Das Neunte Opfer (Filmkritik)

Petersburg, am Ende des 19 Jahrhunderts. Reges Interesse wächst für alle Dinge, die sich rund um Okkultismus und Esoterik drehen. Das britische Medium Olivia Reed (Daisy Head) weilt derzeit in der Stadt und unterhält die Menschen mit ihren spirituellen Sessions, bei denen die Leute ihre geliebten Angehörigen als Geister für kurze Zeit wiedersehen. Zur gleichen Zeit geschehen in der Gegend grausame Frauenmorde.

Die Damen werden dabei auf sehr bestimmte Art und Weise ermordet und Symbole werden ebenfalls eingesetzt. Deshalb wendet sich der leitende Beamte Sergey Rostov (Evgeniy Tsyganov) an Olivia, da er bisher kaum Spuren hat, um den Täter ausfindig zu machen. Zunächst verstehen sich die beiden nicht sonderlich gut doch schon bald wird klar, dass die Geschehnisse näher mit Olivia zu tun haben, als ihr lieb sein kann und Sergey der Einzige ist, der ihr als Unterstützer bleibt.

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A Plague Tale: Innocence (Game-Review)

Das Anwesen von Amicias Eltern wird überfallen und es gibt viele Tote. Sie kommt davon, hat ihren kleinen Bruder im Schlepptau, der eine seltsame Krankheit hat zu deren ihre Mutter Nachforschungen alchemischer Natur anstellte, bevor der Überfall begann. Noch dazu wird das gesamte Land (Frankreich) von einer Rattenplage heimgesucht und die Biester verhalten sich seltsam. Nichts und niemand ist vor ihnen sicher.

Nun machen sich Amicia und ihr Bruder Hugo auf, um einen sicheren Hafen zu finden und lernen sich auf der Reise auch gegenseitig kennen …

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Mulan (2020 Filmkritik)

Es ist soweit. Der Krieg steht vor der Tür und jede Familie muss einen Kämpfer in die Reihen der kaiserlichen Armee entsenden. Für Mulan (Yifei Liu) bedeutet das, sie wird sich die Rüstung und das Schwert ihres Vaters holen und an seiner Stelle die Reise antreten, denn er ist seit dem letzten Krieg verletzt und er würde mit Sicherheit nicht vom Schlachtfeld zurückkommen.

Das ist insofern ein Problem, weil es in der chinesischen Armee ein klares Credo gibt: Wer mit Frauen interagiert wird exekutiert. Wer Frauen mit ins Camp nimmt wird exekutiert. Wer lügt (vor allem im Zusammenhang mit dem oben erwähnten Geschlecht) wird unehrenhaft entlassen (und danach vermutlich exektuiert).

Also muss Mulan ihr Geschlecht verbergern, einen Mann spielen und noch dazu aufpassen, dass sie sich nicht verrät, denn das Chi ist stark in ihr und sie ist in Wahrheit eine Superheldin …


(C) Disney.
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Young Guns (1988 Filmkritik)

John Tunstall (Terence Stamp) hat ein Herz für Herumtreiber. Deshalb nimmt er auf seiner Farm auch immer wieder junge Vagabunde auf, bringt ihnen Lesen und Schreiben bei und will sie auf den „richtigen“ Pfad zurückführen. Allerdings sieht L. G. Murphy (Jack Palance) ihn als Konkurrenz. Und Murphy hat so gut wie alle wichtigen Leute in seiner Tasche. Vom Sheriff angefangen bis hin zum Governeur. Nach einer durchzechten Neujahresfeier passiert es: Murphy lässt Tunstall vor den Augen seiner „Vagabunden“ über den Haufen schießen.

Dieser Haufen an Vagabunden besteht allerdings unter anderem aus Billy The Kid Emilio Estevev), „Doc“ Scurlock (Kiefer Sutherland), Dick Brewer (Charlie Sheen) und Chavez Y Chavez (Loud Diamond Philipps). Und die Jungs lassen sich zu Hilfssherifss ernennen, um die Haftbefehle gegen die Mörder zu vollstrecken.

Allerdings hat William H. Bonney aka Billy The Kid nicht vor die Mörder zu verhaften, sondern Selbstjustiz zu üben. Und noch bevor man bis drei zählen kann, werden die Jäger selbst zu gejagten …

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The Endless (Filmkritik)

Aaron (Aaron Moorhead) und Justin (Justin Benson) konnten als Kinder einem Kult entkommen. Jetzt sind beide erwachsen geworden, leben ein „so lala“-Leben und dann taucht ein Video mit einer Botschaft aus genau jenem Kult auf. Vor allem der jüngere Aaron möchte gern nochmals zurückkehren und sich seiner Vergangenheit stellen. Grundsätzlich deshalb, weil er sich nicht richtig erinnern kann, weshalb sie abgehauen sind. Justin weigert sich erst, gibt dann aber nach.

Als sie dann in ihrer alten „Heimat“ ankommen, macht sich Verwunderung breit, denn entgegen den Schilderungen von Justin, der den Kult dämonisiert hat, findet Aaron eine Menge Leute, die alle durch die Bank vor allem eines sind: wahnsinnig nett und zufrieden mit ihrem Leben.

Also stimmt entweder Justins Erzählung nicht oder etwas anderes geht hier vor. Was ein paar Vorkommnisse und seltsame Deja vus erklären würde …

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The Lie (Filmkritik)

Kayla (Joey King) wird von ihrem Vater (Peter Sarsgaard) zum Tanzcamp gefahren, als sie im vorbeifahren ihre Freundin Britney (Devery Jacobs) am Straßenrand auf den Bus warten sehen. Auf Kaylas Bitte hin, hält ihr Vater Jay an; sie nehmen Britney mit. Kurz darauf muss die Dame auf die Toilette und die beiden Mädchen steigen aus. Aber sie kommen nicht zurück.

Als Jay schließlich seine Tochter auf einer Brücke sitzend findet, gesteht ihm diese, etwas Gräßliches getan zu haben: Sie hat Rebecca von der Brücke in den reißenden Fluß darunter gestoßen.

Anstatt die Polizei zu rufen, packt Jay seine Tochter ein und fährt los. Und das Drama nimmt seinen Lauf …

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Gretel & Hansel (Filmkritik)

Da ihre Mutter durchdreht und sie aus dem Haus wirft, machen sich Gretel (Sophia Lillis) und Hansel (Samuel Leakey) auf den Weg, um Arbeit für Gretel zu suchen. Die Gute ist jedoch ein wenig zu emanzipiert und so will keiner der Lords sie anstellen. Auf dem Weg durch den Wald treffen sie auf Vampire und einen Vampirjäger, der ihnen den Weg zum Haus einer bekannten Familie weist.

Nach drei Tagen ohne Essen kommen die beiden dort an. Und finden ein Festmahl vor. Da macht es nichts, dass die alte Bewohnerin (Alice Krige/Jessica De Gouw) ein wenig seltsam erscheint …

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Mein linker Fuß (Filmkritik)

Christy Brown (Daniel Day-Lewis) hat nur einen einzigen Körperteil, den er willentlich bewegen kann: Seinen linken Fuß. Obwohl die Ärzte seinen Eltern raten, ihn in ein Heim zu stecken (wir reden vom Jahr 1932), entscheiden diese, ihn selbst in ihren eigenen vier Wänden großzuziehen. Vor allem seine Mutter erkennt, dass der Junge trotz seiner körperlichen Beeinträchtigung ein intelligenter Kerl ist und setzt alles daran, ihn zu unterstützen.

Und dann passiert das Undenkbare: Trotz seiner offensichtlichen und extrem starken körperlichen Behinderung wird Christy Brown ein weltbekannter Künstler, der mit seinem linken Fuß als Maler quasi Geschichte geschrieben hat.

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47 Meters Down: Uncaged (Filmkritik)

Mia (Sophie Nélisse) und ihre Stief/Halb-Schwester Sasha (Corinne Foxx) vertragen sich nicht besonders gut. Außerdem wird Mia in der Schule immer wieder gemobbt, denn die „Neue“ mag tatsächlich niemand. Mias Vater macht Tauchgänge und untersucht unter Wasser liegende Artefakte. Aktuell hat er einen sehr interessanten Fund gemacht.

Um die geschwisterliche Liebe ein wenig anzufeuern verdonnern die Eltern ihre Kids auf eine gemeinsame Unternehmung, die kurz entschlossen und aus Neugier zu einem Tauchgang führt. In die vorher erwähnte, neue Fundstätte des Vaters.

Dummerweise tummelt sich dort unten ein Hai, der scheinbar lange Zeit hinter Gesteinsmassen eingeschlossen war, denn er ist blind. Als dann noch der Rückweg durch einen Tunnel einstürzt und die Atemluft knapp wird, haben die vier Damen dort unter Wasser plötzlich ein riesengroßes Problem und alle Streitigkeiten müssen vorerst beiseite gelegt werden …

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Scary Stories To Tell In The Dark (Filmkritik)

Stella (Zoe Margaret Colletti) und ihre beiden Freunde Auggie (Gabriel Rush) und Chuck (Austin Zajur) sind ein Team. Gemeinsam haben sie dieses Jahr an Halloween vor, sich gegen den Raufbold und Bully Tommy (Austin Abrams) durchzusetzen und Chuck hat einen Plan. Der funktioniert zwar auch, allerdings nicht zu 100%, was bedeutet, dass die drei abhauen und sich verstecken müssen. Da landen sie im Auto von Ramón (Michael Garza), der im Autokino gerade einen Film guckt. Man freundet sich relativ rasch an und versteckt sich im alten Herrenhaus der Stadt, in dem es natürlich spukt, bzw. dessen Geschichte eher blutig ist.

Konkret geht es um Sarah Bellows (Kathleen Pollard), die im Keller des Hauses eingesperrt wurde, weil sie „anders aussah“ und beschuldigt wurde, Kinder aus der Nachbarschaft mit „Geschichten“ zu töten (bzw. zu vergiften). Sie wurde in eine Nervenheilanstalt gebracht und verstarb dort.

Natürlich finden die vier Kids das Gefängnis von Sarah und natürlich nimmt Stella dummerweise ein altes Buch mit Geschichten von dort mit. Und ganz klar ist: Die Geschichten in diesem Buch erzählen vom Versterben diverser Personen, die sich vermutlich mit Sarah angelegt haben, denn ihr Geist ruht ob der Ungerechtigkeit noch immer nicht …

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