Machete Kills (Filmkritik)

Nachdem Machetes (Danny Trejo) Partnerin (Jessica Alba) bei dem Versuch ein paar Waffenhändler festzunehmen erschossen wird, wird Machete deswegen zum Tode verurteilt. Zu Machetes Glück jedoch braucht der amerikanische Präsident (Carlos Esteves) seine Hilfe, da irgend so ein Psychopath damit droht, Washington mit einer Atombombe platt zu machen. Und wie immer ist das noch nicht alles…

Machete Kills

Und Robert Rodriguez hat es schon wieder getan. Nachdem die meisten davon ausgangen sind, dass aus dem Trailer zu „Machete„, der vorab bei „Planet Terror“ gezeigt wurde, nie ein richtiger Spielfilm werden würde, wurden die Zuschauer 2010 schließlich eines besseren belehrt. Spätestens jetzt ist sicher, dass die Ankündigung einer Fortsetzung am Ende des Films doch ernst gemeint war und der Wahnsinn in die nächste Runde geht.

Um zu realisieren wie irre der Film ist, genügt eigentlich ein Blick auf die Besetzungsliste. Wenn hier Charlie Sheen (Stichtag) als der verf****** Präsident von ver****** noch mal der U,S und A besetzt wird, kann die Geschichte nicht besonders erst gemeint sein. Aber zurück zum Anfang, wo uns der Film zeigt, wie das dritte Abenteuer von Machete möglicherweise aussieht. An dieser Stelle nur soviel: Machete kills again… in Space!

Nachdem man in die eigentliche Geschichte eingeführt wurde, kommt man in den Genuss von überzeichneten Charakteren und übertriebener Over-the-top Action, die man so in etwa aus dem Vorteil kennt. Bei den Bösewichten geben sich gleich zwei alle Mühe Machete das Leben schwer zu machen. In der ersten Hälfte des Films ist es Demian Bichir (Savages), der als Drogenboss mit einer multiplen Persönlichkeitsstörung zu kämpfen hat (eine Tatsache, die zum Glück nicht überreizt wird), während Mel Gibson (Get the Gringo) als irrer Geschäftsmann Voz versucht eine neue Ära für die Menschheit einzuleiten (wobei natürlich zuerst alle Menschen die nicht Teil seiner neuen Gesellschaft sind, sterben müssen).

Erwähnt werden sollte an dieser Stelle auch Amber Heard (Drive Angry), die nicht nur Machetes Kontakt beim Geheimdienst ist, sondern so ganz nebenbei beim Schönheitswettbewerb zur Miss San Antonio teilnimmt. Sofia Vergara (zu hören in „Escape from Planet Earth„) fällt hier vor allem durch ihre tödliche Unterwäsche auf, während sich Walter Goggins (Django Unchained), Cuba Gooding Jr. (Last Bullet), Antonio Banderas (The Big Bang) und Lady Gaga!! die Rolle des Chamäleons teilen.

Danny Trejo (Bad Ass) macht, wie auch im Vorteil, seine Sache wieder erstaunlich gut und so wie seine Rolle inszeniert ist, ist er mit Leichtigkeit der Coolste in der Runde. Zwar lässt sich an so mancher Stelle erahnen, dass der Gute hier und da einem Double Platz machen musste, dafür zeigt er regelmäßig, dass er es auch so drauf hat (etwa wenn er mit seiner Machete in einen Transformator sticht, um einen der unzähligen Handlanger zu grillen).

Die Geschichte an sich ist wieder herrlich überdreht. Wenn hier nicht gerade geballert wird, fliegt in der Regel etwas in die Luft. Zwischendurch gibt es immer wieder derbe Highlights wie z.B. das jemand an seinen Gedärmen in den Rotor eines Hubschraubers gezogen wird oder Machete, der eine fliegende Rakete entschärft. Spätestens als futuristische Waffen, wie der Blaster, vorgestellt werden, verabschiedet man sich später endgültig von der Realität wie wir sie kennen.

Alles in allem ist „Machete Kills“ eine gelungene Fortsetzung der Geschichte des Mannes der unglaublich hart zu töten ist. Bei all dem Spaß den man vermutlich während des Schauens hat, kommt leider das eine oder andere (ich z.B. hätte gerne mehr vom Chamäleon gesehen) ein wenig zu kurz. Letztendlich ist der Film eine klare Empfehlung für alle Fans des ersten Teils und vielleicht heißt es ja schon bald „Machete Kills Again… In Space!“.

Der Film „Machete Kills“ bekommt von mir 7,5/10 nicht kleinzukriegende Empfehlungspunkte.


3 Gedanken zu „Machete Kills (Filmkritik)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.