Playstation All-Stars Battle Royale (Game-Review)

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Wenn Spielegigant Sony zum ultimativen Kampf seiner größten Helden aufruft, dann wird dieses schlagkräftige Aufeinandertreffen verschiedenster Kämpfer, schnell zum Dauerbrenner in sämtlichen Playstation 3 Konsolen. Von Kratos und Nathan Drake, über Sackboy oder Ratchet & Clank bis hin zu Sweet Tooth oder Big Daddy, bei diesen zwanzig wählbaren Spielfiguren (plus zusätzlichen Download-Inhalten), ist für jeden Spieler der passende Charakter mit dabei.

Gleich zu Beginn ist die interessanteste Frage für mich völlig klar, in welcher Hinsicht kann sich dieser Fun-Brawler vom großen Nintendo Vorbild Smash Brothers unterscheiden? Nun, zunächst sind die Kämpfer bis auf die gute bzw. böse Version von Cole MacGrath, ziemlich verschieden in der Handhabung. Will man seinen Helden und dessen Kombos also wirklich beherrschen, benötigt dieses Vorhaben einiges an Einarbeitungszeit. Besonders bemerkbar ist dies bei Dante und Kratos, die ja schon aus Spielen stammen, bei denen großer Wert auf Kombo-Angriffe gelegt wird.

Was völlig neu ist, ist die Energieanzeige. Die gibt es nämlich nicht. Durch das Verlassen einer Arena ist es unmöglich ein Leben zu verlieren. Nur wer durch Schlagkombinationen genug Kraft sammelt, um eine in drei Intensitätsstufen unterteilte Spezial-Attacke ausüben zu können, hat seinen Gegner eliminiert. Bei nur einer Möglichkeit seinen Kontrahenten auszuschalten, ist ja das Balancing besonders wichtig, doch da gibt es leider Abzüge beim Spielspass, wegen ein paar doch ziemlich übermächtigen Gesellen.

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Ist viel los auf dem Spielfeld, dann rutscht der Spaß hier schnell in Richtung Chaos und die Unübersichtlichkeit dominiert. Ist jedoch nicht gerade die höchste Schwierigkeitsstufe ausgewählt, fährt man mit der reinen Button Masher Methode auch sehr gut. Mitten in solchen heißen Gefechten droht dann zusätzlich noch Gefahr von den Arenen selbst, die zeitweise zu einem fünften Mitspieler mutieren und euch einigermaßen das Leben schwer machen.

Auf den Einzelspielermodus und die Story an sich – der Polygon Man gegen den Rest der Welt (oder so ähnlich) – sollte man sich hier lieber nicht allzu sehr konzentrieren, denn trotz einer Vielzahl an Challenges, wirkt der „einsame“ Genuss der Battles doch nur wie eine lange Trainingseinheit, sozusagen die Aufwärmphase vor den richtigen Mehrspielerevents.

Eines steht auf jeden Fall fest: Spaß macht dieses Spiel einigen, genrebedingt natürlich am meisten gemeinsam mit Freunden. Insgesamt also ein vordergründig als rein lustiger Prügler angelegtes Game, dass bei intensiver Betrachtung durchaus auch bei Profis für die eine oder andere Herausforderung sorgen kann. Und sein wir mal ehrlich: wer wollte nicht immer schon mal sehen, wie das ständig lächelnde Gesicht des Sackboys aussieht, nachdem es minutenlang von den mächtigen Fäusten von Kratos bearbeitet wurde?

Playstation All-Stars Battle Royale bekommt von mir 8,5/10 quietschbunte, interaktiv chaotische Empfehlungspunkte.


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