This Changes Everything – Das ändert alles (Filmkritik)

Stell dir vor, du lebst in einer Welt voll von endlichen Ressourcen. Stell dir vor, in dieser Welt würde es Menschen geben, die diese Ressourchen ausbeuten und sich nicht darum kümmern, irgendjemand die Lebensgrundlage zu rauben. Dann stell dir noch vor, diese Menschen würden das alles tun, um ein paar Zeilen Code zu bekommen.

Der Code befindet sich in Transaktionen. Diese werden in Börsen oder Banken gemacht. Und der Sinn dahinter ist, immer mehr einer imaginären Sache namens „Geld“ zu bekommen. Weil Geld ja alles rechtfertigt.

Dann stell dir noch vor, es gibt Menschen, die sich dagegen wehren von ihrem eigenen Land vertrieben zu werden und der Staat in welchem sie leben, lässt sie durch die Polizei verjagen, um einem anonymen gesichtslosen Konzern zu erlauben ganze Wälder abzuholzen und Trinkwasser zu vergiften.

Und stell dir vor: Du lebst in genau dieser Welt.

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Blackfish (Filmkritik)

Dawn Brancheau wird am 24. Februar 2010 von dem Orca Tilikum getötet. Das Tier ist ein sich in Gefangenschaft in Sea World beindlicher, so genannter Killer-Wal. Gabriela Cowperthwaite ist Dokumentarfilmerin und hatte in einem Bericht gelesen, dass der Wal seine Trainerin nur deshalb unter Wasser gezogen und getötet hat, weil sie so unvorsichtig war und beim Training die Haare zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden hatte.

Alle, die sich jetzt dachten: „Bitte, was?“ hatten den gleichen Gedanken wie Fr. Cowperthwaite, die diese Begründung irgendwie seltsam und unglaubwürdig fand. Also hat sie versucht den Weg bzw. das Leben des Wals „Tilikum“ nachzuzeichnen und findet am Ende eine ganz, ganz andere Erklärung …

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Nur eine Frau (Filmkritik)

Aynur (Almila Bagriacik) ist ermordet worden. Sie wurde erschossen. Von ihrem eigenen Bruder. Ein so genannter Ehrenmord. Der Weg, den die Deutsche, deren Familie aus der Türkei stammt, genommen hat, hat nicht in tief religiöse Welt ihrer Herkunftsfamilie gepasst.

Nach ihrem Tod erzählt Aynur rückblickend, wie alles gekommen ist, wie es kam und warum sie der Meinung ist, dass nicht nur die Person, welche den Abzug gedrückt hat, schuld an dem ist, was ihr widerfuhr, sondern auch die Personen rundherum.

Dies ist ihre Geschichte. Und obwohl das Ende bekannt ist, ist der Weg dorthin nicht weniger erschreckend.

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The Social Dilemma (Filmkritik)

Was wäre, wenn alle Algorithmen nur dazu dienen würden, die Nutzer*innen auszuspionieren und online zu halten?
Was wäre, wenn alle Social-Media-Programme nur dazu dienen würden, Daten zu sammeln, um mit Werbung Geld zu verdienen?
Was wäre, wenn alle „Netzwerke“ den Sinn hätten, den Nutzer*innen durch ausgewählte Beiträge ein Gefühl von „Hier sind andere wie ich“ zu vermitteln, um ihnen eine Menge Produkte verkaufen zu können?

Was wäre, wenn diese Dinge wahr wären und euch das jene erzählen, die diese Dinge entweder erfunden oder programmiert haben?

Dann würde ihr euch gerade „The Social Dilemma“ ansehen.

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Chernobyl (Serienkritik)

Am 26. April 1986 passierte das Unmögliche: Der Wassertank eines Reaktors im Kernkraftwerk explodierte. Die Behörden hatten alles unter Kontrolle. Bis sie es nicht mehr unter Kontrolle hatten und die Wahrheit eingestehen mussten. Nicht ein Wassertank ist explodiert, sondern der Reaktor selbst. Der radioaktive Kern lag frei und Strahlung trat aus.

Bis hierhin wussten wir alle Bescheid. Was wir nicht wussten, war, was wirklich auf dem Spiel stand. Valery Legasov (Jared Harris) hat sich das Leben genommen, damit die Wahrheit ans Licht kommt. Wer Valery Legasov ist? Willkommen in „Chernobyl“ …

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City of God: 10 Years Later (Filmkritik)

2002 drehte Fernando Meirelles seinen Kultfilm „City Of God“ und hatte damit weltweit Erfolg. Der Film kostete in etwa gute 3,5 Millionen Dollar. Das meiste davon ging wohl in die Kulissen, die Kameras, die Effekte und vermutlich die Requisiten. Von den Darsteller*innen hat man im Großen und Ganzen danach relativ wenig gehört.

Dieser Film besucht die Darsteller*innen 10 Jahren nach dem Erfolg des Films und zeigt was aus den einzelnen Personen wurde. Die einen hatte ein wenig Erfolg. Ein paar eher weniger.

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Churchill (Filmkritik)

Winston Churchill (Brian Cox) soll eine Rede halten vor der Nation. Der D-Day ist ein paar Tage entfernt und der Plan, den die allierten Kräfte entwickelt haben – die Stürmung der Normandie- scheint ihm zu simpel. Er hält es für ein Selbstmordkommando.

Aber die anderen lassen ihn links liegen. Sie danken ihm für die Meinung, aber das war es dann auch schon. Und Churchill kann mit Zurückweisung nicht gut umgehen. Außerdem hat er eine ähnliche Vorgehensweise im ersten Weltkrieg selbst miterlebt und die Bilder, die er gesehen hat, suchen ihn im Schlaf immer noch heim.

Von seiner Frau entfremdet und mit sich selbst im Unreinen, verliert er sich in Wut und Ärger. Ein Gemütszustand, der auch auf die Nation übergreift …

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Audrie & Daisy (Filmkritik)

Es beginnt mit einer Party. Es beginnt mit Alkohol. Es beginnt mit einer Gruppe von Jungs, die sich wie Vollidioten benehmen. Es beginnt damit, dass Intimität nicht mehr als Intimität gesehen wird. Es beginnt mit Handy und Filmen und Fotos und Internet und Facebook und Social Media.

Es endet im Selbstmord. Es endet im Selbsthass. Es endet in Anklagen, in Gerichtsverfahren, in Schuldzuweisungen, in „Victim Blaming“, in Freisprüchen, Schuldsprüchen und einem letzten Akt an Aufbegehren.

Es ist die Wahrheit.

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The Florida Project (Filmkritik)

Moonee (Brooklynn Prince) wächst im Schatten des Florida Projects auf, was der Name von Disneyland in seiner Bauphase war. Dort glitzert und glänzt alles nach außen hin und alles ist schön und bunt und für Kinder geeignet. Moonee lebt mit ihrer Mutter Halley (Brina Vinaite) in einem Apartmentblock und dort ist das Leben anders. Dort sammeln sich die Existenzen, die wenig vom Leben erwarten und auch wissen, dass sie wirklich nicht sehr viel weiter kommen werden.

Auch Hausmeister Bobby (Willem Dafoe) weiß das und versucht alle daran zu erinnern die Regeln einzuhalten und auch für Ruhe im Haus zu sorgen. Allerdings spielen gerade Moonee und ihre neue beste Freundin Jancey (Valeria Cotto) da nicht immer mit. Und ihre Mutter Halley lebt von einem Tag zum anderen, schafft es dabei allerdings sich immer mehr zu isolieren. Bis sie irgendwann zu drastischen Mitteln greifen muss, um sich und ihrer Tochter ein Einkommen zu sichern …

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