Arrow – Staffel 5 (Serienkritik)

Sein Name ist Oliver Queen (Stephen Amell). Nach fünf Jahren in der Hölle kam er mit nur einem Ziel nach Hause: Seine Stadt zu retten. Zurzeit kämpft er diesen Krieg an zwei Fronten. Am Tag arbeitet er als Star Citys Bürgermeister. Nachts ist er jemand anders, etwas anderes: The Green Arrow.

Nachdem die vierte Staffel des bekanntesten Bogenschützen aus dem Hause DC vergleichsweise enttäuschend war, nahm man sich anscheinend vor dieses Mal alles besser zu machen. Vor allem persönlich für Protagonisten Oliver Queen sollte es dann anscheinend werden. Zudem wurde einiges an frischem Blut in die Serie gebracht.

Da das bisherige „Team Arrow“ am Ende der vierten Staffel aufgelöst wurde, ist der zu Beginn meist alleine unterwegs. Allerdings muss Oliver zeitnahe feststellen, dass es Bedrohungen gibt, denen er alleine nicht gewachsen ist. Aus diesem Grund rekrutiert er ein wenig widerwillig Curtis Holt / Mr. Terrific, Rene Ramirez / Wild Dog, Rory Regan /Ragman, Evelyn Sharp / Artemis und später Dinah Drake, die mehr oder weniger den Platz von Black Canary übernimmt.

Ist das neue Team mit dem bereits bekannten John Diggle vollständig, gibt auch schon der Bösewicht sein erstes Lebenszeichen von sich. Der trägt den Namen Prometheus und hat es, wie soll es auch anders sein, auf den Green Arrow abgesehen. Wie sich kurze Zeit später herausstellen soll, hat Oliver Queen Prometheus mit etwas, das er in der Vergangenheit getan hat, selbst auf den Plan gerufen.

Für Prometheus ist es also etwas persönliches. Er hat einen unschlagbaren Plan, den er in den letzten Jahren erarbeitet hat und hat unter anderem einen Verräter in „Team Arrow“ untergebracht. Die Entschlossenheit und Willensstärke von Prometheus sind dabei so stark, dass selbst Green Lantern Hal Jordan neidisch werden würde.

Zwar macht diese Kombination die fünfte Staffel von „Arrow“ vergleichsweise spannend und dennoch hat man es an dieser Stelle dezent übertrieben. Dieser Bösewicht ist so dermaßen übermächtig, dass er alle vorangegangenen (inklusive Ra’s al Ghul) wie Stümper aussehen lässt. Natürlich hat der gute Herr auch Verbündete, wobei man nur selten das Gefühl hat, er würde die auch tatsächlich brauchen.

Die neuen Charaktere sind nicht per se schlecht, dennoch wird man nicht mit ihnen in dem Ausmaß warm, wie man es vorher mit dem ursprünglichen Team Arrow wurde. Sie sind auch gut in die Geschichte intergiert und stärken Oliver den Rücken, als der von Prometheus gebrochen und am Ende seiner Kräfte ans Aufgeben denkt.

Dennoch würde ich den einen oder anderen, ohne lange zu überlegen, gerne gegen jemanden wie Roy Harper oder Laurel Lance eintauschen. Das eigentliche Ende der Geschichte beginnt vergleichsweise langsam, überrascht dann aber mit dem wahrscheinlich besten Staffel-Finale, dass Arrow bis jetzt hatte.

Spannend wird es aus jetziger Sicht wie es weiter geht, da dieses Ende potentiell auch das Ende für den einen oder anderen Charakter bedeuten könnte. Erwähnenswert ist dann vermutlich noch, dass Dolph Lundgren (The Expendables) hier eine Rolle in Oliver Queens Vergangenheit spielt und sichtlich seinen Spaß dabei hatte.

Alles in allem ist die fünfte Staffel von „Arrow“ ein großer Schritt in die richtige Richtung. Wenn ein zu mächtiger Bösewicht und die Tatsache, dass man die neuen Charaktere nicht so gerne hat wie die alten, im Prinzip alles ist, was es zu beanstanden gibt, hat man etwas richtig gemacht. Diese Staffel hat prinzipiell genug tolle Charaktermomente und eine von Anfang an klare Richtung. Hoffentlich behält man beides in der Zukunft bei.

Die fünfte Staffel von „Arrow“ bekommt 8/10 die eigene Vergangenheit aufarbeitende Empfehlungspunkte.


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