Batman and Harley Quinn (Filmkritik)

Poison Ivy (Paget Brewster) und Floronic Man (Kevin Michael Richardson) wollen die Menschen in Pflanzenwesen verwandeln. Um sie aufzuhalten holen sich Batman (Kevin Conroy) und Nightwing (Loren Lester) ausgerechnet Hilfe von Harley Quinn (Melissa Rauch). Die hat zwar dem kriminellen Leben den Rücken gekehrt, ist aber dennoch völlig unberechenbar.

Dieser Film ist das neuste Werk von Warner Bros. Animation aber unabhängig von den bisherigen Filmen des animierten DC-Universums. Das Ziel an dieser Stelle dürfte dann gewesen sein einerseits den Humor groß zu schreiben und andererseits von Harley Quinns Beliebtheit zu profitieren. Was einfach kling ist es dann aber scheinbar nicht.

Dabei ist es für Regisseur Sam Liu nicht der erste Film. Unter anderem war er in dieser Funktion für „Justice League: Gods and Monsters“, „Justice League vs. Teen Titans“ oder „Batman: The Killing Joke“ verantwortlich. Dennoch gibt es hier dermaßen viele Baustellen, dass sich die Frage stellt, was denn hier eigentlich schief gelaufen ist.

Beginnen wir mit der Geschichte. Hier hat man zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, Batman wäre der weltbeste Detektiv. Stattdessen verdummt man ihn hier anscheinend um einen Grund dafür zu haben, dass er später Harleys Hilfe braucht. Die eigentliche Geschichte kann man sich dann in etwa so spannend vorstellen, wie wenn Harley Quinn das örtliche Telefonbuch vorliest.

Das klingt zumindest irgendwie lustig, nur leider fehlen die Highlights. Wenn das Highlight des Films die Szene ist, in der Harley in einer Bar für Handlanger Karaoke singt, dann gibt es eigentlich keine wirklichen Highlights. In eine ähnliche Kategorie fällt auch der Plan der beiden Bösewichte. Die wollen die Erde retten und zu diesem Zweck die Menschen in Pflanzenwesen verwandeln.

Das Problem bei diesem Plan ist, dass sich nicht einmal der Film selbst hundertprozentig darüber im Klaren zu sein scheint, wie böse der jetzt eigentlich ist. Der Animationsstil ist an dieser Stelle vergleichsweise minimalistisch gehalten. Zumindest meiner Meinung nach ist das ein klarer Rückschritt im Vergleich zu den meisten anderen DC-Animationsfilmen, die durch ihre Fülle an Details bestechen.

Was die Sprecher betrifft, kann man mit Kevin Conroy (Batman: Arkham Knight) als Batman nie etwas falsch machen. Seine Kollegen machen ebenfalls einen brauchbaren, wenn auch nie herausragenden Job. Melissa Rauch (The Big Bang Theory) übernimmt die Rolle der Harley Quinn an dieser Stelle zum ersten Mal. Abgesehen davon, dass sie stimmlich immer wieder nur knapp daran vorbeischrammt nervtötend zu sein, macht sie ihre Sache sehr gut und fängt auch die Dynamik ihrer Rolle ein.

Alles in allem ist „Batman and Harley Quinn“ ein Film mit einer schwachen Geschichte, der seinen Zuschauern kaum etwas bieten kann. Da kann selbst Batman nicht viel ausrichten.

Der Film „Batman and Harley Quinn“ bekommt 5/10 mittelmäßig seiende Empfehlungspunkte.


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