Get a Job (Filmkritik)

Will (Miles Teller) und Jillian (Anna Kendrick) haben erst kürzlich das Collage abgeschlossen. Leider ist es äußerst schwierig einen passenden Job zu finden. Aber nicht nur die beiden, sondern auch Freunde und Verwandte, begeben sich auf das Abenteuer der Jobsuche.

Get a Job

Bereits Anfang 2012 wurde dieser Film angekündigt, wobei Regisseur Dylan Kidd ein Drehbuch von Kyle Pennekamp und Scott Turpel verfilmen sollte. Die Geschichte wurde noch im selben Jahr verfilmt um anschließend irgendwo Staub zu fangen. Erst kürzlich, also ungefähr vier Jahre später, erblickte er dann doch das Licht der Welt auf der einen oder anderen Streaming-Plattform.

Die Frage stellt sich also ob die Verzögerung mit der Qualität des Films zusammenhängt. Gleich vorab springt einen der Cast, der aus unglaublich viel bekannten Gesichtern besteht, ins Auge. Nun hatte auch „Movie 43“ eine Menge prominenter Schauspieler, aber das ist eine andere Geschichte. „Get a Job“ hat sich vorgenommen, wie es der Name nahelegt, ein schwieriges Thema mit Humor aufzuarbeiten.

Da hätten wir Will Davis, der feststellen muss, dass sein fixer Job bei einer Website doch nicht so fix ist. Sein Vater Roger hat scheinbar seinen Job so gut gemacht, dass er sich nach 30 Jahre Dienstzeit selbst wegrationalisiert hat. Wills Freundin Jillian findet ebenfalls keine Arbeit. Sein Kumpel Ethan versucht seine Stalking-App zu verkaufen, während sein anderer Freund Charlie Kinder „unterrichtet“.

Der Film begleitet alle bei ihrem Abenteuer auf der Suche nach einem erfüllenden Job. Dabei nimmt das Schicksal immer wieder amüsante Wendungen. Kidd schafft es seiner Geschichte einen amüsanten Grundton zu verpassen, ohne jemals auf seichte Witze zurückgreifen zu müssen. Wovon der Film dann aber im Wesentlichen lebt ist der Cast.

Miles Teller (Whiplash), Anna Kendrick (The Voices), Bryan Cranston (Trumbo) und Nicholas Braun (Freaks of Nature) – um nur die wichtigsten zu nennen – wirken durchgängig sympathisch. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und dennoch hat man das Gefühl sie würden auch miteinander ausgezeichnet funktionieren.

Die Geschichte wurde, zumindest wirkt es so, vom waren Leben inspiriert. Das sorgt für die eine oder andere Überraschung, wobei man sich nie allzu weit von der Standard-Hollywood-Formel entfernt. Entsprechend kommt das Ende auch nicht allzu überraschend und wirkt fast ein wenig zu klischeehaft. Achtung Spoiler: Sie finden alle ihre Bestimmung! 😉

Alles in allem ist „Get a Job“ als Film besser als seine Entstehungsgeschichte vermuten lassen würde. Er lebt von seinen Charakteren und das funktioniert, zumindest an dieser Stelle, ausgezeichnet.

Der Film „Get a Job“ bekommt 7/10 nach einer erfüllenden Tätigkeit suchende Empfehlungspunkte.


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