Final Fantasy 13 (Game-Review)

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Jeder, der eine PS3 sein Eigen nennt, sollte dieses Spiel zumindest einmal antesten: Schon nach den ersten 15 Sekunden fiel uns nämlich laut klappernd die Kinnlade hinunter.

Der Grund dafür war klarerweise nicht die ausgefeilte, wenn auch recht lineare Handlung, die wir erst später entdecken sollten. Auch waren es nicht die sechs liebevoll und äußerst detailliert gestalteten Spielfiguren rund um Anführerin Lightning, die unsere frühere Begeisterung weckte.

Wenn wir laut „Wow!“ riefen, so lag es vielmehr daran, dass wir auf unserem Fernseher bislang nie zuvor etwas Perfekteres gesehen hatten. Selbst Blu-ray-Filme hatten niemals die exzeptionelle Auflösung und Ruckelfreiheit, die „Final Fantasy 13“ mithilfe unserer PS3 auf den Bildschirm zauberte.

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[Für technisch Interessierte: Dies liegt daran, dass unser TV-Gerät zwar Full-HD unterstützt, aber – wie nur allzu viele seiner Kollegen – keine 24p-Kodierung verträgt. Die PS3 versucht daher, Blu-ray-Filme mit „normalen“ 60-Hertz zu übertragen, was häufig zu einem verruckelten Ergebnis führt. Möglicherweise könnte Sony hier noch weiter nachbessern.]

Ok, nun aber zum Spiel an sich! Für alle, die japanische Rollenspiele schätzen, dürfte „Final Fantasy 13“ zur neuen Speerspitze werden. Wem dieses Genre neu ist, wird die Dialoge mitunter etwas pathetisch finden, dann aber genauso in die faszinierende Welt eintauchen und die übrigens völlig neue Rahmenhandlung mit Spannung verfolgen.

Das sehr lange Spiel (wir kamen auf etwa 40 Stunden Spielzeit) verfügt über ein entsprechend kompliziertes Kampfsystem. Zum Glück erklären viele kurze Tutorials in kleinen Happen die Bedienung, die sonst kaum zu meistern wäre. Der Spieler überlegt sich schon vor den eigentlichen Kämpfen Strategien, um die Gegner mit besonders ausgefuchsten Attacken zu besiegen.

Nach jedem Kampf bekommt der Spieler eine Bewertung desselben präsentiert, was das Gameplay noch unterhaltsamer macht. Der besonders gekonnte Einsatz der Spielfiguren lohnt sich daher gleich in mehrerer Hinsicht. Die Aussicht, sich verbessern zu können, macht zudem einen zweiten Spieldurchgang spannend.

Unser Fazit: Klarer Fall – Fans von Rollenspielen kommen ums Zugreifen nicht herum, selbst wenn Besitzer der xBox 360 mit einer schlechten Auflösung leben und zudem im Verlauf des Spiels dreimal DVDs wechseln müssen.

Wir geben „Final Fantasy 13“ insgesamt 7,5 von 10 optisch herausragende, wenn auch etwas lineare Empfehlungspunkte.


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