Best Of Worst Case: The Bloody Cottage In The Forest (Filmkritik)

Sieben Freunde (Teenager) fahren zur Urlaubszwecken in den Wald in eine Ferienhütte. Dort werden sie bald mit bösen Vorzeichen konfrontiert, die Mike, einer aus der Truppe und Horrorfilmfan, sehr klar als Bedrohung einstuft – denn solche Vorzeichen passieren IMMER in Horrorfilmen, nur hört niemand auf die Warnungen!

Auch hier hört niemand auf Mike und als dann eine/r nach dem/der anderen verschwindet oder tot aufgefunden wird, ist plötzlich irgendwann klar, dass ein grünes, schleimiges Tentakelmonster sein Unwesen treibt …

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Gleich Vorweg: Der Film „The Bloody Cottage In The Forest“ ist eigentlich der Film „Don’t Scream … die!“ bzw. als „Die Spur des Todes“ oder im Original als „There’s Nothing Out There“ bekannt. Ja, ein Film und so viele Titel – das gibt es wirklich! Der Film ist von 1991, also schon über zwanzig Jahre alt.

Und auch gleich vorweg: Finger weg von diesem Film! Ehrlich und ernsthaft. Kauft ihn euch nicht. Ihr werdet es bereuen. Das ist mein voller Ernst.

Das liegt allerdings allein an der Qualität des Materials, denn da hat irgendjemand so richtig gepfuscht. Der Film sieht von der Bildqualität aus, als hätte jemand eine zu oft abgespulte VHS-Kassette einfach auf DVD überspielt. Pixelig, verwaschen und alles andere als ansehbar. Ich bin kein Full-HD oder was weiß ich Freak (die meisten „meiner“ Filme gibt’s gar nicht in diesem Format), aber das hier ist echt ein Witz. Pure Abzocke. Es gibt einen Grund, weshalb auf dem Cover kein einziges Bild aus dem Film zu finden ist! Ich wiederhole: Finger weg!

Der Film selbst wäre ja ganz unterhaltsam – auf billige Trashart – und kann sogar ein wenig als Vorläufer von „The Cabin In The Woods“ gelten (Mike weiß immer, was gerade passiert. Der Film ist gleichzeitig ein Genrefilm und eine Parodie darauf), wenngleich er auch für damalige Verhältnisse schon Low-Budget war – es war auch immerhin der Debutfilm von Rolfe Kanefsky, da darf man schon mal billig anfangen. Bezüglich Skript gibt’s allerdings nichts zu meckern. Dass der gute Herr mittlerweile eher Filme dreht, bei denen mehr nackte Tatsachen vorkommen (die aktuelleren Werke von ihm lauten auf so klingende Namen wie „Emanuelle in Wonderland“, „Emmanuelle Through Time: Emmanuelle’s Supernatural Sexual Activity“, „Emmanuelle Through Time: Emmanuelle’s Sexy Bite“, etc) sei ihm verziehen – man(n) muss sich diese ja nicht ansehen.

Da ich nirgends eine Quelle gefunden habe, wo man den alten Film „There’s Nothing Out There“ noch in guter Qualität bekommt, habe ich auch nicht vor viel mehr über den Film zu schreiben – außer, dass ich es nochmals wiederholen möchte: Finger weg von diesem Film bzw. dieser Version des Films! Das Bild oben sieht hier sogar noch halbwegs gut aus, weil es skaliert ist und weil es nicht in Bewegung ist – glaubt mir einfach, dass ihr die Finger davon lassen solltet!

„The Bloody Cottage In The Forst“ bekommt von mir aufgrund liebloser Konvertierung und an absoluter Frechheit grenzender technischer Qualität glatt 1,5 von 10 möglichen Punkten. Und die auch nur, weil weniger Punkte von unserem Webmaster nicht freigeschaltet werden. Mehr brauche ich dazu nicht zu sagen.

Best Of Worst Case-Urteil (Trashfaktor: 80iger Jahre):
Ein an sich guter und unterhaltsamer Satirefilm, der aufgrund der lieblosen technischen Aufbereitung absolut keinen Spaß machen kann. Sorry.

Fazit: Finger weg.


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