Legends of Tomorrow – Staffel 1 (Neue Serie)

Im Jahre 2166 hat der unsterbliche Tyrann Vandal Savage (Casper Crump) die Welt erobert und die Familie von Rip Hunter (Arthur Darvill) ermordet. Hunter hat ein Team von außergewöhnlichen Personen zusammengestellt, um durch die Zeit zu reisen und Savages Pläne zu durchkreuzen. Unglücklicherweise haben die Time-Masters, eine Organisation der Hunter früher selbst angehörte, vor diesen Plan zu vereiteln. In der Zukunft erinnert man sich an dieses Team nicht als Helden, sondern, sollten sie erfolgreich sein, werden sie zu Legenden.

Legends of Tomorrow

Irgendwie hatte man dieses Jahr das Gefühl, aus „Flash“ und vor allem „Arrow“ wäre ein wenig die Luft draußen. Meine persönliche Erklärung liegt darin, dass die Verantwortlichen in CW ihre Aufmerksamkeit ihrem neusten Projekt gewidmet haben. Ähnlich wie bei „The Avengers“ oder dem „Daredevil“ Spin-Off „The Defenders“, das übrigens 2017 erscheinen soll, stellt man hier ein Team zusammen, um sich einen unaufhaltsamen Feind zu stellen.

Weder die Helden noch der Bösewicht wird hier groß vorgestellt. Das ist auch nicht notwendig, da man dies bereits in „Flash“ und „Arrow“ sehr ausführlich getan hat. Dabei hat man in den beiden Serien, die natürlich allesamt im selben Universum spielen, vorab neue Charaktere eingeführt oder sich auch einfach bereits vorhandene ausgeborgt.

Das Team besteht dann aus folgenden Personen:

  • Rip Hunter: Captain Hunter ist davon überzeugt, dass Vandal Savage aufgehalten werden muss. Er hat seinen alten Job als Time-Master an den Nagel gehängt und sich ein Zeitschiff, die Waverider, angeeignet. Für seine Mission würde er alles tun und das bekommt auch seine Crew des Öfteren zu spüren.
  • Ray Palmer / The Atom: Ray nimmt an der Mission teil um etwas bewirken zu können. Im Laufe der Mission freundet er sich mit Kendra Saunders an.
  • Kendra Saunders / Hawkgirl: Kendra ist die Reinkarnation einer ägyptischen Prinzessin und ihr Schicksal ist direkt mit dem von Vandal Savage verbunden. Leider glänzt Hawkman die meiste Zeit durch seine Abwesenheit, doch zum Glück kann Kendra auf ihre Mitstreiter zählen.
  • Sara Lance / White Canary: Sara hat, mit Hilfe der Lazarus Grube, den Tod hinter sich gelassen, kämpft aber mit den Nachwirkungen.
  • Dr. Martin Stein und Jefferson Jackson / Firestorm: Der eine ist ein Wissenschaftler der sich meist gepflegt ausdrückt und der andere ein bodenständiger Mechaniker. Was soll da schon schief gehen.
  • Leonard Snart / Captain Cold: Snart ist zu Beginn nur dabei, weil er erwartet unterwegs den einen oder anderen Beutezug unterzubringen.
  • Mick Rory / Heatwave: Mick ist, dem Namen entsprechend, ein Hitzkopf der eigentlich keinen Sinn in der Mission sieht, sich aber später überzeugen lässt.

Wie sich erkennen lässt hat man hier einen bunten Haufen zusammengestellt. Jeder trägt einen wichtigen Aspekt zum Team bei und es ergeben sich im Laufe der Geschichte interessante Dynamiken in der Gruppe. Da wäre zum Beispiel Ray, der sympathische Optimist, der sich in Kendra verliebt, die seine Gefühle zwar teilt, aber auch mit ihrem eigenen Schicksal kämpft.

Etwas unerwartet ist dann möglicherweise der Umstand, dass die beiden Partner seit Kindestagen Leonard Snart und Mick Rory die umfassendste Charakterentwicklung in dieser Geschichte haben. Beide werden, auf ihre Weise, ein Teil des Teams und sind wichtig für den erfolgreichen Ausgang der Mission. Doch nicht nur die Charaktere sind toll, sondern auch die Geschichte hat einiges zu bieten.

Da gibt es unter anderem einen Abstecher in die Sowjetunion, den wilden Westen oder in die eine oder andere dystopische Zukunft. Diese Abstecher haben dann auch eine Menge Fanservice zu bieten. Man besucht untere anderem Jonah Hex, den eigentlich verstorbenen Ra’s al Ghul, einen gealterten Oliver Queen und viele mehr.

Meine persönliche Lieblingsszene ist, als Ray Palmer / Atom groß wird, um gegen einen ebenso großen Riesenroboter zu kämpfen. In Szenen wie diesen verkommt die Tatsache, dass man es mit einem unsterblichen Bösewicht zu tun hat, der nach nicht weniger strebt als der Weltherrschaft, fast ein wenig zur Nebensache.

Was die Schauspieler betrifft machen alle einen hervorragenden Job. Herausheben möchte ich jedoch Brandon Routh (Superman Returns), der als Ray Palmer die mit Abstand sympathischste Person zum Besten gibt. Routh spielt die Rolle mit einer optimistischen Energie die ihresgleichen sucht und man muss ihn einfach gerne haben.

Dominic Purcell (Blade 3) als Mick Rory und Wentworth Miller (The Loft) als Leonard Snart hätten für ihre jeweiligen Rollen eigentlich irgendeinen Preis verdient. Die Art wie sie reden und auch wirken hat etwas eigenes, passt aber hundertprozentig zu ihren jeweiligen Rollen. Die beiden Schauspieler arbeiten hervorragend zusammen und hatten sichtlich ihren Spaß in der Rolle des Partners des jeweils anderen.

Alles in allem ist „Legends of Tomorrow“ eine Serie die sich etwas getraut hat und aus genau diesem Grund Spaß macht. Sie spricht die Nerds an, die bereits „Arrow“ und „Flash“ mochten und setzt noch einen oben drauf. Auch wenn man sich, aus unterschiedlichen Gründen, von einigen Charakteren am Ende verabschieden musste, ist Staffel zwei bereits fix.

Die Serie „Legends of Tomorrow“ bekommt 9/10 die Welt rettende und zu Legenden werdende Empfehlungspunkte.


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