Deadpool (Game-Review)

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Deadpool hat nicht nur in den Comics das, was man in Österreich „Schmäh” nennt. Auch im gleichnamigen Videospiel, das jetzt auf der PS3, der xBox 360 und für den PC erschienen ist, hat die Hauptfigur jede Menge Witz. Allerdings ist dieser Witz nicht besonders pflegeleicht: Deadpool räkelt sich im Sofa und kratzt sich mit dem Lauf eines Revolvers an bestimmten nur Männern eigenen Körperteilen; Deadpool legt beim Besuch eines Swimmingpools latent machohaftes Verhalten an den Tag und sucht sich die „beste“ Beobachterposition aus; Deadpool erklärt das Entwicklerstudio „High Noon“ gleich zu Beginn des Spiels für inkompetent und ändert in umfangreicher Manier das Skript ab. Man muss ihn mögen, diesen Deadpool, der mit einer so unverschämten Selbstverständlichkeit auf Kosten der anderen (meist der Gegner) seine Schizophrenie auslebt.

Stichwort Schizophrenie: Die Inszenierung von Deadpools „Krankheit“, will sagen „leichten Andersartigkeit“, ist wirklich sehr gelungen. Wusste der Protagonist in den Comics stets um den Umstand, dass er eine fiktive Comicfigur ist, so ist auch dem Helden des Spiels bestens bekannt, wie der Hase läuft. Das Ergebnis ist eine brisante Hauptfigur, für die eigentlich keine Regeln der Moral oder des Anstands gelten können, da ja ohnehin bekanntlich alles nur Show ist. Dazu gehören gerade auch die Stimmen im Kopf des Schizophrenen, die – besonders in der englischen Originalfassung – von sehr guten Sprechern dargeboten werden und großen Unterhaltungswert haben. Richtigen Dialogen lauscht der Spieler hier, und dass Deadpools konträre Gedanken oftmals das Spielgeschehen kommentieren, macht großen Spaß.

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Man Of Steel (Filmkritik)

Es ist keine leichte Entscheidung, die Jor-El (Russel Crowe, „Les Miserables“) gemeinsam mit seiner Frau (Ayelet Zurer, „Illuminati“) treffen muss – denn ihre Welt (Krypton) geht unter. Die Ausnutzung der Ressourcen hat den Planetenkern geschwächt, die Welt kollabiert. General Zod (Michael Shannon), der geboren wurde, um die gesamte Rasse der Kryptonier zu schützen, vollführt einen Militärputsch, um die Regierung zu stürzen, welche dies zugelassen hat und damit die Welt zu retten, aber er scheitert – seiner Meinung nach deshalb, weil Jor-El den „Kodex“ stiehlt, der sämtliche Generationen von Kryptonieren beinhaltet. Diesen hat Jor-El seinem Sohn (Henry Cavill, „Immortals“) „eingepflanzt“ und diesen auf eine weit entfernte Welt geschickt. General Zod wird gestoppt und in die „Phanton Zone“ verbannt. Aber es spielt keine Rolle mehr. Krypton geht unter.

Jahre später zieht ein erwachsen gewordener Clarke Kent durch die USA, von einem kurzen Job zum nächsten, immer nur so lange an einem Ort, wie er sich beherrschen kann und niemand zu retten ist. Denn immer, wenn Hilfe gebraucht wird, kann Clarke nicht anders, als zu helfen – und damit vertreibt er sich selbst immer wieder aufs Neue, denn – so hat ihm sein irdischer Vater erklärt – „Die Welt ist noch nicht bereit für dich.“

Währenddessen findet man tief im Eis begraben ein seltsames Schiff, das sich schon bald als „kryptonisch“ herausstellt. Reporterin Lois Lane (Amy Adams, „The Muppets“) ist vor Ort, um zu berichten. Aber anstatt einer grandiosen Story findet sie ein Geheimnis, dass lieber verborgen bleiben sollte – es gibt Aliens. Und eines davon wandelt – mit unglaublichen Kräften ausgestattet – unter uns.

Bis plötzlich ein fremdes Schiff auftaucht – General Zod. Er lebt und weiß, dass Clarke – dessen richtiger Name Kal-El lautet – sich auf der Erde befindet. General Zod will seine Welt Krypton um jeden Preis beschützen, auch wenn er dafür die Erde vernichten muss, schließlich wurde er zu diesem Zwecke geboren. Er stellt ein Ultimatum: „Liefert mir Kal-El aus oder ich vernichte eure Welt.“

Kal-El aka Clarke Kent muss sich entscheiden: Welcher Welt gehöre ich an?

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The Purge – Die Säuberung (Filmkritik)

Wir schreiben das Jahr 2022. Da die Wirtschaft am Boden, die Arbeitslosigkeit und die Kriminalitätsrate sehr hoch war, hat sich die Regierung der Vereinigten Staaten etwas Extremes einfallen lassen. Einmal im Jahr, und zwar in der Nacht von 21. auf den 22. März, sind alle Verbrechen bis hin zu Mord legal. Familie Sandin versucht diese Nacht in den eigenen vier – durch ein Sicherheitssystem geschützten Wänden – zu verbringen, aber irgendwie kommt dann doch alles anders.

The Purge Film Ethan Hawke

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Remember Me (Game-Review)

Remember-Me-Nilin

Wir schreiben das Jahr 2084. In der Stadt Neo Paris hat die Firma Memorize ein Gehirnimplantat mit dem Namen Sensation Engine (Sensen) entwickelt, mit dem es fast der gesamten Bevölkerung möglich ist, fröhliche Erinnerungen hinauf zuladen und zu teilen im Netz, oder schlechte Erinnerungen einfach zu löschen. Diese Erfindung gibt Memorize eine unglaubliche Macht über die Einwohner, was sie schließlich zum Aufbau eines perfekten Überwachungsstaates ausnutzen.

Sensen zieht aber noch weitere negative Nebenwirkungen mit sich, denn einige von Erinnerungen abhängige Menschen, die zu viele Gedanken aufgesaugt haben, hat ihr Implantat zu einer degenerierten, sub-menschlichen Form mutieren lassen. Diese verlorenen Wesen hausen als Ausgestossene im Untergrund von Neo-Paris. Bühne frei für Memory-Hunter Nilin, die als beste Kämpferin der Untergrund-Rebellentruppe namens Errorist, das korrupte Machtregime stürzen will.

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Pontypool – Radio Zombie (Filmkritik)

Seltsam. Das Wort ist passend. Die Bewohner rund um Grant Mazzy (Stephen McHattie), seines Zeichens Radiosprecher, benehmen sich seltsam. Bereits am Weg zur Arbeit taucht aus dem Nichts eine Frau auf, presst ihre Hand auf seine Seitenfenster und flüstert ein Wort, dass er nicht hört. Die Sache beschäftigt Grant aber und er spricht in seiner Morgenshow darüber, was seiner Chefin Syndey Briar (Lisa Houle) nicht gefällt, aber die Assistentin Laurel-Ann (Georgina Reilly) hält zu ihm.

Dann geschehen seltsame Sachen. Es kommen immer mehr Anrufe von Bürgern, die seltsame Vorkommnisse in der Stadt berichten. Von einem Aufstand ist die Rede, von seltsamen Gesängen un schließlich gibt es die ersten Toten. Eine Seuche scheint sich auszubreiten, welche die Bewohner zu hirnlosen Mordmaschinen macht, aber niemand kann sich erklären, wie sie sich ausbreitet. Die Idee entsteht, zu fliehen, aber wer berichtet dann? Wer warnt die Radiohörer vor dem drohenden Unheil? Also bleiben Grant, Sydney und Laurel-Ann in der Radioanstalt und berichten aus erster Hand, was vor sich geht …

Pontypool

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Arrow – Staffel 1 (Serienkritik)

Sein Name ist Oliver Queen (Stephen Amell). Fünf Jahre lang war er gestrandet auf einer Insel und hatte nur ein Ziel: Überleben! Jetzt ist er dabei seinem Vater dessen letzten Wunsch zu erfüllen: Die Liste mit Namen zu nutzen, die ihm dieser hinterlassen hat und die zur Strecke bringen, die seine Heimatstadt vergiften. Um dieses Ziel zu erreichen, muss er jemand anders werden – er muss etwas anderes werden!

Arrow-TV-Series

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Strike Back: Project Dawn – Staffel 1 (Serienkritik)

Nachdem John Porter (Richard Armitage) bei seinem neuesten Auftrag vom pakistanischen Terroristen Latif (Jim Mistry) gefangen wurde, wird der ebenfalls für den britischen Geheimdienst innerhalb der Sektion 20 arbeitende Sergeant Michael Stonebridge (Philip Winchester) damit beauftragt, den unehrenhaft entlassenen Ex-Delta Force Soldaten Damian Scott (Sullivan Stapleton) ausfindig zu machen.

Scott hat früher mit Porter zusammen gearbeitet und ist neben ihm der einzige, der weiß wie Latif wirklich aussieht. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn die Terroristen verfolgen eiskalt einen Plan mit dem Codenamen Project Dawn, der Massenvernichtungswaffen und den Tod von zahlreichen unschuldigen Menschen miteinschließt.

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Oldies but Goldies: Falsches Spiel mit Roger Rabbit – Who Framed Roger Rabbit? (Filmkritik)

In der fiktiven Stadt Toontown des Jahres 1947 leben Menschen zusammen mit Zeichentrickfiguren, den so genannten Toons und Zeichentrickfilme werden nicht gezeichnet, sondern mit Schauspielern aufgenommen. Einer dieser Schauspieler ist der Hase Roger Rabbit (Charles Fleischer), der jedoch so ganz und gar nicht bei der Sache ist.

Der Studioboss R.K. Maroon beauftragt daraufhin den Privatdetektiv Eddie Valiant (Bob Hoskins) um Jessica (Kathleen Turner), die Ehefrau des Hasen, zu beschatten. Als Eddie Jessica kurze Zeit später dabei fotografiert, wie sie Backe-Backe-Kuchen mit dem Industriellen Marvin Acme spielt, ist Roger aufgebracht und läuft davon. Als Acme kurze Zeit später ermordet wird, deutet alles auf Roger als den Täter hin. Der ist jedoch unschuldig und wendet sich in seiner Verzweiflung an den einzigen von dem er glaubt er könnte ihm helfen: Eddie Valiant.

Who Framed Roger Rabbit Film Bob Hoskins

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Once Upon a Time – Staffel 1 (Serienkritik)

Schneewittchen (Ginnifer Goodwinn) und Prince Charming (Josh Dallas) müssen sich beeilen, die Zeit drängt. Bald wird die böse Königin (Lana Parrilla) einen Fluch aussprechen, der das Leben von allen Märchenfiguren, die es jemals gab, in Gefahr bringt. Doch es bleibt noch Zeit eine Person zu retten, Emma, die gerade geborene Tochter von Schneewittchen und Prince Charming. Gerade noch bevor der Fluch zuschlägt, schafft es das Paar, Emma in einem magischen Baum in Sicherheit zu bringen. Denn schon im nächsten Moment heißt es bye-bye Märchenwelt und hallo reale, ach so schlimme Welt.

Durch den Fluch vergessen alle ihre wahren Identitäten. So wird aus Schneewittchen Mary, eine Lehrerin, aus der bösen Königin wird die Bürgermeisterin, aus Rumpelstilzchen wird ein Geldeintreiber. Und Prince Charming? Der liegt als John Doe im Koma und hat Schneewittchen nie kennen gelernt. Es gibt nur eine Person, die diesen Fluch brechen kann und diese ist Emma (Jennifer Morrison), doch wo ist Emma?

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Warm Bodies (Filmkritik)

Nach einer „Zombie-Apokalypse“ hat sich der Großteil der Weltbevölkerung in Menschenfleisch fressende Untote verwandelt. R (Nicholas Hoult) ist einer von ihnen und wie die meisten seiner Artgenossen, fristet er sein schlürfendes Dasein auf einem verlassenen Flughafengelände. Eines Tages starten ein paar Zombies vom Hunger getrieben wieder mal die Suche nach lebenden Menschen. Sie werden dabei in der Form von ein paar Jugendlichen auch schnell fündig, doch als R die wild um sich schiessende Julie (Teresa Palmer) sieht, fühlt er etwas in seinem eigentlich nicht mehr schlagenden Herz.

Er rettet sie und nach anfänglichen Annäherungsschwierigkeiten, treten die beiden gemeinsam die Reise zur letzten Menschensiedlung an. Da die anderen Zombies langsam aber sicher auch eine Veränderung durchlaufen, stellen diese kein Problem dar, doch sowohl die Bonies, Skelett-artige Wesen, die zu lange ein „Leben“ als Zombies geführt haben als auch Julies Vater General Grigio (John Malkovich), der Anführer der Menschen, haben aus unterschiedlichen Gründen etwas dagegen, R´s immer weiter fortschreitende Menschlichkeit zu akzeptieren.

Warm Bodies Film Nicholas Hoult

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