Top of 2015 – Jahresrückblick

Hallo liebe LeserInnen!

Zum Jahresabschluss haben wir das Kino/Film/Fernseh/Gamesjahr 2015 revue passieren lassen und uns gefragt, was eigentlich unsere Lieblinge des vergangenen Jahres waren. Jeder Autor hat sich so seine Gedanken gemacht und seine persönliche Best of – Liste (plus ein paar Negativ-Erlebnisse) erstellt.

Mad Max Fury Road Top of 2015

Spideragents Top 5 (auf diesem Blog verewigte) Momente im Jahre 2015, aufgezählt in keiner bestimmten Reihenfolge:

Bestes Gesamterlebnis: Mad Max: Fury Road. Findet sich auf mehreren Bestenlisten, ich weiß, was nur bedeutet, dass auch noch nach großem „Vorab-Hype“ Erwartungen erfüllt werden können. Eine perfekt inszenierte Action-Oper mit grimmigem Charme, fantastischen Stunt-Sequenzen und Schauspielern, die vor allem auch physisch alles geben. George Miller hat es einfach noch immer drauf!

Spannendster Thrill in Serie: Jessica Jones. Das war knapp, denn die ebenfalls auf Netflix ausgestrahlte Marvel Serie Daredevil, ist ebenso sehr gelungen. Miss Jones hat gesiegt, da sie eigene Wege geht und man als Zuschauer nach ein paar Folgen so involviert ist, dass man am Liebsten alle Folgen hintereinander ansehen möchte. Spannend, erfrischend anders, brutal und irgendwie faszinierend, diese Mischung hat was!

Größter Spass beim Spielen: Until Dawn. Ich bin damals in meiner Jugend mit den guten alten Slashern der 90er Jahre aufgewachsen und dieses Spiel bietet neben toller Grafik einfach genau dieselbe Sogwirkung, die diese Filme für mich ausstrahlten. Impulsiv agieren oder überlegt das „Richtige“ tun? Du entscheidest, wobei die Konsequenzen zum Tod aller oder zur Rettung aller führen können. War eigentlich von Anfang an klar, dass es für mich mehr als einen Spieldurchgang geben würde.

Stärkste Fortsetzung: Jurassic World. Ja, ich gebe es zu. Ich wurde hier wieder zum kleinen Kind, genau wie damals beim ersten Teil mit meiner Tante und meiner Cousine im Kino. Der Geist des Originals ist drinnen, da waren die sich in starker Spiellaune befindenden Darsteller, die Filmmusik und die Spitzeneffekte, nur mehr ein zusätzlicher Bonus. Eine unkritische Sichtweise höre ich hier wen sagen? Stimmt. Trotzdem, für diese Aussage möge die Macht nicht mit euch sein und möge euch der Indominus Rex verspeisen!

Unerwartetste Überraschung: Predestination. War der erste Film, den ich im Jahr 2015 gesehen habe (ohne echte Erwartungen) und einer der faszinierendsten. Die gesamte Atmosphäre des Filmes, der Knoten, den ich im Kopf bekam beim Nachdenken und die in dieser Hauptrolle phänomenale Sarah Snook blieben einfach das gesamte Film-Jahr im Gedächtnis. Was ich als Bonus noch erwähnen muss ist The Final Girls, denn der macht einfach Spass auf mehreren Ebenen. Hier hat mich überrascht, wie gut er mir auch bei mehrmaligem Ansehen, tatsächlich gefallen hat.

P.S.: Als Fan von Comic-Verfilmungen und speziell auch von Marvel (egal welches Studio nun den Film produziert hat) kann man meiner Meinung nach nur enttäuscht sein von Fant4stic. Darum hier die Warnung: geht – solltet ihr euch trotzdem dafür entscheiden – mit einer gedämpften Erwartungshaltung an den Film heran, denn auch wenn hier nicht jedes Detail furchtbar ist, es gab schon sehr lange keinen schlechteren Genre-Beitrag mehr.

Paddington Top of 2015

Fireagents Top 5:

Bester Familienfilm 2015: Ich weiß, ich weiß – ins Kino kam er im Dezember 2014, aber die Blu-Ray kam erst in diesem Jahr, also zähle ich den Film einfach dazu und punktum. „Paddington“ war für mich die absolute Überraschung, weil er mich mit links um den Finger gewickelt hat und das obwohl (oder vielleicht deshalb) ich keine großen Erwartungen hatte. Da sieht man mal wieder, wie super ein Kinderfilm werden kann, wenn nur alle Beteiligten mit dem Herzen (anstatt dem Geld) dabei sind.

Action-Videospiel-Verfilmung des Jahres: „Agent 47“ ganz klar. Der Hitman ist auf dem richtigen Weg, wenn auch immer noch nicht dort angekommen, wo er hinsoll. Die Action passt, die Story ist okay, die Schauspieler/innen passend, die Optik 1A und die Hommagen an die Spiele sind ebenfalls wunderbar eingearbeitet. Was soll ich noch sagen dazu? Ja, es ist eine Videospiel-Verfilmung. Ja, es ist dumpfes Actionfilm-Material daraus geworden, aber hey, man kann nicht alles haben. Meine Erwartungen wurden jedenfalls positiv erfüllt.

Trash-Überraschung des Jahres: Ein Film, dessen Name einfach klar Programm ist: „Zombiber„. Die Macher wussten genau, welche Art Film sie machen und hatten ihren Spaß dabei. Und wir Zuseher mit ihnen. Der Film ist von vorne bis hinten irre, doof – streckenweise brutal – und verdammt unterhaltsam und lustig. Eine klare Empfehlung und obwohl er relativ am Anfang des Jahres kam, bin ich noch immer schwer begeistert davon, wie irre (und kultig) dieser Film ist. Kein „Best Of Worst Case“-Film – dazu hatten die Leute klar zu viel Budget, aber dennoch: Hammer!

Geheimtipp des Jahres: „I, Origins„. Ich mag gar nicht viel dazu schreiben, aber dieser Film ist mir unter die Haut gegangen und hat dort halbwegs was aufgewühlt. Super, nachdenklich machend, skurril und einfach zum Gern haben. Ohne große Antworten zu liefern wirft er große Frage auf und wird noch dazu locker-flockig erzählt ohne je richtig schwermütig zu werden. Alles in allem: Spitzenfilm.

Videospiel des Jahres: „Divinity: Original Sin Enhanced Edition„. Von der Präsentation über die Story, den Detailreichtum der Welt, das Kampfsystem mit den verschiedenen Elementen und überhaupt einfach, weil ich schon ganz vergessen hatte wie super eine stimmige, coole und liebevoll gemacht Rollenspiel-Welt aussehen kann, die einen nicht an der Nase nimmt und von Questmarker zu Questmarker hetzt, sondern klar selbst tüfteln lässt. Da fühlen sich gewonnen Kämpfe noch wirklich wie ein Sieg an (mit der richtigen Strategie schafft man alles) und das Lösen von Rätseln macht wieder Spaß (weil man auch immer wieder mal gehörig tüfteln muss). Ein Must-Play für alle Freunde von Oldschool-Rollenspielen. Warum nicht „Pillars Of Eternity“? Weil ich damit noch nicht fertig bin.

Und nun noch zwei persönliche „Negativ-Highlights“:

Schwächstes Remake: Auf der Liste von Remakes-die-die-Welt-nicht-braucht reiht sich „Poltergeist“ ganz weit vorne ein. „Carrie (2013)“ fand ich noch schlimmer, weil das auch alleine kein guter Film ist, aber Poltergeist macht einfach so viel falsch, was die Leute locker hätten richtig machen können. Wirklich, wirklich schade. Es hätte was werden können. Echt.

Enttäuschung des Jahres: Nein, nicht „Star Wars – Episode VII“ (denn die hatte ich genauso erwartet), sondern „It follows„. Groß gehypt als „die Revolution im Horrorfilmgenre“ und dann das. Peinlich. Hätte großartig werden können, ist aber nur Durchschnitt. Schade.

Marvel´s-Jessica-Jones Top 0f 2015

Zinderellas Tops und Flops

Beste Serie: Auch ich muss hier eindeutig „Jessica Jones“ wählen, denn diese Serie hat ziemlich alles richtig gemacht. Eine Heldin, die eigentlich gar keine ist und ein dank dem hier großartig spielenden David Tennant charismatischer Bösewicht laden förmlich dazu ein, die Serie in einem durch anzusehen – so wie ich.

Schlechteste Serie: „Minority Report“ – selten war ich so enttäuscht. Nachdem ich den Film, auf den die Serie basiert genial finde, konnte ich mit dieser Serie, die kaum Ähnlichkeiten mit der Vorlage hat, nichts anfangen und hörte schon nach dem Piloten mit dem anschauen auf.

Beste Fortsetzung: Nach einigem Überlegen – „Jurassic World„. Der Film schaffte es die Thematik auf sinnvolle Art fort zu führen und zollte dem Original Tribut. Natürlich ist es über Strecken mehr oder minder sinnfreie Action, was aber nichts daran ändert, dass es Spaß machte, wieder einmal gut gemachte Dinos auf der großen Leinwand zu sehen

Schlechtester Reboot: „Fant4stic“ – man hätte aus diesem Film so viel machen können und heraus kam eine absolute Katastrophe. Regisseur Josh Trank durfte sich deshalb abschminken, Regie bei „Star Wars: Rogue One“ zu führen, der 2016 ins Kino kommen wird.

Beste Buchverfilmung: „Der Marsianer“ – der Film wurde dem Buch gerecht und war intelligent gemacht und spannend, obwohl man über weite Strecken Astronaut Mark Watney bei Selbstgesprächen sieht.

Bester Animationsfilm: „Inside Out“ – dieser herzergreifende Film über die Stimmen in unserem Kopf gewinnt hier ganz klar.

Kingsman The Secret Service Top of 2015

Darkagents Highlights im Jahre 2000 und 15

Bester Agentenfilm: In einem Jahr mit unglaublich vielen Agentenfilmen lieferte Matthew Vaughn den besten. „Kingsman: The Secret Service“ ist nicht nur ein ausgezeichneter Film, der es schafft den Charme der alten Bond-Filme einzufangen, sondern hat auch noch ganz nebenbei die wahrscheinlich beste Szene des Jahres.

Beste Actionfortsetzung: Mit „Mad Max: Fury Road“ beweist George Miller, dass er es immer noch drauf hat. Er inszeniert eine Geschichte, die sich auf einen Satz zusammenfassen lässt, als ein perfektes Spektakel, das man gesehen haben muss.

Beste Science Fiction Fortsetzung: „Star Wars Episode VII: Das Erwachen der Macht“ vereint das Beste was es bisher in diesem Universum zu finden gab. Sympathische Charaktere, bildgewaltige Action und der Beginn einer neuen, epischen Geschichte – was will man als vollblutiger Nerd mehr.

Bestes Popcornkino (als Fortsetzung): Auch wenn Steven Spielberg an dieser Stelle nicht für die Regie verantwortlich war, konnte „Jurassic World“ die Magie des ersten Teils wieder einfangen. Der T-Rex ist wieder da!

Bester Animationsfilm: Als Fan von Superheldenfilmen muss ich an dieser Stelle meinen Gefühlen folgen. „Baymax“ vereint die perfekte Kombination aus Geschichte, Charakteren und einem breiten Spektrum an Emotionen.

Ein Film mit dem ich nicht gerechnet habe: War ich bei der Story noch skeptisch hat mich an dieser Stelle dann bereits der Trailer überzeugt. Bei „Der Marsianer“ präsentiert sich Ridley Scott in Höchstform und dies ist der ultimative Motivationsfilm.

Die beste Serie: „Limitless“ nimmt das Konzept des Films und teilt es gekonnt auf kleine Häppchen auf. Die Inszenierung und Geschichte ist (fast) durchgehend erstklassig, die Chemie zwischen den Hauptdarstellern ist hervorragend. Hoffentlich geht es in dieser Qualität weiter.

Die Empfehlung: „American Ultra“ wurde als Kifferkomödie beworben und ist genau das nicht. Dieser Film ist schön schräg, actionreich und auf jeden Fall eine Empfehlung von meiner Seite.

An dieser Stelle möchte ich noch festhalten, dass es dieses Jahr einige sehenswerte Filme gegeben hat. Leider haben daher auch nicht alle einen Platz auf meiner Liste gefunden. Ich hoffe das Jahr 2016 hat genau so viele Highlights zu bieten (wenn nicht sogar mehr)!


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