Marvels Agents of S.H.I.E.L.D. – Staffel 2 (Serienkritik)

Phil Coulson ist nach dem Tod von Nick Fury nun Director von SHIELD. Ein Job den ihm nicht ein jeder gönnt. Nach der Infiltration durch Hydra muss er nebenbei auch noch daran arbeiten, nicht nur das Vertrauen des Militärs zurückzugewinnen, sondern auch das der SHIELD-Agenten. Denn nur gemeinsam mit seinem Team kann es ihm gelingen, die Menschheit vor dem potentiell tödlichen Terrigen-Gas zu retten…

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  • Gleich vorweg gebe ich mal eine Spoilerwarnung für diesen Artikel, da eine Staffelkritik ohne Plot-Details nicht möglich ist. „Marvels Agents of S.H.I.E.L.D.“ ist in Amerika inzwischen schon bei der vierten Staffel angekommen, wobei bei den derzeitigen Ratings mehr als fraglich ist ob jedoch eine fünfte Staffel folgen wird,. Die Serie hat seit der ersten Folge 10 Millionen Seher verloren und zieht derzeit in Amerika nur 2 Millionen Zuseher vor den Fernseher.

    Ich persönlich mag die Serie sehr gerne und freue mich, Zeit mit diesen inzwischen vertrauten Charakteren zu verbringen. Sehr löblich finde ich an „Marvels Agents of S.H.I.E.L.D.“, dass man unter anderem nicht davor zurück scheut, einfach mal die Richtung zu ändern und so die Charakteristik und Dynamik der Serie verändert. In der ersten Staffel hielt man sich lange an die Formel „Fall der Woche“, während man hier auf Folgen-übergreifende Handlungsstränge zurückgreift, was für mich persönlich das sehen einer Serie verändert und um einiges spannender macht.

    Weiters wird das Konzept der Inhumans vorgestellt. Die verfügen über Kräfte durch eine Mutation, die durch das sogenannte Terrigen freigesetzt werden. Diese Entwicklung funktioniert aber nur bei Menschen die ein gewisses Gen haben, „normale“ Menschen werden zu Stein und sterben. Dass dieses Konzept als Waffe eingesetzt werden würde, war ohnehin sicher wie das Amen im Gebet, aber die Auswirkungen, die diese Waffe auch auf die weiteren Staffel hat, sind sehr weitreichend und stellenweise auch unerwartet.

    Ebenso traute man sich Charaktere einfach mal böse sein zu lassen, was sich vor allem bei Agent Ward auszahlt, der hier hervorragend von Brett Dalton (Until Dawn) gespielt wird. Dalton hat sichtlich Spaß an seinem Job und so transformiert sich Ward von einem komplett langweiligen, ja fast austauschbaren 08/15 Charakter zu einem interessanten, intelligenten Bösewicht, den man trotz all seinen Aktionen komischerweise immer noch cool findet.

    Ein sehr großer Teil der Staffel beschäftigt sich mit der Story von Skye (Chloe Bennet – Nashville) und es wird ihre wahre Identität gelüftet. Und ja, Skye heißt in Wirklichkeit Daisy und ihr Codename ist Quake. In der ersten Staffel konnte ich manchmal nicht verstehen, warum dieser Charakter so im Vordergrund steht. Der Umstand, dass Terrigen im Meer landet, hat weitreichende Folgen für sie und natürlich auch für die weitere Handlung.

    Kyle MacLachlan als Vater von Skye schafft es sehr gut in dieser Staffel mehrere Gesichter zu zeigen. Man lernt auch Skyes Mutter Jiaying kennen, die von Dichen Lachman gespielt wird. Bei ihr war mir sofort klar, dass sie nicht ganz koscher ist, ganz nach dem Motto „Wenn etwas zu gut scheint um wahr zu sein, ist es das wahrscheinlich auch!“. Wenn man ihren Charakter ein wenig anderes gehandhabt hätte, wäre diese Staffel noch um einiges spannender gewesen.

    Clark Greggs (The Avengers) Agent Phil Coulson verbringt viel Zeit damit, komische Schnörkel und Linien zu zeichnen, die sich dann als Pläne für eine uralte Stadt entpuppen. Ming-Na Wen (Stargate Universe) bekommt als Melinda May mehr Backstory, wird dadurch als Charakter um so einiges interessanter und ihre Beweggründe und Entscheidungen leichter verständlich.

    Neu mit im Team sind Adrianne Palicki (John Wick) als Bobby Morse und Nick Blood (Brand New-U) als Lance Hunter. Hunter ist quasi Mr. Sarkasmus, während Bobby eine besonnene Kämpferin ist. Sich die beiden als Ehepaar vorzustellen bringt mich auch jetzt noch zum schmunzeln. Ebenfalls neu ist Alphonso „Mack“ MacKenzie, der von Henry Simmons (No Good Deed) gespielt wird. Anfangs verhält er sich eher verdächtig, aber die Entwicklung seines Charakters ist eine äußerst positive.

    Leo Fitz (Iain De Caestecker – Filth) und Gemma Simmons (Elizabeth Henstridge – Wolves at the Door) waren schon in der ersten Folge meine Lieblinge in dieser Serie und daher tat es mir im Herzen weh, zu sehen, wie Leo Gemma aus seinem Leben ausschließt (weil sie ihn bemuttert). Die Enthüllung, dass Simmons in den ersten Folgen nur seine Halluzination ist, ging mir wirklich nahe, ebenso wie sein Kampf zurück in die Normalität, nach den Geschehnissen in Staffel 1. Simmons infiltriert inzwischen im Alleingang Hydra, was der schüchternen Agentin wohl kaum jemand zugetraut hätte.

    Fazit: Auch die zweite Staffel von „Marvels Agents of S.H.I.E.L.D.“ macht Spaß. Wer kein Problem damit hat, dass die Serie in eine leicht andere Richtung läuft als in der ersten Staffel, wird sich hier entspannt zurücklehnen können und an den 22 Folgen Spaß haben. Diese Staffel ist absofort im Handel erhältlich!

    Diese Staffel bekommt von mir 8,5/10 eventuell von Hydra infiltrierten Punkten und ist ab sofort auf DVD und Blu Ray im Handel erhältlich.

    (Szenenbild: © ABC Studios)

  • Die Extras wurde hier kurz und knackig gehalten. So findet man in dieser schicken Box neben den 22 Folgen der zweiten Staffel noch zusätzliche Szenen und Pannen vom Dreh.


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