Monkey Island 2: LeChuck’s Revenge (Game-Review)

Nachdem Guybrush Threepwood den Geisterpiraten LeChuck besiegt und die Liebe von Gouverneurin Elaine Marley gewonnen hat hätte eigentlich alles in einem Happy End enden sollen. Aber hier sind wir – Jahre später und nichts kam so wie es hätte kommen sollen.

Aktuell hängt Guybrush an einem Seil. Er krallt sich fest. Das Seil hängt von der Decke einer Höhle. Die Höhle scheint groß und der Fall wäre tief. In der einen Hand an seinem Leben festhaltend, mit der anderen eine große Schatzkiste, die er um keinen Preis loslassen möchte. Plötzlich fällt ein zweites Seil von der Decke. Elaine seilt sich neben ihm ab. Die beiden haben sich lange nicht gesehen und scheinbar im Streit getrennt. Elaine will wissen, wie Guybrush hier gelandet ist. Guybrush meint, es sei eine lange Geschichte, aber Elaine meint, sie habe heute nichts anderes mehr vor.

Also erzählt Guybrush, über einem Abgrund an einem Seil hängend, sich mit einer Hand ans Leben und der anderen an die Schatztruhe klammernd der entspannt ihm gegenüber an ihrem Seil hängenden Elaine, was ihn hierher geführt hat …

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Last Night In Soho (Filmkritik)

Eloise (Thomasin McKenzie) lebt am Land und will Modedesignerin werden. Und sie wird unerwarteterweise in der Modeschule in London aufgenommen. Also zieht sie in die große Stadt, stellt aber rasch fest, dass die Studentenbude wo sie untergekommen ist, nicht zu ihr passt. Konsequenz: Sie sucht sich ein eigenes Zimmer. Und sie findet eines. Die Vermieterin Ms. Collins (Diana Rigg) ist nett, hat aber ein paar Regeln, á la keine Jungs auf das Zimmer, kein Besuch nach 20 Uhr und so weiter. Aber das passt für Eloise gut, denn sie will sich ohnehin auf ihr Studium und ihre Karriere konzentrieren.

Aber dann passiert es. Also Eloise sich zu Bett begibt und zu träumen beginnt, wacht sie in dem Zimmer auf, in dem sie eingeschlafen ist, nur in den 60igern und sie steckt im Körper von Sandie (Anya Taylor-Joy), die sich in den Sinn gesetzt hat eine berühmte Sängerin und Tänzerin zu werden. Und dann wacht sie wirklich auf. Und hat einen Knutschfleck am Hals, den eigentlich Sandie haben müsste.

Aber sie ist auch inspiriert und beginnt Kleider im Stile der 60iger zu entwerfen und nähert sich auch optisch an Sandie an. Alles läuft gut, zumindest bis ihre „Träume“ in eine dunklere Richtung gehen und Eloise langsam zu verstehen beginnt, dass Sandies Leben vielleicht nicht gut endet. Und vor allem: Gestalten und Visionen aus diesen „Träumen“ tauchen nun auch in ihrem realen Leben auf. Und das war noch nie eine gute Sache …

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Arcane (Serienkritik)

Powder und Vi sind Schwestern. Die beiden leben in Undertown, welches gegenüber von Piltover liegt. Piltover ist der reiche Teil. Undertown, nun … das Gegenteil. Es gab einen Aufstand, der allerdings brutal niedergeschlagen wurde. Dabei wurden auch die Eltern von Powder und Vi getötet. Geleitet hatten diesen Aufstand zwei Personen: Vander und Silco.

Vander nimmt sich der beiden verwaisten Schwestern an und wird eine klare Vaterfigur. Rund um Powder und Vi bildet sich eine kleine Gruppe von sehr fähigen Dieben. Allerdings verbockt Powder immer wieder den einen oder anderen Einsatz. So auch den letzten, dessen Idee von Vi kam. Und dieser letzte Einsatz geht gehörig schief, denn Powder lässt ein paar Kugeln mitgehen, die scheinbar magisch sind. Gleichzeitig jagen sie unabsichtlich das Apartment in die Luft, welches sie ausräumen wollten.

Dieses Apartment gehört Jayce, der dort seine Forschungen betreibt, welche Magie und Wissenschaft zusammenbringen sollen, die jedoch verboten sind. Also kommt auch hier eine Sache ins Rollen, die für die ganze Welt Folgen haben wird, denn seine Forschungen werden entdeckt. Und weiterentwickelt.

Während all dessen gibt es noch einen Mitspieler: Nämlich Silco. Der hat den Aufstand überlebt und nachdem sich Vander und er, nun, nach einer Meinungsverschiedenheit getrennt haben, plant dieser eine neue Revolution. Und er will vor nichts Halt machen. Denkt er zumindest … Aber alles kommt anders.

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Die beste aller Welten (Filmkritik)

Adrian (Jeremy Miliker) wächst bei seiner drogenabhängigen Mutter Helga (Verena Altenberger) auf. Die hat nicht nur eine sehr schräge und stark abhängige Truppe als Freunde oder besser: Bekannte, sondern auch das Jugendamt (oder neu: Kinder- und Jugendhilfe) im Nacken. Zumindest fühlt es sich für sie so an. Sie kämpft sich miesen Jobs durch und versucht so gut es geht ihrem Sohn ein halbwegs normales oder zumindest angenehmes Leben zu bieten. Dazu gehören gute Stimmung und Musik mit Gitarre am Lagerfeuer, aber auch Drogenparties bei denen alle absolut zugedröhnt herumliegen.

Und Adrian bekommt erklärt, dass es einen Dämon gibt, der die Leute dazu bringt, schlimme Dinge zu tun. Dass der Dämon nur eine Metapher ist und der Abenteuergeschichten liebende Adrian, dass vielleicht ein wenig zu wörtlich nimmt, ist eine andere Sache …

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Zack Snyder’s Justice League (Filmkritik)

Superman (Henry Cavill) ist tot. Die Welt dreht sich weiter. Die Zeit der Helden scheint vorbei zu sein. Durch den Tod von Superman erwachen drei so genannte „Mother Boxes“ zum Leben und senden ein Signal ins Universum, welches einen interstellaren Bösewicht namens Steppenwolf (Ciarán Hinds) auf den Plan ruft. Dieser will in der Gnade seines Herren Darkseid (Ray Porter) wieder aufsteigen und hofft, durch die Eroberung dieser Boxen wieder nach Hause zu dürfen. Und natürlich fragt er nicht höflich danach, sondern er kommt definitiv nicht in Frieden.

Die „Mother Boxes“ wurden vor ewigen Zeiten versteckt und zwischen drei Völkern aufgeteilt: Die Amazonen bewachen eine. Die Atlanteaner bewachen eine. Und eine landet bei Silas Stone (Joe Morton), der hofft, seinen Sohn Victor (Ray Fisher) dadurch retten zu können.

Bruce Wayne auch bekannt als Batman (Ben Affleck) indes hadert nach wie vor mit seiner Rolle, die er beim Tod von Superman gespielt hat. Nach einer Vision versucht ein Team zusammenzustellen. Ein Team von Meta-Menschen, welche die Kraft haben sollen, um die Invasion zu stoppen. Doch alles geht schief und eine Erkenntnis keimt auf: Superman muss zurückkehren, denn er allein kann Steppenwolf aufhalten …

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The Social Dilemma (Filmkritik)

Was wäre, wenn alle Algorithmen nur dazu dienen würden, die Nutzer*innen auszuspionieren und online zu halten?
Was wäre, wenn alle Social-Media-Programme nur dazu dienen würden, Daten zu sammeln, um mit Werbung Geld zu verdienen?
Was wäre, wenn alle „Netzwerke“ den Sinn hätten, den Nutzer*innen durch ausgewählte Beiträge ein Gefühl von „Hier sind andere wie ich“ zu vermitteln, um ihnen eine Menge Produkte verkaufen zu können?

Was wäre, wenn diese Dinge wahr wären und euch das jene erzählen, die diese Dinge entweder erfunden oder programmiert haben?

Dann würde ihr euch gerade „The Social Dilemma“ ansehen.

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Shadow Of The Tomb Raider (Game-Review)

Lara Croft ist mit Sicherheit eines: Stur. Das führt in diesem Fall dazu, dass sie der Organisation „Trinity“ zuvorkommen will einen Dolch zu finden, der … dann die Apokalypse auslöst. Die Zeit läuft also und gemeinsam mit ihrem Freund Jonah macht sie sich auf die Suche nach einer sagenumwobenen Box, denn nur jene kann die Apokalypse stoppen.

Und im Zuge dieses Wettlaufs findet sie eine alte, vergesseen Zivilisation, Prophezeiungen, alte Gegner, neue Freunde und – den Mut sich einzugestehen wer und was sie ist.

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Oldies But Goldies: Boondock Saints – Der blutige Pfad Gottes (Filmkritik)

Eigentlich wollen Connor (Sean Patrick Flanery) und Murphy MacManus (Norman Reedus) nur ihre Ruhe. Aber die beiden Iren haben das Problem, dass sich just in ihre Stammkneipe ein paar Russen einmischen und Schutzgeld haben wollen. Am St. Patrick’s Day. Das geht ja mal gar nicht. Nachdem höfliche Worte nichts bringen endet die Sache ziemlich rasch in Gewalt.

Sehr kurz gefasst haben die beiden bald die halbe Unterwelt gegen sich und sind als die Boondock-Saints bekannt, denn im Namen ihres Gottes machen sie sich auf, um alle Unholde in Eigenregie vom Angesicht der Erde zu entfernen.

Ihnen auf der Spur ist der (durchgeknallte) Ermittler Paul Smecker (Willem Dafoe), der seine eigenen, schrägen Methoden hat und je länger er der Blutspur der beiden folgt, immer unsicherer wird, ob die beiden Iren nicht vielleicht genau das Richtige tun …

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Orwell (Game-Review)

„Wir danken dir, Bürger, dass du dich entschieden hast im ORWELL-Programm mitzumachen. Wir händigen dir nun den Zugang zum Programm aus und dein Handler wird dich über alle wichtigen Funktionen aufklären. Danke, dass du uns hilfst THE NATION sicherer zu machen.“

So ähnlich beginnt dein erster Arbeitstag. Es ist deine Probezeit im ORWELL-Programm. Deine Aufgabe: Durch Recherche die Sicherheit der Bürger*innen in THE NATION sicherzustellen. Dumm nur, dass genau an diesem Tag eine Bombe hochgeht und es an euch liegt, die Täter zu finden. Also nutzt ihr alle Möglichkeiten der Überwachung, die euch das ORWELL-Programm bietet. Ihr hört Telefone ab, lest Mails, checkt Webseiten und Profile auf Sozialen Medien und ihr hackt – notfalls – sogar die persönlichen Geräte (Handys, Laptops) eurer Zielpersonen, denn ORWELL muss sich erst noch beweisen. Und was würde sich dazu mehr eigenen als die Attentäter zu finden?

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Joker (Filmkritik)

Arthur Fleck (Joaquin Phoenix) ist hauptberuflich ein Clown. Sein Traum ist es, ein Stand-Up-Comedian zu werden und in die Talkshow seines Vorbilds Murray Franklin (Robert De Niro) eingeladen zu werden, da dieser die Vaterfigur darstellt, die Arthur gern hätte.

Nur hat es das Leben nicht allzu gut mit ihm gemeint: Er lebt mit seiner Mutter Penny (Frances Conroy), einem Pflegefall, in einer Wohnung und kümmert sich um sie. Außerdem hat er durch ein Schädel-Hirn-Trauma eine Behinderung, die sich dadurch äußert, dass er in Stresssituationen in hysterisches Lachen ausbricht – was selten zu einem für ihn guten Ergebnis führt.

Nach und nach bricht die Welt um Arthur herum ein und langsam dämmert es ihm, dass es vielleicht besser ist, in einer Welt wie dieser der Verrückte zu sein, der sich alles erlauben darf als der Verrückte, der permanent nur draufzahlen muss, weil er sich zu viele Sorgen macht und zu sehr um eine Anpassung bemüht, die ohnehin niemals stattfinden wird …

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