Ape Escape – Move (Game Review)

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Jetzt ist die Sache eindeutig: Die „Move“-Technik der PS3 ist endgültig erwachsen geworden. Sichtbar wird das witzigerweise ausgerechnet an einem Spiel, das für eine eher junge Zielgruppe gedacht ist. Das neue „Ape Escape“ vervollständigt das erste Trio herausragender Games, die Sonys Bewegungssteuerung verwenden. Die Äffchen schließen nahtlos an „Killzone 3“ und Segas „Virtua Tennis 4“ an – freilich nicht, was das Grundthema angeht, sondern in technischer Hinsicht.

Geboten wird mit „Ape Escape“ eine große Bandbreite an jugendfreiem Spiel und Spaß. Dass die Handlung im Story-Modus via Cutszenen im Anime-Stil erzählt wird, könnte für hiesige Jungs und Mädels ein wenig gewöhnungsbedürftig sein. Der Plot ist ohnehin mehr eine Zugabe als ein Eckpfeiler des Spiels; ihm zu folgen, erweist sich als nicht unbedingt erforderlich. Unterm Strich geht es um drollige kleine Affen, die aus den Weiten des Weltalls gekommen sind, um die besagte Anime-Style-Welt unsicher zu machen. Sie einzufangen, ist die Aufgabe des Spielers.

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inFamous 2 (Game Review)

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Wenn Menschen schwierige Zeiten durchleben und wahre Heldentaten vollbringen, verändert sich oft ihr Äußeres. Sie wirken dann reifer, und ihr Mut lässt sich an den Falten ihres Gesichts ablesen. Oft machen sie auch ganz einfach einen gealterten Eindruck. Im Falle von Cole McGrath hat sich das Gegenteil ereignet: Cole ist eine wundersame Verjüngung widerfahren. Der Held von „inFamous“ sieht im zweiten Teil um fünf bis zehn Jahre jünger aus.

Neu ist das alles nicht. Schon vor der Veröffentlichung von „inFamous 2“ war der veränderte Look Coles bekannt geworden. Klar ist, dass die abgewrackte Erscheinung Coles vom Erstling für manche Spieler zu dick aufgetragen war. Das neue Aussehen soll nun die Zielgruppe vergrößern. Schade ist nur, dass es so mit der Kontinuität zwischen beiden Teilen hapert. Denn nicht nur der Plot von „inFamous 2“ knüpft nahtlos am Ende des Vorgängers an; auch das Verhalten des Spielers findet im Sequel Berücksichtung (Speicherstand wird gelesen und ausgewertet).

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Virtua Tennis 4 (Game Review)

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Lange war Roger Federer nicht zu schlagen. Doch dann wandte sich das Blatt, und erst vergangenen Sonntag verlor er erneut gegen Rafael Nadal. Wer den Schweizer sympathisch findet und ihm eine neue Chance geben will, hat jetzt auf allen drei aktuellen Spielkonsolen die Gelegenheit dazu. Und das Beste daran ist, dass Federer (wie alle anderen Spieler auch) sowohl auf der PS3 als auch der xBox 360 und der Wii durch Gesten gesteuert werden kann.

Am besten fällt die Bewegungssteuerung auf der PS3 aus. Schon die erste Partie in „Virtua Tennis 4“ mit aktivierter „Move“-Kontrolle macht klar, dass Sonys komplexe Steuertechnik wie geschaffen dafür ist, einen virtuellen Tennisschläger zum Leben zu erwecken. Noch bei keinem anderen „Move“-Spiel profitierte das Gameplay dermaßen von der neuen Spieltechnik. Das liegt jedoch nicht nur am „Move“-Controller selbst, sondern auch an der intelligenten Umsetzung im Spiel selbst.

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Thor: God of Thunder (Game Review)

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Der Donnergott Thor feiert mit dem Multiplattform-Titel „God of Thunder“ seine Premiere als Hauptfigur eines Spiels. Es handelt sich allerdings um eine Feuertaufe, denn die Versionen für die PS3 und die xBox 360 machen einen recht unrunden Eindruck. Deutlich besser sollen die Ausgaben für den Wii und den DS sein. Wir haben „Thor“ aber primär auf der PS3 getestet und besprechen hier nur die Version für Sonys Konsole.

Beginnen wir mit dem Positiven. Nach einer nur mäßig voluminösen Pflichtinstallation versucht schon der Startbildschirm klar zu machen, dass „Thor“ einen individuellen Weg geht: Er nutzt nämlich ein Cinemascope-Format. Wer sich fragt, ob die schwarzen Bildbereiche (am oberen und unteren Rand) sich auch durch den Rest des Titels ziehen, atmet nach den ersten Sekunden Spielzeit beruhigt auf. An sich ist „Thor“ ganz normal bildschirmfüllend.

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Mortal Kombat (Game Review)

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Mit politischer Korrektheit hatte „Mortal Kombat“ nicht nie sonderlich viel am Hut. Aber so heftig wie dieses Mal ist es bei den früheren Ablegern der Serie dann doch nie zugegangen. Speziell im Vergleich zum eher handzahmen „Mortal Kombat vs. DC Universe“ stechen Merkmale des Neulings drastisch ins Auge. Nur ein Beispiel für die wiedergefundene Härte ist die Menge an Blut, die auf stets ästhetische Weise verschüttet und über die Oberkörper der Kämpfer verteilt wird.

Gleich zu Beginn des „Story Mode“ stellt ein Einführungsvideo klar, welche Gangart „Mortal Kombat“ zu nehmen gedenkt. Zuerst rückt die Kamera eine Hand voll Aasgeier ins Bild, die sich über eine Frauenleiche hermachen. Die spärlich bekleidete Tote wurde offenbar in zwei Teile zerrissen; den Geiern scheint der Oberkörper besser zu schmecken als der Rumpf. Danach zeigt sich, dass die Ermordete nicht die einzige ist, die von einem Wahnsinnigen im Kampf nieder gemeuchelt wurde. Die gesamte Szenerie ist von Leichen bedeckt.

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Socom: Special Forces (Game Review)

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Kaum erst haben wir „Killzone 3“ in allen Schwierigkeitsstufen durchgespielt, legt Sony schon den nächsten Exklusiv-Shooter für die PS3 vor. Wieder handelt es sich um den jüngsten Ableger einer Serie; alte Hasen unter den Gamern kennen „Socom“ bereits aus PS2-Zeiten. Das erste Mal erschien ein „Socom“-Titel anno 2002.

An die Gesamtqualität von „Killzone 3“ kommt das neue „Socom: Special Forces“ nicht heran. Zwar spielt „Socom“ in Sachen Plot einige Trumpfkarten aus und überflügelt damit das storymäßig schwache „Killzone“. Was aber Optik, Musik, Gameplay und Steuerung angeht, befindet sich „Killzone“ schlicht in einer anderen, höheren Klasse.

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Playstation Move Heroes (Game Review)

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„Playstation Move Heroes“ hat es auf eine breite Zielgruppe abgesehen, vom 6-Jährigen bis zur modernen Oma. Vielseitig ist auch der Aufbau von Sony neuer Exklusiv-Kreation: Insgesamt erstreckt sich der Titel auf ganze 50 Minispiele, die – wenig überraschend – die Move-Steuerung in all ihren Facetten nutzen soll. Die Herausforderungen ranken von Diskuswerfen und Peitsche-Schlagen bis hin zur möglichst fachgerechten Bedienung witzig aussehender Feuerwaffen. Zudem ist eine Art Kegelbahn-Spielweise mit an Bord.

Die sechs Hauptfiguren in „Playstation Move Heroes“ sind allesamt alte Bekannte aus Sonys Vergangenheit. Ratchet und Clank haben wohl keine Vorstellung nötig. Der diebische Fuchs Sly Cooper und sein Kompagnon Bentley sind erst kürzlich auf der PS3 gelandet (Rezension hier). Jak und Daxter sind nach wie vor nur auf der PS2 und der PSP zuhause; wegen der ungebrochenen Beliebtheit dieser beiden erschien noch 2009 ein Spiel für die bereits veralterte PS2.

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Killzone 3 (Game Review)

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Es gibt zwei Gruppen von Spielern, die von „Killzone 3“ eines Besseren belehrt werden. Einerseits sind das die Pazifisten. Denn speziell der Nahkampf im neuen „Killzone“ macht trotz aller brutalen Gewalt wirklich Spaß. Ähnlich wie die „finishing moves“ in Kampfspielen wie „Watchmen“, sind die Frontalangriffe auf Gegner vorgegebene Szenen. Einmal ausgelöst, gliedern sie sich organisch in die restliche Action ein.

Die andere Gruppe, bei denen „Killzone 3“ ein Aha-Erlebnis auslösen wird, ist diejenige der Kritiker der Playstation-Move-Technik. Hier müssen wir zugeben, dass wir uns gelegentlich auch zu dieser Gruppe gezählt haben. Denn der Move schien uns bislang dem Wii-Konzept zu ähnlich – und nur wenig originell. Und wir hätten es nicht für möglich gehalten, dass die Steuerung eines echten Shooters über Move klappen kann. Doch genau das macht „Killzone 3“ tadellos vor.

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Marvel Vs. Capcom 3 (Game Review)

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Eine große, rundum positive Überraschung ist das neue „Marvel Vs. Capcom 3“. Das Spiel vereint das Beste aus der Welt der Spieleschmiede Capcom und dem Kosmos der allseits bekannten Superhelden. Unter den über 30 unterschiedlichen Figuren finden sich die „Street Fighter“ Akuma, Ryu, und C. Viper. Ihnen steht Nathan Spencer von „Bionic Commando“ samt seinem Maschinen-Arm zur Seite.

Chris Redfield, den wir von „Resident Evil“ kennen, ist von Afrika angereist, wo seine letzte Mission stattfand. Arthur ist den Friedhöfen von „Ghost `n Goblins“ entflohen. Außerdem haben sich Zero und Tron Bonne aus den High-Tech-Gefilden von „Mega Man“ verabschiedet, um ebenfalls gegen die ähnlich mannstarke Horde von Superhelden anzutreten.

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Tron: Evolution (Game Review)

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Nur wenige Filme setzen so gelungen die 3D-Technik um wie der aktuelle Kinofilm (Rezension hier). Das Spiel zum Film bietet allen, die einen 3D-Fernseher besitzen, ebenfalls die Möglichkeit, in eine dreidimensionale Welt einzutauchen. Die wahre Stärke des Spiels liegt aber woanders. „Tron: Evolution“ ist nämlich eine gelungene Mischung aus „Mirror’s Edge“ und „Prince of Persia“.

Wer den neuen „Tron“-Streifen noch nicht gesehen hat, tut sich schwer, die Handlung des Spiels zu verstehen. Das ist aber kein Nachteil. Denn „Tron“-Fans werden begeistert feststellen, dass die von Jeff Bridges gespielte Figur „Flynn“ durch den Plot von „Tron: Evolution“ noch facettenreicher wird. So erfährt der Spieler genauer, was Flynn zugestoßen ist. Klasse ist, dass sowohl Bridges als auch Olivia Wilde ihre eigene Synchro machen (in der englischen Fassung).

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