Baked in Brooklyn (Filmkritik)

Eigentlich ist David (Josh Brener) ein gewöhnlicher Typ, der einem gewöhnlichen Job nachgeht. Als er bei einer Party Kate (Alexandra Daddario) kennen lernt, scheint sein Leben für einen Augenblick lang perfekt zu sein. Doch dann verliert David seinen Job. Aus einer gewissen Not heraus beschließt er dann Gras über das Internet zu verkaufen.

Regie bei diesem Film führt Rory Rooney, der bisher nur einen Kurzfilm mit dem Titel „The Magic“ vorzuweisen hat. Rooney hat sein Erstlingswerk auch produziert und verlässt sich auf eine Geschichte des Drehbuchautoren David Shapiro, der hier ebenfalls sein Erstlingswerk abliefert. Was, wenn man dem Poster glauben schenkt, eine Kiffer-Komödie sein soll, ist das dann aber nicht.

Der Film beginnt damit, dass David in einer Bar sitzt und von der Zeit erzählt, in der er Gras verkauft hat. Bereits zu diesem Zeitpunkt ist klar, dass man hier eine Person vor sich hat, die das Wort „interessant“ nicht wirklich zu beschreiben scheint. David lernt also Kate kennen, verliert seinen Job nur um nach nach etwas Neuem umsehen zu müssen.

Irgendwie kommt er auf die Idee Gras zu verkaufen. Da der direkte Vertrieb nicht funktioniert, versucht er es im Internet und hat zeitnahen Erfolg. Leider wird ihm die Arbeit schnell zu viel und er beginnt Kate und seine anderen Freunde zu vernachlässigen. Das klingt schon einmal nicht besonders interessant und die Art wie es im Film umgesetzt wurde, ist auch nicht viel besser.

Die Tatsache, dass hier eine Person einen Job übernimmt, der man es nie im Leben zutrauen würde, hat eigentlich Potential und dennoch macht man hier nichts daraus. Das Ende, bei dem David in seinem neuen Tätigkeitsbereich einige Rückschläge erleidet und welche Konsequenzen sich daraus ergeben, wirkt erzwungen. Der Schluss scheint dann irgendwie durchsetzen zu wollen, dass die Geschichte, die lange Zeit nur vor sich hin geplätschert ist, irgendwohin führt.

Dabei ist gerade das Ende in keinem Aspekt zufriedenstellend. Was die Charaktere betrifft, hat man das Gefühl, diese wären so angelegt wie sich das jemand, der keine Ahnung von der Materie hat, ebenso vorgestellt hat. Erschwerend kommt hinzu, dass Rooney scheinbar keine Ahnung hat, wie die Entwicklung seiner Charaktere innerhalb der Geschichte funktionieren könnte.

Josh Brener (Prakti.com) als David gibt sich betont schusselig. Leider ist das dann auch mehr oder weniger alles was seine Rolle ausmacht. Ihm die meiste Zeit gegenüber steht Alexandra Daddario (San Andreas) als Kate. Daddario ist an dieser Stelle furchtbar mittelmäßig, was jedoch (zumindest teilweise) durch ihre Rolle und die damit verbundenen Vorgaben verschuldet wurde.

Alles in allem ist „Baked in Brooklyn“ ein Film, dessen Geschichte nirgends hinführt. Am Ende stellt sich dann irgendwie die Frage, was Regisseur Rory Rooney mit seinem Erstlingswerk denn wohl aussagen wollte.

Der Film „Baked in Brooklyn“ 4/10 planlose Empfehlungspunkte.


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