Batman: Bad Blood (Filmkritik)

Nachdem Batman (Jason O’Mara) Batwoman (Yvonne Strahovski) im Kampf gegen den Bösewicht Heretic (Travis Willingham) und seine Handlanger unterstützt, rettet er ihr Leben und wird nach der damit zusammenhängenden Explosion nicht mehr gesehen.

Aus diesem Grund übernimmt Dick Grayson (Sean Maher) vorübergehend Batmans Identität und bekommt dabei Hilfe von Damian Wayne (Stuart Allan) als Robin. Gemeinsam beschützen sie nicht nur die Bewohner von Gotham, sondern versuchen herauszufinden, was mit Bruce Wayne passiert ist.

Batman Bad Blood

Dieser Film findet nach dem Ereignissen rund um „Batman vs. Robin“ statt. Dabei setzt man erneut auf eine eigenständige Geschichte die hier und da auf einzelne Elemente der Comics setzt. Diese ist dann, wenn man die übliche Laufzeit von gerade einmal 75 Minuten bedenkt, vergleichsweise umfangreich ausgefallen. Zu umfangreich?

Zu Beginn versucht Batwoman den bösen Jungs das Fürchten zu lehren. Ihre Technik ist verbesserungswürdig, doch zum Glück ist Batman zur Stelle. Es kommt zu einem spektakulären Kampf. Anschließend rettet Batman Batwoman vor einer Explosion, der er selbst zum Opfer fällt. Wochen später ist es Alfred gelungen, den Vorstand von Wayne Enterprise davon zu überzeugen, Bruce Wayne würde sich auf Geschäftsreise befinden.

Während dessen nimmt Dick Grayson etwas widerwillig die Identität des Batman an und bekommt Hilfe von Damian Wayne, besser bekannt als Robin. Soweit so gut. Natürlich ist Bruce Wayne bei der Explosion zu Beginn nicht gestorben. Was dann kommt, und an dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass in den kommenden Zeilen Spoiler auftauchen werden, war zumindest gut gemeint.

So ist der Heretic ein Clone von Damian Wayne, da Ra’s al Ghul den perfekten Soldaten züchten wollte. Das fortgeschrittene Alter wird durch einen beschleunigten Alterungsprozess erklärt. Der Heretic will später die Seele von Damian um seine Mutter, Talia al Ghul, so lieben zu können wie sie es verdient.

Talia al Ghul verwendet eine Gedankenkontrolltechnik um nicht nur Bruce Wayne zu kontrollieren, sondern will mit Bruces Hilfe und eben dieser Technik die Führer der Welt in ihre Gewalt bringen. Das ist noch lange nicht alles, denn immerhin wollen Batwoman und Batwing vorgestellt werden. Insgesamt ist also viel los und wieder einmal bin ich der Meinung, dass dieser Film zu kurz ist um seine Geschichte effektiv erzählen zu können.

Dadurch kommen gewisse Details fast ein wenig zu kurz und an mancher Stelle, so scheint es, muss sich der Zuschauer einen Reim bezüglich gewisser Zusammenhänge machen. Abgesehen davon hat Regisseur Jay Oliva (Batman: The Dark Knight Returns) erneut erstklassige Arbeit geleistet. Die Actionsequenzen sind bildgewaltig und, was genau so wichtig ist, übersichtlich.

Dadurch kann man ihnen nicht nur leicht folgen, sondern erhält auch einen dreidimensionalen Eindruck vom Gezeigten. Auch gewisse Übergänge innerhalb der Szenen zeugen von seinem Können und bestärken mich in der Frage, wann sich der gute Herr an eine Realverfilmung traut. Bei den Sprechern greift man nicht nur auf die bewährten zurück, sondern erweitert den Cast mit neuen Sprechern, die neue Rollen abdecken.

Die Sprecher sind durch die Bank ausgezeichnet, wobei es mich gefreut hat mehrere bekannte Stimmen zu hören. Doch auch die Neuzugänge wurden gut besetzt, wobei Yvonne Strahovski (I Frankenstein) besonders heraussticht.

Alles in allem führt „Batman: Bad Blood“ die Geschehnisse in „Batman vs. Robin“ ausgezeichnet weiter, auch wenn man sich eine Spur zu viel vorgenommen hat. Dadurch wird die Geschichte zwar einerseits kompliziert, auf der anderen Seite aber weniger vorhersehbarer. Die Sprecher sind wie immer ausgezeichnet – die Fortsetzung kann kommen!

Der Film „Batman: Bad Blood“ bekommt 8/10 Gotham auch ohne Batman beschützende Empfehlungspunkte.


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