Best Of Worst Case: Sharktopus Vs Pteracuda (Filmkritik)

Und sie tun es wieder! Da ging das Experiment mit der Kreuzung aus Hai und Oktopus eh bereits schief und dennoch will ein privater Forscher die perfekte Waffe erschaffen – er kreuzt die DNA eines Pterodactyl (Flugsaurier) mit der eines Barracuda (Fisch) und kontrolliert das Biest per Fernsteuerung.

Allerdings – wie sollte es anders sein – geht etwas schief und das Ding kommt frei. Es läuft, mehr oder weniger, Amok. Es gibt keinen anderen Ausweg als – Sharktopus! Denn als der letzte getötet wurde, fand eine Forscherin seine Überreste und – wer hätte das gedacht – das Ding war schwanger. Ein kleiner Sharktopus ward geboren und von der Forscherin aufgezogen.

Also beginnt die Schlacht zwischen Pteracuda und Sharktopus … zumindest bis auch die Fernsteuerung beim lieben Sharktopus kaputt geht.

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Was für ein Fest! Dass ich ein großer Fan von „Sharktopus“ bin, ist ja nicht neu und sollte jede/r Leser/in wohl wissen. Umso gespannter war ich auf die Rückkehr des niedlichen Monsters mit dem bösen Brüller. Und – tada – da ist der Film! (Es wird auch einen dritten Teil geben!)

Das schöne am zweiten Teil ist, dass die meisten Tugenden des ersten Teils erhalten geblieben sind. So beginnt der Film, nach einer kurzen Einleitung, die einen Baby-Sharktopus zeigt (niedlichstes Filmmonster ever!) sofort damit den neuen Bösewicht vorzustellen. Und dieser Pteracuda ist schon ein bösartiges Biest.

Ebenso flott geht die Einführung der Charaktere über die Bühne und es dauert nicht lange, bis man sich in der Schwarz/Weißen bzw. Gut/Bösen-Welt zurechtfindet:

Da haben wir die nette Forscherin Lorena Christmas (gespielt von der Katie Savoy), die in einem Wasserwelt-Zoo arbeitet und ihren Onkel, dem der Park gehört und der den Sharktopus durchgefüttert hat, weil er hofft, dadurch mehr Zuseher zu bekommen. Dann haben wir den extra angeheuerten Sicherheitsexperten, der eigentlich die Forschungseinrichtung, in welcher der Pteracuda erschaffen wurde, beschützen soll – gespielt von Rib Hillis, der auch bereits in „Dinocroc Vs Supergator“ und „Piranhaconda“ mitwirken durfte.

Robert Carradine spielt Dr. Rico Symes, den Erschaffer von Pteracuda, mit einer netten Coolness, die ihn eine Zeitlang auf dem schmalen Grad zwischen arrogant, aber nett und zynischer Arsch balancieren lässt. Tony Evangelista spielt den Lebenspartner von Forscherin Lorena (Zitat: I may be a bad boyfriend, but I am an awesome lifeguard!). Witzig auch Hector Then, der einen Urlauber spielt, der mit seiner Frau was erleben will und ein wirklich super Comedytiming hat.

Überhaupt merkt man halt, dass der ganze Film sich nicht richtig ernst nimmt und der Fokus mehr auf witzige Momente gelegt wurde. So gibt es ein paar cool gebracht One-Liner, sowie (was den ersten Teil so super machte) witzig/schräge Attacken-Szenen (als zum Beispiel ein fröhlich pfeifender Spaziergänger so nebenbei vom Sharktopus aufgespießt wird – siehe Trailer).

Grundsätzlich sind die Kämpfe zwischen dem Pteracuda und Sharktopus auch gut gemacht und fein choregografiert, allein die Qualität der Grafiken ist halt so lala. Damit war aber zu rechnen, nicht wahr? Die Qualität der Animationen ist ebenfalls schwankend, so sehen sie streckenweise wirklich gut aus und auch die Bewegungsabläufe sind mehrmals geschmeidig und nicht so eckig, wie man es sonst von dieser Art Film gewohnt ist – sogar ein paar wirklich coole animierte Kamerafahrten haben es in den Film geschafft. Hin und wieder aber sind sie auch wirklich schlecht gemacht und nicht mal anständig texturiert, bzw. hat man das Gefühl, dass ein paar Animationsstufen ausgelassen wurden.

Alles in allem ist der Film in meinen Augen absolut unterhaltsam und in Bezug auf die „vs“-Filme einer im obersten Drittel. Als Nachfolger von „Sharktopus“ hält er für mich (gerade die witzigen „Nebenbei-Momente“ kommen zu wenig vor) zu wenig, was mir Teil 1 versprochen hat, macht das aber durch ein paar wirklich coole Momente (da wirkt es fast so, als hätten die einen „echten“ Film gedreht, anstatt einer Trashperle) und witzige Szenen wieder wett.

Kevin O’Neill weiß halt schon, was er tut – immerhin hat der Mann, der hier die Regie über hatte auch „Dinoshark“ und „Dinocroc“ gemacht. Da er allerdings auch für „Dracano“ zuständig war, kann ich nur sagen, dass „Sharktopus Vs Pteracuda“ wieder eine klare Verbesserung darstellt.

„Sharktopus Vs Pteracuda“ bekommt von mir 8 von 10, an die Genialität des ersten Teils nicht rankommende, Punkte.

Best-Of-Worst-Case-Urteil (Trashfaktor: Story):
Für das, was es ist, ist es super. Effekte gehen okay, der Bodycount ist hoch und der Pteracuda macht eine gute Figur. Auch der Sharktopus ist wieder super geworden und alles in allem kann man nur sagen, dass der Film sicher seine Zeit wert ist und gut unterhält.

Fazit: Ein würdiger Nachfolger, wenn auch nicht so top, wie das Original.


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