Highway-Polizistin Jane Archer (Georgina Campbell) hatte ein schönes Leben, bis sie Bekanntschaft mit dem Satanic Slasher gemacht hat. Nun hat sie eine Mission und zwar den Mann mit der Maske aufzuspüren und zur Strecke zu bringen.
Da es jedoch wenig Anhaltspunkte gibt und seine Morde nicht geplant wirken, ist es extrem schwierig, eine gezielte Verfolgung aufzunehmen. Doch Jane gibt nicht auf und kommt ihrem Ziel langsam aber sicher, immer näher…

Es wird im Trailer auch damit geworben: Andrew Kevin Walker hat auch die Drehbücher zu Sieben und 8MM verfasst. So weit zur gewollt erzeugten Erwartungshaltung. Regisseur Gavin Polone hingegen, ist eher als Produzent unterwegs und hat bisher nur bei ein paar Serien die Regie übernommen. Ihr erstes gemeinsames Werk will einige Sachen sein, ist aber am Ende nur plakativ und hohl wie sein Titel. Nimmt man den Film aber nicht wie intendiert ernst, kann man aber doch etwas Spaß damit haben.
Georgina Campbell kann man nach Filmen wie Barbarian, Influencers oder Cold Storage durchaus als eine der aktuellen Scream Queens bezeichnen. Als Jane ist sie fokussiert und getrieben, während ihr Gesicht geprägt ist von Schmerz und Verlust. Nur ihr Schauspiel sorgt dafür, dass man ihr gerne folgt, denn geschrieben ist sie sehr beliebig und Sachen wie die eigene Schwangerschaft bemerken und dennoch auf Killer-Jagd zu gehen, kann man durchaus auch unsympathisch finden.
James Preston Rogers als Killer hat eindeutig eine bedrohliche Aura und eine starke, physische Präsenz und seine Stimme ist herrlich over the top einschüchternd. Im Gegensatz dazu zeigt Logan Miller (Escape Room 2) als Marvin in seiner Nebenrolle, dass dem Film neben Emotionen (außer ängstlich gibt es hier eigentlich nur stoisch) eine Prise Humor sicherlich gut getan hätte, was wohl auf Grund des Autors nicht möglich war.
Die restlichen Darsteller schwanken zwischen in Ordnung und alles andere als glaubwürdig hin und her, was bei deren Funktion als „Kanonenfutter“, wohl auch nicht der Anspruch war. Witzig finde ich – denn sich über Christen lustig zu machen, ist wirklich schon langweilig…probiert das mal mit Moslems, weil Komödie alles darf…Moment, das wäre politisch nicht korrekt oder von den Reaktionen her gefährlich – die lächerliche Klischee-Darstellung von Satanisten.
Da hast du die, die Satan anbeten und das feiern mit ständigem Drogenkonsum und Sexorgien, bei denen man sich verkehrte Kreuze auf den Körper presst. Dann wäre da der ernste Psycho Killer, der echte Fan des aus seiner Sicht Höllenfürsten, glaubt ihr diese beiden Welten passen zusammen? Wie diese unterschiedlichen Anschauungen aufeinander prallen, das ist subversiv witzig und endet in einem explosiven Finale.
Ansonsten ist dies ein eher lähmendes Katz und Maus Spiel, bei dem die Hauptfigur – Achtung, moderne Agenda – sich in einem von Männern dominierten Job durchsetzen muss, dabei nur von einer anderen Lady Unterstützung bekommt, natürlich darin effektiver ist und den Plan des Killers am Ende aufdeckt. Der Ausgang der Geschichte ist dann eine Mischung aus lächerlich und antiklimatisch, was irgendwie kaum verwundert.
Campbell ist sehr gut und spielt so als würde es um etwas gehen, während der Rest des Filmes eine Atmosphäre des vierten Filmes einer Halloween-Party erzeugt, bei dem keiner mehr genau hinschaut und das auch nicht muss, weil es am Ende doch um Nichts geht. Man bekommt auch als Fan solcher Sachen, keine kreativ/brutalen Kills präsentiert oder einen Killer, der besonders ikonisch erscheinen würde.
„Psycho Killer“ bekommt von mir 4/10 die „Beliebigkeit“ der Morde auf den gesamten Film übertragende Empfehlungspunkte.
