Teen Titans: The Judas Contract (Filmkritik)

Tara Markov aka Terra (Christina Ricci) ist der Neuzugang bei den Teen Titans. Was das Team, bestehend aus Robin (Stuart Allan), Blue Beetle (Jake T. Austin), Raven (Taissa Farmiga), Beast Boy (Brandon Soo Hoo), Starfire (Kari Wahlgren), und Nightwing (Sean Maher), nicht ahnt ist, dass Terra insgeheim mit dem Schurken Deathstroke (Miguel Ferrer) zusammenarbeitet. Der wird wiederum von Sebastian Blood (Gregg Henry) beauftragt die Teen Titans zu fangen, da er mit ihnen noch etwas vor hat.

Nachdem die jungen DC Superhelden, die auch als Teen Titans bekannt sind, voriges Jahr mit „Justice League vs. Teen Titans“ eingeführt wurden, bekommen sie an dieser Stelle ihren zweiten Film. Dabei müssen sie dann auch zur Gänze ohne die Justice League auskommen, denn von Batman und Co fehlen hier jede Spur. Adaptiert wurde dann der gleichnamige Comic.

Damit das Ganze gut zu den bisherigen Filmen passt, wurden einige Details der Geschichte geändert. Unter anderem sind die hier vorkommenden Titans unabhängig vom Comic die, die bereits im letzten Film zu sehen waren. Deathstrokes Motivation ist ebenfalls eine andere und greift dabei die Geschehnisse von „Son of Batman“ wieder auf.

Der eigentliche Film fällt dann mit einer Laufzeit von 124 Minuten vergleichsweise lang aus. Obwohl er sich auch so anfühlt, nämlich zu lang, scheint er dann aber ebenfalls zu kurz zu sein. Die Geschichte beginnt mit einer Rückblende. Die originalen Teen Titans retten Prinzessin Starfire vor den bösen Schergen, die ihre ebenfalls böse Schwester nach ihr gesandt hatte.

Dieser Einstieg hat für den weiteren Verlauf keine Bedeutung, außer der Tatsache, dass es sich bei Starfire um die Form von leicht bekleideter, vollbusiger Außerirdischen handelt, die in der Lage ist eine Sprache durch küssen zu lernen. Die erste Hälfte des Films versucht dann, dem Zuschauer die Teen Titans näher zu bringen.

Leider führen Handlungsstränge, wie der über Blue Beetle und dessen Familie, nirgends hin und sorgen außerdem dazu, dass allgemein nur wenig passiert. Das Problem dabei ist vor allem, dass man für die zwischenmenschlichen Beziehungen der jeweiligen Titans viel mehr Zeit gebraucht hätte. In der an dieser Stelle probierten Form funktioniert das leider nicht und lässt den Film lang wirken.

Später setzt Deathstroke seinen Plan in die Tat um und es ist an Nightwing herauszufinden, was den Titans zugestoßen ist. Schön an dieser Stelle ist, dass Nightwing als Detektiv tätig werden darf und sich später etwas zur Rettung der Teen Titans überlegen muss. Dabei wirkt er wie eine menschlichere Variante von Batman selbst und das Ergebnis kann überzeugen.

Weniger überzeugen kann der Bösewicht Sebastian Blood, der so wirkt als hätte man ihn irgendwo abgepaust. Ebenfalls auf eine schräge und gruslige Art unnötig ist die Tatsache, dass Tara/Terra scheinbar romantische Gefühle für Deathstroke hat, der diese noch dazu am Ende ausnutzt und dafür eine auf den Deckel bekommt.

Auf der Habenseite sei dann noch der finale Showdown erwähnt, bei dem man es wie gewohnt gewaltig krachen lässt. Ebenfalls toll sind die erwachsenen, aber hundertprozentig lustigen Momente, die sich aus der Beziehung zwischen Starfire und Nightwing ergeben.

Alles in allem setzt „Teen Titans: The Judas Contract“ zwar auf eine gute Geschichte der jungen Helden, hat aber leider auch die falschen Schwerpunkte. Dadurch bleibt der Film eine kleine Enttäuschung, die dennoch insgesamt sehr unterhaltsam ist.

Der Film „Teen Titans: The Judas Contract” bekommt 7,5/10 den Hinterhalt rechtzeitig erkennende Empfehlungspunkte.

(Der Trailer ist leider nichtssagend…)


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