Darkagent http://darkagent.blogsit.net We love being entertained! Mon, 21 Sep 2026 12:19:01 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.12 Just Play Dead (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/09/24/just-play-dead-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/09/24/just-play-dead-filmkritik/#respond Thu, 24 Sep 2026 05:00:42 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39233 Jack Wolfe (Samuel L. Jackson) hat sich sein Leben im Luxus, mit seinen kriminellen Geschäften aufgebaut. Seine Taten werden ihn aber bald schon einholen und er könnte dadurch alles verlieren. Deswegen plant er seinen vorgetäuschten Tod. Seine Partnerin bei dieser … Weiterlesen

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Jack Wolfe (Samuel L. Jackson) hat sich sein Leben im Luxus, mit seinen kriminellen Geschäften aufgebaut. Seine Taten werden ihn aber bald schon einholen und er könnte dadurch alles verlieren. Deswegen plant er seinen vorgetäuschten Tod.

Seine Partnerin bei dieser Aktion ist seine Frau Nora (Eva Green), der die Hälfte der Firma gehört. Sie hasst ihren Mann und will mit ihren beiden Liebhabern, das „vorgetäuscht“ aus dem Plan, am Liebsten streichen lassen…

Der neue Film von Regisseur Martin Campbell (Cleaner) hat für mich das gleiche Problem, dass zuletzt auch In the Grey hatte. Nur dass es hier dann noch stärker wirkt. Ich nenne es einfach mal „Exposition, the movie!“ Da hilft es dann auch nur wenig, dass vor und hinter der Kamera, durchaus sehr gute Leute agieren.

Samuel L. Jackson (Afterburn) mit seinen 77 Jahren mit Pferdeschwanz-Frisur und ständig offenem Hawaii-Hemden zu sehen, der dabei Alles und Jeden so manipuliert, dass zuletzt genau sein Plan aufgeht, das hat schon einen gewissen Coolness Faktor. Die Musik und die auf den kanarischen Inseln spielende Handlung, erzeugt Urlaubsstimmung. So viel zu den positiven Eindrücken.

Ansonsten ist das Hauptproblem, dass ständig über den Plan, wie man den angeblichen Tod von Jack ausführen kann, geredet wird. Seine Frau will ihn wirklich umbringen und hat sowohl einen jungen Kiffer als auch einen Polizisten durch ihre Liebesabenteuer in der Tasche. Der Cop wiederum, will ihr helfen und Schlimmeres verhindern.

Das könnte durchaus spannend sein, die Handlung plätschert aber einfach nur vor sich hin und kommt aus der erzählerischen Ebene, nie heraus. Zeigst du drei Versionen eines Events und die dritte ist dann, wie es wirklich passiert ist, dann ist das für ein Finale extrem antiklimatisch.

Danach gibt es dann noch eine Auflösung, was das Schicksal einiger Schlüsselpersonen betrifft und ja, ihr habt richtig geraten, auch das wird erzählt, statt einfach nur gezeigt zu werden. Ein Hörbuch mit Bildern, eigentlich eine frisch klingende Idee, aber in der Praxis einfach nur langweilig auf eine „teasen ohne pleasen“ Art und Weise.

Jackson ist lässig, stellenweise aber auch selbstverliebt nervig. Eva Green (The Salvation) ist lasziv, jedoch dabei sehr berechnend und geldgeil. Eoin Macken (Till Death) als Cop will das Beste für seine Liebe, agiert mit unter ganz nebenbei wie ein verliebter Teenager. Was ich damit sagen will: den Todesstoss bekommt der Film dann dadurch, dass du mit keiner der Figuren mitfieberst.

Ich hatte an dem Tag Kopfweh und wusste nicht genau, was ich mit mir anfangen sollte. Genau mit diesem Anspruch und in diesem Zustand, kann man sich den Film schon geben, ansonsten ist er aber eher als pseudo clevere und auf Tarantino Coolness schielende Zeitverschwendung einzustufen.

„Just Play Dead“ bekommt von mir 4/10 den schön geplanten Schein der Realität vorziehende Empfhelungspunkte.

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Best Of Worst Case: Bikini Shark (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/09/22/best-of-worst-case-bikini-shark-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/09/22/best-of-worst-case-bikini-shark-filmkritik/#respond Tue, 22 Sep 2026 05:00:56 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39238 Drei Freundinnen fahren aufs Land, zum See, ins Landhaus. Dort angekommen finden sie in einer Truhe drei wunderschöne Biknis. Natürlich muss frau die sofort anprobieren. Was die drei nicht wissen: Diese Bikinis wurden von einer speziellen Firma aus speziellem Material … Weiterlesen

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Drei Freundinnen fahren aufs Land, zum See, ins Landhaus. Dort angekommen finden sie in einer Truhe drei wunderschöne Biknis. Natürlich muss frau die sofort anprobieren.

Was die drei nicht wissen: Diese Bikinis wurden von einer speziellen Firma aus speziellem Material gemacht, was bedeutet: Sie lösen Hautreizungen aus und locken Haie an. Und mit anlocken meine ich nicht nur, wenn man im Wasser ist, sondern auch an Land.

Dazu kommt, dass der Erbe dieser Firma, sich dessen bewusst ist und deshalb der Meinung ist, er sei auserwählt mit diesen Haien – die auch an Land gehen können – über die Welt zu herrschen, denn sie gehorchen ihm als „Meister“ aufs Wort.

Tja, wie kommt man da wieder raus?

Ich sag es gleich und sag es doppelt laut: Wer einen Film mit dem Titel „Bikini Sharks“ ansieht, braucht sich danach über nichts, aber auch gar nichts zu beschweren. Ist das Schauspiel eher so … meh? Ja, absolut. Von ein klein wenig grandiosem Overacting des Bösewichts abgesehen. Sind die Effekte eher so lala? Ja, aber das war von Anfang an klar. Ist die Prämisse absolut daneben? Natürlich.

Und macht die Sache Spaß? Unerwarteterweise ja.

Allerdings – und das ist eine Frage, auf die sich jede:r selbst die Antwort geben muss: Halte ich ein paar Minuten Leerlauf aus, wenn dann kurz darauf grandios dämlich-geniale Dialoge folgen? Ich meine, das muss man gehört haben, um es zu glauben. Und ich kann es noch immer kaum fassen, dass es da Leute gibt, die sich vor eine Kamera gesetzt und diese Sachen laut ausgesprochen haben. Einfach unpackbar.

Es gibt zum Beispiel eine Szene, in welcher die Mutter des Bösewichts erzählt, wie die Bikinis entstanden sind. Ich meine … allein schon dafür, dass die gute Frau es geschafft, dass seriös und ohne Lachanfälle in die Kamera zu sagen (egal, wie viele Takes es dazu brauchte) hat sie sich ihre Gage bereits verdient.

Oder gegen Ende des Films: „The Bikinis say so!“ Ich hab mich kaum mehr eingekriegt vor Lachen. Es ist schwer, zu vermitteln, warum dieser Film ein wenig besser als die üblichen billig-produzierten Hai-Filme ist, denn es spricht tatsächlich null für ihn. Es gibt also wenig bis nichts, was diesen Film sehenswert macht.

Allein schon der Anfang des Films, als zwei Damen – eine davon doch halbwegs … rundlich – beisammen stehen und reden. Einer der Sätze ist sinngemäß „Was brauchen wir die anderen? Wir werden von unserem Aussehen leben!“ … Äh. Mhm. Klar. Und dann finden sie zwei Bikinis am Strand – natürlich ist die erste Reaktion, diese anzuziehen. Nämlich sofort. Was man halt so macht, wenn man im Gebüsch Bikinis findet. Ich bin zwar keine Frau, bin aber überzeugt, dass alle Frauen, die ich kenne, das sofort machen würden. Weil … ich meine: Bikinis. Hallo?

Ihr wisst, was ich meine.

Und trotzdem bin ich drangeblieben. Weil es so nett irre ist. Und so wenig spektakulär. Und weil es immer wieder Dialoge gibt, die zu 100% ernst vorgetragen werden, bei denen man einfach nicht anders kann, als einen hysterischen Lachkrampf zu bekommen. Ich wiederhole: Völlig ernst vorgetragen. Das ist das geniale an dem Film. Alles wird so inszeniert, als wäre es zu 100% ernst und echt. Da gibt es keinen Meta-Humor. Oder übertriebene Szenen. Oder ein augenzwinkerndes „ihr wisst schon“. Nein. Das hier ist einfach genau, was draufsteht: Bikini Sharks.

Leider keine Haie, die Bikinis tragen. Da hat man meiner Ansicht nach eine Chance verpasst. Wäre ja genial gewesen einen „Mothershark“ einzubauen, oder so.

„Bikini Sharks“ bekommt von mir 4 von 10 möglichen, keine wirklich guten, aber auf eine morbide Art unterhaltsame, Punkte.

Best Of Worst Case-Urteil (Trashfaktor: alles):

Nicht besser gemacht als alle anderen Billig-Hai-Filme. Weder von den Effekten, noch vom Schnitt. Auch sind hier im Grunde keine wirklichen Bikini-Schönheiten dabei, sondern Frauen von nebenan, die halt mal mehr und mal weniger gut aussehen. Also gibt’s hier auch nichts für’s männliche Auge. Aber trotzdem machen manche Dialoge einfach Laune, weil sie so schlimm sind, dass sie schon wieder großartig sind. Für Leute, die halt einen speziellen Humor haben, wie ich, passt das. Alle anderen werden es hassen.

Fazit: Nett, aber nichts Besonderes. Nicht mal im Trash-Genre.

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Mayday (2026 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/09/19/mayday-2026-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/09/19/mayday-2026-filmkritik/#respond Sat, 19 Sep 2026 05:00:23 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39199 Leutnant Troy Brennan (Ryan Reynolds) ist auf Aufklärungsmission über dem sowjetischem Gebiet unterwegs, als er und sein Partner entdeckt und abgeschossen werden. Troy überlebt, befindet sich jedoch mitten im feindlichen Gebiet. Verletzt hat er in der russischen Wildnis eigentlich keine … Weiterlesen

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Leutnant Troy Brennan (Ryan Reynolds) ist auf Aufklärungsmission über dem sowjetischem Gebiet unterwegs, als er und sein Partner entdeckt und abgeschossen werden. Troy überlebt, befindet sich jedoch mitten im feindlichen Gebiet.

Verletzt hat er in der russischen Wildnis eigentlich keine Chance, er wird jedoch von Nikolai Ustinov (Kenneth Branagh) gefunden, der ihn in seine Hütte bringt und seine Wunde verpflegt. Warum hilft ihm dieser Mann, wo sie doch am Papier Feinde sind?

Ja, für mich besteht kein Zweifel, John Francis Daley und Jonathan Goldstein sind zwei Drehbuchautoren und Regisseure, die gemeinsam ein sehr gutes Gespür dafür haben, was für ein Ausgangsmaterial sie verfilmen. Sehr schön konnte man dies zuletzt bereits bei Dungeons & Dragons: Honor Among Thieves sehen.

Dass sie als nächstes an einem 15ten (alle zusammen gerechnet) Star Trek Film arbeiten, lässt mich sogar diesem (nach Section 31 sich am Boden befindenden) Franchise, wieder hoffnungsvoll entgegen blicken. Ihr aktueller Film ist aber eine Buddy-Actionkomödie, die im Jahr 1987 spielt und seit Anfang September auf AppleTV+ läuft.

Statt altbacken zu wirken oder „more of the same“ abzuliefern, wird man (aka ich) hier bestens unterhalten. Zunächst mal ist dies optisch und von der gesamten Machart nie als Streaming-Film zu identifizieren. Apple hat da eindeutig die Nase vorn bzw. das stärkste Produktionsteam und wohl am meisten Geld dahinter (siehe als Beispiel z.b. auch The Gorge).

Dann wären da die Kameraeinstellungen und Fahrten, die dir das „dabei sein“ Gefühl vermitteln. Blick aus der Kiste, wenn sie geöffnet wird, vibrierende Decke bei Explosionen, oft sieht man nicht den Blickwinkel, den das Gehirn erwarten würde und das hat mich involviert. Die Illusion eines Russlands der 80er Jahre, wird ebenfalls perfekt zum Leben erweckt.

Der Humor ist dabei einfach sympathisch und es gibt zwei Szenen, die ohne Worte funktionieren, aber gerade deswegen so witzig sind, dass ich herzhaft lassen musste. Die Botschaft ist simpel aber universell: glaub deiner Regierung nicht jedes Wort, mach dir ein eigenes Bild und „alle Menschen eines Landes sind so“, ist niemals richtig.

Genial verbunden werden all diese Pluspunkte durch die Darsteller, allen voran Kenneth Branagh (Dunkirk) als Nikolai Ustinov. Ein Amerika und vor allem den Film Top Gun liebender Russe, der zu Beginn wie die Dame aus Stephen Kings Misery agiert, sich im weiteren Verlauf dann als Ex-KGB Kämpfer mit trockenem Humor entpuppt, der Probleme hat sich seiner Tochter zu öffnen, das muss man schon gesehen haben.

Branagh schafft es sogar immer wieder Ryan Reynolds als Troy aus seinem Deadpool-Autopiloten zu holen, der hier auch emotionale Momente nicht mit unnötigem Humor untergräbt, was sicherlich aber ebenso am Drehbuch liegt. Die zwei Männer sind in Kombination einfach sehr unterhaltsam. Maria Bakalova (Bodies Bodies Bodies) als Tochter Anna holt als Abrundung die menschliche Seite von Nikolai hervor.

In Summe also eine wohl durchdachte und mit Liebe gemachte Komödie mit Action-Einlagen, die Interesse statt Langeweile erzeugen kann und das ganze wird getragen von Schauspielern, die in bester Spiellaune genau wissen, was ihre Aufgabe ist. Die beiden Regisseure sollte jeder Mensch, der gerne gut unterhalten wird, auf jeden Fall auf dem Radar haben.

„Mayday“ bekommt von mir 8,5/10 Rettung auf mehreren Ebenen erfahrende Empfehlungspunkte.

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The End Of Oak Street (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/09/17/the-end-of-oak-street-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/09/17/the-end-of-oak-street-filmkritik/#respond Thu, 17 Sep 2026 05:56:16 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39221 Denise (Anne Hathaway) und Greg (Ewan McGregor) sind verheiratet, haben zwei Kinder und einen Hund. Aber die Ehe bröckelt. Er trinkt, sie schreibt an einem Roman, in dem es um eine Frau mit zwei Kindern geht, die sich scheiden lassen … Weiterlesen

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Denise (Anne Hathaway) und Greg (Ewan McGregor) sind verheiratet, haben zwei Kinder und einen Hund. Aber die Ehe bröckelt. Er trinkt, sie schreibt an einem Roman, in dem es um eine Frau mit zwei Kindern geht, die sich scheiden lassen will. Die Kinder hören nur durch die geschlossene Kinderzimmertür, wie sich die Eltern immer mehr voneinander entfernen.

Eines Morgens ist aber alles anders, denn in der Nacht sind seltsame Lichter aufgetaucht und die Familie steht vor einer Herausforderung, die niemand kommen sehen kann: Das gesamte Viertel wurde scheinbar in der Zeit zurückgeschleudert und ist jetzt umgeben von Urwald. Und in dem Leben Dinosaurier. Die sich langsam mal das Viertel ansehen, scheinbar genauso überrascht wie die Familie. Nur zählt für die Dinos nur eins: Sie haben Hunger.

Kann sich die Familie zusammenraufen und ihre Konflikte überwinden, um das hier zu überleben?

Da haben wir also wieder einen Dino-Film, der an der Kinokasse abstaubt und scheinbar in den ersten beiden Tagen nach seiner Veröffentlichung bereits rund 60 % seines Budgets wieder eingespielt hat. Gratulation an alle Involvierten, allen voran natürlich dem Regisseur David Robert Mitchell. Der Mann hat vorher „It follows“ und „Under The Silver Lake“ gemacht. „It follows“ wurde damals ja quasi als Neuerfindung des Horrorfilms gefeiert. Habe ich nicht so empfunden, aber ich gönne allen ihren Erfolg.

Für „Oak Street“ gibt sich Mitchell allerdings sehr handzahm und der Film bietet eigentlich keine Überraschungen. Die Einzige, die man vielleicht so nennen kann, ist, dass die Figuren ein wenig mehr Tiefe bekommen als in vielen anderen Filmen. Aber im Grunde geht es auch hier nicht über Klischees hinaus. Greg, ein grandioser Ewan McGregor, der immer optimistisch ist und seine Frau Denise (Anne Hathaway spielt wie üblich Anne Hathaway), die das schön langsam zum Kotzen findet, sich aber den Schritt in Richtung Trennung nicht zu gehen traut und stattdessen lieber ihren Wunsch in Romanform auslebt. Familiendramastoff, wie er im Buche steht.

Dann streut man Dinos darüber und das alles rückt in den Hintergrund. Und natürlich – was auch sonst? – rauft die Familie sich zusammen, entdeckt, wie sehr man sich ja eigentlich lieb hat und bla bla bla. Schön, wenn einen die Dino-Apokalypse wieder zusammenbringt. Freut mich für euch.

Was die Dinos betrifft: Die Effekte und Optik sind wohl auf dem neueren Stand der Erkenntnis, soll heißen, sie sehen gut aus, passen super ins Bild (großteils zumindest) und sie haben teilweise Federn. Ungewohnt, aber passend.

Weniger passend finde ich den Mangel an Spannung, der im Film vorherrscht. Ja, am Anfang, als noch der Panikmodus regiert und die Platts (so der Nachname der Familie) sich im Haus einsperren, bekommt man durch die Geräuschkulisse im Außen mit, wie die Nachbarschaft dezimiert wird und einen Pterodactyl-Angriff auf einen Nachbarn beobachtet die Familie auch. Schreitet aber nicht ein. Wenn das eine Metapher sein soll, dann ist sie ein wenig plakativ geraten.

Generell dachte ich mir nach gut drei Viertel des Films, dass die unterliegende Message zu sein scheint: Hilf niemanden, denn du stirbst sonst. Das passiert nämlich so gut wie allen Leuten, auf welche die Platts treffen. Ein paar kommen wirklich nur aus ihren Verstecken, um ihnen zu helfen – meistens, weil sie sich aus Dämlichkeit in dumme, ausweglose Situationen gebracht haben – und gehen dann sozusagen als Dank dafür drauf. Schöne Message, oder?

Generell fand ich die Idee toll, die Kameraführung und Inszenierung funktioniert super, mit ein paar coolen Entscheidungen, was die Bildkomposition betrifft. Aber in Summe war der Film eine herbe Enttäuschung für mich. Zum einen – und das schreibe ich nicht, weil es mich grundsätzlich stört, sondern weil es wieder dermaßen plakativ ist -, sind hier die Frauen wieder einmal die wahren Heldinnen und die Männer sind alle Idioten. Und das meine ich genauso.

Beispiel: Der Sohn der Familie nimmt Pfeil und Bogen mit, weil … Gründe. Und wenn es dann darum geht, jemand zu retten, dann trifft er natürlich kein einziges Mal und er muss immer gerettet werden. Entweder von seiner Mutter oder seiner Schwester, aber der bekommt allein nie was auf die Reihe. Er ist auch der Grund, warum – im Grunde – ein Familienmitglied draufgeht. Er sieht nämlich seinen Hund draußen, weshalb er aus dem sicheren Haus ausbricht und ihm folgt. Dann folgt ihm seine Schwester und dann folgen ihnen die Eltern. Ja. Es ist diese Art von Film.

Auch der Papa – da rettet er Denise, indem er einen T-Rex (oder Allosaurus, bin ich mir nicht mehr sicher) einen Schlegel gegen die Birne donnert, was diesen von den Socken wirft, nur um ihm dann den Rücken zuzudrehen und mit seiner Frau zu reden. Dümmste Entscheidung überhaupt.

Ja, es gibt einen Todesfall in der „nuclear familiy“. Das hat mich dann doch überrascht. Auch der Umgang damit. Das ist wirklich eine starke Szene, weil die Reaktionen so nachvollziehbar sind. Die sichtlich unter Schock stehende Person funktioniert und auf die Tipps eines der Kinder, das ihr sagt, was sie machen sollen, reagiert sie, indem sie es anschreit, dass sie gerade gesehen hat, wie X gefressen wurde. Das Kind starrt sie kurz an, dann treten Tränen in seine Augen und es sagt: „Ich auch.“ Dann erst macht es „klick“ beim Elternteil und dieser checkt, dass es sich zusammenreißen und stark sein muss. Das hat mir gefallen. Danach nimmt sich der Film auch ein wenig Zeit, um die Trauer zu zeigen. Das finde ich in Filmen immer gut.

Und für alle, die es wissen wollen: Nein, der Film hält das nicht durch. Natürlich wird wieder alles gut, immerhin reden wir hier von „Zeitreisen“. So wie generell das Ende ein Haufen Kitsch ist und einfach nicht logisch zum Rest passt. Sorry, leichte Spoiler, aber wir sehen dann Personen, die vorher gestorben sind, die jetzt wieder leben, weil sie jemand angerufen hat und ihnen gesagt hat, sie sollen abhauen – die Familie landet nämlich ein paar Minuten vor den komischen Lichtern in der Jetztzeit. Genau. Der Nachbar, der wohl das A****loch im Film sein soll, verlässt mitten in der Nacht sein Haus und fährt irgendwohin, weil ihm die Nachbarn, die er ohnehin nicht mag, sagen, er soll das tun. Mhm. Also die Dinosaurier sind glaubwürdiger.

Egal – ich bin ohnehin nicht wirklich begeistert vom Film. Er ist okay, hat aber so viel mehr Potenzial geboten als hier umgesetzt wird. So viele Drehbuchmomente, in denen ich mich gefragt habe, warum man das nicht weggelassen hat oder zumindest anders gemacht. Ich fand es zum Ärgern. Zu viele Klischees. Und manche Dinos tauchen aus dem Nichts auf, einfach, damit man „Spannung“ erzeugen kann (gähn), gerade gegen Ende des Films hagelt es viele dieser Momente. Schade. In der ersten Hälfte wurde das alles entspannter und besser inszeniert.

Nochmals kurz zurück zum Ende: Die Entscheidung, die hier getroffen wird, bzw. was hier gemacht wird – da darf man wirklich keine paar Minuten lang nachdenken, denn eigentlich ist das moralisch ein Wahnsinn. Aber vielleicht war das Absicht. Vielleicht hat Mitchell seinen Horrorfilmfaible doch ein wenig einfließen lassen und er wollte, dass die Leute sich denken „Moment“ – und dann in Horror und Schockstarre übergehen und über die Kaltschnäuzigkeit einer der Figuren entsetzt sind?

Keine Ahnung. Vermutlich denke ich da mehr drüber nach als die Macher selbst. Vielleicht fanden sie es einfach nur cool oder ihnen sind andere Ideen ausgegangen.

„The End Of Oak Street“ bekommt von mir 5 von 10 möglichen, leider in der zweiten Hälfte ganz stark nachlassende und sogar verärgert machende, Punkte.

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Above and Below (2026 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/09/15/above-and-below-2026-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/09/15/above-and-below-2026-filmkritik/#respond Tue, 15 Sep 2026 05:00:09 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39217 Tatiana (Laura Marano) macht ihr Bruder wieder mal Sorgen. Gerade hat er gegen Burns (Antonio Banderas) Geld verloren, doch dieser hat Mitleid mit ihm und deshalb schenkt er ihm einen Ausflug auf einem Boot, auf dem man im Käfig Hai-Tauchen … Weiterlesen

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Tatiana (Laura Marano) macht ihr Bruder wieder mal Sorgen. Gerade hat er gegen Burns (Antonio Banderas) Geld verloren, doch dieser hat Mitleid mit ihm und deshalb schenkt er ihm einen Ausflug auf einem Boot, auf dem man im Käfig Hai-Tauchen kann.

Der Traumurlaub der insgesamt fünf Freunde in Mexiko scheint daher trotz des Geldverlustes, gerettet zu sein. Als sie jedoch zufällig entdecken, dass das Boot gleichzeitig zum Schmuggeln von Drogen benutzt wird, haben sie plötzlich ein ganz andere Probleme…

Von seinem für mich besten Film Accident Man bis hin zu seinem mittelmäßigen Chief of Station, Regisseur Jesse V. Johnson hat sich bei seinen Filmen der Action verschrieben. Darum wundert es auch nicht, dass die imdb hier nicht Horror als Genre angegeben hat, obwohl die Story wie eine Variation von 47 Meters Down klingt.

Um es gleich vorweg zu nehmen: der Film ist in Summe nicht wirklich gut, aber er hat Dinge, die funktionieren. Wie der Titel bereits vermuten lässt, lauert hier die Gefahr nämlich nicht nur im Wasser, sondern auch darüber. Die zwei Ebenen Drogenschmuggel und Hai-Survival-Drama zu verbinden, ist an sich eine spannende Idee.

Die Szenen unter Wasser sind dann zwar Genre typisch, dafür aber atmosphärisch gelungen. Was man nicht von der menschlichen Gefahr an Bord behaupten kann. Die Stimmung hat mehr von einem Kasperl-Theater, als von einem Kammerspiel. Antonio Banderas (Gun Shy) als Burns holt sich hier einfach seinen Gehaltsscheck ab, ohne sich auch nur ansatzweise anzustrengen.

Den jungen männlichen Darstellern kennt man ihre Unerfahrenheit bzw. wenig vorhandenes Können an, dafür machen die Ladys (nicht nur optisch, obwohl die Kamera unter Wasser von hinten gerne ein gewisses Körperteil in den Fokus rückt) einiges wieder gut. Vor allem Sängerin und Schauspielerin Laura Marano (The Royal Treatment) als Hauptfigur Tatiana überzeugt durch Natürlichkeit und Kampfgeist.

Die Ambivalenz von gewissen Figuren, ist ebenso erfreulich. So nach dem Motto: das Gesetz brechen ja, aber es gibt auch Regeln, so wie etwa zu seinem Wort zu stehen. Dennoch lauert hier die wahre Gefahr bzw. liegt hier der Schwerpunkt, denn die Haie an sich töten nur einen einzigen Menschen.

Grundsätzlich ist es ja nicht schlecht, dem Hai-Genre abseits der Trash-Ebene neue Impulse zu verpassen. 2026 ist aber scheinbar kein gutes Jahr dafür. The Devil’s Mouth und vor allem Chum, haben das zuletzt für mich bewiesen. Hier ist es wohl vor allem das uninspirierte Drehbuch und die größtenteils gelangweilten/überforderten Darsteller, die die Sache hinunter ziehen.

Maranos Performance macht Spaß und die CGI-Haie sehen richtig gut aus, vor allem in Kombination mit den praktischen Effekten (echtes Kunstblut usw). Viel mehr Positives kann ich über diesen Film, der streckenweise langweilig und in den schlimmsten Momenten auch lächerlich ist, nicht wirklich sagen. Der Hai-Boom 2026 geht auf jeden Fall weiter, denn ich habe bereits den nächsten (besseren) Genre-Beitrag gesehen.

„Above and Below“ bekommt von mir 4,5/10 geschenkte Ausflüge auf einem Boot für Drogenschmuggel, in Zukunft lieber nicht annehmende Empfehlungspunkte.

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Black Box (2026 Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/09/12/black-box-2026-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/09/12/black-box-2026-filmkritik/#respond Sat, 12 Sep 2026 05:00:19 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39211 Jeremy bordet den Flug 298 und es geht ihm nicht gut. Aber das ist nur eine Randnotiz, denn tatsächlich geht es einem anderen Mann viel schlechter. Er verkriecht sich am WC und kommt quasi nicht mehr raus. Als die kleine … Weiterlesen

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Jeremy bordet den Flug 298 und es geht ihm nicht gut. Aber das ist nur eine Randnotiz, denn tatsächlich geht es einem anderen Mann viel schlechter. Er verkriecht sich am WC und kommt quasi nicht mehr raus. Als die kleine Chloe (Molly Belle Wright) aufs WC muss, wird er darauf hingewiesen, dass es Zeit ist, die Toilette zu verlassen.

Er kommt aus der Toilette und blickt aus dem Fenster – dann tickt er aus, ruft, dass sie alle sterben werden und will sogar ins Cockpit einbrechen. Dann wird er überwältigt, aber er beginnt aus so ziemlich allen Körperöffnungen zu bluten.

Kurz darauf blutet Chloe aus dem Ohr. Und Jeremy ebenfalls. Außerdem sieht er draußen in den Wolken bunte Lichter. Niemand anderer sieht sie – außer Chloe.

Was geht hier vor?

Es ist schon eine Weile her, seitdem ich einen Film gesehen habe, der in einem Flugzeug spielt. Und ich meine ausschließlich. Also dachte ich mir, klingt „Black Box“ doch ganz in Ordnung.

Geschrieben hat den Film Stephen Susco, der auch das Remake von „The Grudge“ geschrieben hat oder „Unknown User 2: Dark Web“). Die Regie hat Steven Quale übernommen, der zum Beispiel „Final Destination 5“ inszeniert hat. Also zwei Leute, die ein wenig Ahnung haben.

Und das Ergebnis hat mich tatsächlich überrascht. Ich meine, die Frage, was da an Bord vorgeht ist durch den Poster und die Tentakel darauf ja doch schon beantwortet, also ist das auch kein Spoiler. Die Frage ist halt: Bilden sich manche Leute an Bord das nur ein oder passiert das alles wirklich? Nun, das verrate ich euch nicht.

Anfangs war ich extrem skeptisch, denn der Film ist relativ flott geschnitten und verbindet die Beobachter-Perspektive mit Handheld-Kamera-Aufnahmen, denn es gibt natürlich auch genug Leute an Bord, die Influencer sind oder einfach gern Dinge filmen.

Die schauspielerischen Leistungen sind absolut in Ordnung und alle bringen eine gute Leistung. Tom Brittney als Jeremy ist ein sympathischer und netter Charakter, dem man gerne folgt und dem man viel Glück wünscht. Auch wenn der Drehbuchautor den ältesten Trick der Welt zückt, damit es so ist: Es gibt ein kleines Mädchen an Bord, welches von einem Typen unfair behandelt wird und er stellt sich auf ihre Seite und kümmert sich nett um sie. Wer kann den Mann bitte nicht mögen?

Das dachte sich auch der Drehbuchautor, weshalb Emma – eine der Stewardessen – natürlich auch sofort vertrauen zum ihm hat und diesen gewissen „wären wir jetzt beide allein Blick“ aufsetzt, wann immer sie ihn sieht. Später merkt man dann auch noch, dass er Arzt ist bzw. war bzw. so was ähnliches – und dann ist ohnehin alles klar.

Denkt man.

Denn das hier ist keine Love-Story und der Film ist ein richtiger Slowburner. Die Anzeichen, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen abläuft verdichten sich. Es ist aber nie klar, ist es ein Virus? Ist es Paranoia? Oder ist es ein Versuch des Militärs? Sind es Außerirdische? Was geht hier vor?

Und wenn dann nach über eine Stunde klar ist, was los ist, dann sieht das Ganze noch dazu wirklich gut aus. Und die letzte halbe Stunde vergeht rasch. Ja, hier arbeitet man dann klare Klischees ab, aber sie funktionieren – großteils, weil man die Figuren mag.

Auch cool: Es gibt einige Szenen im Film, die ich in der Form noch in keinem „Spielt nur in einem Flugzeug“-Film gesehen habe. Die Optik, die Perspektiven – alles funktioniert wirklich gut und erzeugt Spannung. Im Vergleich zu der Skepsis, die ich anfangs verspürte, merkte ich gegen Ende, dass der Film mich für sich gewonnen hatte.

Das Ende ist … böse. Bitter. Gemein. Wie immer man es dann sehen mag, aber es ist auf jeden Fall passend für den Film und wenn dann der Abspann einsetzt, dann musste ich doch ein wenig grinsen. Das ist Schritt für Schritt und absolut nachvollziehbar eskaliert und hat mich wirklich reingeholt in den Film.

Fand ich gut.

Müsste ich den Film in einem Satz zusammenfassen: „The Mist“ von King in einem Flugzeug. Natürlich nicht ganz so gut. Aber trotzdem sehenswert.

„Black Box“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, aus wenigen Mitteln viel machendes, Punkte.

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The Runner (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/09/10/the-runner-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/09/10/the-runner-filmkritik/#respond Thu, 10 Sep 2026 05:00:32 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39192 Maia (Gal Gadot) arbeitet als Anwältin in London. Gerade hat sie ihren Sohn in der Schule abgeliefert und geht danach eine Runde laufen durch den Park. Nach einiger Zeit bekommt sie einen Anruf vom Handy ihres Sohnes Noah (Rory Wilmot). … Weiterlesen

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Maia (Gal Gadot) arbeitet als Anwältin in London. Gerade hat sie ihren Sohn in der Schule abgeliefert und geht danach eine Runde laufen durch den Park. Nach einiger Zeit bekommt sie einen Anruf vom Handy ihres Sohnes Noah (Rory Wilmot).

Am anderen Ende befindet sich ein unbekannter Anrufer (Damian Lewis) der angibt, ihren Sohn in seiner Gewalt zu haben. Wenn sie nicht tut was er will, dann wird Noah aus seinem diabetischen Koma, nicht mehr aufwachen…

Ich erzähle euch nun eine Geschichte: kurz nach der Geburt ihres vierten Kindes, erholte sich Gal Gadot gerade von den Folgen einer zerebralen Sinusvenenthrombose (dabei blockiert ein Blutgerinnsel den Blutfluss aus dem Gehirn). Während dieser Zeit landete das Drehbuch von The Runner auf ihrem Schreibtisch.

Sie machte sich einen Zoom-Call mit Regisseur Kevin Macdonald (State of Play) aus, nur um aus körperlichen Gründen abzusagen, da sie 85 Prozent des Filmes laufend verbringen müsste. Auf die Frage, was ihre gesundheitlichen Probleme wären, antwortete sie CVST (abgekürzt). Darauf antwortete Macdonald verblüfft, dass er sechs Wochen zuvor genau das selbe Problem hatte.

Wegen diesem geteilten „Gesundheits-Schreck“ konnte er sich nur Gadot in dieser Rolle vorstellen. Er sprach mit dem Studio, sie warteten einige Zeit auf ihre Genesung und nach einem intensiven Training mit einem olympischen Laufcoach, stand bzw. lief sie schließlich vor der Kamera für AmazonPrime. Dem körperlichen Verfall in Richtung best möglicher Gesundheit entgegenlaufend, schön für sie.

Wer mich kennt weiß jetzt schon genau, warum ich das hier erzählt habe. Genau, diese Story ist nämlich viel erfreulicher, als der fertige Film bei dem noch am Besten ist, dass er nach unter 80 Minuten Laufzeit, auch schon wieder vorbei ist. Hauptprobleme sind (ab jetzt folgen Spoiler): Gadot als Maia soll zum Zielort laufen, damit sie besser vom Bösewicht überwacht werden kann.

Diese Prämisse ist lächerlich (so viel kann dabei schief gehen aus Sicht des Schurken) und manche Filme kommen mit so etwas durch, hier muss man aber immer wieder mal einfach den Kopf schütteln. Die Kritik an der nach Handy süchtigen KI-Gesellschaft verpufft und ärgert nur, weil sie mit dem plumpen Zeigefinger der Größe eines Big Bens präsentiert wird.

Wie mit Wackelkamera und schnellen Schnitten Spannung beim Laufen erzeugt werden soll, ist zwar naheliegend bzw. nachvollziehbar, in der Praxis nervt es jedoch schon nach einigen Minuten und erzeugt beinahe Kopfschmerzen, wenn man zu konzentriert hinsieht. Ebenfalls klar warum aber fast noch anstrengender, ist das ständige Schnaufen von Gadot, dass wohl dramatisch sein soll, das man aber ruhig einige Dezibel hinunter schrauben hätte können.

Dann wäre da Gal Gadot (Heart of Stone). Es gibt natürlich schlechtere Schauspieler, aber ihre Bandbreite ist begrenzt. Darum sind ihre besten Momente hier wohl auch physisch und nicht emotional. Damian Lewis (Homeland) als Entführer ist ein anderes Kaliber, er wird aber verschenkt und bekommt kaum etwas zu tun.

Was ist dann am Ende die Moral von der Geschichte? Eine Anwältin ist hier die Heldin, die sich dafür rühmt, dass sie die Erzählweise kontrolliert und so beim Finale das bekommt, was sie will. Nach dem Motto: Manipulierst du, gewinnst du am Ende und dabei bitte ja nie zu viel Wahrheit einbauen. Irgendwie eine schöne scheinheilige Moral, fast wie aus einem modernen Disney Film.

Dass sie ihren unbewaffneten Vater erschossen hat als Kind, weil er ihre Mutter verprügelt hat und diese für die Tat ins Gefängnis gegangen ist und dass sie als Erwachsene sich dann einen Samenspender gesucht hat, damit es ja keine väterliche Bezugsperson für ihren Sohn (ha, so ein Pech aber auch) gibt, das ignorieren wir dabei lieber einfach (ach modernes Storytelling, U Gotta Love it).

„The Runner“ bekommt von mir 3,5/10 vor den eigenen Schwächen nicht davon laufen könnende Empfehlungspunkte.

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Elisabeth (Demi Moore) ist Fitnesstrainerin in Hollywood – also TV-Fitnessshow und -videos. Wie Jane Fonda. Eines Tages eröffnet ihr ihr Produzent Harvey (Dennis Quaid), dass mit 50 im Grunde die Karriere vorbei ist für Frauen in Hollywood. Auch wenn er das nicht von ihr behauptet, so ist Elisabeth völlig klar, was er meint.

Da sie sonst nichts hat in ihrem Leben – keine Freunde, keine Hobbys, schlichtweg kein Leben, fährt sie deprimiert nach Hause, baut einen Unfall und landet im Krankenhaus. Mit Glück kommt sie nur mit ein paar Schrammen davon. Aber einer der Pfleger im Krankenhaus meint, sie wäre eine gute Kandidatin. Wofür? Für „The Substance“.

Zuerst ist Elisabeth zögerlich, aber rasch nimmt sie das Angebot an und bekommt die erste Dosis geliefert. Denn „The Substance“ liefert dir eine zweite, junge, energische Version von dir. Im Falle von Elisabeth ist das Sue (Margaret Qualley) und die ist sehr auf Erfolg und Erfolg und Erfolg gebürstet. Es funktioniert also.

Das Thema ist: Sue ist eine physische Abspaltung von Elisabeth, braucht diese also zum Leben. Das bedeutet, dass sie Flüssigkeit aus Elisabeths Körper braucht, diese muss sich aber erst nach und nach regenerieren. Das heißt: Eine zeitlang kann sie Sue sein, dann muss sie jedoch wieder Elisabeth werden.

Das gefällt Sue gar nicht. Nämlich so richtig gar nicht … zumal das Absaugen der Flüssigkeit für Elisabeth verheerende Konsequenzen zu haben scheint …

Von diesem Film habe ich ja sehr oft gehört. Und im Zuge dessen, wie großartig er ist und wie grandios Demi Moore hier aufspielt. Nun, zum zweiten Punkt: Demi Moore kommt zwar immer wieder vor, ist aber mit Sicherheit nicht die Hauptrolle. Und noch dazu ist sie am Anfang vielleicht als Demi Moore zu erkennen – aber nicht wirklich lange. Und dann – nun, dann kann man dem Make-Up-Department wirklich gratulieren, das gebe ich zu. Aber Schauspiel? Das braucht es dann nicht mehr so wirklich, würde ich mal sagen. Abgesehen davon – wovon der Film wirklich lebt, ist seine Machart – und Margaret Qualley mit Dennis Quaid.

Zuerst zu letzterem: Der ist ja nur dabei, weil die ursprünglich geplante Besetzung leider verstorben ist, aber hey – der Mann gibt hier alles. Quaid ist hier einfach ein Wahnsinn. Abstoßend, brillant, herrlich – der hat hier den Spaß seines Lebens. Und es gibt eine Szene, in welcher er gemeinsam mit Demi Moore isst – das ist in etwa das Gegenstück zur berüchtigten Szene in „Herr der Ringe – die Rückkehr des Königs“ als Denethor seinen Sohn Faramir in die Arme der Orks laufen lässt, während Merry ihm was vorsingen darf und er isst. Eklig und ja, die Message kommt rüber. Absolut.

Und Qualley? Die kannte ich vorher nicht, aber Herr im Himmel, die ist ein Hammer. Ja, die Rolle ist sehr eindimensional, aber sie füllt diese perfekt aus. Die Mimik, die Gestik, die Präpotenz – das spielt sie wirklich gut. Immer diese leichte Überheblichkeit, auch ihrem „alten“ Ich gegenüber, super ist das.

Dazu kommt die Machart des Films – die Schnitte, die Perspektiven und die Soundeffekte. Das ist hier das wirklich Wichtige. Das, was hier alles zusammenhält. Der Film ist nämlich flott und spannend erzählt. Allein die gewählten Einstellungen und Perspektiven machen das Ganze verdammt interessant. Fischauge-Linsen bei seltsamen Verhaltensweise oder Personen. Die Farbgebung. Die Schnitte. Was richtig spannend ist: Die – Verzeihung – „Ass-Shots“. Ich glaube nicht, dass ein Mann damit durchgekommen wäre, bei diesem Film hier so viele Aufnahmen von (wunderschönen) Frauenhintern einzubauen. Aber das musste halt sein. Fitnessvideo und so. Nämlich.

Nicht, dass ich mich beschweren will, weil – nochmals – sehr ansehnlich das alles. Trotzdem fand ich das alles schon ein wenig viel und ein bisschen zu sehr aufs Auge gedrückt.

Trotzdem – über zwei Drittel des Films funktioniert das alles erstaunlich gut, reißt mit und man bleibt dran. Auch, weil alles so schnell geht und völlig ohne Füller-Material inszeniert ist. Also Hut ab vor Coralie Fargeat (die vorher, den nicht minder interessant inszenierten „Revenge“ gemacht hat).

Was dann zum Problem wird ist das letzte Drittel, denn offensichtlich wusste niemand, wie man den Film gut zum Ende bringt, denn die „Message“ muss ja wirklich mit dem Presslufthammer in die Köpfe der Leute reingeprügelt werden. Und auch die Inszenierung von manchen Szenen ist einfach viel zu lang geraten.

Ich behaupt mal, nicht zu spoilern, wenn ich verrate, dass es einen Zweikampf zwischen Sue und Elisabeth gibt und dieser dauert einfach viel, viel, viiiiiel zu lange. Und ab da geht es mit dem ganzen Film bergab. Einerseits, weil man weiß, was passieren wird und wie es weitergehen wird. Und andererseits, weil das alles viel zu sehr in die Länge gezogen wird. Ich meine, der oben erwähnte „Herr der Ringe“ hat auch sieben Enden, aber das ist auch das Finale von gut 11 Stunden Film. Hier ist es das Finale von knappen zwei Stunden. Und es zieht sich.

Außerdem ist es völlig unnötig übertrieben und trotz meterhoher (oder gerade deswegen) Blutfontänen einfach langweilig. Da wird gefühlt ein kompletter Kinosaal mit Blut geflutet (welches übrigens zu 100% aus einer Person rauskommt … wie auch immer das gehen soll) und es bringt … nichts. Null. Da war keine Emotion in mir außer: „Hört das dann mal auf?“.

Schade. Wirklich schade. Einer dieser Fälle wo ein planloses und völlig deplatziert wirkendes Ende einen Film runterzieht, der bis dahin wirklich gut und spannend war.

Ich meine irgendwie passt es auf einer Meta-Ebene schon, weil die Charaktere im Film genauso hohl und auf eine Sache reduziert sind wie der Film an sich. Und allzu lange darüber nachdenken darf man auch nicht. Nur eine Frage: Wenn Elisabeth sich nicht an das erinnert, was Sue getan hat – warum will sie Sue am Leben halten? Sie hat nichts davon. Gar nichts. Aber gut, ist halt so. Der Film bleibt so platt, wie die Message, die er hat.

Naja, für zwei Drittel war es ein cooler Ritt mit schöner Optik, interessanten Perspektiven und coolen Performances (vor allem – nochmals – Dennis Quaid), aber in Summe ist das ganze Paket einfach völlig banal. Schade. Hätte ich mir mehr erwartet.

„The Substance“ bekommt von mir 6,5 von 10 möglichen, durch Dennis Quaid und wunderschöne Körper aufgewertete, Punkte. (und ja, mir ist klar, dass der Satzteil mit „durch schöne Körper aufgewertete“ die Message des Films ad absurdum führt. Das ist Absicht.)

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Reacher – Staffel 3 (Serienkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/09/05/reacher-staffel-3-serienkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/09/05/reacher-staffel-3-serienkritik/#respond Sat, 05 Sep 2026 05:00:39 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39155 Gerade als Jack Reacher (Alan Ritchson) einen Diebstahl an einer Bushaltestelle verhindert, sieht er plötzlich einen Mann namens Quinn (Brian Tee), den er für tot gehalten hatte, da er ihn auf Grund seiner Missetaten, selbst erschossen hat. Reachers Weg diesem … Weiterlesen

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Gerade als Jack Reacher (Alan Ritchson) einen Diebstahl an einer Bushaltestelle verhindert, sieht er plötzlich einen Mann namens Quinn (Brian Tee), den er für tot gehalten hatte, da er ihn auf Grund seiner Missetaten, selbst erschossen hat.

Reachers Weg diesem Mann näher zu kommen, bringt ihn zu einer Zusammenarbeit mit DEA Agent Susan Duffy (Sonya Cassidy) und einem damit verbundenen Undercover Einsatz bei Gangsterboss Zachary Beck (Anthony Michael Hall), dessen Sohn Richard (Johnny Berchtold) er vor einer Entführung gerettet hat…

Die dritte Staffel von Reacher auf AmazonPrime umfasst erneut acht Folgen und konnte ab Ende März 2025 komplett gestreamt werden (und ja, ich habe wieder bis zum Start der aktuellen Staffel mit der Sichtung gewartet – mit August 2026 startete die vierte Staffel). Verfilmt wurde dieses mal das siebte Buch der Serie mit dem Namen „Persuader“.

Reacher rein als Person ist ja keiner, mit dem man das Wort „subtil“ assoziieren würde. Wenn man Namen von Videospiel-Genres nehmen würde, dann wäre er neben den immer wieder kehrenden Shooter Elementen, in der ersten Staffel als Brawler unterwegs, Staffel zwei ist dann ein Coop-Fighter und bei Staffel drei ist Stealth die neue Mechanik.

Reacher ist undercover und bei seiner Art Probleme zu lösen, ist das eine ziemlich große Herausforderung. Ebenso neu für ihn ist es mit Paulie – der Nummer 1 seines Gegenspielers – einen Feind zu haben, der sowohl größer als auch stärker als er selbst ist. Hinzu kommt eine Cop-Lady als Love Interest, die genau so direkt wie er ist und zwischenmenschliche Begegnungen, genau so nüchtern betrachtet.

Die Action tritt daher zu Gunsten der Thriller-Spannung auch streckenweise in den Hintergrund, jedoch bekommt man im Gegenzug dafür den XXL-Kampf Reacher vs Paulie in der letzten Folge spendiert. Bis dahin gilt es gleich mehrere lose Fäden aka Menschen in Bedrängnis, zu einem befriedigenden Ende zu bringen.

Sonya Cassidy (Survivor) als Duffy liefert sich mit Reacher die besten und für ihn typischen Gespräche und kann sogar auf eine unterhaltsame Art mit ihm mithalten. Johnny Berchtold (The Passenger) als Richard wünscht man die Stärke zu finden, um sich aus dem Schatten seines Vaters und dessen Welt heraus zu kämpfen und bei Olivier Richters (Black Widow) als Paulie denkt man sich ständig, wie Reacher diesen Brocken wohl besiegen können wird.

Alan Ritchson (War Machine) lebt seine Rolle weiterhin als hätte er niemals etwas anderes gespielt und wie er hier seine klaren Pläne langsam auflockert, wenn sonst ein Mensch, den er zu schätzen gelernt hat, darunter leiden würde, ist durchaus eine neue Seite von ihm. Maria Sten als Neagley darf natürlich auch wieder cool und lässig als Unterstützung vorbei schauen.

Jede Staffel hat sich bis jetzt von der Dynamik etwas anders angefühlt, ohne den typischen Reacher Charme zu verlieren. Diese Staffel punktet mit sehr unterschiedlichen Figuren, die alle interessant und/oder sympathisch sind und jede Person etwas zu verlieren hat. Das Ende der Story überrascht dabei vielleicht weniger, dafür ist es umso befriedigender.

„Reacher Staffel 3“ bekommt von mir 8/10 zwischen den eigenen Stärken gekonnt hin und her wechselnde Empfehlungspunkte.

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Best Of Worst Case: Dinosaur Hunt (Filmkritik) http://darkagent.blogsit.net/2026/09/03/best-of-worst-case-dinosaur-hunt-filmkritik/ http://darkagent.blogsit.net/2026/09/03/best-of-worst-case-dinosaur-hunt-filmkritik/#respond Thu, 03 Sep 2026 05:00:38 +0000 http://darkagent.blogsit.net/?p=39185 Carrie (Emma Charnock) kehrt zurück auf die Insel, um einer Zusammenkunft ihrer Familie beizuwohnen. Aber sie ist skeptisch, denn es gab damals Komplikationen. Bei der Ankunft trifft sie auf Marcus (Simon Ellies), der ihr „Butler“ ist/sein wird. Rasch stellt sich … Weiterlesen

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Carrie (Emma Charnock) kehrt zurück auf die Insel, um einer Zusammenkunft ihrer Familie beizuwohnen. Aber sie ist skeptisch, denn es gab damals Komplikationen. Bei der Ankunft trifft sie auf Marcus (Simon Ellies), der ihr „Butler“ ist/sein wird. Rasch stellt sich jedoch heraus, dass auf der Insel etwas Seltsames vorgeht. Nämlich … Dinosaurier-Spiele. Die laufen im Kern so ab: Zwei Personen werden mit einem Seil zusammengebunden. In der Mitte zwischen den beiden wird ein Strich am Boden gezogen. Und die beiden müssen sich gegenseitig über die Mitte ziehen. Und wer verliert, wird von einem … T-Rex gefressen.

Ja, ihr lest richtig. Und Nein, das ist kein Spoiler, denn damit beginnt der Film. Was wohl alles an abartigen und schrägen Familiengeheimnissen aufgedeckt werden wird …?

Gar nichts. Denn die „Dino-Spiele“ kommen nie wieder vor. Nur zur Info.

Aber zurück zum Start: Es gibt Filme, da weiß man einfach bereits nach fünf Minuten nicht, wie man eigentlich rechtfertigt, dass man noch weiter zusieht und dranbleibt. Das hier ist einer dieser Sorte. Der Film fängt tatsächlich damit an, dass zwei Personen vor einem Anwesen stehen, mit einem Seil zusammengebunden. Und was sie machen ist … Seilziehen. Eine Frau – nämlich May Kelly, der Grund, warum ich dem Film eine Chance gegeben habe – und ein Mann. Mit Muskeln. Und ja, er verliert, aber das nur am Rande. Das wirklich Schlimme an der Sache ist, dass die beiden von drei Männern im Schatten beobachtet werden, die scheinbar das „Spiel“ kontrollieren und darauf achten, dass niemand schummelt. Oder so. Und auf der anderen Seite steht – richtig: Ein T-Rex. Aber keine Angst, er ist angeleint. Ja, ihr lest richtig. Er liegt an einer Leine. Und dann frisst er den Mann. Weil … Gründe. Und May Kelly wird kurze Zeit später einem Raptor geopfert, weil sie „geschummelt“ hat. Ich nehme an, die meinten, dass sie zu weinen begonnen hat, was den Mann dazu gebracht hat, innezuhalten. Oder so. Was weiß denn ich. Stimmig ist das alles hier ohnehin nicht.

Bei Minute 12 sehen wir zwei Wanderer, die wir vorher noch nie zu Gesicht bekommen haben und vor ihnen landet ein – offensichtlich, weil Dinosaurer – Pterodactyl. Die Frau läuft weg, der Mann bleibt stehen und sieht das Vieh entsetzt an. Daraufhin hebt der Saurier sein Maul, holt Luft – und speit Flammen. Nochmals: Ihr lest richtig. Er speiht Flammen. Und natürlich kommt später raus, dass das kein „echter“ Pterdactyl war (ach, nein), sondern ein Experiment bla bla bla. Oder? Nein. Eigentlich nicht. Stimmig? Hm.

Zwischen dieser ersten Szene und Minute 12 erleben wir, wie Carrie ein Gespräch mit ihrem „Butler“ führt, damit wir alle auch wissen, dass Carrie sich von ihrer Familie entfremdet hat. Tatsächlich fand ich diesen Teil sogar ganz gut, weil Simon Ellies wirklich cool spielt und auch Emma Charnock ganz okay ist. ABER wir sehen auch wie Carrie ankommt und von ihrer „Familie“ begrüßt wird. Und hui – ist das schlecht und schlimm. Geschrieben und auch gespielt.

Dann sehen wir noch die „Familie“, wie sie über Carrie sprechen und wie anders sie ist und sich nicht mit der „Legacy“ ihres Vaters anfreunden konnte. Spätestens da, sollte man eigentlich aufhören, weiter zu gucken. Und nur reiner Masochismus oder professionielle Neugier halten dann weiter bei der Stange. Aber es wird noch schlimmer. Wir sheen dann zwei Frauen, die eine Wanderung auf der Insel machen wollen und … ach, wisst ihr was? Ich höre hier auf. Es hat keinen Sinn.

Ich habe ja ein großes Herz für Trashfilme, aber das hier, nun, das hier ist nicht schlecht, es ist schlimm. Wirklich schlimm. Kurz zurück zu den beiden Frauen – wir verbringen tatsächlich mehrere Minuten mit diesen beiden, die dann natürlich vom bereits erwähnten Pterodactyl gejagt werden. Und sie fliehen in den Wald, weil da kann er nicht rein. Und dann … fliehen aus dem Wald zur Küste, weil … ja, weil … deshalb halt. Ach. Warum erwähne ich das überhaupt? Was passiert dann? Die Saurier brechen aus. Und machen Jagd auf alle. Wie wissen wir das? Weil ein fettes, rotes Schild gezeigt wird, auf dem „Containment Breach“ steht. Nämlich. Und dann haben wir gefühlte Wochen in denen wir dem Cast zusehen, die beisammen sitzen und irgendwas besprechen, was niemand interessiert. Vielleicht auch deshalb, weil das Schauspiel in etwa so spannend ist, wie Gras beim Wachsen zuzusehen. Emotionen? Braucht niemand. „We need to get off this island – now!“ Und das in einem Tonfall als würde man fragen, ob eigentlich noch Brot da ist. Selbst, wenn Leute streiten, dann machen die das in einer Tonlage und in einer Lautstärke als hätten sie Angst, die Nachbarn zu wecken.

Dazwischen werden irgendwelche Leute von den Sauriern gefressen – meistens Offscreen, weil man wohl Geld sparen musste. Deshalb sieht man auch immer wieder die „Dino-Cam“, wohl damit man die schlecht animierten (da fehlen gefühlt 50% der Bilder in den Animationen – so abgehakte Bewegungen habe ich seit den 90er Jahren nicht mehr gesehen – richtig schlimm. Wirklich – so schlechte Animationen habe ich seit „Hell’s Labyrinth“ nicht mehr gesehen – und der ist 15 Jahre alt und war damals schon peinlich. Ein kurzer Shout-Out übrigens zur am schlechtesten gemachten Stirnwunde aller Zeiten. Am Ende des Films sieht man übrigens, dass sie sich schon von der Stirn löst …

Ich kann dazu nichts mehr sagen. Es ist wirklich der schlimmste Film – im Sinne von langweilig und schlecht gemacht – den ich seit langem gesehen habe. Außerdem – und das war das einzige, was ich wirklich witzig fand – glaube ich, dass „Raptor Attack“ im gleichen Haus und am gleichen Grundstück gedreht wurde. Aber das nur am Rande.

Und May Kelly, deretwegen ich den Film sehen wollte? Die ist ungefähr zwei Minuten im Film. Der Punkt den ich dem Film gebe sind allein Emma Charnock und Simon Ellis zu verdanken. Charnock versucht aus dem Film rauszuholen was geht (nichts) und Ellies spielt super, ist aber zu kurz dabei, um irgendwas zu retten. Und das Ende des Films … ich denke, das Wort „antiklimatisch“ müsste man extra dafür erfinden.

Best Of Worst Case-Urteil (Trashfaktor: alles)

Hier gibt es eigentlich keine Sache, die dem Film irgendeine Daseinsberechtigung gibt. Gar keine. Ich habe wirklich, bei all den schlechten Film, die ich im Laufe der Jahre gesehen habe, keinen gesehen, der so schlimm war, wie dieser hier. Da sind Filme von „The Asylum“ ja tatsächlich Blockbuster im Vergleich. Einen riesengroßen Bogen machen – RIESENGROSSEN Bogen.

Fazit: Finger weg. Augen weg. Ohren weg. Es gibt hier nichts, was die eineinhalb Stunden irgendwie rechtfertigen würde.

„Dinosaur Hunt“ bekommt 1,5 von 10 möglichen, sich aber absolut nicht verdienende, Punkte.

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