Es ist kompliziert..! – Man Up (Filmkritik)

Eigentlich ist Nancy (Lake Bell) auf dem Weg zum vierzigsten Jahrestag ihrer Eltern, als sie auf einem Bahnhof von Jack (Simon Pegg) angesprochen wird. Jack hält Nancy für sein Blind Date und Nancy, etwas überfordert mit der Situation, beschließt Jack in seinem Irrglauben zu lassen. Was folgt ist eine unvergessliche Nacht für beide.

Man Up

An dieser Stelle verfilmt der eher unbekannte Regisseur Ben Palmer das Drehbuch der ebenfalls eher unbekannten Tess Morris. Diese Kombination soll dann vorzugsweise beide Geschlechter ansprechen, wobei dieser Film, wie die meisten romantischen Komödien, seinen Schwerpunkt Richtung weiblicher Zuschauerschaft auslegt.

Immerhin hat man hier einen Film vor sich den ER sich mit seiner besseren Hälfte ansehen kann ohne ständig die Augen verdrehen zu müssen. Das liegt aber nicht daran, dass man hier Klischees vermeidet und eine originelle Geschichte erzählt. Viel mehr nimmt man die Prämisse und macht einen unterhaltsamen Film daraus.

Zu Beginn lernt man Nancy kennen. Die ist Mitte dreißig und hat scheinbar den Glauben an die Liebe verloren. Ihr letztes Blind-Date, bei dem sie der Zuschauer kurz begleitet, war ein Reinfall. Sie fährt mit dem Zug und führt fort ein kurzes Gespräch mit Jessica, die ihren Glauben an die Welt und den guten Dingen darin noch nicht verloren hat.

Jessica schenkt Nancy ein Selbsthilfebuch und wird daraufhin von Jack angesprochen, der sie für sein Blind-Date hält. Eigentlich will Nancy den Irrtum aufklären, doch Jack scheint so begeistert von seinem Gegenüber, dass sie ihn in vorerst in seinem Irrglauben lässt. Beide erleben eine schräge aber lustige Nacht und am Ende gibt es, wie immer bei dieser Art Film, ein Happy End.

Dabei versucht der Film scheinbar sowohl den Humor als auch die Erfüllung einiger Sehnsüchte abzudecken. Diese Erfüllung findet vor allem gegen Ende statt, wenn das Happy End im Schlafzimmer stattfindet. Das Kennenlernen und das Ende wirken generell ein wenig out-of-charakter und haben vermutlich nur so stattgefunden, weil es im Drehbuch stand.

Der Humor basiert in erster Linie auf Nancys liebenswerten, aber dennoch schrägen Art. Dazu kommen noch, wie es sich gehört, unter anderem ein Stalker aus der Vergangenheit und ein Aufeinandertreffen mit der Ex. Lake Bell (No Escape) spielt die Rolle großartig und wenn man es nicht besser wüsste könnten man darauf schwören eine waschechte Britin vor sich zu haben.

Simon Pegg (Mission Impossible 5) zeigt hier erneut, dass er quasi alles spielen kann. Nach „Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“ und „Kill Me Three Times“ gibt er an dieser Stelle Nancys Love-Interest und überzeugt auf seine gewohnt charmante Art. Die Chemie zwischen Bell und Pegg stimmt glücklicherweise vergleichsweise gut.

Die Geschichte funktioniert dank einiger schräger Einfälle gut, wobei sich das Ende ein wenig deplatziert anfühlt. Abgesehen vom Aspekt des Schlafzimmers war dieses für meinen Geschmack etwas zu übertrieben, auch wenn man den beiden Charakteren die Liebe auf den ersten Blick ohne weiteres glaubt.

Trotz dieses Defizites ist „Es ist kompliziert..!“ ein vergleichsweise unterhaltsamer Film den man sich bedenkenlos mit seiner besseren Hälfte ansehen kann.

Der Film „Es ist kompliziert..!“ bekommt 7/10 danke einer Verwechslung die große Liebe findende Empfehlungspunkte.

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