KGB: Killer, Gejagter, Beschützer – Icarus (Filmkritik)

Offiziell kennt ihn jeder als erfolgreichen Anlageberater mit Beziehungsproblemen seine Frau Joey (Stefanie von Pfetten) betreffend. Einige wenige kennen ihn jedoch unter dem Namen Icarus (Dolph Lundgren), einen in der damaligen Sowjetunion ausgebildeten Profikiller. Als bei einem Einsatz in Hong Kong ein kleiner Fehler dazu führt, daß seine Doppelidentität auffliegt, wird Icarus plötzlich von allen Seiten gejagd. Nun muss der bestens trainierte Veteran beweisen, wie gut er wirklich ist.

Vertrauen kann er bei seiner Flucht so gut wie niemanden, schon gar nicht, wenn er auch noch seine Tochter und seine Frau in sicheren Händen wissen will. Die Lage scheint aussichtslos zu sein, denn der Feind bleibt unbekannt und die Schar an Gegnern will einfach nicht mehr versiegen.

Icarus

Nach seiner letzten actionreich ironischen Vorstellung als Rocker in „Command Performance“ und seines – zu den Highlights des Filmes gehörenden- Kurzauftrittes in „Universal Soldier: Regeneration„, meldet sich Dolph Lundgren nun bereits in seiner sechsten Regiearbeit zurück.

Ich kann hier auch nicht wirklich noch mehr über ihn schreiben, als ich es nicht eh schon bei den Kritiken der oben genannten Filme getan habe. Lundgren ist sichtlich gealtert, seine Coolness ist dabei aber sogar noch gestiegen und seine Schlagkraft ist ja sowieso ungebrochen.

In „Icarus“ ist dann auch die Handlung wirklich nebensächlich, vor allem die lässige und völlig uneitle Art, wie Lundgren sich in diesem Film selbst darstellt, machen den Reiz des Filmes aus.

Die Action wirkt dabei wie der gesamte Film als wäre er aus den 80er Jahren, dies ist übrigens kein negativer Aspekt sondern verbreitet herrlich nostalgisches Grinsen beim Betrachten. Hier macht eben ein erfahrener Actionstar genau das, was seine Fans von ihm erwarten.

Es geht dabei nicht gerade unblutig zur Sache, wobei nie übertrieben wird und zum Glück nie auf CGI Bluteffekte zurückgegriffen wurde. Die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten und steigert sich auch noch bis zum schiesswütigen Showdown, die Musik ist unauffällig aber passend und ironische Lundgren-Sprüche sorgen für einige Lacher.

Die meisten Darsteller sind freilich völlig austauschbar, wobei vor allem Stefanie von Pfetten als Icarus Frau und die mir aus der „Supernatural“ Serie bekannte Samantha Ferris sehr ordentliche Performances abliefern.

Insgesamt also im Vergleich zu seiner letzten Regie „Command Performance“ wieder ein etwas ernsterer Lundgren. Ein souverän gemachtes, kurzweiliges Abenteuer für Freunde altmodischer, bodenständigerer Actionkunst sozusagen.

Icarus bekommt von mir 6/10 zwei Identitäten vereinende Empfehlungspunkte.


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