Mutant Chronicles (Filmkritik)

Wir schreiben das Jahr 2707. Die natürlichen Ressourcen der Erde sind aufgebraucht, die vier mächtigsten Konzerne der Welt kämpfen erbittert mittels Waffengewalt um die Vorherrschaft. Bei einer dieser Schlachten wird ein antikes Steinsiegel zerstört, und ein uralter Feind steigt wieder aus seinem Gefängnis. Nekromutanten mit spitzen Knochenklingen statt Händen töten reihenweise Menschen und zerren sie zu einer Maschine tief unter der Erde, die verletzte und sogar tote Menschen ebenfalls in Mutanten verwandelt.

Die Führer der Konzerne wollen die Erde schon aufgeben und von ihr auf andere Planeten flüchten, doch Bruder Samuel (Ron Perlman), Führer einer uralten Bruderschaft hat eine andere Lösung. Er ist im Besitz des Buches, das die Menschen retten wird, den Chroniken der Mutanten. Samuel sammelt daraufhin eine kleine Gruppe todesmutiger Krieger um sich (unter ihnen Thomas Jane als Major Mitch Hunter), die mitsammen in die Tiefe klettern, um die menschenverwandelnde Maschine zu zerstören und so die Erde zu retten.

Dieser Film wurde mit einem sehr kleinen Budget gedreht und das sieht man ihm auch an. Die Effekte wirken nicht immer glaubwürdig und die Größe der Geschichte (immerhin geht es um die Rettung der Erde) kommt durch die artifizielle Optik nicht wirklich beim Zuseher an.

Drei Dinge sprechen meiner Meinung nach jedoch eindeutig für diesen Film:

  1. Mutant Chronicles war ursprünglich ein schwedisches Rollenspiel ähnlich „dem schwarzen Auge“ oder „Shadowrun“. Wer mutig genug ist mit vielen Ideen und ohne viel Geld seine Vision zu verwirklichen und so ein Spiel zu verfilmen, der hat meine Anerkennung verdient. Einen billiger wirkenden Film zieh ich allemal einem überteuerten Hollywoodgroßprojekt vor, da viel Geld nie darüber hinweg täuschen kann ob ein Film Herz hat. Die Optik bei Chronicles erinnert übrigens an die von „Sky Captain and the World of Tomorrow“, und das ist innerhalb des Genres kein schlechter Vergleichsfilm.
  2. Die Schauspieler. Thomas Jane ist meiner Meinung nach ein oft unterschätzter Mann, der eher subtil ans Werk geht, das kann man leider auch als fehlende Schauspielkunst deuten. Nach „The Mist“ muss ich außerdem einige Filme sehen in denen es ihm besser ergeht, der arme Kerl… Ron Perlman…Hellboy! Muss ich noch mehr sagen?!? Devon Aoki als Actionbraut, John Malkovich als todkranker Anführer und Benno Führmann als der Prototyp eines deutschen Soldaten tragen den Rest zu einer Schauspieltruppe ohne Schwächen bei.
  3. Ich mag einfach Science Fiction, Fantasy und Action und dieser Film bedient alle drei Genres.

Zum Abschluss noch ein kleines Zitat damit keine Fragen offen bleiben:
„I´m not paid to have faith, I´m here to fuck things up!“

Mutant Chronicles bekommt von mir 6,5/10 mutierte Empfehlungspunkte.


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