The Happening (Filmkritik)

Schauplatz Central Park, New York. Menschen beginnen plötzlich still zu stehen, fangen dann langsam an rückwärts zu gehen. Man hört Schreie. Zwei Blocks entfernt springen Bauarbeiter von ihren Baugerüsten freiwillig in den Tod. Überall in der Gegend beginnen Menschen sich auf einmal ohne nachvollziehbaren Grund umzubringen.

Der Lehrer Elliot Moore (Mark Wahlberg) wird aus seinem Klassenzimmer geholt und mit dem gesamten Lehrerstab über den möglichen Terroranschlag informiert. Elliot ergreift darauf mit seiner Frau Alma (Zooey Deschanel), seinem besten Freund Julian (John Leguizamo) und dessen Tochter Jess die Flucht. Doch eine Rettung könnte aussichtslos sein, überall wo sie hinkommen scheint der „Virus“ sie zu verfolgen und sie finden immer mehr Körper weiterer Opfer, während die Regierung wegen der Hintergründe völlig im Dunkeln tappt.

The Happening ist ein M. Night Shyamalan Film. Wegen seinem eigenen Stil mag man seine Filme gerne oder eher gar nicht. Für mich sind alle seine Filme gut gemacht und als einmaliges Erlebnis eine spannende Geschichte. Jenen Standard hält er auch mit diesem Film, obwohl The Happening auch einige Schwachpunkte hat.

Die Anfangssequenz hat eine tolle Atmosphäre und erinnert von der Stimmung her an manche Stephen King Romane. Die Paranoia wird stetig weiter aufgebaut, sowohl bei den Charakteren als auch beim Zuseher. Mark Wahlberg und Zooey Deschanel wird dabei beziehungstechnisch einiges mehr an Hintergrundgeschichte gegeben als ich erwartet hätte.

Beide sind ganz normale Typen mit mehr oder weniger kleinen Problemen, Helden hat diese Geschichte keine zu bieten, was für die Story aber auch nicht wichtig ist.
Mehr als bei Shyamalans anderen Filmen wirken die Dialoge aber teilweise ziemlich naiv, und die ratlosen Mienen auf den Gesichtern der Darsteller könnten auch von den unübersehbaren Löchern im Drehbuch stammen.

Das Level der gezeigten Gewalt ist dabei eindeutig höher als in seinen früheren Filmen, was aber angesichts der eskalierenden Handlung – die eher im Horror- als im Mysterygenre anzusiedeln ist – nachvollziehbar ist. Die Grundaussage des Filmes (ohne zuviel zu verraten) ist für mich übrigens kurz und bündig „Save the Planet“, oder ist es bereits zu spät?

Insgesamt nicht der schlechteste Shyamalan Film (Signs mag ich einfach nicht) aber auch sicher nicht der beste.

Hier noch mein kleines Lieblingszitat aus dem Film: „Plastic. I’m talking to a plastic plant. I’m still doing it“.

The Happening bekommt von mir 6/10 selbstmörderische Empfehlungspunkte


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.