Sonic & Sega All Stars Racing (Game-Review)

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Gleich vorweg: Dieses Spiel ist ein waschechter Hochgeschwindigkeits-Hit. Sowohl im Einzelspieler-Modus, im Online-Multiplayer oder beim gemeinsamen Um-die-Wette-Fahren per Splitscreen-Technik behauptet sich „Sonic & Sega All Star Racing“ als das erste Spiel, das Nintendos „Mario Kart“-Serie überholt und in Sachen Grafik weit hinter sich zurück lässt.

„Sonic & Sega All Stars Racing“ bietet 24 opulent aussehende Strecken, die sich am Look bekannter Sega-Titel orientieren. Wer Sonics Abenteuer kennt, fühlt sich sofort wie zu Hause, wenn er Dr. Eggman mit einer der per Zufallsgenerator ausgewählten Waffe außer Gefecht setzt und flugs an ihm vorbeirast. Passionierte Samba-Tänzer treffen in Amigos Rennstrecken auf am Wegrand liegende Rasseln und grellbunte Regenbogen-Tunnel, der Affe Aiai steht für witzige Dschungel-Rennstrecken Pate.

Jede der 22 teils freispielbaren Figuren hat ihr eigenes maßgeschneidertes Fahrzeug, was bislang weniger bekannte oder beliebte Charaktere mitunter gehörig aufwertet. Auf der xBox 360 sind zusätzlich Banjo und Kazooie an Bord, zudem wird der eigene Avatar zu einem Rennfahrer. Die Wii-Version verwendet hier den „Mii“, nur PS3-Besitzer schauen durch die Finger.

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Zusätzlich zu ausführlichen „Gran Prix“ und kurzweiligen „Single Races“ haben sich die Entwickler 64 spezielle „Missionen“ ausgedacht, bei denen etwa Amigo die generell unkomplizierte Steuerung des Spiels missbraucht, um durch die gesamte Rennstrecke zu schlittern. Sonic sammelt möglichst schnell goldgelbe Ringe ein, Dr. Eggman schießt mit seinem coolen High-Tech-Vehikel auf Zielscheiben.

Die Musik ist durchwegs gelungen und passt ausgezeichnet zu den Strecken. Die tolle, stets exzellent ins Gameplay eingebundene Grafik der sollte auch den letzten „Mario-Kart“-Fan zum Übertritt ins Lager der Next-Gen-Konsolenspieler bewegen. Denn die Version für den Wii bietet deutlich weniger Detailreichtum.

Für jüngere Sonic-Fans und Gelegenheitsspieler ist der einfache Fahrmodus („Easy Mode“) eine Bereicherung, allerdings auch eine versteckte Mogelpackung. Denn wenn in der dritten und letzten Runde alle anderen (Computer-)Teilnehmer plötzlich ohne Zutun schlagartig langsam werden, fühlt sich der nachdenkende Spieler ein wenig gefrotzelt.

Die auf der xBox 360 vereinzelt anzutreffenden Ruckler stören das Gameplay zwar nur in Ausnahmefällen, sind aber unschön anzusehen. Hier sollte Sega noch einen Patch nachreichen. Sehr zu empfehlen ist die Installation des Spiels auf der Festplatte, da sonst die zahlreichen Ladevorgänge recht lange ausfallen können.

Seit „Pure“ gab es für die xBox 360 und die PS3 nicht mehr so viel unkomplizierten Rennspaß, für diese Konsolen ist „Sonic & Sega All Stars Racing“ ein Riesengewinn. Bevor wir aber an den Rennparcours zurückkehren, vergeben wir noch in Windeseile 8 von 10 Igel-blaue, absolut süchtig machende Empfehlungspunkte.


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