The Final Destination (Filmkritik)

Nick (Bobby Campo) besucht mit seiner Freundin Lori (Shantel VanSanten) und den beiden gemeinsamen Freunden Hunt und Janet ein Autorennen. Plötzlich bekommt er eine ziemlich realistische Vision, bei der zahlreiche Menschen- unter ihnen auch er und seine Freunde- bei einem schrecklichen Autounfall ums Leben kommen. Durch den von Nick ausgelösten Tumult verlassen einige Leute ihre Tribünen und entrinnen so nur knapp dem Tod, als der Unfall wirklich genauso passiert, wie es Nick in seiner Vorahnung gesehen hat.

Einige Zeit später beginnt der Alltag die Überlebenden wieder einzuholen doch bald beginnen die ersten Menschen, die Nick durch seine Vision gerettet hatte, bei anscheinend harmlosen Aktivitäten ums Leben zu kommen. Diese Menschen waren für den Tod vorgesehen und der Tod holt sich die für ihn vorgesehenen Leute wieder, in der Reihenfolge, in der sie bei dem Unfall gestorben wären. Für Nick und Lori beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit in einem Spiel, dass sie eigentlich nicht gewinnen können.
Am Ende ist eben immer der Tod der Gewinner!

The Final Destination Film Cast

Die Erfolgsstory eines der (am Anfang zumindestens) innovativsten Horrorfilmkonzepte der neueren Zeit begann im Jahre 2000.

In Final Destination von Regisseur James Wong rettete ein Junge nachdem er eine Vision hatte einige seiner Klassenkollegen vor einer Flugzeugexplosion, nur um sie kurz darauf durch mysteriöse Unfälle doch noch zu verlieren. Der Tod fordert eben ein, was rechtmäßig ihm gehört. Damals ein Überraschungserfolg, mit neuen Ideen, cooler Optik und hippen Jungstars versehen, da konnte ja nicht viel schiefgehen.

2003 folgte The Final Destination 2, bei der Regisseur David R. Ellis (Snakes on a Plane, Cellular) das Ruder übernahm. Hier hatte eine junge Dame eine Vorahnung auf der Autobahn, rettete so wiederum einige Menschen, die dann auch einer nach dem anderen vom Tod geholt wurden.Für mich der beste Teil der Reihe, ich mag einfach Hauptdarstellerin A.J. Cook sehr gerne, außerdem ist der Film herrlich kaltschnäuzig, abgebrüht und sarkastisch und hebt den Härtegrad der Reihe noch um einiges an.

2006 kehrte James Wong zu „seiner“ Reihe zurück, es ging um einen Achterbahnunfall, die Rettung einiger Menschen und -ja richtig- den Tod der Überlebenden im zehn kleine Negerlein System. Die Luft war hier schon ein wenig draußen aus der Filmreihe, es gab aber eine Zusatzebene der Handlung bei der die Hauptakteurin durch Fotos die Todesart des nächsten Opfers herausfinden konnte, sonst mochte ich vor allem die „Choose their Destiny“ Funktion auf der DVD, bei der man die Wahl hatte, an bestimmten Punkten jemanden retten zu können oder in manchen Fällen auch seine Todesart zu wählen.

2009, wieder brav im drei Jahres Abstand, ist nun The Final Destination in 3D angesagt, bei der David R. Ellis nach seinem tollen zweiten Teil zurückkehrte aber angeblich nur, weil er die für ihn neuartige 3D Optik austesten wollte. Dies ist dann wohl auch die grösste Stärke und Schwäche des Filmes: die Optik der dreidimensionalen Szenen ist das wichtigste Element des Filmes, alles andere wurde vernachlässigt.

Es kommt einfach keine Spannung auf, da man von Anfang an das Gefühl hat, der Tod werde am Ende sowieso gewinnen. In Teil 1 und 2 (Teil 3 fing schon an mehr in die Richtung zu gehen wie Teil 4) hatte ich noch das Gefühl mitfiebern zu können und hoffte, dass irgendwer überleben würde. Somit ist die Flucht vor dem Tod sinnlos und es fällt wiederum das ganze Interesse auf die Schauwerte zurück, da die Handlung nicht fesseln kann.

Die Hauptdarsteller sind alle unbekannt und bleiben grossteils blass, man hat das Geld eben für die 3D Optik gebraucht. Shantel VanSanten als Freundin des Helden muss ich hier aber positiv herausheben, sie hat eine nicht alltägliche Schönheit an sich und kann auch wirklich schaupsielen. Krista Allen und Mykelti Williamson sind auch nett besetzt in ihren Nebenrollen.

Alles wirkt also wirklich so, als wäre es rund um die 3D Szenen herumgeschrieben worden. Die sehen dann auch wirklich toll aus, obwohl sie mir etwas zu hervorstechen, in Filmen wie Pixars Oben sind die Übergänge von normaler zu dreidimensionaler Optik viel flüssiger. Dass die „Unfälle“ hier schon ziemlich konstruiert wirken und der Tod so agiert, als würde er wirklich aktiv eingreifen und zum Beispiel Schrauben aus einer Stange herausgedreht werden ohne sichtbaren Grund, hat mich schon gestört, da dies in den anderen Teilen um einiges natürlicher bzw. realistischer gewirkt hatte.

Die Todesszenen sind dann auch teilweise echt blutig und gehören zu den härtesten, die die Reihe bis jetzt zu bieten hatte. Mit 3D Brille, ein paar Bier und ein paar Freunden kann man hier einen echt spassigen DVD Abend haben, auf 2D kann man bei der Gesamtwertung aber getrost 3 (D) Punkte abziehen.

Die Destination Filme waren natürlich immer schon reine Unterhaltung und hatten nie irgendeinen Anspruch zu erfüllen, doch ich hatte schon wirklich mehr Spass an der Reihe, als ich bei diesem Teil hatte. Als einer der viele Filme des Genres sieht muss ich aber trotzdem sagen, dass dieser vierte Teil doch noch um einiges besser ist als zahlreiche andere Horrorfilmbeiträge der letzten Zeit. Hoffe nun, dass es mit dieser Filmreihe entweder vorbei ist, oder ihnen für Teil 5 ein paar wirklich gute Ideen einfallen, würde mich auf jeden Fall freuen.

The Final Destination bekommt von mir 6/10 dem Zuseher Blut um die Ohren schleudernde Empfehlungspunkte.


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