Dragonheart (Filmkritik)

Der junge König Einon (David Thewlis) wurde in der Schlacht verwundet und um zu überleben, braucht er die Hilfe von Draco (Sean Connery), einem Drachen, der um ihn zu heilen sein Herz in zwei Hälften teilt. Einige Jahre später spürt der Drachentöter Bowen (Dennis Quaid) Draco auf, der mittlerweile der letzte seiner Art ist. Sie stürzen sich in einen Kampf auf Leben und Tod, doch er endet im Patt. So wird aus den beiden ein höchst ungewöhnliches Team…

dragonheart

Beim Stöbern durch meine DVD-Sammlung, fiel mir „Dragonheart“ auf der Stelle ins Auge. Ich kann mich noch an den Spaß erinnern, den ich beim ersten sehen hatte und wie geplättet ich von den Effekten war.

Die Idee zum Film ist so irre, sodass dieser auch leicht ins Dämliche hätte abgleiten können, doch hier kratzte man geschickt die Kurve und heraus kam ein Film, der heute wie damals unterhaltsam ist und unter den Filmen über bzw mit Drachen wohl einzigartig ist (was ich persönlich schade fand, war, dass die Teil 2 und 3 dieses Films dann auf ganzer Linie enttäuschten und es zu Recht nie ins Kino schafften).

Ich kann nur empfehlen, den Film unbedingt in der englischen Original-Fassung zu genießen, denn Sean Connery (Indiana Jones und der letzte Kreuzzug), der Draco seine Stimme lieh, ist ein echter Ohrenschmaus. Er erweckt alleine durch seine stimmliche Präsenz den Drachen zum Leben. Wenngleich Schauspieler Mario Adorf in der deutschen Synchro seine Sache auch nicht schlecht macht.

Dennis Quaid (Movie 43) als tapferer Ritter und Drachentöter zeigt hier, dass er in einer Komödie ebenso gut aufgehoben ist, wie in einem Action-Film. Inzwischen ist es um den talentierten Schauspieler eher still geworden und er ist eher in diversen TV-Produktionen zu sehen, wie „The Art of More“ und „Fortitude“.

Mir fiel nie auf das David Thewlis, mir bekannt als Remus Lupin aus dem „Harry Potter“-Franchise, hier den Bösewicht Einon spielte. Alleine schon seine Frisur macht ihn dem Zuseher suspekt und unsympathisch. Sein Charakter ist ein hinterhältiger, sadistischer Schwächling und man kann verstehen, dass es Draco ebenso wie Bowen schmerzt zu sehen, was aus ihn geworden ist.

Regisseur Rob Cohen (laut meinen Recherchen nicht verwandt mit den Cohen Brothers) hat ja keine allzu lange Filmographie. Darin finden sich eher mittelmäßige Filme wie „Stealth“ und den von Kritikern weltweit verrissenen „The Boy Next Door“.

Hier leistete er aber wirklich gute Arbeit und schaffte es, in einer Zeit als CGI noch mehr oder weniger in den Kinderschuhen steckte, einen riesigen Drachen in diesen Film zu integrieren, der übrigens selbst nach heutigen Standards immer noch hervorragend aussieht und von dem sich selbst heutige Produktionen teilweise noch ein Scheibchen abschneiden könnten. Und all das mit einem Budget von 57 Millionen Dollar. Teilweise kosten heute alleine die Schauspieler schon mehr.

Wirklich zum Leben erweckt wurde Draco durch die Arbeit von Phil Tippett, der sich durch seine go-motion Technik schon vor der Ära der computergenerierten Effekte einen Namen machte. Mir ist er durch seine Mitarbeit an „Jurassic Park“ im Jahr 1993 bekannt und auch hier schaffte des der visual-effects Spezialist eine Echse zum Leben zu erwecken. Draco wurde dadurch zu einem der ersten CGI Haut-Charaktere in Filmgeschichte.

Fazit: „Dragonheart“ macht vor allem eines: Spaß. Die Prämisse ist witzig und ich finde man ihn sich auch 20 Jahre nach der ursprünglichen Veröffentlichung immer noch ansehen. Natürlich ist es kein Film für wirklich anspruchsvolle Film-Seher, aber ich persönlich amüsierte mich über die Laufzeit von 103 Minuten köstlich.

Dieser Film bekommt vom mir 8/10 animierten Punkten


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