Best Of Worst Case: Sharknado 2 – The Second One (Filmkritik)

Der erste weltweite Sharknado ist überstanden und schon bricht der nächste – noch schlimmere Sturm – über uns herein. Auf einem Flug nach New York, um seine Schwester zu besuchen, sitzen Fin Shepard (Ian Ziering) und April Wexler (Tara Reid) entspannt beisammen. Aber Fin traut seinen kaum, denn da draußen braut sich was zusammen: Ein neuer – noch größerer Sharknado als zuvor.

Das Flugzeug gerade noch gerettet, kommt die Erkenntnis – das Ding zieht genau auf New York zu und eines ist sicher: Es wird Haie regnen!

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Es war ja keine große Überraschung, dass „Sharknado“ einen zweiten Teil bekommt. Einer der wenigen Trashfilme, die es geschafft haben ins Universum der „Normalsterblichen“ vorzudringen und sogar Erfolg dabei zu haben. Warum? Das sollen andere entscheiden, zumal der Film selbst als Trashfilm schlecht war. Aber vielleicht geht es ja genau darum. Wie dem auch sei – wer einmal mit so einer Story und so einer schlechten Machart durchkommt, der schafft es auch ein zweites Mal.

Entgegen aller Erwartungen zum Trotz: Der zweite Teil ist in (fast) allen Belangen eine klare Verbesserung zum ersten Teil.

Abgesehen von den vielen, vielen Cameos während des Films (Kelly Osbourne, Will Wheaton und viele andere), die ihn zwar nicht wirklich aufwerten, aber Kennern zumindest ein Schmunzeln hervorlocken, gehen die Macher hier noch einen Schritt weiter und pfeifen auf jedwede Logik. Ein paar Beispiele gefällig?

(I) Die Haie im Sharknado können jetzt selbst bestimmen, wohin sie fallen/fliegen. (II) Hände, die gefressen werden, wachsen im Bauch des Hais munter weiter (werden größer). (III) Haie im Wasser arbeiten mit dem Sharknado zusammen. (IV) Kettensägen, die man laufend in einen Tornado wirft, werden herumgewirbelt und töten dabei nur(!) Haie. (V) Hai können sich durch die Wände einer U-Bahn beißen (VI) Wenn Haie, die auf einen zufliegen erschossen werden, dann stürzen sie brav senkrecht nach unten … oh, Halt. Das war schon im ersten Teil auch so.

Ansonsten: Die Mittel und Wege, wie Leute von den Haien attackiert werden sind mannigfaltig und noch immer schlecht gemacht. Die Effekte sind nach wie vor als solche zu erkennen (extremes Beispiel ist das CGI-Wasser) und die Dialoge oder Situationen in denen sich die Charaktere … äh … Personen befinden, sind noch schräger und konstruierter bzw. unglaubwürdiger als zuvor.

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Herz, was willst du mehr? Eigentlich ist ziemlich genau alles da, was man sich von diesem Film erwarten durfte und gerade das Drehbuch ist wirklich super. Was da an billigen, dummen Dialogen rumturnt, das hört man aus dem Mund von geistig zurechnungsfähigen Menschen nur selten – und dennoch/deswegen hat der Film seine Momente.

Die werden allerdings von der Regie sofort erkannt, abgestoppt und mit dem Kitschhammer erschlagen – denn gut gemachte Szenen kommen hier sicher nicht vor! Das Team Anthony C. Ferrante (Regie) und Thunder Levin (Drehbuch) zieht ihr Ding wieder eisern durch und die Action wird dieses Mal natürlich (erneut) an den Haaren herbeigezogen und manche Szenen sind in dem was sie zeigen in ihrer Absurdität nur dadurch zu überbieten, wie schlecht gemacht sie gezeigt werden.

Vom Cast sind Ian Ziering und Tara Reid wieder mit dabei, wobei erster klar als neuer Actionheld gehandelt wird und der auch ein paar coole Sprüche loslassen darf in einer – wie ich es nennen – Ian Zierung-Batman-Voice Art und Weise, dass es schon wieder super ist, weil es so unpassend und cool ist. Der Mann hat auf jeden Fall seinen Spaß. Tara Reid kommt wenig vor (zum Glück), sieht noch immer aus, als hätte ihr jemand vor dem Dreh ins Gesicht geschlagen, nur hat ihr dieses Mal dann scheinbar jemand mit Botox die Wunde geheilt – ja, so ausdrucksvoll ist ihre Mimik. Immerhin hat sie eine coolen Auftritt – ich sage nur „Weg ist die Hand – da ist die Hand!“

Alles in allem macht der Film Spaß, ist aber genau das gleiche wie der erste Teil mit minimal verbesserten Effekten und einem Drehbuchschreiber, der wusste, dass er sich um Logik oder ähnliches keinen großen Kopf machen muss.

„Sharknado 2“ bekommt von mir 6 von 10 möglichen, leider viel Humorpotential verschenkende, Punkte.

Best-Of-Worst-Case-Urteil (Trashfaktor: Machart, Story):

Mehr vom gleichen mit den gleichen positiven, wie negativen Eigenschaften. Soweit dürfte damit alles gesagt sein. Nett finde ich, dass Fin hier zum absoluten Superman/Helden/Actionstar ausgebaut wird. Hat irgendwie was. Was abartiges.

Fazit: Für Fans des ersten Teils, die sich keine Steigerung erwarten.


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