Eternal Sunshine Of The Spotless Mind – Vergiß Mein Nicht! (Filmkritik)

Joel (Jim Carrey) will eigentlich zur Arbeit fahren, aber dann packt es ihn. Er springt in einen anderen Zug. Sein Ziel ist ihm eigentlich unbekannt, aber irgendwas daran packt ihn. Mit im Zug sitzt Clementine (Kate Winslet). Auch sie hat dasselbe Ziel wie Joel. Die beiden kommen ins Gespräch und sie mögen sich.

Je öfter sich die beiden sehen, umso öfter wird jedoch klar, dass irgendwas nicht stimmt, denn sie scheinen sich zu kennen, können aber nicht mehr genau sagen, woher.

Die Lösung des Rätsels: Es gibt eine Firma, die auf Bestellung bestimmte Erinnerungen löscht. Dort arbeiten Patrick (Elijah Wood), Stan (Mark Ruffalo) und Mary (Kirsten Dunst) unter der Leitung von Dr. Mierzwiak (Tom Wilkinson) und führen die Löschungen durch …

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Oldies but Goldies: Battle Royale (Filmkritik)

Nach einer Rezession verfasst Japan das „Battle Royale“-Gesetz, welches in Kurzform beinhaltet, dass ganze Schulklassen auf eine einsame Insel verschleppt werden und alle Schüler*innen sich dort innerhalb von drei Tagen gegenseitig umbringen müssen bis nur noch eine*r überlebt.

In Fall der Klasse 3B wurde ihr Lehrer von einem Schüler mit einem Messer attackiert, was dieser als Anlass nimmt die Klasse zum „Battle Royale“ anzumelden. Zuerst denken alle noch, es wäre ein schlechter Scherz, aber nach und nach dämmert es allen: Das ist ernst gemeint.

Kurz darauf gibt es die ersten Toten …

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Fight Club (Filmkritik)

Ein „leicht frustrierter“ Büroangestellter trifft auf einem Flug einen Seifenhersteller, der ihm danach immer wieder über den Weg läuft, ihn zur Gründung eines „Fight Club „überredet und sein Dasein als Weichei in das eines „Ihr könnt ich mal“-Badass umwandelt.

Aber der „Fight Club“ entwickelt ein Eigenleben und rasch stellt er fest, dass dieser Club mehr eine Bewegung ist, die langsam aber sicher auf Terroranschläge vorbereitet wird, welche das gesamte System „Kapitalismus“ zu Fall bringen will.

Und relativ rasch stellt sich heraus, dass der „Seifenhersteller“ names Tyler Durden vielleicht jemand ganz anders ist als alle dachten …

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Das Mädchen, das die Seiten umblättert (Filmkritik)

Mélanie (Déborah Francois) ist eine Klavierspielerin. Sie ist jung, talentiert und hat eine große Zukunft vor sich. Vorausgesetzt, sie kommt in die berühmte Klavierschule, denn dort werden Stars gemacht. Beim Vorspiel kommt es jedoch durch eine Störung, verursacht von einer Lehrerin namens Ariane Fouchécourt, was dazu führt, dass sie einen Fehler macht und nicht aufgenommen wird. Damit ist ihre Karriere und ihre Leidenschaft beendet. Der Frust bezieht sich allerdings viel mehr auf das rücksichtslose Verhalten von Ariane (Catherine Frot), die selbst eine bekannte Pianistin ist.

Jahre später bewirbt sich im Haus von Ariane Fouchécourt eine junge Frau als Kindermädchen. Nach und nach vertraut ihr die Familie immer mehr. Selbst ihr anfangs skeptischer Mann mag das Mädchen. Die Tochter der beiden, die natürlich selbst Klavierspielen lernt, mag das neue Kindermädchen sowieso.

Natürlich ist nicht alles wie es scheint und Mélanie hat, sobald sie das Vertrauen der Familie gewonnen hat, einen sehr simplen, wie auch einfachen Plan, der zerstörte Ehen, Persönlichkeiten und Karrieren zurücklassen wird.

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M.F.A. (Filmkritik)

Noelle (Francesca Eastwood) wird auf einer Party vergewaltigt. Sie will den Täter anzeigen, kommt aber nicht weit, weil das System ihr ziemliche Steine in den Weg legt. Also gibt die Kunststudentin auf und zieht sich zurück. Durch einen Unfall bringt sie den Täter um und – kommt damit davon. Plötzlich wird sie besser in ihrer Kunst, fokussierter und sie hat ein Ziel.

Vergewaltiger, die vom Rechtssystem geschützt werden, müssen bestraft werden. Die Opfer müssen gerächt werden. Und am Campus der Uni gibt es ja immer wieder Partys auf denen betrunkene Mädchen missbraucht und dabei gefilmt werden, ohne das den Tätern („man kann ja das Gesicht nicht erkennen“) etwas passiert.

Also macht sich Noelle auf und wird zur stillen Rächerin der Wortlosen/Versteckten …

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Best Of Worst Case: Dead Ant (Filmkritik)

Manager Danny (Tom Arnold) fährt mit seiner Band in die Wüste. Wortwörtlich. Dort hat die Truppe vor eine sagenumwobene Droge zu nehmen, um sich im Drogenrausch wieder kreativ zu finden. Als sie vor Ort von einem Einheimischen die Drogen kaufen, werden sie gewarnt: Lasst die Ameisen in Ruhe oder ihr werdet es bereuen.

Nachdem ohnehin niemand vorhat Ameisen zu belästigen ist das kein Problem. Vielmehr hat Pager (Rhys Coiro) seine Augen auf zwei Mädels geworfen, die ihm sehr … verträglich vorkommen. Leider lassen sie ihn abblitzen. Alternde Rocker sind nunmal … alt.

Die Aussicht auf Drogen lässt dann doch alle zusammen in der Wüste feiern und eine Party steigt. Nur Art (Sean Astin) wird vermisst. Hat der Depp sich im Drogenrausch doch glatt mit einer Ameise angelegt und jetzt sind deren großen, wirklich großen Brüder auf dem Weg …

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13 Reasons Why aka Tote Mädchen lügen nicht – Staffel 3 (Serienkritik)

Es ist kaum zu glauben: Da dachte man, es könnte Ruhe einkehren, aber alles kommt anders. Denn ein Footballspiel eskaliert und kurz darauf wird die Leiche eines ehemaligen Studenten gefunden: Bryce Walker (Justin Prentice).

Also tauchen neue Fragen auf: Wer hat Bryce Walker ermordet, denn offensichtlich war es kein Unfall. Die Auswahl an möglichen/potentiellen Täter*innen ist nicht gerade gering. So kommt es also, dass das Vertrauen und die Verbindungen zwischen den Schüler*innen erneut erschüttert werden und erneut ganz neue Verbindungen ans Licht kommen.

Mittendrin ist natürlich Clay Jensen (Dylan Minnette), denn dieser hat vor nicht allzu langer Zeit Bryce Walker mit einer Waffe bedroht. Zentrale Figur ist dieses Mal jedoch Ani (Grace Saif), ein Neuzugang, deren Mutter im Haushalt der Walker arbeitet und die einen völlig anderen Bryce kennengelernt hat, als die anderen. Dass Clay ein wenig in sie verknallt ist macht die Sachelage nicht einfacher …

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13 Reasons Why aka Tote Mädchen lügen nicht – Staffel 2 (Serienkritik)

Nachdem sich Hannah Baker (Katherine Langford) in der letzten Staffel das Leben genommen hat und durch eine ganze Reihe (konkret: 13) Kassetten mit ihren „Freunden“ und ihrem Umfeld abgerechnet hat, sollte eigentlich Ruhe einkehren, die Trauerarbeit beginnen und die rechtlich verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

Nur passiert das quasi nicht. Die Reichen kommen davon. Die anderen stehen dumm da. Also verklagt Hannahs Mutter (Kate Walsh) die Schule, damit diese ihre Verantwortung gegenüber dem Mobbing ernst nimmt.

Währenddessen beginnt Clay Jensen (Dylan Minette) Visionen von Hannah zu haben und seltsame Polaroid-Fotos tauchen auf, die klarstellen: Hannah war nicht das einzige Opfer.

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13 Reasons Why aka Tote Mädchen lügen nicht – Staffel 1 (Serienkritik)

Hannah Baker (Katherine Langford) hat sich das Leben genommen. Sie hat sich in die Badewanne gesetzt und mit Rasierklingen ihre Pulsadern aufgeschnitten. Davor hat sie noch 13 Kassetten besprochen. Für jeden Menschen, der sie zu diesem Schritt geführt hat, gibt es eine Kassette. Und erst am Ende der 13 Erzählungen wird das Bild vollständig sein und der Weg in den Suizid klar nachgezeichnet.

Clay Jensen (Dylan Minnette) kommt ebenfalls auf einer dieser Kassetten vor. Als er die Bänder bekommt, stürzt ihn das in eine tiefe Sinnkrise. Dass sein Freund Tony (Christian Navarro) noch dazu derjenige ist, der von Hannah beauftragt wurde, dafür zu sorgen, dass alle Betroffenen die Kassetten auch hören, macht ihn noch viel nervöser.

Denn Clay war in Hannah verschossen. So richtig nämlich. Die beiden waren auf einer Wellenlänge und eigentlich hätte es ein Happy-End geben müssen. Wenn nicht ein paar Dinge ein klein wenig und ein paar andere Dinge so richtig schiefgelaufen wären …

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To The Bone (Filmkritik)

Ellen (Lily Collins) hat ein Problem, ein Ess-Problem. Es lautet Anorexia. Eine Esstörung. Die Symptome sieht man ihr, sobald sie wenig Kleidung anhat, ziemlich an. Abgemagert, antriebslos. Meist kann sie ihren Zustand ganz gut verbergen, aber die Familie weiß Bescheid und macht sich natürlich trotzdem Sorgen.

Ihre (Stief-)Mutter schickt sie also zu einem neuen Doktor von dem sie gehört hat und nach ein wenig hin und her willigt sie ein. Dieser neue, unkonventionelle Dr. Beckham (Keanu Reeves) hat eine sehr eigenwillige Art und kurzerhand findet sich Ellen in seiner Obsorge wieder. Sie zieht in Haus für Menschen mit Essstörung und freundet, entzweit sich und nähert sich dann doch wieder an ihre Mitbewohner*innen an.

Aber nicht alles ist eitel Wonne, denn manche Menschen müssen erst sterben um leben zu können …

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