Star Wars Rebels – Staffel 2 (Serienkritik)

Das Rebellen-Leben ist kein leichtes. Auch wenn ihre Reihen langsam wachsen, da sich immer mehr Menschen vom Imperium abwenden, wäre ein fixe Basis nötig, um nicht ständig zu wandelnden Zielscheiben für feindliche Angriffe zu werden. Auch die Besatzung der Ghost ist nun offizielles Mitglied dieser Rebellion, was nicht bei allen in der Crew sofort auf Zustimmung trifft.

Neben (und auch während) den täglichen Abenteuern, setzt Ezra seine Ausbildung zum Jedi fort. Dabei ist es wichtig, dass er ein schnell lernender Schüler ist, denn neben zwei neuen Inquisitoren lauert die wahre Gefahr im Hintergrund in Form eines mächtigen Sith-Lords, der die Fäden hinter den Kulissen zieht und erst dann ruhen wird, wenn auch der letzte Feind des Imperiums, sein Leben verloren hat.

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Bei einer Fortsetzung „mehr“ bieten zu wollen, kann auch nach hinten los gehen und muss nicht immer der richtige Weg sein. Wenn man es jedoch wie die Verantwortlichen hinter der Animations-Serie Star Wars Rebels macht, dann hat man sich wirklich nichts vorzuwerfen. Ja, insgesamt bewegt sich der Grundton die meiste Zeit über auch weiterhin innerhalb kinderfreundlicher Gefilde, wer als Kenner der Materie jedoch Vorkenntnisse aus diesem Universum besitzt, dem wird neben dem Offensichtlichen, noch so einiges mehr geboten.

Ich will damit die Reise unserer Helden in keiner Weise schmälern, zumal sie allesamt auf unterschiedliche (vielleicht nicht immer auf die erwünschte) Art und Weise wachsen, sich verändern und reifer werden und man nebenbei noch Folgen präsentiert bekommt, die die Lücken in ihrer Vergangenheit etwas füllen können. So hatte zum Beispiel Zeb Orrelios früher in seiner Heimat scheinbar einen höheren Stand und Droide Chopper hat zu Pilotin Hera eine spezielle Verbindung, da er ihr für eine bestimmte Aktion sehr dankbar ist.

Jeder der Crew hat so seine Momente und sie wachsen so dem Zuschauer noch mehr ans Herz. Was auch wichtig ist, denn angesichts der steigenden Bedrohung durch das Imperium und den damit einhergehenden Konflikten, ist es wichtig, dass die Charaktere stark sind, damit die Action – von der es nicht gerade wenig gibt – niemals langweilig wird. Optisch wird dabei der Standard der ersten Staffel locker gehalten, wenn nicht sogar einige Gefechte noch mehr ins Geschehen hineinziehen als zuvor.

Als kleine Highlights könnte man die Doppelfolgen bezeichnen, die sich wie kurze Spielfilme anfühlen und wenn die nicht gerade spannend sind, machen die einfach Spass. Und was dabei und auch sonst in dieser Staffel an Fanservice geboten wird, dass ist noch einmal klar eine Stufe über dem bereits bekannten. Neu dabei ist Captain Rex (bekannt aus der Clone Wars Serie), wobei einer dieser Klonkrieger sogar zum wiederkehrenden Charakter aufsteigt. Auf Meister Yoda, eine noch sehr junge Prinzessin Leia und Gauner Honda Ohnaka, kann man ebenfalls einen Blick werfen.

Darth Vader bekommt in dieser Staffel auch eindeutig mehr Screentime und neben Kämpfen gegen Ezra und Kanan, bringt die finale Doppelfolge dann endlich dass Ereignis, dass wohl nicht zu verhindern war und auf das Fans schon seit Jahren gewartet haben: Darth Vader vs Ahsoka Tano. Der Fight ehemaliger Lehrer gegen frühere Schülerin ist klar der Höhepunkt einer ereignisreichen Staffel, die sich in so gut wie jedem Bereich steigern konnte. Dann wäre dann übrigens noch Darth Maul, aber dazu schreib ich jetzt nichts mehr, dass solltet ihr euch besser selbst ansehen.

Wie ansprechend das Alltagsleben der Rebellen hier gezeigt wird, dass lässt meine Hoffnung wachsen, dass „Star Wars Rogue One“ wirklich gut werden könnte. Von der täglichen Gefahr, der ständigen Flucht, der Sabotage feindlicher Stützpunkte bis hin zur Auslieferung wichtiger Güter an das unterdrückte Volk, das „Untergrund-Gefühl“ ist ein fixer Bestandteil dieser Abenteuer. Interessant ist dann vor allem, wie sich aus kleineren Gruppen, langsam aber sicher eine Armee formiert, die dem Feind durchaus Sorgenfalten ins Gesicht zaubern kann.

Insgesamt daher eine Staffel 2, die gekonnt die Spannungsschraube um einiges weiter anzieht, viele bekannte Gesichter zur Freude aller Fans zurück bringt und sich technisch keine Schnitzer erlaubt. Wie weit sich unsere Helden entwickelt haben sieht man übrigens am Schönsten, wenn man sich nach dem Finale der zweiten Staffel, noch mal den Beginn der ersten ansieht. Eine dritte Staffel läuft bereits in Amerika, es bleibt somit spannend, das Potential an starken Figuren, ist auf jeden Fall noch lange nicht erschöpft.

„Star Wars Rebels Staffel 2“ bekommt von mir 8,5/10 den Nebel zwischen der dunklen und der hellen Seite durchschauende Empfehlungspunkte und ist bereits im Handel auf Blu-Ray und DVD erhältlich.

(Szenenbild: © Disney Home Entertainment)

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Auf insgesamt vier Scheiben finden sich die 22 Folgen der zweiten Staffel, wobei die Qualität der DVD´s – zumindest optisch – beinahe mit der einer Blu-Ray mithalten kann. Als Bonus findet man zu jeder Folge ausführliche Insider-Einblicke, die einiges an Hintergrundwissen und die Arbeit offenbaren, die nötig war um diese Staffel auf die Beine zu stellen.

Des weiteren befindet sich zur Freude von interessierten Fans auch noch eine aufschlussreiche Dokumentation auf den Discs, die die Verbindungen in der Star Wars Galaxie zeigt. Menschen die mit diesem Universum bisher weniger zu tun gehabt haben, bekommen so zügig einiges an Hintergrundwissen präsentiert.

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