Elliot, der Drache – Pete’s Dragon (Filmkritik)

Laut den Legenden lebt ein wilder Drache in den Wäldern des Pazifischen Nordwesten, deshalb erzählt Mr. Meacham (Robert Redford) den Kindern des Ortes Geschichten über ihn. Seine Tochter Grace (Bryce Dallas Howard), ein Park Ranger, findet eines Tages den Waisenjungen Pete (Oakes Fegley) im Wald. Der 10-Jährige lebte im Wald, zusammen mit einem riesigen grünen Drachen namens Elliot als seinen Beschützer…

petes dragon

Leider ging „Pete’s Dragon“ am Boxoffice sang- und klanglos unter. Warum? An der Qualität des Films lag es nicht, denn ich wurde von diesem Film sehr positiv überrascht und hatte viel Spaß beim Sehen. Kaum zu glauben, dass der Film weltweit nur 104 Millionen bei einem Budget von 65 Millionen einspielte.

Ich kann mich noch ziemlich gut daran erinnern, als Kind den Original-Film aus dem Jahr 1977 gesehen und dabei eine helle Freude gehabt zu haben. Allerdings wusste ich länger nicht, dass „Pete’s Dragon“ ein Remake von eben diesen Film ist, denn mit 5 Jahren interessierte mich der englische Titel noch nicht wirklich, sondern ob mein Stofftier in der Nacht lebendig wird.

Mit dem Original hat der Film aber außer dem Drachen nicht allzu viel zu tun. Aber ich persönlich finde es ohnehin nicht notwendig, dass sich Remakes sklavisch an ihre Vorlagen halten, denn denselben Film 2 Mal zu machen, finde ich persönlich überflüssig. Im Original ist Elliot natürlich nicht im Computer entstanden, sondern wurde von Hand gezeichnet und nachträglich in den Film eingefügt. Eine Technik, die zum Beispiel auch bei „Mary Poppins“ zum Einsatz kam.

Hier kam Elliot natürlich aus dem Computer und man entfernte sich ein Stück weit von der Optik des „alten“ Elliots, denn der sah wie ein typischer Cartoon aus. Elliot sieht immer noch kinderfreundlich aus. Geblieben ist die grüne Farbe, wenngleich ich den Farbton, der Elliots Fell hat, nicht so kamerafreundlich finde. Da hätte sich ein etwas knalligeres Grün besser gemacht. Fort sind die rosa Haare, Flügel und Rückenschuppen – eine gute Entscheidung.

Elliot kann sich natürlich unsichtbar machen und ist ein echter Tollpatsch der schon mal unabsichtlich einen Baum entwurzelt. Wie intelligent er nun eigentlich ist, ist schwer zu sagen. Stellenweise wirkt es, als ob der Drachen die Mentalität eines Hundes hat, z.B. wenn er seinen eigenen Schwanz jagt. Aber er scheint jedes Wort zu verstehen, wenn Pete mit ihm spricht.

Pete wird von Oakes Fegley (Person of Interest) gespielt. Petes Geschichte erinnerte mich stark an die von Mogli in „The Jungle Book“. Als 5-jähriger sterben bei einem Autounfall seine Eltern und er wird von Elliot groß gezogen. Danach lebt er im Wald, klettert wie ein Äffchen durch die Bäume. Fegley macht seine Sache sehr gut und man versteht, warum er so an Elliot hängt und warum er seinen Artgenossen gegenüber sehr skeptisch ist.

Entdeckt wird Elliot von Natalie, gespielt von Oona Laurence (Bad Moms). Sie macht Pete das Leben unter den Menschen schmackhaft und zeigt ihm die Sitten und Gebräuche die er während seiner Zeit im Wald verlernt hat.

Grace, gespielt von Bryce Dallas Howard (Jurassic World), ist Park Ranger und nimmt Pete in ihr Haus auf, nachdem er aus dem Krankenhaus entlassen wird. Sie ist eine herzensgute Frau mit einem Herzen aus Gold.

Ihr Vater, Mr. Meacham (Robert Redford – Captain America: The Winter Soldier), erklärt am Anfang von seiner angeblichen Begegnung mit einem grünen Drachen und man erfährt, dass wohl eine Legende von einem Drachen in den Wäldern existiert.

Karl Urban (Star Trek Beyond) spielt den 08/15 Bösewicht Gavin, der Pete fangen und an den höchst Bietenden verscherbeln will. Wes Bentley (Final Girl) spielt Jack, den Verlobten von Grace.

Fazit: „Pete’s Dragon“ ist ein Film, der nicht mit einer ausgeklügelten Story aufwartet, sondern mit einer gehörigen Portion Herz auftrumpfen kann und einen mit einem guten Gefühl das Kino verlassen lässt. Optisch kann der Film von Regisseur David Lowery (St. Nick) mit wunderschönen Bildern überzeugen. Er soll in der Zukunft bei der Real-Verfilmung von „Peter Pan“ Regie führen.

Dieser Film bekommt von mir 8/10 mal grüne, mal unsichtbare Punkte.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.