Akte X: Jenseits der Wahrheit – X-Files: I want to Believe (Filmkritik)

Jahre nachdem Fox Mulder (David Duchovny) wegen eines getürkten Prozess untergetaucht ist, klopft das FBI an seine Tür. Doch nicht um ihn zu verhaften, sondern um ihn um Mithilfe in einem mysteriösen Fall zu bitten. Eine FBI Agentin ist spurlos verschwunden und ein als Phädophiler verurteilter Priester, der behauptet sie in Visionen zu sehen, bereitet den oberen Etagen Kopfzerbrechen. Da tauchen dann auch noch Körperteile auf und die Vermutung liegt nahe, dass ein Serienkiller sein unwesen treibt. Da ist auch seine ehemalige Kollegin und nun Geliebte Dana Scully (Gilian Anderson) gezwungenermaßen mit von der Partie.

Das zweite Akte X – Movie wollte drei Dinge auf einmal schaffen – es sollte ein gelungenes Wiedersehen mit den beiden Hauptfiguren werden, es sollte alle Qualitäten einer typischen Monster-of-the-Week Episode besitzen und letztendlich ein breites Publikum zufrieden stellen – Akte X 2 schafft nur eins davon. Aber nur damit man Mulder und Scully wieder sieht, geht keiner ins Kino. Außer einige Hardcore Fans.

Anyway: Mulder und Scully haben sich seit dem Ende der Serie weiterentwickelt. Scully ist jetzt Ärztin und versucht mit allen Mittel ihre Patienten am Leben zu erhalten. Mulder ist immer noch hinter allem her was sich nach Verschwörung anhört. So sieht man ihn Anfangs wie er Zeitungsartikel ausschneidet und dabei so aussieht, als ob er seit seiner Flucht nicht mehr aus seinem Zimmer gekommen wäre.

Nun leben unsere beiden Helden als Paar zusamenn (zumindest sieht es stark danach aus – so ganz eindeutig ist die Geschichte meiner Meinung nach nicht), sie nennen sich zwar noch immer beim Nachnamen, aber schaffen es inzwischen sich zu duzen.

Doch Mulder, der Einsiedler, bekommt Hummeln im Hintern – er beschließt dem FBI zu helfen. Scully – inzwischen eher der häusliche Typ – kann und will das nicht einsehen und darum gibts auch einige Diskussionen.

Gespielt ist alles wieder einmal einwandfrei von Duchovny und Anderson. Mulder ist wie immer der äußerst sympathische Draufgänger, der die Konfrontation mit dem sucht, das er nicht versteht und Scully, die nur mitmacht, damit sie weiß, dass Mulder keinen Unsinn macht und auch sonst nicht in Schwierigkeiten gerät.

Was den Film nicht wirklich gut macht, ist die Story. Sie liest sich toll, sie könnte auch funktionieren, aber nicht unbedingt in einem Akte X Film. Aber hier wird sie so unspektakulär präsentiert, dass es zu keinem wirklichen Höhepunkt kommt. Es gibt keinen Hauptbösewicht, keinen vernünftigen Showdown und so gut wie gar kein Gruseln. Als Übergangsepisode in der Serie, wäre das interessant gewesen, da ja die Darsteller und ihre Entwicklung im Vordergrund stehen.

Wer Akte X überhaupt nicht kennt, der sollte einen gewaltigen Bogen um diesen Streifen machen, denn für Neulinge ist er nur verwirrend und als reiner Horrorthriller einfach zu schwach. Für alle Fans ist er durchaus zu empfehlen, da die Frage – was machen die 2 nach dem Ende der Serie – geklärt wurde. Alle Unwissenden: Bitte draussen bleiben!!

Noch ein Zitat: I can feel you thinking.

Der Film bekommt von mir 6/10 extraterrestrische Empfehlungspunkte.


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