Alien Agent (Filmkritik)

Nachdem der Heimatplanet einer außerirdischen Rasse bald nicht mehr bewohnbar sein wird und somit die Spezies vom Aussterben bedroht ist, suchen die dort lebenden Wesen nach anderen geeigneten Welten um überleben zu können. Eine radikale Splittergruppe namens „das Syndikat“ schreckt dabei auch vor der Auslöschung der sich auf den Planeten befindenden Rasse nicht zurück. Unsere Erde erweist sich dabei nach näherer Betrachtung als ein möglicher Kandidat zur Besiedelung.

In „ausgeborgten“ menschlichen Körpern führen die Kommandanten der erdfeindlichen Streitmacht, Saylon (Billy Zane) und Isis (Amelia Cooke), ihre Truppen auf zahlreiche Beschaffungstouren, um Material zum Bau eines Invasionsportals zusammen zu bekommen. Der ebenfalls von deren Welt stammende Gesetzeshüter Rykker (Mark Dacascos), wird geschickt um die Verräter des heimischen Ehrenkodexes zu vernichten.
Rykker ist somit der Einzige, der die Versklavung der Menschheit noch verhindern kann.

Alien-Agent

So, hab nun endlich wieder mal einen Mark Dacascos Film gesehen und muss nun mal ein paar Infos über ihn loswerden. Dacascos ist jener hawaianischer Schauspieler, der soviele Kampfsportarten beherrscht, dass ich es hier nicht einmal aufzählen kann ohne den Rahmen zu sprengen. Er trainiert täglich mehrere Stunden, seine Getränkewahl reduziert sich auf Wasser und Tee, und er sieht nun wirklich nicht so aus als wäre er schon 45 Jahre alt. Er ist somit ein ausgezeichneter Kämpfer und ein sympathischer Kerl obendrein, aber er ist kein guter Schauspieler sondern seine gesamte Filmkarriere basiert eigentlich ausschließlich auf seinen Kampfsportkünsten (da ist er ja nicht der erste).

Zu seinen besten Filmen gehören die beiden Auftritte unter dem französischen Regisseur Christophe Gans, nämlich Crying Freeman (1995) und Pakt der Wölfe (2001). In Cradle 2 the Grave durfte er sich außerdem mit Jet Li anlegen und in der kurzlebigen The Crow Serie seinen Tod rächen und böse Jungs bestrafen. Nun ist er wie so manche andere Ex-Kinoactionstars (z.b. Steven Seagal oder Jean CLaude van Damme) längst zum B- bzw. C-Movie Darsteller abgestiegen.

Alien Agent ist erfreulicherweise wieder mal ein Film der B Kategorie. Dacascos kickt und schiesst hier mit lässigen Sprüchen die Aliens dort zurück wo sie hergekommen sind.
Dabei hat er es bei Billy Zane mit einem zwar herrlich schmierigen aber leider ein wenig unterforderten Oberbösewicht zu tun.

Amelia Cooke als arrogante Überfrau, die ihre Gegner mit eiskalter Präzision eliminiert, kommt da schon um einiges besser rüber. Nach ihren Auftritten hier und in Spezies 3 glaub ich wirklich, dass man sich auch privat eher nicht mit ihr anlegen sollte. Mit Emma Lahana bekommt Rykker auch noch einen (auch optisch) netten Sidekick zur Verfügung gestellt, auch eine potentielle Liebesgeschichte könnte sich anbahnen.

Die Kämpfe sehen ganz gut aus und auch geschossen wird was das Zeug hält. Die funkelnden Alieneffekte sehen zwar billig aus aber dafür ganz gut, soll heißen besser als schlecht gemachte Effekte, die teuer aussehen sollen. Logiklöcher gibt es wie immer auch genug doch nichts desto trotz ist dies einer der unterhaltsamsten Actionfilme, die Dacascos die letzen Jahre gemacht hat.

Für mich außerdem eine Möglichkeit auch mal über ihn zu berichten, Seagal ist ja (meiner Meinung nach) ein schlechterer Kämpfer, Schauspieler und unsympathisch, trotzdem wird über ihn immer wieder berichtet. Ich unterstütze da lieber die unbekannteren, netten Kerle.

Alien Agent bekommt von mir 6/10 alienartige Empfehlungspunkte.


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