Sabotage (Filmkritik)

Das Team von DEA-Agenten, unter der Führung von John „Breacher“ Wharton (Arnold Schwarzenegger), zählt zu den Besten. Bei einem Einsatz, bei dem einer von Breachers Männern getötet wird, stielt das Team zehn Millionen Dollar an Drogengeld und versteckt es. Als sie das Geld abholen wollen, ist es verschwunden.

Die Vorgesetzten bekommen Wind von der Aktion und suspendieren das Team. Da sie es nicht beweisen können, geben sie Breacher und seinen Teammitgliedern ihre Marken zurück. Gerade als sie für den nächsten Einsatz trainieren, stirbt der erste bei einem „Unfall“. Als sich die Todesfälle häufen, beginnt Agent Caroline Brentwood (Olivia Williams) zu ermitteln und versucht herauszufinden, wer die DEA Agenten einem nach dem andern ausschaltet.

Sabotage

Regie bei diesem Film führt David Ayer, dessen letzter Film „End of Watch“ sein relativ geringes Budget mit Leichtigkeit wieder eingespielt hat. Auch wenn „Sabotage“, im Gegensatz zu seinem Vorgänger, nicht das Gefühl einer Dokumentation vermitteln will ist sich Ayer noch, was die Präsentation betrifft, einhundertprozentig treu geblieben.

Ayer verzichtet wieder auf die sonst relativ gerne in Hollywood eingesetzte Hochglanzoptik um ein „Mitten-drin-Gefühl“ zu erzeugen. Statt dessen setzt er in einem leicht reduzierten Ausmaß auf das schmutzige, verwackelte Aussehen, der bereits „End of Watch“ etwas eigenständiges verliehen hat. Für die zusätzliche Prise Realismus sorgt die Tatsache, dass der Film sich nicht gerade zimperlich präsentiert.

Der Umgangston ist ziemlich rau, was sich zu Beginn vor allem durch einen übermäßigen Gebrauch von Schimpf- und Fluchwörtern zeigt (die in der deutschen Fassung nur mittelprächtig funktionieren, aber man kennt sich aus). Damit wird gezeigt, dass man es hier nicht mit gewöhnlichen oder zimperlichen Beamten zu tun hat. Ein anderer Punkt ist, dass die Gewalt hier groß geschrieben wird.

Wie man es von Ayers letzten Film gewohnt ist, spritzt hier das digitale Blut in einem Ausmaß, dass es schon ein wenig surreal wirkt. Was die Geschichte betrifft hat man versucht, es so unvorhersehbar wie möglich zu machen. Hier und da werden dem Zuschauer Informationshäppchen serviert, der dann vermutlich vergebens herauszufinden versucht, was denn nun wirklich läuft.

Wie bei „Escape Plan“ auch gibt sich Schwarzenegger als taffer Anführer undurchschaubar und smart. Man kann erahnen, dass er etwas im Schilde führt, aber es bleibt lange Zeit nicht greifbar. Auch wenn er sich die meiste Zeit nicht von seiner körperlich überlegenen Seite zeigen darf, ist es ihm erlaubt, ganz am Ende mit ein paar bösen Jungs aufzuräumen.

Olivia Williams (Hanna) ist als Agent Brentwood eine taffe Ermittlerin mit einer Präsenz, mit der sie sich nicht einmal hinter Schwarzenegger verstecken muss. Aber auch sie tappt, wie der Zuschauer auch, der sie wiederum über einen wesentlichen Teil der Laufzeit von knapp 110 Minuten auf ihrer Suche nach der Wahrheit begleitet, komplett im Dunklen.

Das restliche Team bestehend aus Sam Worthington (Avatar), Joe Manganiello (Magic Mike), Josh Holloway (Mission Impossible 4), Terrence Howard (Prisoners), Max Martini (Pacific Rim), Kevin Vance (End of Watch), Mark Schlegel und Mireille Enos (World War Z) machen ihr Ding gut, müssen sich aber leider mit einem Platz in der zweiten Reihe begnügen.

Alles in allem ist „Sabotage“ trotz seiner Qualitäten kein Film, den man gesehen haben muss. Trotz alldem ist er zumindest einmal, nicht zuletzt dank der steirischen Eiche, ein leichtes Vergnügen für zwischendurch.

Der Film „Sabotage“ bekommt von mir 7/10 keinem Menschen vertrauende Empfehlungspunkte.
(Der Trailer hat übrigens nicht viel mit dem eigentlichen Film zu tun!!)


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