Driveclub (Game-Review)

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Eine fast einjährige Verzögerung als schlechtes Zeichen sehen oder doch eher als Chance, ein Game zu optimieren? Den Titel zunächst wieder vergessen und sich beim Release dann positiv überraschen lassen oder doch lieber eine von Vorfreude geprägte Erwartungshaltung aufbauen, die dann unmöglich erfüllt werden kann? Schon im Vorfeld haben die Evolution Studios mit ihrem PS4 exklusiven Rennspiel „Driveclub“, das zunächst als Launchtitel der Konsole für Dezember 2013 vorgesehen war, für einigen Wirbel und Gesprächsstoff unter Gamern gesorgt. Im Grunde erwartet auf Grund der langen Entwicklungszeit, nun jeder ein (nahezu) perfektes Spiel.

Dass dies eine eher unfaire Ausgangslage für den Titel ist, ist ziemlich offensichtlich. Was dann aber zu verwunderten Gesichtern führen kann, hat mit diesen Emotionen nichts zu tun, sondern kann mit Hilfe von nüchternen Fakten beschrieben werden. Zunächst mal zu fehlenden Features, die meiner Meinung nach zu einem Arcade-Racer gehören, der es mit physikalischen Gesetzen nicht so genau nimmt und der sich als spaßige Alternative zu den eher realistischen Gran Turismo Teilen platzieren möchte. Der Schwierigkeitsgrad ist nämlich nicht verstellbar, es gibt keine Fahrhilfe-Optionen, keine Möglichkeit zurück zu spulen, auch eine angegebene Ideallinie mit Bremspunkten sucht man vergeblich.

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Destiny (Game-Review)

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„Nur online.“ – Es ist ein kurzer und an sich auch leicht verständlicher Satz, der die Verpackung von „Destiny“ ziert, ganz unten auf der Vorderseite platziert und schnell ins Auge springend. „Wie ernst meinen die Entwickler das wohl“, fragt sich der neugierige Spieler. „Schon klar, viele Funktionen werden nur bei bestehender Internetverbindung verfügbar sein. Aber heißt ‚nur online‘, dass ansonsten wirklich absolut nichts geht?“ – Ja, lieber neugieriger Spieler, genauso ist es. In „Destiny“ kommt man offline genau bis zum Startbildschirm, aber nicht weiter.

Wir wollen das jetzt nicht überdramatisieren. Denn einerseits haben „MMO“-Titel ja bereits so etwas wie eine lange Tradition, und „World of Warcraft“ hat einen Bart, der von Berlin nach Wien reicht und wieder zurück, per Pferdekutsche. Andererseits hatte Microsoft zum Zeitpunkt, da „Destiny“ noch in tiefgreifender Entwicklung war, den Plan, bei der xBox One eine – zumindest einmal tägliche – Internetverbindung vorauszusetzen. Viele aktuelle Download-Titel benötigen eine Verbindung ins Netz, um zu starten, und das auch auf Sonys Plattformen. Trotzdem ist es ungewohnt, zum Vollpreis ein Konsolenspiel zu erwerben, bei dem ohne schnelle Internetleitung tote Hose ist.

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The Walking Dead: Season 2 (Game-Review)

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Die Ereignisse aus „The Walking Dead Season 1“ sind schon eine Weile zurück und Clementine hat sich in der Zwischenzeit mit Omar und Christa durchgeschlagen – aber es kommt, wie es kommen muss und schon bald ist Clem alleine in der weiten Welt. Allerdings nicht lange, denn die tapfere Clem begegnet äußerst bald einer Gruppe von neuen Leuten, die sich in einem Haus einquartiert haben – und die Clem (trotz ihres jungen Alters) mehr als nur misstrauisch beäugen. Ganz abgesehen davon, dass die Gruppe auf der Flucht ist, vor wem oder warum spricht aber niemand so richtig aus, allein die Angst und die Anspannung sind dick da. Die Frage, ob Clem nicht alleine besser aufgehoben gewesen wäre, stellt sich relativ rasch.

Nachdem der erste Teil bzw. die erste Staffel der, wie von Telltale Games gewohnt, fünfteiligen Spielereihe mehr als 80 „Spiel des Jahres“-Auszeichnungen gewonnen hat, war ja sehr rasch klar, dass es einen zweiten Teil geben würde. Der wird nach dem netten „Intermezzo“ namens „400 Days“ auch prompt geliefert. Das Ende der ersten Staffel hat wohl klar gemacht, dass nunmehr die kleine Clementine, um die man sich im ersten Teil kümmert, mehr in den Mittelpunkt rückt – konkreter: Clementine ist der Charakter, den man/frau spielt – was natürlich einen neuen Gesichtspunkt liefert. Die Zombie-Apocalypse durch die Augen eines Kindes.

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Hohokum & CounterSpy (Game-Review)

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Sony hat schon seit geraumer Zeit eine Tugend daraus gemacht, innovative und originelle Spiele als Download-Titel anzubieten. Microsoft hat zwar versucht, auf diesen Zug aufzuspringen, scheint aber nicht dieselbe kreativitätsfördernde Infrastruktur für Entwickler zu bieten. Jedenfalls sind es Spiele wie „Hohokum“ und „CounterSpy“, die mit ihrem Einfallsreichtum mehr als wettmachen, was sie an geringerem Budget zur Verfügung hatten. So sind sie eine tolle Alternative zu den teils etwas generischeren Blockbuster-Spielen, die zwar über eine aufwändigere Optik verfügen mögen, beim Gameplay aber ein geringeres Risiko eingehen.

„Hohokum“ macht schnell klar, dass es keinem bereits bekannten Muster folgt, sondern neue Wege beschreitet. Im Zentrum steht das Entdecken neuer eigenartiger Welten, die unbekannten Regeln folgen und zeitweise sogar die Newton’schen Gesetze außer Kraft setzen. Selbst darüber, was die Spielfigur ist, kann man streiten: Handelt es sich um eine Schlange, einen Wurm oder ein Auge mit einem Kometenschweif? Auf alle Fälle lenkt sie der Spieler durch die kunterbunten Umgebungen, wobei er herauszufinden versucht, was er in jedem Abschnitt tun soll, um diesen erfolgreich abzuschließen.

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Risen 3: Titan Lords (Game-Review)

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Was könnte einem echten Piraten denn mehr Spass machen, als sich auf die abenteuerliche Schatzsuche auf die Krabbeninsel zu begeben und sich dabei auch noch von seiner Schwester unterstützen zu lassen? Da passt es so gar nicht ins Konzept, dass nach dem Berühren eines geheimnisvollen Kristall-Portals ein Schattenlord auftaucht und dem völlig überrumpelten Kapitän die Seele aussaugt. Zum Glück taucht einige Wochen nach der Beerdigung ein Typ namens Bones auf, der mittels Voodoo unseren Helden zurück ins Leben holt. Die gestohlene Seele ist aber weiterhin verschwunden. Zeit sie zurück zu holen!

Nach einem circa 20 Minuten langem, als Tutorial funktionierenden Prolog und dem darauf folgenden Verlust des Geistes (wie die Seele im Spiel genannt wird), steht dem Spieler bereits nach dem ersten Gespräch mit Bones, die riesige Spielwelt der Südsee offen. Um mächtige Magie für die bevorstehenden Kämpfe zu erlangen, sollte man sich bald einer Gilde anschliessen. Freunden von klassicher Magie seien hier die Wächter von Taranis nahegelegt, Fans von Voodoo-Künsten sind die Eingeborenen auf Kila zu empfehlen und für Nahkämpfer bzw. Neueinsteiger sind die Dämonenjäger in Caldor die beste Wahl.

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Wolfenstein: The New Order (Game-Review)

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Das war alles völlig anders geplant. Völlig. Der zweite Weltkrieg wird verloren. Die Allierten haben keine Chance gegen die neuen, seltsamen Maschinen und Roboter, welche das Regime (im internationalen Markt auch als Nazis bekannt) in den Kampf wirft. Das muss BJ Blaszkowicz ziemlich rasch feststellen, als seine Maschine beim Anflug auf die Festung von „Totenkopf“ (Anführer der Bösen) abgeschossen wird. Der Ansturm geht zu Fuß weiter. Einer nach dem anderen fallen die Männer im Maschinengewehrhagel. Roboterhunde und Kampfgiganten reiben die Angreifer auf. Letzten Endes erwischt es auch BJ und er muss eine folgenschwere Entscheidung treffen.

Viele Jahre später … BJ hat ein Schädelhirntrauma erlitten, er wurde in einer Krankenanstalt gesund gepflegt und bekommt zwar mit, dass rund um ihn immer wieder Soldaten auftauchen und andere „Insassen“ mitnehmen, aber was so richtig los ist, versteht er weder, noch kann er etwas dagegen tun. Bis die Soldaten damit beginnen die Anstalt zu „räumen“ und BJ wieder aus seiner Starre erwacht. In eine Welt, die er so nicht verlassen hat, denn das Regime hat den Krieg gewonnen und regiert das Land und die Welt mit eiserner Faust. Also muss er fliehen und schließt sich dem Widerstand an.

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The Last of Us Remastered (Game-Review)

The Last of Us Game

Im Jahre 2033 hat die Natur langsam aber sicher, die verlassenen Städte wieder zurückerobert. 20 Jahre zuvor sind durch eine Cordyceps-artige Pilzinfektion Millionen Menschen verstorben, die wenigen Überlebenden fristen seither ihr Dasein in vom Militär gnadenlos überwachten Quarantänezonen. Joel ist ein abgehärteter Schwarzhändler, in einer dieser Zonen in Boston. Er hat gelernt Gefahren wenn möglich, aus dem Weg zu gehen.

Dies ändert sich jedoch als er durch eine Verkettung von Ereignissen den Auftrag bekommt, ein 14-jähriges Mädchen mit dem Namen Ellie, quer über die Vereinigten Staaten zu einer Widerstandsgruppe mit dem Namen Fireflies zu begleiten. Das ungleiche Duo muss sich dabei schnell zusammenraufen, denn neben dem Militär und diversen Plünderern, droht vor allem Gefahr von den humanoiden Infizierten, die instinktiv alle Lebewesen angreifen, anstecken oder gleich töten wollen.

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Dead Space 3 (Game-Review)

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Eigentlich hätte alles vorbei sein sollen. Aber es war irgendwie klar, dass die Sprawl nicht die einzige Station war, welche Forschungen zur Nutzung der Marker betrieben hat. Während Isaac Clarke sich jedoch abgewandt hat von diesen Dingen, versucht Ellie Langford weiterhin die Nekromorphs zu vernichten.

Unitology hat da aber was dagegen und deren Anführer will Isaacs Kopf, denn dieser ist mittlerweile als „Marker-Killer“ bekannt – was diesen irren Sektenköpfen natürlich nicht passt. Auch das Militär ist drauf und dran Isaac zu finden, denn der Kontakt zu Ellie ist abgebrochen und Isaac soll nun helfen sie zu finden.

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Dead Space 2 (Game-Review)

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Isaac Clarke wacht auf. Es muss ein Albtraum gewesen sein, denn so gräßliche Dinge, wie er geträumt hat, können nicht passiert sein. Aber die Realität sieht anders aus. Er trägt eine Zwangsjacke und wird von einem jungen Mann befreit, der ihm erklärt, dass er auf der Raumstation Sprawl ist und etwas Schreckliches … weiter kommt er nicht, denn dann bohrt sich ein Nekromorphstachel in sein Hirn und er mutiert. Isaac – noch immer in der Zwangsjacke – muss fliehen.

Immerhin scheint er nicht der einzige Überlebende zu sein, denn die Sprawl ist groß und so trifft er über Funk auf Bekannte, die ihm helfen wollen und auf Menschen, die wohl eher … zwielichtig, verrückt und teilweise zu Recht skeptisch sind. Denn Isaac fehlen fünf Jahre. Er weiß nur, dass irgendetwas mit ihm gemacht wurde und die Nekropmorphs ein weiteres Mal aufgehalten werden müssen.

Das größte Problem ist dieses Mal jedoch Isaacs Verstand, denn – war er im ersten Teil schon nicht ganz zurechnungsfähig – so dreht er aufgrund seiner Schuldgefühle dieses Mal wirklich durch. Und die Bezeichnung „Selbstverletzendes Verhalten“ hat in diesem Fall eine überaus schwerwiegende Bedeutung.

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Dead Space (Game-Review)

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Issac Clarke ist Ingenieur. Sein Job ist es, Raumschiffe flugfähig zu halten. Und wir sprechen nicht von kleinen Shuttles, sondern von großen, sehr großen Fracht- und Bohrschiffen. Als mit dem Minenbohrschiff ISHIMURA kein Funkkontakt mehr herzustellen ist, wird Isaac mit einer kleinen Crew geschickt, um das Problem zu beheben.

Als die Crew allerdings das defekte Raumschiff betritt, geht alles den Bach runter. Totenstille. Leichen. Blut. Und keine Spur von Leben. Bis urplötzlich das Grauen Gestalt annimmt und sich herausstellen wird, ob dich im Weltraum wirklich niemand schreien hört.

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