Pets – The Secret Life Of Pets (Filmkritik)

Max ist ein Hund. Ein kleiner, braver Hund, der sein Frauchen und sein Leben über alles liebt. Sein Nachbarhund, oder besser: Hündin, mag ihn er hat viele Freunde. Aber all das ändert sich, als Frauchen einen Streuner mit nach Hause bringt. Groß, bullig und vielleicht ein wenig bedrohlich. Aber Max findet rasch einen Weg, wie er den Kerl unter Kontrolle bringen kann. Als sein neuer Mitbewohner bei einem Parkspaziergang eine Möglichkeit findet, Max loszuwerden, nutzt er diese und bringt damit auch sich selbst in Gefahr, denn Hundefänger schnappen sie.

Zeit für Nachbarhünding Gidget den Trupp, bestehend aus Katze Chloe, zwei weiteren Hunden, einem Kanarienvogel und noch weiteren Tieren, zusammenzuholen und sich auf die Suche nach Max zu machen. Was einfacher klingt, denn jede/r in der Bande hat mächtig einen an der Waffel. Zusätzlich kommen dann noch weitere dazu …

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Gleich vorweg: Die Sprecher sind durch die Bank alle super besetzt. Das fängt bei Max an, der von Louis C. K. gesprochen wird (bekannt aus Saturday Night Live und mir vor allem von seinem kurzem Gastspiel aus „Parks And Recreation“), geht über Jenny Slate, die Gidget spricht und hört bei Kevin Hart auf, der Snowball, der Gangsta-Häschen seine Stimme leiht. Die Musik ist passend, bleibt aber nicht unbedingt im Ohr hängen. Dafür ist die Optik 1a. Vorausgesetzt man kann mit den stilisierten Versionen von Menschen wie zum Beispiel bei „Ich – einfach unverbesserlich“ etwas anfangen.

Die Parallele mit dem eben erwähnten Film bzw. dem gesamten „Despicable Me„-Franchise inklusive Minions-Film hört damit übrigens nicht auf, dann der Regisseur Chris Renaud hat auch bei diesen beiden, sowie dem „Lorax“-Film die Regieruder in der Hand gehabt. Außerdem dazu noch die Produzenten-Rolle übernommen. Bei „The Secret Life Of Pets“ hat er Unterstützung von Yarrow Cherry bekommen. Seines Zeichens der Produktionsdesigner von Grus Abenteuern und ebenfalls dem Lorax. Da weiß man klar, was man optisch bekommt – wenngleich ich auch sagen muss, dass „The Secret Life Of Pets“ ungleich voller von Hintergrunddetails ist und man die Liebe zu den Figuren jederzeit spüren kann.

Das größte Plus von „The Secret Life Of Pets“ ist aber nicht die Optik, noch nicht einmal die Charaktere, die zwar allesamt witzig sind, aber doch irgendwie Kopien von bereits bekannten Stereotypen (mit kleinen Ausnahmen) und schon gar nicht die Story, denn das ist klar von Toy Story geklaut, sondern – der Humor.

Wir sprechen hier nicht vom Minions-Humor der Vorgänger, aber dennoch konnten die Macher dort wohl Slapstick als auch witzige Variationen von Gestik und Mimik üben und bei ihrem neuen Werk bekommen sie das wieder nahezu perfekt hin. Oft sind die Witze einfach nur aufgrund der Blicke, Gesten oder Aktionen der anderen anwesenden Charaktere so witzig. Wahrlich: Die Blicke oder Gesten der Figuren sind perfekt getimt. Comedy-Timing hoch Drei, da passt jede Sekunde.

Ein paar der Witze sind ein wenig überstrapaziert (der kleine Hase, der wie ein Gangster spricht) und der eine oder andere Witz wirkt als wäre er für Kleinkinder gemacht (erneut der Hase: Der Furz-während-der-Ansprache-Witz), aber dafür passieren andere Dinge, mit denen man sicher nicht rechnet. Und als beim großen Finale Max plötzlich von jemand unerwartet gerettet wird (nein, nicht vom Hasen) und vor allem wie es inszeniert ist: Da bin ich vor lauter Lachen fast ins Koma gekippt.

Die Prämisse gibt nur den Ausschlag für ein Abenteuer, das natürlich als Freundschaft endet und die Gewohnheiten der Tiere, wenn wir nicht Zuhause sind werden im Hintergrund immer wieder angeschnitten, aber tatsächlich geht es um etwas ganz anderes. Die Message ist natürlich klar: Freundschaft findet man in den größten Unterschieden. Tata! Wenn es aber so offenherzig, mit perfekten Timing und vor allem wunderbar quietschbunt inszeniert ist, dann passt alles.
Sicher kein Jahrhundertfilm (so wie „Despicable Me„), aber auf jeden Fall das Ansehen wert.

„The Secret Life Of Pets“ bekommt von mir 7,5 von 10 möglichen, quietschbunten und slapstickigen, Punkten.

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