Maximum Impact (Filmkritik)

Das Verhältnis zwischen den USA und Russland, ist in letzter Zeit immer angespannter geworden. Deshalb ist der amerikanische Staatssekretär Jacobs (Eric Roberts) nach Moskau unterwegs, um dort die Wogen zu glätten. Doch die Männer rund um Ex-Schauspieler Tony Lin (Marc Dacascos), haben ganz andere Pläne und streben mittels Anschlägen Destabilisierung und einen möglichen neuen Krieg an.

Zu allem Überfluss hat sich auch noch Jacobs Adoptivtochter auf die Reise nach Russland mit geschmuggelt und nun müssen Sicherheitsleute aus beiden Ländern zusammen arbeiten – unter ihnen Secret Service Dame Katie (Kelly Hu) und der Russe Maxim (Alexander Nevsky) – um sie vor den Leuten zu schützen, die über sie an ihren Vater heran wollen. Bei einer Shopping Tour, ist sie dann plötzlich verschwunden…

Romeo Must Die, Exit Wounds und Born 2 Die, bei wem klingelt etwas bei diesen Namen? Der Pole Andrzej Bartkowiak hatte mit diesen Filmen zwischen den Jahren 2000 und 2003 seine Hochphase als Action-Regisseur. Dann folgte der weniger erfolgreiche Doom und schließlich vor zehn Jahren sein misslungener Street Fighter Teil. Erst zehn Jahre später wagte er sich nun wieder auf den Regiestuhl.

Ich muss gleich mal sagen, dass ich Ratings der imdb-Seite grundsätzlich tiefer finde als meine eigenen, denn Menschen als Gruppe ziehen Wertungen immer gerne nach unten. 2,7 von 10 Sternen sieht man dennoch selten und in diesem Fall ist es zwar nachvollziehbar aber dennoch etwas hart, denn der Film macht eines von Anfang an völlig richtig: er nimmt sich zu keinem Zeitpunkt ernst und hat dabei einen klaren Joker mit dabei.

Der heißt Mark Dacascos (John Wick 3) und ich habe den Martial Arts Profi noch nie in einer so witzigen Rolle gesehen. Er spielt das hier dann auch nicht nur, er lebt es richtig. Als Ex-Darsteller der deutschen Serie „Shaolin Cop“ ist er eitel, souverän und völlig unfähig zugleich und jede seiner Szenen habe ich mit einem Schmunzeln honoriert. Der restliche Humor, nun, der ist oftmals eher doof als lustig, aber Dacascos hat mich einiges davon gleich wieder vergessen lassen.

Das ist genau so eine Art von Film wie sie Steven Seagal oder Bruce Willis in den letzten Jahren haufenweise gemacht haben, nur nehmen die sich dabei immer furchtbar ernst. Mit Kelly Hu (The Scorpion King), Eric Roberts (Hunt to Kill) und Danny Trejo (Acceleration) sind dann auch hier ein paar Namen dabei, die Actionfreunden ein Begriff sind und die hier auch mit Spaß bei der Sache sind.

Ich kenne ja bis jetzt fast nur amerikanische Propaganda-Filme, doch dies hier ist ein russischer. Da werden doch die armen, unschuldigen Russen von bösen Deutschen falsch beschuldigt und der Hintermann ist eine klar als Amerikaner erkennbare Schattenfigur. Als Held ist dann noch Putin-Freund und Ex-Bodybuilder Alexander Nevsky mit dabei. Ist das alles jetzt aber eine schlimme Sache? Nun, mir ist es eigentlich ziemlich egal, interessant finde ich es dennoch.

Was dann eben bleibt ist ein wenn Dacascos in einer Szene dabei ist lustiger, sonst oft blöder Actionfilm, der mehr eine Komödie ist und auch nicht ohne frauenfeindliche Witze auskommt, weil das scheinbar so sein muss. Schräg, denn diesen Blödsinn muss man schon gesehen haben um es glauben zu können, aber empfehlen kann ich das Ganze ohne persönliche Vorwarnung kaum Jemanden. „Genuss“ deshalb auf eigene Gefahr.

„Maximum Impact“ bekommt von mir 4/10 dumme Führer durch noch dümmere Helden retten lassende Empfehlungspunkte.


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