Deadly Impact (Filmkritik)

The Lion (Joe Pantoliano) ist einer der gefürchtesten Auftragskiller der Welt. Seine Aufträge erfüllt er immer präzise und er hört erst auf, wenn alle vorgegebenen Details seiner Arbeit erfüllt worden sind. Seit bereits drei Jahren ist ihm der Polizist Tom Armstrong (Sean Patrick Flanery) bereits auf den Fersen und es scheint fast so, als würde sich das Netz um den Mörder immer enger ziehen. Als Tom jedoch von The Lion in eine Falle gelockt wird und im Zuge der darauf folgenden, dramatischen Ereignisse dazu gezwungen wird seine eigene Frau zu töten, verliert die Polizei ihren hartnäckigsten Spürhund.

Tom ist nach dieser Sache ein gebrochener Mann, und zieht sich in ein von Alkohol geprägtes, verstecktes Leben in Mexico zurück. Eines Tages steht plötzlich die FBI Agentin Isabel Ordonez (Carmen Serano) vor ihm und bittet ihm um Hilfe. The Lion ist nämlich wieder zurück gekehrt, und niemand verfügt über mehr Wissen über ihn als Tom. Er soll in beratender Funktion als Helfer des FBI mitarbeiten. Die Zeit für späte Rache bzw. Gerechtigkeit scheint gekommen zu sein für den heruntergekommenen Cop.

Deadly-Impact

Robert Kurtzman arbeitet bereits über 20 Jahre lang als Make Up Artist und Zuständiger für die Special Effects bei zahlreichen Filmproduktionen. Als Regisseur hat er sich bis jetzt hauptsächlich auf Horrorproduktionen spezialisiert. Unter anderem stammen etwa „Wishmaster“ und „The Rage“ (beide mit Andrew Divoff) von ihm. Deadly Impact ist nun sein erster Ausflug ins Actiongenre und ich muss schon sagen, dass ihm dieser Film gut gelungen ist.

Die ersten 10 Minuten sind wirklich sehr spannend und diabolisch bösartig. Der Held muss hier entscheiden, ob er lieber zusammen mit seiner Frau und neun anderen Cops sterben möchte, oder ob er selbst seine Frau erschießt und so die mit ihrem Herzen verbundene Bombe entschärft. Diese hohe Spannung kann der Rest des Filmes zwar leider nicht aufrecht erhalten, doch für einen unterhaltsamen Nachmittag im „Bombenlegerthrillerfieber“ sorgt diese DVD Premiere auf jeden Fall.

Die größten Stärken sind dabei die beiden Hauptdarsteller. Sean Patrick Flanery hat nach den Zeiten als junger Indiana Jones in der kurzlebigen Serie einiges erlebt und das kann man auch in seinem Gesicht ganz gut erkennen. Seiner Schauspielkunst hat die angesammelte Erfahrung ebenfalls sichtlich gut getan, er überzeugt sowohl in emotionalen Momenten als auch in den Actionsequenzen. Als Freund der Boondock Saints Filme freu ich mich natürlich immer Flanery gut spielend in mehr oder weniger interessanten Rollen zu sehen.

Joe Pantoliano als Bösewicht spielt seinen Part arrogant überheblich, mit eiskalter Berechnung und trotzdem keinesfalls frei von Emotionen. Er ist (abgesehen von Flanery) der mit Abstand beste Schauspieler im ganzen Film und glücklicherweise ist er mit spürbarer Spielfreude mit dabei. Carmen Serano hingegen als Love Interest des Helden fand ich ziemlich schwach. Wenn ich gemein wäre müsste ich hier eigentlich schreiben, dass sie noch um einiges besser aussehen müsste, wenn ihr nicht vorhandenes Talent durch Schönheit wieder ausgeglichen hätte werden sollen. Zum Glück bin ich aber nicht so gemein.

Die gesamte Inszenierung kommt relativ unsubtil daher, was bei einem Film über Bomben aber eigentlich nicht weiter verwundern sollte. Die Musik ist dabei teilweise etwas zu plakativ, die Farben sind etwas zu satt und die Explosionen schauen entweder zu sauber oder zu computeranimiert aus. Als Gesamtprodukt funktioniert dieses Werk aber dank der routinierten Machart, der nie völlig nachlassenden Spannungskurve und dem toll aufspielenden Starduo doch sehr gut.

Deadly Impact bekommt von mir 6/10 Explosionen persönlich nehmende Empfehlungspunkte.


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