Ich, einfach unverbesserlich – Despicable Me (Filmkritik)

Schurke Gru (Steve Carell) hat es nicht leicht. Die besten Jahre hat er hinter sich, und seine Pläne sind nur mäßig erfolgreich. Als er schließlich das Verbrechen des Jahrhunderts plant, wobei es ja nur darum geht den Mond zu stehlen, kommt ihm die dafür benötigte Schrumpfkanone abhanden. Genauer gesagt wurde sie von Vecto (Jason Segel)r, ebenfalls Bösewicht und darauf bedacht das Gru’s Plan nichts wird, gestohlen. Um sie nun zurückzubekommen adoptiert Gru kurzerhand 3 Mädchen, die Plätzchen verkaufend Zugang in die Festung des Rivalen bekommen sollen.

Despicable-Me

Wenn Chris Meledandri einen Animationsfilm produziert entstehen Filme wie Ice-Age oder Horton hört ein Hu. Diesmal erzählt er in Zusammenarbeit mit der Animationsschmiede Illuminati Entertainment die Geschichte vom Superschurken Gru.

Die Idee zum Film ist extrem schräg, und vielleicht noch schräger als die Trailer es erwarten hätten lassen. Gru hat einen seltsamen Ostblockdialekt, wohnt in einem Vorort in seiner dunklen Villa, unter der sich natürlich ein für einen Schurken von Format passendes Versteck befindet. Das in diesem Versteck dann auch noch ein etwas verrückter, kauziger Wissenschaftler und eine Horde Minions ihre Arbeit verrichten ist hier ebenso normal wie zur Bank des Bösen zu gehen um seine Schurkereien zu finanzieren.

Wenn man sich die vorangegangenen Zeilen so liest muss man dem Film eine gewisse Risikofreudigkeit zugestehen, die bei Hollywoodfilmen eher selten ist – was den Film schon einmal prinzipiell sympathisch macht. Natürlich hat man als Zuschauer, auch auf Grund dessen, dass es sich in erster Linie um einen Kinderfilm handelt, schnell eine Ahnung wie das Ganze ausgehen wird, nichts desto trotz macht es Spaß sich den Film anzusehen.

Von der Geschichte des Films her funktioniert der vor allem emotional und gerade die Art wie Gru und seine Schützlinge einander näher kommen und sich schließlich anfreunden ist, passt erstklassig. Das die kleinen Neckereien zwischen Gru und seinem Erzfeind schnell zur Nebensache werden stört dabei überhaupt nicht.

Was mich ein wenig gestört hat war die Tatsache, dass man wieder mal versucht hat ein zu kurzes Drehbuch mit ein paar losen Gags zu verlängern (Minions im Kaufhaus, Tanzeinlage zum Schluss, …).

Alles in allem ist Ich – einfach unverbesserlich der Schurkenspaß der etwas anderen Art und für alle die sich ihren kindlichen Humor beibehalten haben eine Empfehlung wert.

Von mir bekommt der Film 7/10 Empfehlungspunkten.


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