Entwicklung.

Das Ganze als Uncharted unabhängigen Abenteuerfilm zu betrachten ist dann besonders hilfreich, wenn es um das Casting geht. Vor allem Mark Wahlberg (Infinite) ist nicht einmal ansatzweise der Sully, den man aus den Spielen kennt, da meine ich nicht mal die Optik, viel mehr den fehlenden Charme. Tom Holland (Chaos Walking) hingegen, nun auch er ist jetzt nicht mein Nathan, doch da wurde ich echt überrascht, denn er versprüht hier wirklich andere Schwingungen (haha), als er es als Spiderman tut.

Zusätzlich ist seine grundehrliche und auf einem guten Herzen basierende Art als Nathan so stark ausgeprägt, dass er eindeutig zum größten Sympathieträger avanciert. Am Stimmigsten ist die Besetzung von Sophia Ali (Truth or Dare) als Chloe Frazer. Kämpferisch, verspielt, lakonisch, von einer faszinierenden Aura umgeben und nicht unbedingt vertrauenswürdig, so kennt und liebt man Chloe und Ali fängt diese Merkmale mit einer Leichtigkeit sehr einnehmend ein.

Optisch wirkt eine Szene bei einer Auktion wie aus einem James Bond Film, die Sequenz mit der fallenden Fracht aus dem Flieger ist direkt aus den Spielen kopiert und das Ende überzeugt mit Piraten-Charme und Action, die nie langweilig ist. Rein auf den Unterhaltungswert bezogen und sämtliche Computerspiel-Verfilmungen betrachtend (ja ich weiß, dass diese Statistik jahrelang von Uwe Boll nach unten gezogen wurde), ist dies sicherlich eine der besten ihrer Art.

Warum mache ich eine Verfilmung, bei der ich mir die Herkunft wegdenken muss, damit ich mehr Spaß habe? Keine Ahnung, ich fand ihn dadurch spaßiger, denn da der Geist der Spiele kaum vorhanden ist, kann ich den Film auch Fans der Games nicht wirklich empfehlen. Mich hat er dennoch unterhalten, ich habe ihn gerne gesehen und es ist kein Projekt, über das ich schimpfen müsste. Also noch mal meine klaren Pro und Contra Punkte:

Von Sophia aka Chloe, hätte ich gerne noch viel mehr gesehen. Holland schafft es Frische und Abenteuerlust auszustrahlen, ohne dass ich einmal an ihn als Spiderman denken musste. Die Effekte wissen zu gefallen und die Locations sind sowieso wunderschön. Dafür ist Wahlberg fehlbesetzt und streckenweise nervig, die „Handlung“ ist kopiert aus dem „Ein mal Eins für Schatzjäger“ und die Bösewichte sind schwach aka die Helden wirken noch weniger in Gefahr, als sie dies sowieso durch das Ausgangsmaterial schon sind.

„Uncharted“ bekommt von mir 6,5/10 das Abenteuer gerade erst beginnende Empfehlungspunkte.

The post Uncharted (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2022/06/23/uncharted-filmkritik/feed/ 0
Wolfwalkers (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2022/06/21/wolfwalkers-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2022/06/21/wolfwalkers-filmkritik/#respond Tue, 21 Jun 2022 05:00:04 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=34565 Robyn Goodfellowe (Honor Kneafsey) ist die Tochter des städtischen Wolfsjägers Bill (Sean Bean) und sie träumt davon, mit ihrem Vater auf Wolfsjagd zu gehen. Denn die Tatsache ist: In den Wäldern rund um die Stadt lauern Wölfe. Gefährliche Bestien, die … Weiterlesen

The post Wolfwalkers (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Robyn Goodfellowe (Honor Kneafsey) ist die Tochter des städtischen Wolfsjägers Bill (Sean Bean) und sie träumt davon, mit ihrem Vater auf Wolfsjagd zu gehen. Denn die Tatsache ist: In den Wäldern rund um die Stadt lauern Wölfe. Gefährliche Bestien, die man vertreiben muss, da sie das Leben der Städter bedrohen.

In den Wäldern lebt Mebh (Eva Whittaker), die ihres Zeichens eine Wolfwandlerin ist. Das bedeutet, wenn sie wach ist, ist sie ein Mädchen und wenn sie schläft, dann verwandelt ihre Seele sich in einen Wolf und sie zieht mit dem Rudel, welches sie kontrollieren kann, umher. Und Mebh sucht ihre Mutter, die ebenfalls eine Wolfwandlerin ist, aber seit Tagen nicht zurückgekehrt ist. Und die Zeit läuft, denn die Städter holzen immer mehr Wald ab und ihr Lebensraum wird eng und enger …

Das erste Mal über „Wolfwalkers“ bin ich 2020 gestolpert als ich in einer Filmzeitschrift einen Miniartikel darüber gelesen habe und ich mir dachte, ja, der klingt interessant und vor allem die Optik sieht spannend aus. Handgezeichnet und offensichtlich mit viel Liebe gemacht. Die Story, tja, die war für mich nicht so wichtig, denn sie las sich in der Kurzfassung jetzt nicht so prickelnd und ganz ehrlich: Sie ist auch nicht neu. Aber das schreibe ich mittlerweile in jeder zweiten Kritik und es stimmt auch meistens genau so. Aber die Frage ist ja eigentlich nicht, ob es eine neue Story ist, sondern ob man ihr neue Facetten abgewinnt und ob man sie gut und mitreissend erzählt.

Und tja, bei Wolfwalkers trifft das zum größten Teil zu. Die Figuren-Konstellation ist ebenfalls bekannt und auch wie die Story sich entwickelt ist keine große Überraschung. Es folgen ein paar Spoiler: Natürlich ist Robyns Vater der Meinung, dass die Wölfe eine Bedrohung sind und außerdem muss er dem Stadthalter („Lord Protector“) gehorchen, sonst wird er mitsamt Tochter aus der Stadt geworfen. Und natürlich entpuppt sich die Tochter Robyn als Wolfwalker. Und natürlich lebt die Mutter von Mebh noch. Und ratet mal, wo sie ist? Und so weiter und so fort.

Aber das alles macht nichts, weil es einerseits optisch einfach großartig aussieht. Der Stil ist einzigartig und selbst, wenn euch die Standbild-Optik nicht anspricht, dann müsst das einfach in Bewegung sehen. Es tut so gut, wieder einmal einen Film sehen zu können, der von Menschenhand gezeichnet wurde und nicht animiert. Es. sieht. Monumental. aus.

Das liegt natürlich auch an der Inszenierung. Die Szenen aus der Wolfsperspektive sind toll. Die Verfolgungsjagden sind toll. Die Action ist toll. Die Spannung ist super. Die Figuren sind toll. Die Farbgebung ein Hammer. Und die Musik … ui, die Musik ist 1A. Und falls sich jemand fragt: Ja, die Nummer „Running With The Wolves“ von Aurora … die ist aus diesem Film (ich weiß allerdings nicht, ob sie zuerst ein Hit wurde und dann in den Film kam oder umgekehrt).

Die Figuren sind liebenswert (bis auf die Bösen, die halt so richtig böse sind) und man wünscht ihnen einfach allen, dass sie es bis zum Ende schaffen und es gut überstehen. Und das ist nicht gewiss, denn in diesem Film ist niemand richtig sicher. Man traut den Macher:innen ziemlich alles zu und gerade gegen Ende, wenn dann die Hetzjagd (ich sag jetzt nicht wer gegen wen) losgeht, dann geht die Post ab. Und die Spannungskurve zeigt steil nach oben.

Geschrieben haben Wolfwalkers Tomm Moore, Ross Stewart und Will Collins. Will Collins hat auch „Song Of The Sea“ geschrieben, den ich übrigens unbedingt nachholen muss, denn da hatten ebenfalls Stewart und Moore ihre Finger drin und die drei Herren, die wirken auf mich ein wenig wie ein Winning-Team.

Jedenfalls hat „Wolfwalkers“ das Herz am richtigen Fleck, sieht fantastisch aus, ist spannend und erzählt noch dazu seine Geschichte mit sympathischen Figuren und – ich wiederhole – es sieht in Bewegung einfach großartig aus. Die Musik tut ihr übriges dazu (ich steh einfach auf irische Musik, dass muss ich vielleicht auch anmerken).

Also: „Wolfwalkers“ ansehen. Unbedingt. Dankt mir später.

„Wolfwalkers“ bekommt von mir 9 von 10 möglichen, eine alte Story neu und visuell beeindruckend erzählende, Punkte.

The post Wolfwalkers (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2022/06/21/wolfwalkers-filmkritik/feed/ 0
Last Seen Alive aka Chase (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2022/06/18/last-seen-alive-aka-chase-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2022/06/18/last-seen-alive-aka-chase-filmkritik/#respond Sat, 18 Jun 2022 06:00:24 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=34533 Die Ehe von Will (Gerard Butler) und Lisa (Jamie Alexander) hat schon bessere Zeiten erlebt. Sie hatte vor kurzer Zeit eine Affäre und gerade fährt er mit ihr zu ihren Eltern, weil sie sich eine Auszeit gönnen will, um über … Weiterlesen

The post Last Seen Alive aka Chase (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Die Ehe von Will (Gerard Butler) und Lisa (Jamie Alexander) hat schon bessere Zeiten erlebt. Sie hatte vor kurzer Zeit eine Affäre und gerade fährt er mit ihr zu ihren Eltern, weil sie sich eine Auszeit gönnen will, um über alle Dinge nachdenken zu können. Als sie kurz bei einer Tankstelle anhalten, geht sie in den Shop um sich ein Getränk zu kaufen, während er sein Auto auftankt.

Als Will nach einiger Zeit nach ihr sehen möchte, kann er sie nirgendwo finden. Er sucht die Tankstelle ab, fährt zu ihren Eltern und wendet sich an die Polizei. Detective Paterson (Russell Hornsby) geht dabei zunächst den einfachen Weg und vermutet einen Streit in der Beziehung und sieht Will als möglichen Täter, doch er verspricht der Sache nachzugehen. Das wiederum ist Will nicht genug, denn wie er bereits seiner Frau klar gemacht hat, er wird um diese Beziehung kämpfen…

Für Brian Goodman ist dies nach Black Butterfly aus dem Jahr 2017, erst sein dritter Film in der Funktion des Regisseurs. Gerard Butler hat hier nicht nur die Hauptrolle übernommen, sondern fungiert wie zuletzt des Öfteren auch als Produzent. Er ist dann aus mehreren Gründen hier auch die Hauptattraktion, denn von der Größe bzw. der Story des Filmes, ist dies eindeutig kein Kinomaterial, viel mehr würde ich diesen Film als perfekt fürs Fernsehen bezeichnen (speziell meine ich damit Free-TV, nicht Streaming Dienst).

Dann bleibe ich gleich beim Highlight hier und schreibe was über Mister Gerard Butler. Ihn als Größe des Action-Genre zu bezeichnen, ist ja lange schon keine Übertreibung mehr. Zuletzt war er für mich genial in Copshop. Was er nebenbei auch sehr gut kann, ist es auch in den ruhigeren Momenten, die Motivation seiner Charaktere zu vermitteln. So war es in Greenland etwa völlig klar, dass man ihm hundertprozentig eine Wiedervereinigung mit seiner Familie gewünscht hat.

Nun ist seine Figur hier – und das wird sicher nicht unabsichtlich sogar ausgesprochen – ein ganz normaler Typ, ohne spezielle Fähigkeiten, die ihm in seiner Situation helfen könnten. Was er aber völlig überzeugend ausstrahlt, ist wie er „alles“ tun würde, um seine Frau wieder zu finden. Dass sie ihn betrogen hatte und dies ihm egal sein könnte sehe ich übrigens nicht so, ganz im Gegenteil. Viel mehr kämpft er schon länger mit der Angst sie zu verlieren, wusste aber bisher nicht wirklich, was er dagegen tun kann.

Nun weiß er dies aber genau, doch muss er noch an der genauen Umsetzung arbeiten. Wie er sich dann Hinweise bzw. Beweise holt, was er macht und vor allem mit was er dabei durchkommt, das ist wiederum klar Hollywood und würde im echten Leben nicht so ohne Konsequenzen ablaufen, aber das ändert nichts daran, dass man auf Grund von Butlers Performance, einfach involviert ist. Für seine Reise werden dann Krimi-, Drama-, Thriller- und Action-Elemente kombiniert und ergeben ein stimmiges Ganzes.

Es ist also klar zu sagen, dass ich diesen Film Butler Fans eindeutig empfehlen kann, auch wenn sie die Erwartung was die Quantität der Action betrifft, klar zurück schrauben sollten. Was sein Engagement anbelangt, da kann man ihn wirklich nur loben. Im Gegensatz zu den restlichen Schauspielern, obwohl dies sicher mehr am Drehbuch liegt. Jamie Alexander (The Last Stand) wirkt blass und abwesend, Russell Hornsby (Grimm) als Polizist hat kaum etwas zu tun und Ethan Embry (Cheap Thrills) als Knuckles ist einfach ein unglaubliches Weichei, obwohl er einen „Bösewicht“ spielt.

Somit ist wie eingangs erwähnt Gerard Butler von Namen und vom Spiel her hier wirklich eigentlich der einzige Grund, hinein zu schauen. Schlecht gemacht ist das nicht und auch immer wieder spannend, aber die Handlung ist einfach extrem gewöhnlich und Überraschungen kann man freilich keine erwarten. Bei manchen Filmen fällt mir einfach auf, dass ich alle mir bekannten Beteiligten, schon in besseren Produktionen gesehen habe und genau das ist hier der Fall. Nicht klein aber sein, eher klein und ganz ok trifft es hier wohl am Besten.

„Last Seen Alive“ bekommt von mir 5/10 um die Herzensdame bis zum Schluß kämpfende Empfehlungspunkte.

The post Last Seen Alive aka Chase (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2022/06/18/last-seen-alive-aka-chase-filmkritik/feed/ 0
The Northman (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2022/06/16/the-northman-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2022/06/16/the-northman-filmkritik/#respond Thu, 16 Jun 2022 05:00:34 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=34554 Nachdem sein Vater (Ethan Hawke) ihn in einem Ritual auf seine Nachfolge eingeschworen hat, wird dieser von seinem Bruder Fjölnir (Claes Bang) ermordet. Er reißt sich das Königreich unter den Nagel und schnappt sich auch seine Mutter (Nicole Kidman) als … Weiterlesen

The post The Northman (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Nachdem sein Vater (Ethan Hawke) ihn in einem Ritual auf seine Nachfolge eingeschworen hat, wird dieser von seinem Bruder Fjölnir (Claes Bang) ermordet. Er reißt sich das Königreich unter den Nagel und schnappt sich auch seine Mutter (Nicole Kidman) als Geliebte.

Viele Jahre nach der Flucht kehrt Amleth (Alexander Skarsgard) wieder in seine Heimat zurück und muss feststellen, dass nicht alles so lief, wie sein Onkel Fjölnir es geplant hatte: Das Königreich hat er verloren und er hat sich nach Island abgesetzt, wo er auf einer Farm lebt, Sklaven sein Land bestellen lässt und eigentlich alles andere als ein glorreiches Leben führt.

Aber Amleth hat Rache geschworen, also schleicht er sich auf ein Sklavenschiff, wo er auch Olga (Anya Taylor-Joy) kennenlernt. Beide werden von Fjölnir als Sklaven behalten und Amleth macht sich daran, seine Rache vorzubereiten, denn er hat geschworen: Räche Vater. Rette Mutter. Töte Fjölnir.

Aber vielleicht ist damals nicht alles so gelaufen, wie es Amleth in Erinnerung hat …

Robert Eggers hat ja schon ein paar ziemlich hoch gelobte Filme gemacht. Da wären unter anderem „The VVitch“ (eben mit Anya Taylor-Joy) und auch „The Lighthouse“ als seine ersten beiden Langfilme zu nennen. Damit hat er schon ziemlich für Wirbel gesorgt. Vor allem „The VVitch“ hat ziemlich eingeschlagen.

Und für „The Northman“ hat er sich mit Alexander Skarsgard zusammengetan, der ja auch kein unbekanntes Blatt ist, war er doch bei „Battleship„, „Hidden„, „Zoolander“ oder zuletzt „Godzilla vs Kong“ dabei.

Auch der übrige Cast kann sich sehen lassen. Wir reden hier von Größen wie Nicole Kidman, Willem Dafoe, Björk oder Ethan Hawke. Und alle machen ihre Sache super, auch wenn manche Auftritte eher kurz (Björk, Willem Dafoe) als lang sind.

Die Story an sich ist nicht besonders tiefgründig oder vielschichtig, aber dafür mit allerlei Mystik gemischt. Von dem Einweihungsritual hin zu den Berserkertänzen über Visionen und Bilder von Totenbäumen oder Träumen von Walküren ist alles dabei. Das hebt den Film in visueller Hinsicht auf eine andere Ebene, weil diese Teile wirklich absolut abgedreht und schräg sind und noch dazu selbst für kurze Szenen keine Mühe gescheut wurde (schaut euch nur mal das Kostüm von Björk an).

Auch manche Figuren haben andere Rollen als man es zuerst erwarten würde, so spielt zum Beispiel Nicole Kidman eine viel wichtigere Rolle als nur jene der „entführten Mutter“. Und hui – die haut sich richtig ins Zeug. Claes Bang, der Fjölnir spielt, ist ebenfalls eine interessante Figur und wird von Claes Bang wirklich gut verkörpert und man ahnt irgendwie von Anfang an, dass es hier nicht einfach nur um Brudermord geht. Anya Taylor-Joy ist ohnehin mittlerweile so etabliert, dass sie alles im Traum spielen kann und die Leute würden es super finden. Nun, hier passt die Rolle perfekt für sie und ich könnte mir niemand anderen vorstellen, der diese Mischung aus Sklavin, aber doch Powerfrau so hinbringen hätte können wie sie.

Und Skarsgard? Nun, der ist eine Naturgewalt. Der Film geizt ja jetzt nicht unbedingt mit Muskelmännern oder Gewalt oder gebrüllten und rauchigen One-Linern, aber Skarsgard bleibt das Bindeglied, welches alles zusammehält. Spannend, dass in den Szenen, in welchen er den scheuen Sklaven gibt man wirklich nicht sieht, was für ein Muskelpaket der Mann ist. Hängende Schultern und immer schön demütig, ja, das funktioniert.

Dabei lebt der Film zu 100% von seiner Optik. Eggers ist einfach ein ziemlich großartiger Regisseur, denn die Bilder und die Farben die er wählt – das sieht einfach alles gut aus. Alles. Und wenn man nur ein paar Hütten am Berghügel sieht, so sieht das immer noch gut aus. Ein paar Tracking Shots sind auch dabei, die richtig Laune machen (und mit Brutalität nicht sparen) und auch wenn am Ende ein Schwertkampf in einem Vulkan (ihr lest richtig) stattfindet, bei dem quasi zwei nackte Männer als Schattentanz mit dem Schwert aufeinander losgehen … es sieht immer gut aus. Ich kann das nur wiederholen.

Was ich allerdings anmerken muss: Wer sich hier eine Rachegeschichte mit epischen Schlachten erwartet, der oder die wird bitter enttäuscht sein. „The Northman“ ist weit mehr „The VVitch“ als „Braveheart“. Hier gibt es zwei Überfälle auf Dörfer (ziemlich am Anfang des Films) und das war es dann. Dann wird die Sache intim. Eggers verlässt sich ziemlich auf die mystische Ebene des Films, wie zum Beispiel das Schwert Night Blade, welches selbst entscheidet, wann es aus seiner Scheide gezogen werden kann oder nicht. Oder Visionen und ähnliches. Oder die Tatsache, dass der „Bärwolf“ Hunde zum Heulen und damit auf Menschen losgehen lassen kann. Und und und. Ja, das wird in der Story mehr oder weniger erklärt, immerhin hat Amlethe eine (Kräuter)Hexe an seiner Seite, aber damit muss man schon leben können. Wer hier ein schnörkelloses, direktes, realistisches(!) Wikinger-Action-Drama erwartet, der oder die muss umdenken.

Ich für mich kann nur sagen, dass die Story (bis auf drei Szenen) mir emotional kalt gelassen hat, schlichtweg, weil ich Amleth definitiv nicht zu den „Guten“ zähle und mein Kopf seinen Wunsch nach Rache verstehen konnte, aber mein Herz ihm nicht „Alles Gute“ gewünscht hat. Da war ich irgendwie näher bei Fjölnir, der … nun, das wäre ein Spoiler.

Jedenfalls habe ich es nicht bereut mir den Film angesehen zu haben, war von der Optik fasziniert, von der Farbgebung begeistert und die Tracking Shots waren großartig. Man kann also sagen, dass mich die technische Umsetzung des Films mehr begeistert hat, als die Story des Films, aber hey – das ist ja jetzt per se nicht schlecht.

„The Northman“ bekommt von mir 8 von 10 möglichen, vor allem audiovisuell ziemlich beeindruckende, Punkte.

The post The Northman (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2022/06/16/the-northman-filmkritik/feed/ 0
Shark Bait (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2022/06/14/shark-bait-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2022/06/14/shark-bait-filmkritik/#respond Tue, 14 Jun 2022 06:00:50 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=34482 Nat (Holly Earl) und ihre vier Freunde, feiern ihr letztes „Spring Break“, bevor der Ernst des Lebens beginnt. Da sie überdreht und betrunken sind, stehlen die Jungs in der Gruppe die Schlüssel von zwei Jetskis. Obwohl Nat Bedenken hat, lassen … Weiterlesen

The post Shark Bait (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Nat (Holly Earl) und ihre vier Freunde, feiern ihr letztes „Spring Break“, bevor der Ernst des Lebens beginnt. Da sie überdreht und betrunken sind, stehlen die Jungs in der Gruppe die Schlüssel von zwei Jetskis. Obwohl Nat Bedenken hat, lassen sie fast ihre gesamte Kleidung und die Handys am Pier zurück und machen sich auf, das Meer mit ihren Jetskis unsicher zu machen.

Doch es kommt wie es kommen muss, sie übertreiben es dabei und haben einen Unfall. Einer der Truppe verletzt sich dabei schwer am Bein, ein Jetski ist kaputt und der zweite springt nicht mehr an. Wie sollen sie Hilfe holen bzw. ihn transportieren, da sie sich mitten im Meer befinden und kein Land in Sicht ist? Vielleicht kann das Problem ja der plötzlich auftauchende Hai für die Freunde lösen?

James Nunn kannte ich bis jetzt vor allem als Regisseur von preiswerteren Action-Filmen (Eliminators, The Marine 5). Nun versucht er sich an diesem, ursprünglich als „Jetski“ betitelten Creature Feature und was man ihm sofort in Anbetracht der Flut an Hai-Filmen im Trash-Format zu Gute halten muss, ist dass er hier einen ernsten Zugang gewählt hat. Es gibt schon noch zusätzlich ein paar Pluspunkte hier – ab jetzt folgen dann auch ein paar Spoiler – aber in Summe ist dies aus Sicht des Hais nur ein kleiner Snack und kein ganzes Menü.

Der Aufbau gelingt gut, weil alles zügig geht. Von den fünf Hauptfiguren sind dir zwei egal, zwei sind unsympathisch und das Final Girl ist richtig nett. In Form eines Bettlers wird kurz eine Vorschau auf drohendes Unheil gesät und bevor 15 Minuten Filmzeit vergangen sind, sitzen die jungen Leute auch schon fest auf ihrem Jetski. Was dann passiert ist teilweise lähmend, genau wie das Warten der Protagonisten auf baldige Rettung.

Damit etwas passiert – zu den Hai-Attacken komme ich noch – müssen Wege gefunden werden, warum sich immer wieder mal einer von der Gruppe entfernt, damit er/sie sich in Gefahr begeben kann. Vielleicht wäre das ja durchgehend spannender, wenn man sich mehr um die Figuren kümmern würde, aber bei Nat ist klar, dass sie es zumindest bis zum Finale schafft und die anderen Mitspieler sind nur der titelspendende Köder.

Ich verstehe auch nicht was es bringt, Nat auf den Jetski zu setzen mit ihrem Freund und ihrer besten Freundin, die natürlich zusammen im Bett waren und Nat dies genau in dieser Situation erfährt. Soll das Soap Opera Drama in die Sache bringen? Die emotionale Spannung verstärken? Aber gut, man kann das alles auch als Stufen zum Erfolg für Nat sehen, die klar als Mauerblümchen beginnt und immer mehr ihre kämpferische Seite heraus kehrt.

Was die Angriffe des Hais betrifft, da hält man sich mit schlechtem CGI angenehm zurück, setzt auch auf handgemachte Effekte und vermeidet so peinliche Momente eigentlich völlig. Zusätzlich sind die Aktionen des Hais brutal, schnell und blutig und auch wenn es keine Kunst ist intelligenter zu wirken als manche der Charaktere, ist dies eindeutig ein schlaues Biest. Wer lieber auf andere Schauwerte setzt, der bekommt hier schön trainierte Menschen im Bikini und der Badehose präsentiert.

Schaut man auf das Schauspiel, dann fällt hier keiner negativ auf, auch wenn dies für zumindest vier von ihnen, eine der ersten Rollen überhaupt ist. Hervorheben möchte ich nur Holly Earl, die ich im Jahr 2019 durch das Full-Motion-Picture Spiel „Erica“ kennengelernt habe, in dem die ebenfalls die Hauptfigur ist. Natürlich hilft ihr Aussehen, weil ihr Gesicht einfach so einladend und freundlich wirkt, doch auch ihre Entwicklung hin zur Überlebenden spielt sie stark, direkt und mitreissend.

Was man also bekommt ist wie eingangs erwähnt die kleine Hai-Jause für zwischendurch. Als Kurzfilm wäre das eine sehr straffe Sache geworden, so wirken jedoch einige Momente gestreckt, damit man auf eine Spielfilm-Länge kommt. Schlecht ist schon was anderes, dennoch wird nie die Intensität eines The Shallows erreicht und auch den Spaß den ich etwa mit Deep Blue Sea 3 hatte, konnten die Macher hier nicht reproduzieren. Also liebe Kinder merkt euch: fahrt nicht auf Urlaub, trinkt keinen Alkohol und stellt nichts Verbotenes an, sonst werdet ihr nämlich gefressen.

„Shark Bait“ bekommt von mir 5/10 Holly Earl für weitere Rollen qualifizierende Empfehlungspunkte.

The post Shark Bait (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2022/06/14/shark-bait-filmkritik/feed/ 0
White Space – Dunkle Gefahr aka Beyond White Space (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2022/06/11/white-space-dunkle-gefahr-aka-beyond-white-space-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2022/06/11/white-space-dunkle-gefahr-aka-beyond-white-space-filmkritik/#respond Sat, 11 Jun 2022 05:00:50 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=34547 Es ist ein Fischer-Schiff. Aber es ist im Weltraum und es fischt … nicht zwingend Fische. Jedenfalls heißt es Essex und seine Crew, allen voran der Captain namens Richard Bentley (), haben ein Problem. Geld ist ohnehin knapp und als … Weiterlesen

The post White Space – Dunkle Gefahr aka Beyond White Space (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
Es ist ein Fischer-Schiff. Aber es ist im Weltraum und es fischt … nicht zwingend Fische. Jedenfalls heißt es Essex und seine Crew, allen voran der Captain namens Richard Bentley (), haben ein Problem. Geld ist ohnehin knapp und als sie dann auch noch ausgeraubt werden, bleibt ihnen nicht viel übrig als einer legendären Kreatur nachzujagen und sie zu fangen … ansonsten sind sie verloren.

Die Kreatur hat übrigens auch eine enge Verbindung mit Bentley bzw. der Crew, denn der „Weltraum-Wal“ hat bereits mehrere Schiffe und auch deren Besatzungen auf dem Gewissen …

Es gibt Filme, die sind großartig, weil die Charaktere so ausgefeilt und mitreissend sind. Es gibt Filme, die sehen optisch so großartig aus, dass man sie einfach schon mag, weil man nicht wegsehen kann. Es gibt Filme, die haben so irre Ideen, dass man dran bleibt, weil man wissen will, was den Macher:innen noch alles einfällt. Es gibt Filme, die sieht man sich bis zum Schluss an, weil man sich schief lacht und fragt, wie jemand denken könnte, dass die Sache, die man gerade sieht, wirklich als Film durchgeht. Und dann gibt es Filme an die man sich bereits während des Ansehens nicht mehr erinnert.

Da ihr vermutlich hier auf diesem Blog zum ersten Mal von „Beyond White Space“ bzw. „White Space“ lest, wisst ihr vermutlich schon um welche Art von Film es sich hier handelt. Genau. Die letzte Version. Es ist wirklich selten, das sich einen so generischen Film gesehen habe, dass ich bereits während dem Ansehen vergessen habe, wie die Figuren heißen und ich mich zwischendurch immer wieder mal wirklich anstrengen und überlegen musste, wer das jetzt da im Bild ist und ob ich die schon mal gesehen habe.

Dabei ist die Idee nicht schlecht: Man nimmt die Geschichte von Moby Dick, verlegt sie in die Zukunft und in den Weltraum, macht ein cooles Kreaturendesign dazu und tja, was kann schief laufen?

Nun, diese Frage kann ich nicht beurteilen, denn am Papier ist der Film gut. Die Optik sieht auch gut aus, die Effekte sind zum großen Teil wirklich gelungen. Das Design der Schiffe, der Kreatur(en) – das sieht alles super aus.

Aber ich kann mir um Himmels willen nicht vorstellen, was da beim Casting schief gelaufen ist, denn bereits nach 10 Minuten weiß man, dass einem diese Figur(en) so dermaßen egal sind, dass man es kaum in Worte fassen kann. Da gibt es eine bedrohliche Mafia-Erpressungs-Situation und mir kommt bereits das erste Gähnen aus. Die Sache ist dermaßen spannungsarm, das tut fast weh. Ehrlich. Und es wird nicht besser. Da passieren Sachen innerhalb der Crew (ihr wisst schon: Verrat, Meuterei, Wahnsinnig werden) und ich denke mir nur: „Ja. Okay. Und?“. Davon abgesehen, dass ich echt bereits während dem Film schon keine Ahnung hatte, wer denn gemeint war, wenn ein Name gefallen ist.

Und ich schwöre es liegt nicht an Desinteresse. Es ist einfach alles so … so … klinisch steril und spannungsarm, dass es wehtut. Stellt euch vor, ihr seht auch „Star Trek: Into Darkness“ an, aber ohne die gute Musik, das coole Sounddesign und die wirklich guten Schauspieler:innen. Genau. Da bleibt ein objektiv gut aussehender Film, der am Papier eine coole Handlung hat, aber bei dem ihr emotional genau nichts spürt, außer eine riesengroße Gleichgültigkeit, die sich mit jeder Sekunde mehr in eurem Kopf/Körper und Leben ausbreitet. Schade. Echt schade.

Die einzige Sache/Szene, die ich super fand ist das Ende. Das war wirklich, wirklich cool. Aber der Weg dahin war es nicht wert. Ich mag nicht mal mehr dazu schreiben, weil ich alles zu dem Film googeln oder wo nachschlagen müsste. Es ist einfach nichts, nichts hängen geblieben. Das muss man ja auch mal schaffen. Oder besser nicht.

Seht euch einfach mal den trailer an und konzentriert euch auf die Worte „I can’t let you do that“ und die Antwort „You will not stand in my way.“ Soll das Spannung aufbauen? Sind das zwei Figuren, die sich kennen? Ist das Geflirte? Ist das bedrohlich? Wer bedroht wen? Was passiert zwischen diesen beiden Personen? Was ist der Kontext?

Das meine ich. Genau das meine ich. Das ist am Papier sicher eine coole Szene, denn da schwingt extrem viel Subtext mit. Aber … welcher? Das ist so beliebig gespielt, dass man einfach nichts davon einordnen kann und deshalb ist es völlig belanglos. Da ist einfach null, nix, keine Spannung drin. Da bedrohen sich Leute, aber es ist so gespielt, dass man sich denkt, die können auch gerade über das Wetter reden, weil zwischen den agierenden Personen nichts passiert. In den Worten steckt Bedeutung, aber sie wird nicht vermittelt. Und deshalb kann auch keine Beziehung zu den Zuseher:innen aufgebaut werden.

„Beyond White Space“ bekommt von mir 4 von 10 möglichen, die Punkte allerdings rein für die Effekte und das Design vergebende, Punkte.

The post White Space – Dunkle Gefahr aka Beyond White Space (Filmkritik) first appeared on Darkagent.]]>
http://darkagent.blogsit.net/2022/06/11/white-space-dunkle-gefahr-aka-beyond-white-space-filmkritik/feed/ 0