Killing Hasselhoff (Filmkritik)

Nachtclubbesitzer Chris (Ken Jeong) hat es nicht leicht. Ein Kinderstar behauptet Chris habe sie sexuell missbraucht, sein einziger Investor hat einen Nervenzusammenbruch und zu allem Überfluss hat er Schulden bei einem Kredithai. Des Lösung für all seine Probleme könnte da der Celebrity Death Pool sein. Chris hat darauf gewettet das David Hasselhoff als nächstes in Gras beißt und der mögliche Gewinn ist mittlerweile auf über eine halbe Million Dollar angestiegen. In seiner Not beschließt Chris seinem Glück nachzuhelfen und „den Hoff“ ums Eck zu bringen.

Regie bei diesem Film führt Darren Grant, der seine Karriere mit Musikvideos für Destinys Child begann. Das Konzept seine Filmes besteht dann scheinbar darin, vom aktuell wieder gestiegenen Interesse an David Hasselhoff zu profitieren. Hasselhoff (Baywatch) selbst schien die Idee scheinbar zu gefallen und stellt sich selbst zur Verfügung.

Während die Geschichte erst einmal herrlich schräg klingt, ist das Ergebnis vor allem eins und zwar seicht. Der Film hat eine Laufzeit von unter anderthalb Stunden und verwendet das erste Drittel davon, Chris soweit zu bringen, dass er in seiner Not einen beliebten Promi ums Eck bringen will. Bis dahin hat sich unter andere seine Verlobte von getrennt und sein Nachtclub ist abgebrannt.

Der Film vermittelt glaubhaft, dass Chris in einer schwierigen Phase seines Lebens angekommen ist. Nur leider hat Ken Jeong (Hangover) in dieser Hauptrolle massive Schwierigkeiten den Film zu tragen. Dabei macht er seine Sache nicht besonders schlecht und irgendwie dürfte auch das Drehbuch einen wesentlichen Teil dazu beitragen.

David Hasselhoff scheint sich an dieser Stelle irgendwie selbst zu parodieren und arbeitet dabei sämtliche Klischees auf. Das Ergebnis ist ein gealterter Promi, der unter anderem nicht weltfremder sein könnte. Wenn der Hoff dann die Idee für ein Superhelden-Musical hat und sich in weiter Folge von einer vollbusigen Dame Obst zuwerfen lässt um es mit einem Samurai-Schwert zu teilen…

So etwas scheint dann doch irgendwie lustiger zu sein, wenn es irgendwo in einem Drehbuch steht. Leider trifft das auf viele im Film vorkommende Elemente vor. Da wäre unter anderem einige Charaktere wie Chris Investor/Freund, der von seiner Freundin betrogen wird und in weiterer Folge ihren Liebhaber überall sieht. Der Kredithai ist ebenfalls ein Klischee in sich und der von ihm engagierte homosexueller Auftragsmörder…

Die Anschläge auf Hasselhoffs Leben können dann auch nicht gerade durch Kreativität überzeugen. Zwar gibt es zwischendurch immer wieder einmal einen lustigen Moment, nur leider halten sich diese insgesamt sehr in Grenzen. Generell kann man diese Art des Humors lustig finden, muss man aber nicht.

Der Film „Killing Hasselhoff“ hat eine lustige Prämisse, macht aber reichlich wenig daraus. Hasselhoff parodiert sich hier im Wesentlichen selbst und scheint irgendwie seinen Spaß dabei zu haben.

Der Film „Killing Hasselhoff“ bekommt 4/10 den Hoff überleben lassende Empfehlungspunkte.


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