Inside Job – Part 2 (Serienkritik)

Reagan hat versagt. Ihr Vater hat die Cognito Inc. übernommen und regiert dort mit eiserner Hand. Ihre Crew scheint das wenig bis nicht zu kümmern, aber Reagan macht es fertig. Sie ist tief, tief abgestürzt. Aber wenn man am Boden liegt, dann gibt es nur einen Weg, richtig?

Genau. Den in die Therapie. Und dort trifft Reagan auf Staedtler. Der hat ähnliche Probleme wie sie, nur arbeitet er für die Illuminati. Also den sehr erfolgreichen Geheimbund, dem alle Verschwörungen unterstellt werden (die in Wahrheit Cognito Inc. erfolgreich durchgeführt hat). Rivalen können nicht miteinander, oder?

Jedenfalls will Staedtler die Illuminaten lächerlich machen und Reagan will Cognito Inc. Lächerlich machen, was zu manchem Zusammenstoß führt. Aber Reagan wäre nicht Reagan, wenn sie nicht unermüdlich daran festhalten würde, ihren immer paranoider werdenden Vater die Firma wieder zu entreissen …

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The Green Knight (Filmkritik)

Gawain (Dev Patel) hat ein Problem. Er ist der Neffe von König Arthur (Sean Harris), aber er hat nichts vorzuweisen. Er darf an der Tafelrunde sitzen, sogar neben dem König, aber er ist noch nicht einmal ein Ritter. Das ändert sich am Weihnachtsabend, als Arthur ihn bittet, ihm eine Geschichte über Tapferkeit zu erzählen, denn Gawain bleibt stumm. Und plötzlich taucht ein Ritter auf, grün, halb Baum, halb Mensch (Ralph Ineson). Er möchte ein Spiel spielen: Es soll einen Zweikampf geben und wenn ihm eine Wunde zugefügt wird, dann trifft man sich in einem Jahr wieder – sein Gegner soll ihn bei der grünen Kapelle aufsuchen – und dort wird der Grüne Ritter seinem Gegenüber die gleiche Wunde zufügen, welche ihm zugefügt wurde.

Gawain wittert seine Chance auf Ruhm und tritt dem Grünen Ritter gegenüber. Arthur leiht ihm sogar sein Schwert. Aber der Grüne Ritter kämpft nicht, stattdessen kniet er sich hin und bietet sein Haupt an. Gawain zögert nicht lange – er enthauptet ihn, der Meinung, dass die Sache damit erledigt sei.

Nur steht der Grüne Ritter wieder auf, schnappt seinen Kopf, lacht – und reitet davon.

Damit ist wohl klar, dass Gawains Tage gezählt sind …

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The Chant (Game-Review)

Eigentlich wollte Jess nichts mehr damit zu tun haben. Aber als Kim sie auf eine Insel zur „spirituellen Erholung“ einlädt sagt sie zu. Der Grund ist so simpel wie traumatisierend: Ihre Schwester ist vor Jahren gestorben und sie und Kim geben sich die Schuld dafür. Nachdem Jess immer wieder Visionen ihrer Schwester hat, fährt sie schließlich doch.

Dort trifft sie auf eine Gruppe von Gleichgesinnten, die ihrem spirituellen Führer folgen. Und natürlich geht dann alles schief. Bei einem Ritual dreht Kim durch und wird wütend, verlässt den Ritualkreis und plötzlich taucht ein seltsamer Nebel auf, in welchem Kreaturen aus einer anderen Welt hausen …

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Jeepers Creepers: Reborn (Filmkritik)

Das beliebte Horror Hound Festival, wird dieses Jahr erstmals in Louisiana abgehalten. Ein Grund für Creeper-Fan und Genre-Nerd Chase (Imran Adams) seine „etwas“ skeptische Freundin Laine (Sydney Craven) mitzunehmen und sich dies Show zu gönnen. Was sie dabei nicht weiß, ist dass er ihr im Zuge des Ausfluges einen Heiratsantrag machen möchte. Was er noch nicht weiß, ist dass sie von ihm schwanger ist.

Bald haben sie jedoch noch viel einschneidendere Herausforderungen zu bewältigen, denn sie gewinnen den Preis für zwei, für ein Escape Room artiges Spiel in einem ganz speziellen Haus, was Chase zunächst mit großer Freude erfüllt. Als sich jedoch herausstellt, dass die örtliche Legende des Creepers wahr ist, dieser wieder erwacht ist und nun besonders auf Laine ein Auge geworfen hat, ist der Spaß schnell vorbei…

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The Crow: City Of Angels (Filmkritik)

Ashe Corven (Vincent Perez) und sein Sohn Danny () sehen, wie eine Gang einen unliebsame Zeugen beseitigt. Das macht sie natürlich selbst zu Zeugen, die beseitigt werden müssen. Was auch passiert.

Gleichzeit hat Sarah (Mia Kirshner), deren Freund Eric Draven vor Jahren von einer Krähe ins Leben zurück geholt wurde, um sich zu rächen, seltsame Ahnungen und wie das Schicksal oder höhere Mächte es wollen, tritt sie just in diesen Moment in Ashes Leben, als er in dieses zurückkehrt, um Rache an denen zu nehmen, die ihm dieses Unrecht angetan haben …

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The Virgin Suicides (Filmkritik)

Die Lisbon-Schwestern sind begehrt. Sie sind jung, sie sind wunderhübsch und vor allem sind sie aufgrund ihrer extrem religiösen Eltern und deren Erziehung (man lese: Isolation) unheimlich geheimnisvoll und mystisch. Die Nachbarjungen kennen sie und kennen sie doch nicht. Aber kennenlernen, ja, das würde man sie gerne.

Gerade Lux (Kristen Dunst) wird schwer umworben und ihr erwacht auch langsam ihre Sexualität. Noch dazu wird sie vom bekannten Herzensbrecher Trip (Josh Hartnett) umworben, der Stein auf Bein schwört, dass seine Tendenzen ehrenhaft sind …

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Saint Maud (Filmkritik)

Maud (Morfydd Clark) ist Palliativpflegerin und sie kümmert sich um die todkranke Amanda (Jennifer Ehle). Die Schwierigkeit an der Sache sind die beiden grundverschiedenen Charaktere, denn Maud ist eine bekehrte und streng gläubige Christin, welche der Meinung ist, sie würde nicht nur die Stimme Gottes hören, sondern ihn auch in sich spüren. Wortwörtlich. Und Gott habe ihr versichert, dass er Großes mit ihr vorhabe.

Amanda hingegen ist eine homosexuelle Frau, die früher Tänzerin war, jetzt im Sterben liegt und ihre letzten Tage, so gut es halt geht, genießen will. Auch macht sie sich bis zu einem gewissen Grad einen Spaß daraus, die gute Maud auf die Schaufel zu nehmen und deren Geduld und Glauben zu testen. Allerdings mehr aus Langeweile, da sie das Haus nicht mehr verlassen kann, denn aus Schadenfreude oder Bosheit.

Tatsache ist: Die beiden Charaktere sind grundverschieden und auch wenn es klares Machtverhältnis gibt, so ist nie ganz klar, wer eigentlich die Regeln bestimmt.

Was Amanda nicht weiß: Maud ist der Meinung, der Erlöser sei auf dem Weg zur Erde und zwar in Gestalt und im Körper von … Maud.

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Grimcutty (Filmkritik)

Asha (Sara Wolfkind) hat vor kurzer Zeit das professionelle Laufen aufgegeben (ein Traum ihrer Eltern, nicht ihrer) und seitdem machen sich ihre Mutter Leah (Shannyn Sossamon) und ihr Vater Amir (Usman Ally) Sorgen darüber, was ihre Teenager-Tochter mit ihrem Leben anfangen soll. Auf jeden Fall nicht zu viel Zeit im Internet verbringen, darum gibt es auch regelmäßig Handy frei Tage für die gesamte Familie.

Als ihre Eltern dann auch noch von einem Internet-Meme namens Grimcutty erfahren, bei dem sich Jugendliche als Challenge selbst schneiden und würgen, läuten bei Leah und Amir sämtliche Alarmglocken. Asha´s jüngerer Bruder Kamran (Callan Farris) ist dabei nicht der Fokus, sondern Asha selbst ist das Sorgenkind Nummer eins. Plötzlich taucht eines Tages ein Wesen auf, dass wie Grimcutty aus dem Internet aussieht und es verpasst einer geschockten Asha eine Schnittwunde…

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Halloween Ends (Filmkritik)

Laurie Strode (Jamie Lee Curtis) hat ihre Enkelin Allyson (Andi Matichak) bei sich aufgenommen nachdem ihre Tochter von Michael Myers (James Jude Courtney) getötet wurde. Vier Jahre sind seitdem vergangen. Der Mörder ist verschwunden. Ein Hauch von Normalität kehrt ein. Oder auch nicht, denn die Bewohner:innen von Haddonfield hängen noch in der Aufarbeitung der Todesnacht vor vier Jahren und machen sich im Grunde genommen wegen Lappalien gegenseitig fertig. Die Angst, so scheint es, schlägt in Paranoia und Hass um.

Auch Corey (Rohan Campbell) musste diese Erfahrung machen, als ein Babysitterjob seinerseits eine tödliche Wendung nimmt. Gebrandmarkt und als Mörder verstoßen lebt er immer noch in Haddonfield, ist aber isoliert und allein. Das ändert sich als Laure Strode ihm gegen eine Gruppe junger Erwachsener beisteht und er Allyson kennen- und lieben lernt.

Aber dann passiert, was passieren muss: Corey stolpert mehr oder weniger zufällig über Michael Myers und das Töten fängt wieder an …

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Men (Filmkritik)

Harper (Jessie Buckley) fährt aufs Land, wo sie ein altes, großes Haus gemietet hat. Vor allem sucht sie Ruhe und Frieden, denn sie versucht ihre Trauer zu bewältigen oder zumindest herauszufinden, was sie eigentlich fühlt. Erleichterung? Schuld? Der Grund ist: Harpers Ehemann, James, ist vor ihren Augen (absichtlich?) in den Tod gestürzt.

Bereits der Vermieter Geoffrey ist ein bisschen seltsam. „Ein wenig zu ländlich“, wie es Harper ausdrückt. Aber nach und nach kommt ihr das kleine Dorf seltsam vor, da es einerseits keine Frauen zu geben scheint und andererseits alle Männer irgendwie gleich aussehen.

Als sie dann noch während eines Spaziergangs im Wald von einem nackten Mann bis nach Hause verfolgt wird, stellt sich langsam die Frage, ob sie sich wirklich einen passenden Ort für ihren Rückzug ausgesucht hat …

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