The River Murders (Filmkritik)

Jack Verdon (Ray Liotta) ist seit vielen Jahren einer der besten Cops der Mordkommission. Als jedoch immer mehr weibliche Leichen auftauchen und jede davon sich als Exbeziehung von Jack entpuppt, wird der angesehene Cop plötzlich selbst zum Hauptverdächtigen. Während sein Boss Captain Langley (Ving Rhames) ihm zur Seite steht, macht ihm der präpotente FBI Agent Vuckovitch (Christian Slater) das Leben schwer. Kann Jack seine Unschuld beweisen und den wahren Killer stoppen, bevor noch mehr Damen ums Leben kommen?

The River Murders Film Ray Liotta

Bei manchen großartigen Schauspielern wundert man sich ja wirklich, warum sie vom Kinohelden in die Belanglosigkeit der DVD-Premieren Stars absteigen. An mangelndem Talent kann es nicht wirklich liegen, denn sowohl Ray Liotta als auch Ving Rhames und Christian Slater haben es immer noch drauf. Für den hier zuerst genannten Star des Filmes trifft diese Einschätzung auf jeden Fall voll zu, bei den anderen beiden kann man dies aber nur auf Grund dieses Filmes nicht behaupten, da ihre Rollen wirklich jeder spielen hätte können.

Der Film selber ist zwar handwerklich gut gemacht und auch darstellerisch gibt es keine Ausrutscher, dafür kommt die Inszenierung derart beliebig und vorhersehbar daher, dass dieser Killerthriller nur so schnell wie möglich in Vergessenheit geraten kann. Warum Liotta nach dem ebenfalls höchstens mittelmäßigen „Street Kings: Motor City“ auch noch diese Belanglosigkeit mitmachen musste, ist mir ein Rätsel. Wahrscheinlich braucht er das Geld, aber in Zukunft sollte er lieber wieder in kleinen feinen Filmen wie etwa „Powder Blue“ mitspielen.

Auch Ving Rhames hat mit Pulp Fiction und den Mission Impossible Teilen schon viel bessere Zeiten erlebt, doch auch er schafft es immer wieder, in wirklich unterhaltsamen actionlastigen DVD-Premieren mit dabei zu sein wie etwa bei „The Tournament“ oder „Death Race 2„. Negative Ausnahmen wie der furchtbar verschenkte „Operation: Endgame“ kommen dabei leider auch immer wieder vor. Christian Slater („Breaking In„), über den braucht man eigentlich nicht viel zu sagen. Der spielt sich selbst und kämpft sich durch, ins Kino wird es der aber auch nicht so schnell wieder schaffen. Überzeugen konnte hier neben Liotta eigentlich nur Michael Rodrick als Mörder und die weiblichen Darsteller, die nicht nur hübsch sein durften, sondern auch richtig spielen mussten.

Achja, um was es etwas genauer erläutert bei dem Film handlungsmäßig geht, hab ich nun fast vergessen. Ein Killer bringt Frauen um, mit denen ein Polizist geschlafen hat und platziert nach zahlreichen Misshandlungen deren Eheringe zwischen ihren Beinen. Natürlich gibt es dabei eine Liste von hundert Frauen, Liottas Charakter war da eher ein fleißiger Bursche. Der Bösewicht findet dabei seine Opfer nur auf Grund von weiblicher Intuition, da eine Frau einfach weiß, ob ihr Mann mit einer anderen Dame jemals Sex hatte, oder nicht. So führt ein Opfer zum nächsten und schnell wird dem Zuschauer klar, warum der Täter tut was er eben tut. Der anstrengend bibelfest verdrehte Wahn des Killers ging mir hier wirklich auf die Nerven, als Motiv um die Eigenverantwortung abzugeben, wird dieses Szenario einfach zu häufig gebraucht.

Was bleibt ist ein mit brutalen Szenen geizender, vorhersehbarer Thriller mit krankem Grundplot -gepaart mit guten Schauspielern und einigen bekannten Gesichtern, wo man jeden einzelnen von ihnen schon in besseren Filmen gesehen hat. Schade, Können wäre da aber neue Ideen und Mut zum Risiko sind hier völlig abwesend, reine Routine lautet hier die Devise.

The River Murders bekommt von mir 5/10 Sex mit dem Tode bestrafende Empfehlungspunkte.


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