Fuze (2025 Filmkritik)

Ein Bombe, die scheinbar aus dem zweiten Weltkrieg stammt, wird auf einer Baustelle in Paddington/London gefunden. Major Will Tranter (Aaron Taylor-Johnson) und sein Team werden mit der Entschärfung der Bombe beauftragt.

Währenddessen nutzen Karalis (Theo James), X (Sam Worthington) und ihre zwei Partner die Evakuierung der Gegend, um in die Al Muraqabah Bank einzubrechen…

Hell or High Water ist wohl sein bisher bekanntestes Werk als Regisseur, doch ich kenne vom Schotten David Mackenzie bisher nur Outlaw King. Sein neuestes Werk habe ich mir aber nicht wegen ihm, sondern den Darstellern angeschaut, allen voran Aaron Taylor-Johnson.

Seit Kick Ass habe ich ihn auf dem Radar und egal ob er nun extrem cool wie in Bullet Train ist oder ein richtig feiger Egoist wie in The Fall Guy, man sieht ihm einfach gerne bei der Arbeit zu. Gepaart mit Sam Worthington (The Exorcism) und Theo James (The Monkey) bekommt man hier also drei kernige Jungs in Schlüsselrollen geliefert.

Die Handlung an sich teilt sich in zwei Teile. Dabei ist dies so eine Art von Film, die für mich genau einmal gut funktionieren, wenn du eben noch nicht genau weißt, was gespielt wird. Damit meine ich wer wen betrügen wird, wer mit wem hinter den Kulissen zusammen arbeitet und wer rein böse ist, oder Verbrechen für „die gute Sache“ begeht.

Die erste Filmhälfte weiß dabei zu fesseln, indem parallel die Bombenentschärfung/Evakuierung läuft und dabei zeitgleich ein Banküberfall stattfindet (was übrigens kein Spoiler ist, denn damit wirbt der Trailer). Dabei finde ich die Art und Weise wie Mackenzie es schafft, dass man den Räubern Erfolg wünscht, ohne sie zu kennen, irgendwie faszinierend.

Hier steht Taylor-Johnsons Figur im Mittelpunkt, dessen Major kompetent aber abgekämpft wirkt. Die zweite Filmhälfte konzentriert sich auf die Flucht, Betrug und den Versuch als Zuschauer clever zu sein und die Zusammenhänge zu erraten (was durchaus möglich ist). Hier trifft dann James Figur ins Rampenlicht, ein Schlitzohr das manipuliert und überfordert ist, aber dennoch noch immer irgendwie ein Ass im Ärmel zu haben scheint.

Das Finale liefert eine befriedigende Auflösung, zeigt in einem Rückblick wie es dazu gekommen ist und im Schlussspann sieht man dann noch zu aufheiternder Musik die Auflösung. Hört ihr meine Begeisterung schon heraus? Nicht falsch verstehen, das geht als routiniert gemachter und gut gespielter Thriller schon in Ordnung, aber es bleibt durchgehend unspektakulär.

Taylor-Johnson und James ziehen ihr Ding durch, der Anfang fesselt mit der „Bomben-Stimmung“ und das Finale entlässt dich mit einem lächeln. Kein großer Wurf, aber ärgern musste ich mich auch nie und Langeweile kommt ebenso kaum auf. Früher ein typischer DVD-Release, heute ein (trotz kurzem Ausflug ins Kino z.b. in England) Streaming-Erlebnis für Zwischendurch.

„Fuze“ bekommt von mir 6/10 Diamanten auch als beste Freunde der Jungs etablierende Empfehlungspunkte.


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