Legends of Tomorrow – Staffel 2 (Serienkritik)

Die Time-Masters waren als Organisation verantwortlich, die Geschichte vor den bösen Zeitreisenden zu schützen. Doch sie wurden zerstört und unter der Führung von Rip Hunter (Arthur Darvill), hat eine neue Gruppe diese Aufgabe übernommen. Dieses Team besteht aus Sara Lance (Caity Lotz), einem ehemaligen Mitglied der Gesellschaft der Schatten, Doktor Raymond Palmer (Brandon Routh) als The Atom, der Brandstifter Mick Rory (Dominic Purcell) und Firestorm, die kombinierte Form aus Jefferson Jackson (Franz Drameh) und Dr. Martin Stein (Victor Garber). Sie sind die einzigen, die in der Lage sind die Geschichte zu schützen. Dabei sind sie keine Helden, sondern Legenden.

Eines der Serien-Highlights des vorangegangenen Jahres war klar die erste Staffel der „Legends of Tomorrow“. Der Neuzugang in CWs „Flarrowverse“ konnte durch einen unglaublichen Unterhaltungswert punkten und wurde glücklicherweise um eine zweite Staffel verlängert. Auch in der zweiten Runde wird die gute Unterhaltung groß geschrieben.

Die Geschichte beginnt dann ungefähr dort, wo man das etwas andere Team in Staffel eins verlassen hat. Man versucht die Zeitlinie sicherzustellen und entsprechende Eingriffe in die Zeit zu unterbinden. Doch dann geht etwas schief und irgendwann wird dem Zuschauer klar, warum die erste Folge als Rückblende inszeniert war.

Dieser Umstand wird dann auch genutzt um mit Nate Heywood den ersten Neuzugang einzuführen. Am Ende der ersten Folge bekommt man dann auch schon den Bösewicht der zweiten Staffel zu sehen und es ist Eobard Thawne aka Reverse-Flash. Der hat sich mit Damien Darhk und später Malcolm Merlyn Unterstützung geholt und natürlich plant die so genannte „Legion of Doom“ nichts Gutes.

Zumindest teilweise unabhängig vom Plan der Legion treiben sich auch die Legends fleißig in der Weltgeschichte herum. Im Zuge dessen treffen sie unter anderem die „Justice Society of America“, landen in Japan zur Zeit der Samurais, kämpfen gegen Zombies während des amerikanischen Bürgerkrieges und helfen erneut Jonah Hex im Wilden Westen.

So viele Highlights gibt es selten in den ersten sechs Episoden. Im Laufe der weiteren Staffel trifft man dann noch unter anderem auf George Washington und Lucas, König Athur und die Ritter der Tafelrunde, sowie „Herr der Ringe“ Autor J.R.R. Tolkien. Hier hat man sich, ähnlich wie bei Staffel eins, etwas getraut und noch hier und da etwas draufgelegt.

Gegen Ende ziehen die Legends in der Konfrontation mit der Legion regelmäßig den Kürzeren. Als die Situation dann schon verloren scheint, werden die Gesetze der Logik allerdings gewaltig verbogen, damit letzten Endes doch noch alles einigermaßen gut ausgeht. Doch wie hieß es dieses Jahr bei „The Flash“ sinngemäß: je öfter man in der Zeit reißt, desto weniger gelten die Regeln für Zeitreisen.

DIE große Stärke der zweiten Staffel sind dann erneut die Charaktere. Generell scheint man dieses Jahr bei CWs „Flarrowverse“ ein besonderes Augenmerk auf Charakterarbeit gelegt zu haben und besonders gilt das natürlich für Team Legends 2.0. Man hat sich eindeutig gefunden und die das Team betreffenden Veränderungen funktionieren erstklassig.

Der von Nick Zano (The Final Destination) gespielte Historiker Nate Heywood ist der erste Neuzugang, durchgehend sympathisch und man kann sich als Zuschauer vergleichsweise gut mit ihm identifizieren. Durch ein Serum erhält Nate/Steel zeitnahe Superkräfte, die aber zu Beginn nur sporadisch funktionieren.

Die von Maisie Richardson-Sellers (Star Wars: The Force Awakens) gespielte Amaya Jiwe/Vixen ist der zweite Neuzugang und ein Mitglied der „Justice Society of America“. Dennoch ist auch am Ende dieser Staffel nicht ganz klar ist, wann sie zur JSA in ihre Zeit zurückkehren wird. Amaya ist ein zentraler Bestandteil der Legends und als solcher gut ins Team integriert.

Weil Rip Hunter im Großen und Ganzen durch seine Abwesenheit glänzt, ist es an Sara Lance (Caity Lotz – The Machine) die Legends anzuführen. Apropos Rip Hunter: der macht zwischendurch dem Team das Leben schwer. Arthur Darvill (Doctor Who) ist unfassbar gut in dieser Rolle und zwischendurch als Bösewicht regelrecht unheimlich.

Das eigentliche Highlight sind jedoch die Bösewichte. War Vandal Savage in Staffel eins eher mäh, hat hier jemand scheinbar sein persönliches Dreamteam zusammengestellt. Matt Letscher (13 Hours) als Reverse-Flash hat nicht nur mehr Ausstrahlung in seinem kleinen Finger als Savage in seiner Gesamtheit, sondern auch noch Verstärkung mitgebracht.

Letscher gibt die unaufhaltsame Naturgewalt sehr glaubhaft, ist aber auch in Szenen glaubhaft, in denen es seine Rolle mit der Angst zu tun bekommt (auch wenn es nicht viel gibt, was dem Reverse-Flash Angst macht). Die Unterstützung besteht dann aus dem von Neal McDonough (RED 2) gespielten Damien Darhk und John Barrowman (Zero Dark Thirty), der Malcolm Merlyn zum Besten gibt.

Die beiden konnten in der Vergangenheit in „Arrow“ überzeugen und arbeiten an dieser Stelle zusammen. Sie funktionieren erstklassig miteinander, hatten sichtlich ihren Spaß bei der Arbeit und sorgen für einen immensen Unterhaltungswert.

Alles in allem ist die zweite Staffel von „Legends of Tomorrow“ erneut sehr gelungen und setzt dabei auf die Elemente, die Staffel eins sehr unterhaltsam gemacht haben. Der größte Pluspunkt an dieser Stelle sind die Bösewichte, die es schaffen hier einen guten Eindruck zu hinterlassen.

Die Serie „Legends of Tomorrow“ bekommt auch dieses Mal 9/10 die Welt rettende und Legenden seiende Empfehlungspunkte.


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