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Gänsehaut-Momente: Enslaved – Odyssey To The West – Ende

150 Jahre nach einem verheerenden Krieg ist die Welt nicht mehr im Wandel, sondern sie hat den Wandel bereits hinter sich. Da im Krieg viele und eigenständig denkende Maschinen zum Einsatz kamen, haben viele davon überlebt und ziehen durch die Lande, immer noch dabei ihren Auftrag auszuführen und alles Leben zu töten oder gefangen zu nehmen und diese Gefangenen zur „Pyramide“ zu bringen. Niemand weiß, was dort geschieht.

Auf einem diese Sklavenschiffe befindet sich Monkey, der nach dem Absturz eines Sklaven-Flugzeugs aufwacht und feststellt, dass er eine Sklaverei gegen eine andere getauscht hat, denn eine junge Frau namens Trip hat ihm ein Sklavenstirnband umgelegt, welches ihn dazu zwingt ihren Befehlen zu gehorchen und immer in einer bestimmten Nähe von ihr zu bleiben.

Trip entschuldigt sich bei Monkey für diese Vorgehensweise, meint aber, sie weiß nicht, ob er ihr helfen würde ohne das Sklavenband und sie müsse unbedingt nach Hause kommen – es alleine aber nicht schaffen. Also hilft Monkey ihr dabei – ob ihm das nun passt oder nicht.

Ab jetzt folgen SPOILER.

Monkey, der von Andy Serkis in Motion Capture gespielt wird und quasi perfekt besetzt ist, schafft es, Trip (Lindsey Shaw) in ihr Dorf zu bringen. Dieses wurde jedoch von Robotern überrannt. Alles was sie finden sind tote Menschen und am Ende sogar Trips Vater.

Trip schwört Rache und gemeinsam mit Monkey macht sie sich auf, um einen alten Bekannten namens Pigsy (der Name ist Programm) zu finden, der ihr helfen könnte Rache an den Mördern ihres Vaters zu nehmen. Mittlerweile sind Trip und Monkey Freunde geworden und er folgt ihr nicht mehr, nur weil das Sklavenband ihn zwingt, sondern weil er das ehrliche Bedürfnis hat, Trip zu helfen.

Unter Verluste (Pigsy) schaffen es Trip und Monkey bis zur „Pyramide“, welche das Ziel des Sklavenschiffes am Anfang des Spiels war. Dort, wo alle Sklaven hingebracht werden. Vermutlich um ausgebeutet zu werden. Seitdem Monkey das Sklavenband angelegt wurde, hat er immer wieder Visionen und Bilder von einem Menschenleben vor sich, welches scheinbar vor dem Krieg stattgefunden hat. Ein Mensch. Unter Menschen. Glücklich. Mit Familie. Das völlige Gegenteil von dem was ihn und alle Überlebenden hier umgibt. Er führt es auf eine Störung des Sklavenbands zurück.

Als Trip und Monkey schließlich in die Pyramide eindringen können, stellen sie fest einem Irrtum aufgesessen zu sein: Die Sklaven sind keine Sklavenarbeiter (wozu auch? Maschinen können das viel besser), sondern sie sind an eine große Maschine angeschlossen, eine Virtual Reality Maschine, welche die Erinnerung eines Mannes teilt, der sich „Pyramid“ (ja, wie kreativ) nennt und der beschlossen hat, die Menschheit vor dem Wahnsinn zu retten, indem er sie alle kollektiv an seinen positiven Erinnerungen an das Leben vor dem Krieg teilhaben lässt.

Er hat quasi eine Matrix gebaut und entführt nach und nach alle Menschen, um sie ins Netzwerk einzuschleusen und sie aus ihrem tristen realen Leben zu retten und ihnen wieder Sinn zu geben.

Das ist dann der Punkt, an dem es heikel wird, denn der Kerl redet offensichtlich ziemlichen Schwachsinn. Den Menschen Sinn geben … Monkey setzt einen der Helme bzw. der VR-Schnittstellen auf und sieht, dass die Visionen von einem alten, besseren, glücklicheren Leben, die er hatte die Erinnerungen waren, von denen Pyramid spricht. Er verliert sich darin, genießt das Gefühl, dass diese Erinnerungen in ihm auslösen und – dann ist es vorbei.

Trip hat die Maschine zerstört. Die Erinnerungen, die Emotionen, alles weg. Monkey blickt Trip an. Trip blickt Monkey an. In ihrem Gesicht zeichnet sich Unsicherheit ab. Sie blickt verlegen um sich. Sie hatte Menschen befreit. Sie auf diese kalte, öde, triste und hoffnungslose Welt fallen lassen. Aber sie sind frei. Aber zu welchem Preis?

Dann fasst sie sich, stellt eine letzte Frage bevor der Abspann rollt: „Did I do the right thing?“

Und ich kann ihr keine Antwort geben. Nicht, weil das Spiel mich nicht lässt (was es nicht tut), sondern weil ich keine habe. Die paar Momente, die ich mit Monkey in den Erinnerungen von „Pyramid“ bin, bin ich sprachlos. Der Kerl meint es gut. Ich glaube ihm, dass er es gut meint. Er ist kein böser Schurke oder ein größenwahnsinnger Mistkerl – er will den Menschen einfach nur Hoffnung geben. Sie retten.

Schwachsinn. Er hat das Dorf von Trip niedergemäht. Aber … war das ein Unfall? Keine Absicht? Und selbst wenn … geht nicht das Glück von Millionen über das Glück von einer Handvoll Menschen?

Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich nach den vielen Stunden, die ich in dieser Welt verbracht habe eine Sache mit Trip gemeinsam habe: Ich bin mir nicht sicher, ob es richtig war, die Maschine zu zerstören. Waren die Menschen vorher glücklicher? Was ist Glück? Ist Glück nur echt, wenn es auf Wahrheit basiert? Wenn ja, dann haben wir alle(!) ein Problem. Wenn nein, warum hätte man sie nicht in ihren Träumen lassen können? Hat die Wut von Trip Millionen ihr Glück gekostet? Ich weiß es nicht.

„Did I do the right thing?“

(Übrigens ist die Endzeit-Welt, die Ninja Theory da erschaffen haben – lange vor „The Last Of Us“ ein unglaublicher Hingucker – echt jetzt!)

Annihilation – Auslöschung (Filmkritik)

Jane Foster … ich meine *räusper* Lena (Natalie Portman) ist Forscherin. Sie hat ihren Mann Kane (Oscar Isaac), der Soldst ist, seit einem Jahr nicht mehr gesehen, da er während einer Mission nicht zurückgekommen ist. Als er plötzlich wieder im Haus steht und sich an nichts erinnern kann, ist sie dementsprechend sprachlos. Dann bricht er zusammen, spuckt Blut und wird ins Krankenhaus gebracht. Denkt sie. Am Weg dorthin wird das Rettungsfahrzeug aufgehalten und sie und ihr Mann werden entführt.

Denn er ist der einzige Überlebende einer Mission, welche in den „Shimmer“ geführt hat. Eine seltsame Lichtkuppel, in deren Zentrum sich ein Meteor (oder etwas ähnliches) befindet und in deren Inneren keine physikalischen Gesetze mehr zu gelten scheinen. Da Jane, ach, verdammt – LENA, sich schuldig fühlt, ihren Mann mehr oder weniger in die Mission gehetzt zu haben, meldet sie sich freiwillig, um es ihm gleich zu tun und vielleicht herauszufinden was mit ihm geschehen ist, damit sie ihn retten kann …

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Avengers: Infinity War (Filmkritik)

Nachdem die Avengers sich nach den Ereignissen von „Captain America 3: Civil War“ in alle Winde zerstreut haben, bedarf es eines gemeinsamen Gegners um sie wieder zusammen zu bringen: Thanos (Josh Brolin). Unter anderem Iron Man (Robert Downey Jr), Thor (Chris Hemsworth), Captain America (Chris Evans) und Black Panther (Chadwick Boseman) versuchen die Welt vor dem irren, mächtigen Alien zu beschützen…

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Ready Player One (Filmkritik)

Wir schreiben das Jahr 2045. Das Leben vieler Menschen spielt sich inzwischen zu einem großen Teil in dem Online-Programm OASIS ab. Sie entfliehen so zum Teil ihrem recht trostlosen Alltag. Als der Schöpfer der OASIS James Halliday (Mark Rylance) stirbt, hinterlässt dieser eine Botschaft. Wer eine wahre Schnitzeljagd meistert soll nicht nur Befehlsgewalt über die OASIS haben, sondern auch immens viel Geld erben. Unter den Schatzjägern sind der 18-jährige Wade Watts (Tye Sheridan), Ar3emis (Olivia Cooke) und Aech (Lena Waithe). Doch der Konzernchef Nolan Sorrento (Ben Mendelsohn), will sich die OASIS unbedingt selbst unter den Nagel reißen und schreckt dabei vor nichts zurück…

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Star Trek: Discovery – Staffel 1 (Serienkritik)

Nachdem Commander Michael Burnham (Sonequa Martin-Green) im Zuge einer Meuterei den Tod ihres Captains verschuldet und dadurch einen Krieg mit den Klingonen angefangen hat, wartet eigentlich lebenslange Haft auf sie. Ihr Gefangenentransport wird jedoch von der USS Discovery aufgegriffen, denn deren Captain Lorca (Jason Isaacs) weiß um Burnhams Fähigkeiten und bittet sie darum Teil seiner Crew zu werden.

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The Recall (Filmkritik)

Gemeinsam mit einer Freundin und drei Jungs macht sich Annie (Laura Bilgeri) auf, um ein entspanntes Wochenende voller Spass in einer abgelegenen Waldhütte am See zu verbringen. Zunächst beginnt alles ganz harmlos, doch schon bald erhellen seltsame Stürme den Himmel auf der ganzen Welt und unbekannte Flugobjekte werden gesichtet. Es handelt sich um eine Alien-Invasion und scheinbar wollen sie wie so oft Menschen entführen.

Ist der seltsame Jäger (Wesley Snipes), der alleine im Wald haust und Annie und ihre Freunde zuvor bereits erschreckt hat, eine weitere Bedrohung, oder eher doch ein wertvoller Verbündeter, gegen einen übermächtigen Feind? Die jungen Leute werden es schon bald heraus finden, wenn sie sich nicht zuvor vor lauter Angst gegenseitig umbringen…

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Beyond Skyline (Filmkritik)

Seit seine Frau gestorben ist, hat es sowohl Mark (Frank Grillo) als auch seinen Sohn Trent (Jonny Weston) aus der Bahn geworfen. Gerade musste Mark seinen Sprössling wieder mal von der Polizeistation abholen und zu allem Überfluss, springt auch noch sein Truck nicht mehr an. Die beiden nehmen die U-Bahn, doch plötzlich gibt es einen Stromausfall, dem seltsame Geräusche und Lichter folgen.

Gemeinsam mit der U-Bahn Fahrerin Audrey (Bojana Novakovic) und ein paar Passagieren machen sie sich auf, um der Sache auf den Grund zu gehen. Was sie erwartet, damit hat jedoch keiner gerechnet, denn es handelt sich um eine Invasion von Aliens und scheinbar wollen sie die Erde nicht vernichten, sondern fangen alle Menschen ein, die sie erwischen und locken sie dafür mit einem blauen Licht an…

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Oldies but Goldies: V For Vendetta (Filmkritik)

In einer nicht allzu fernen Zukunft ist Britannien keine Demokratie mehr. Die Bevölkerung wird von der Regierung unterdrückt, ausgebeutet und im Zaum gehalten. Der Militärapperat ist streng. Das Vertrauen in die Mitbürger wird durch Spitzeldienste (auch Geheimpolizei genannt) außer Kraft gesetzt und die von der Regierung kontrollierten Medien manipulieren die Bürger wo es geht.

In dieser Zeit stolpert die beim Nachrichtensender arbeitende Evey (Natalie Portman) eines nachts in die Hände eben dieser Geheimpolizei und wird just von einem unter dem Namen „V“ (Hugo Weaving) bekannten Terroristen gerettet. Fortan sind die Leben des eine (Guy Fawkes-)Maske tragenden V und Evey eng verknüpft, denn „V“ will nichts weniger als die Herrschaft über das Land der Bevölkerung zurückgeben, wofür er auch vor Mord und Terroranschlägen nicht zurückschreckt …

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Star Wars: Die letzten Jedi – The Last Jedi (Filmkritik)

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BvS: Dawn Of Justice – Ultimate Edition (Filmkritik)

Superman (Henry Cavill) wird verehrt und gleichzeitig gefürchtet. Die Tatsache, dass er ein gottähnliches Wesen ist, welches niemand auf der Erde stoppen könnte, ist Grund genug für viele ihn zu hassen.

Das gilt auch für einen resignierten und deprimierten Bruce Wayne, der seinen Frust darüber, wie wenig er in seinem Leben tatsächlich die Welt besser gemacht hat, in seine zweite Identität Batman legt. Nachdem Einsperren nichts bringt, entledigt er sich seinen Widersachern mittlerweile endgültig – die Leuten sollen Angst davor haben etwas Böses zu tun.

Da kommt ihm dieser neue Kerl namens Superman gerade richtig – vor allem, da im Zweikampf des Kryptoniers die halbe Stadt zu Bruch ging und Hunderte ums Leben kamen. Darunter auch Freunde und Angestellte von Bruce Wayne. Dieser macht es sich nun zur Aufgabe, den Mann aus Stahl zur Strecke zu bringen, denn das wäre wohl das größte Symbol von allen für die Schurken der Welt – Hütet auch vor Batman, denn nicht mal „Götter“ können gegen seinen Zorn bestehen.

Das ist auch der Plan von Lex Luthor, der allerdings andere Gründe dafür hat. Denn Lex ist Atheist und die Existenz eines Wesen, welches wie ein Gott verehrt wird – das geht gar nicht. Das beleidigt seinen Intellekt, seine Person, seine Stellung als oberste Instanz im Universum und dieses Wesen muss zu Fall gebracht werden. Es muss bewiesen werden, dass dieses „Ding“ kein Gott ist.

Und dazu ist Lex jedes Mittel Recht. Eines davon könnte auf den Namen „Batman“ hören, der für seinen Hass ohnehin eine Richtung braucht. Aber auch Superman bzw. Clarke Kent sieht sich in Nöten, denn die Aufmerksamkeit und die Heldengeschichten, die ihm nachgesagt werden – er weiß nicht, ob er immerzu das Vorbild sein kann, das die Welt in ihm sehen will.

Als dann ein gewisser „Batman“ damit beginnt Menschen zu foltern und mit Brandzeichen zu markieren, da hat Superman eine Aufgabe gefunden, der er sich gewachsen fühlt und mit der er beweisen will, dass er auch als Clarke Kent Gutes tun kann. Wenn man ihn nur machen lassen würde. Aber Gerechtigkeit interessiert niemand in seiner Zeitung. Schlagzeilen und Auflagenstärke sind wichtiger. Also steigt auch Supermans Frust. Und so kommt es, wie es kommt muss …

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