Quick Draw Mike (James Marsden) wurde ermordet für einen Verrat, den er gar nicht begangen hat. Zumindest lief die Sache das erste Mal so ab. Nick (Vince Vaughn) hat nämlich eine Zeitmaschine im Keller eines Erfinders entdeckt und will die Sache wieder hinbiegen.
Das einzige Problem ist der Nick aus der Gegenwart, aber den wird er mit Hilfe von Mike, schon überzeugen können. Zeit für Alice (Eiza González) muss ebenfalls sein in der Geschichte, immerhin ist sie Nicks Frau und Mike hat eine Affäre mit ihr…

Nach Happily ist dies erst der zweite Spielfilm von BenDavid Grabinski, der hier auch wieder alleine für das Drehbuch verantwortlich war. Es ist ein wilder Mix geworden, der seine Zeitreise Story mit vor allem wegen den Gesprächen schräger Situationskomik verbindet und mit wilden, gar nicht mal so unblutigen Action-Einlagen, das Ganze verbindet.
Wie man von dieser Beschreibung bereits erkennen kann, ist dies ein rein auf Unterhaltung ausgelegtes Abenteuer, dass mit seiner Kurzweiligkeit und seinem spielfreudigen Cast besticht. Wie essentiell Gespräche über Gilmore Girls und die Frage, wer denn der beste Boyfriend für Rory gewesen ist, wirklich sind, wird hier ebenfalls aufgeklärt.
Was ich auch gelernt habe: für zwei Vince Vaughn´s (Freaky) auf einer Leinwand, ist definitiv genug Platz. Dabei machen es die feinen Nuancen im Gesicht aus, der eine will etwas wieder gut machen, der andere ist ein Egoist, der aber nur ein, zwei falsche Entscheidungen davon entfernt ist, wie sein zukünftiges Ich zu werden.
Egal ob sie sich zunächst bekämpfen oder später gemeinsam Gangster beseitigen, das macht Spaß. James Marsden (Sonic) als Quick Draw Mike vereint zwischenmenschliche Unsicherheiten und Angst um sein Leben mit effektiver Coolness und der Humor kommt weder bei ihm noch bei Eiza González (In The Grey) als Alice zu kurz.
Reaktionen, Oneliner, Gespräche, wo zwei Beteiligte völlig aneinander vorbei reden und wie der gesamte Cast diese präsentiert, machen für mich auch die kleinen, sich summierenden Freuden aus, die mir bei diesem ansonsten eher schneller wieder in Vergessenheit geratenen Spaß, in Erinnerung geblieben sind.
Der Cameo-Auftritt von Dolph Lundgren (Aquaman 2) hat eine „grinsendes Kopfschütteln“ Reaktion bei mir erzeugt und Jimmy Tatro (Scream 7) als Jimmy Boy ist herrlich übercool mit völliger Funkstille zwischen seinen Ohren und einem Musikvideo im Schlussspann, in dem sich noch ein paar weitere, witzige Deleted Scenes befinden.
Die Atmosphäre am Set wird von den Darstellern eins zu eins aufs Publikum übertragen und das ist in diesem Fall sehr gut. Ein typischer Streaming Film der guten Kategorie (läuft auf Disney+), schnelllebig und ohne echte Substanz, aber einmalig wirklich unterhaltsam. Und jetzt legt los, baut euch eure eigene Zeitmaschine und behebt Fehler, die ihr in der Vergangenheit begangen habt!
„Mike & Nick & Nick & Alice“ bekommt von mir 6,5/10 mit der Ex und dem besten Kumpel, doppelten Spaß habende Empfehlungspunkte.



