Mirrors (Filmkritik)

Der ehemalige Polizist Ben Carson (Kiefer Sutherland) glaubt den Verstand verloren zu haben. Die Spiegel an seinem Arbeitsplatz, einem abgebrannten Kaufhaus, zeigen ihm furchtbare Dinge, die ihn halb in den Wahnsinn treiben und ihn in Angst und Schrecken leben lassen. Anfangs glaubt er an Nebenwirkungen eines Medikaments, doch als seine Schwester unter mysteriösen Umständen stirbt, ist er sich sicher, dass es die Spiegel auf ihn und seine Lieben abgesehen hat. Und dann ist da noch ein seltsames Wort, das ihm die Spiegel zeigen: ESSAKER

Mirrors

Wieder einmal ein Remake eines asiatischen Horror-Movies und gar nicht schlecht. Mirrors zeigt einen Kiefer Sutherland, der immer unter Strom steht, gleichzeitig aber gestresst und ausgebrannt wirkt. Er spielt den Ex-Polizisten Benjamin Carson, der sich von dem mitverschuldeten Tod seines Partners nicht mehr erholt hat. Um die Gewissensbisse zu verdrängen, sucht er Zuflucht in Alkohol und Tabletten.

In dem Moment, als Carson seinen neuen Arbeitsplatz – das ehemalige, nun ausgebrannte Luxuskaufhaus betritt, zieht Regisseur Aja die Gruselstimmung an und sorgt für ordentlich Gänsehhaut. Mutterseelenallein und nur mit einer Taschenlampe bewaffnet, erkundet Carson das riesige Gebäude. Überall ist es modrig, Puppen und Gegenstände aus den letzten Jahrhunderten liegen am Boden verstreut. In all dem Schmutz und Plunder ist nur eine Tatsache auffällig: An den Wänden hängen blitzblanke, riesige Zierspiegel. Carson bemerkt an einem dieser riesigen Spiegel einen Handabdruck. Als er ihn berührt, zuckt er schmerzverzerrt zurück. Sein Spiegelbild fängt plötzlich an, Feuer zu fangen. Einen Moment später ist der Spuk auch wieder vorbei und der geschockte Carson unversehrt. Als er noch einmal einen Blick in die Spiegel wirft, erkennt er kurz das Bild einer schwer verwundeten Frau, die um Hilfe ruft.

Von diesem Zeitpunkt an entwirft Aja ein rätselhaftes und packendes Szenario, das die Frage aufwerfen soll, ob die Spiegel ein Eigenleben führen können. Bei seinen Recherchen nach dem Ursprung der gefährlichen Reflektionen wird Carson erst von allen ausgelacht, bis sein eigener Sohn Michael ähnliche Erfahrungen macht und Carsons Schwester sich nach einem Blick in den Badezimmer-Spiegel umbringt.

Aja gelingt bis zum spektakulären Showdown ein überzeugender Gruselfilm, der sich weitaus besser schlägt als einige andere der jüngste Remakes. Großen Anteil daran haben die glaubwürdigen Darsteller, allen voran Kiefer Sutherland, der seine zerrissene Figur vielschichtig verkörpert.

Zitat: You gotta be careful of the water, it creates reflections!

Der Film bekommt von mir 6 von 10 spiegelverkehrte Empfehlungspunkte.


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