The First Avenger: Civil War – Captain America 3: Civil War (Filmkritik)

Ein Team der Avengers, bestehend aus Captain America (Chris Evans), Falcon (Anthony Mackie, Black Widow (Scarlett Johannson) und Scarlet Witch (Elisabeth Olsen), ist gerade dabei den Schurken Crossbones (Frank Grillo) aufzuhalten, als etwas schief geht und unzählige Zivilisten sterben.

Die Avengers sollen daraufhin die „Sokovia Vereinbarungen“, eine Initiative bei der der ehemalige General Ross (William Hurt) federführend war, unterzeichnen. Damit wären sie der UN unterstellt, womit nicht alle einverstanden sind.

Captain America 3 Civil War

  • Film
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  • 2008 begann alles damit „Iron Man“ dem Zuschauer näher zu bringen. In den letzten acht Jahren haben sich die Marvel Studios zu einer Marke entwickelt, der man scheinbar blind vertrauen kann. Die Filme unterhalten auf einem hohen Niveau, selbst wenn Helden vorgestellt werden die mit Ameisen reden oder die Galaxie mit einem Dance-Off retten.

    Einer der, wenn nicht sogar der beste, Film des Marvel Cinematic Universe ist dabei der von den Russo Brüder inszenierte „Captain America 2“, der mit seiner Geschichte scheinbar Bezug auf aktuelle Geschehnisse nahm und die Welt der Avengers nachhaltig veränderte. Es war naheliegend sie für die Fortsetzung zu verpflichten und so sind sie wieder da.

    Dennoch hatte der Film vorab mit Problemen zu kämpfen. Schenkt man den Medien-Berichten Glauben, war einigen Personen bei Disney (vermutlich Hydra-Agenten) das hohe Budget, verschuldet durch teure Spezialeffekte und die vielen Schauspieler, ein Dorn im Auge. Letzten Endes konnte sich dann aber Marvel Studios Chef Kevin Feige durchsetzen und sich innerhalb des Unterhaltungskonzerns unabhängiger machen.

    Die Russos wiederum arbeiten hier, wie beim Vorteil, mit einem Drehbuch von Christopher Markus und Stephen McFeely. Die eigentliche Geschichte basiert dann, wenn auch nur lose, auf dem gleichnamigen Comic-Buch. Generell scheint ein Konflikt unter Superhelden gerade in Mode zu sein. Sei es im Kleinen bei „Justice League vs. Teen Titans“ oder im Großen bei „Batman v Superman“.

    Dabei war das erklärte Ziel nicht nur die beliebten Helden gegeneinander kämpfen zu lassen, sondern auch zwei neue Charaktere einzuführen. Das gelingt dann am Ende des Tages sehr gut, auch wenn man während des Films vereinzelt das Gefühl bekommt, die beiden Regisseure hätten sich doch ein wenig viel vorgenommen. So verwendet man am Anfang viel Zeit für die Vorbereitung.

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    Die Geschichte beginnt im Jahr 1991 wo der Winter Soldier aus seinem Kälteschlaf erwacht. Er hat den Auftrag ein Ziel auszuschalten, wobei zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar ist, um wen es sich handelt. Kurze Zeit später begleitet man Captain America und sein Team bei einem Einsatz, wobei es zu seinem Zwischenfall kommt bei dem zahlreiche Zivilisten sterben.

    Was bereits hier ins Auge sticht ist die atemberaubende Umsetzung der Actionszenen. Die sind allerdings nur bedingt den Russo Brüdern zu verdanken, denn die haben sich für die entsprechenden Sequenzen Hilfe von Chad Stahelski und David Leitch geholt, die bereits bei „John Wick“ für perfekte Action gesorgt haben.

    Man will daraufhin die Avengers zur Unterzeichnung der „Sokovia Vereinbarungen“ nötigen. Tony Stark/Iron Man, der nach wie vor mit Schuldgefühlen wegen den Geschehnissen in „Avengers 2“ zu kämpfen hat, hält das für eine gute Idee, während Steve Rogers/Captain America nicht in die Situation kommen will, erst fragen zu müssen bevor er jemandem helfen darf.

    Zusätzliche Spannung entsteht dann noch durch das erneute Auftauchen des Winter Soldiers. Dann gibt es noch eine dunkle Gestalt, die im Hintergrund aktiv ist und nichts Gutes im Schilde führt. Man schafft es im Laufe der Geschichte die Motivation der jeweiligen Charaktere glaubhaft herauszuarbeiten und dabei deren bisherige Entwicklung fortzusetzen.

    Leider teilen die Mütter der Helden an dieser Stelle auch nicht den selben Vornamen und so werden im Laufe der weiteren Geschichte nicht nur Gefühle verletzt. Man versteht an dieser Stelle, dass hier zwei völlig verschiedene Ideologien aufeinanderprallen. Das funktioniert dank der Vorbereitung in den vorangegangenen Filmen des MCU und auch dieses Films ausgezeichnet.

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    Während des Films nutzten die Russo Brüder wiederholt eine ihre größte Stärken: Diese besteht darin, dem Zuschauer, quasi im Vorbeigehen, in gewissen Szenen, das Ursache- und Wirkungsprinzip näher zu bringen. Das zeigt sowohl in körperlichen, als auch in verbalen Auseinandersetzungen, wobei dem Zuschauer immer klar ist, was läuft und welche Auswirkungen das auf die beteiligten Personen hat.

    Auch wenn hier genauso viele Avenger beteiligt sind wie bei den letzten beiden Avengers-Filmen, liegt der Fokus, wie es der Name des Films vermuten lässt, in erster Linie auf Steve Rogers/Captain America. Beinahe genau so viel Aufmerksamkeit bekommt Tony Stark/Iron Man, der sich scheinbar aus gutem Grund gegen seinen Kollegen und ehemaligen Mitstreiter stellt.

    Den Russo Brüdern war es wichtig, dass nicht nur einer Recht hat. Stattdessen versteht man als Zuschauer die Argumente beider Parteien und warum sie auf ihrem jeweiligen Standpunkt beharren. Wenn sich die Avengers dann doch irgendwann gegenseitig die Köpfe einschlagen, ist das eine der besten Action-Sequenzen überhaupt.

    Die Charaktere selbst dürfen bei dieser und anderen Gelegenheiten zeigen, was sie können, wobei der eine oder andere in der Zwischenzeit ein cooles Upgrade bekommen hat. Besonders aus der Menge stechen jedoch zwei Neulinge heraus, die erst in diesem Film eingeführt wurden. Natürlich ist die Rede vom neuen Spider-Man und Black-Panther.

    Der eine oder andere Zuschauer mag, wie ich auch, möglicherweise etwas müde sein, wenn es um das Thema Spider-Man geht. Anfang vorigen Jahres handelte Marvel mit Sony einen Deal aus, um den Superhelden schlechthin in ihr Universum integrieren zu können. Als bekannt wurde, er würde in „Civil War“ vorkommen, rechnete der Skeptiker in mir dann mit einem kurzen Cameo-Auftritt.

    Dem ist aber nicht so. Tom Holland (In the Heart of the Sea) ist nicht nur der beste Spider-Man, den man in Film-Form bis jetzt gesehen hat, sondern bekommt auch vergleichsweise viel Zeit um in seiner Rolle zu glänzen. Dabei scheint sich die aktuelle Interpretation sehr nahe ans Comic zu halten. Dieser Peter Parker ist ein Schlaumeier, der gerne redet, und es macht Spaß ihm bei der Arbeit zuzusehen.

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    Chadwick Boseman (Gods of Egypt) kann als T’Challa/Black Panther überzeugen, auch wenn seine Geschichte eine deutlich ernstere ist. T’Challa versucht den Mord an seinem Vater zu rächen und gerät dabei in die Auseinandersetzung der Avengers. Sowohl Spider-Man als auch Black Panther bekommen in den nächsten beiden Jahren ihren eigenen Film und ihre Einführung macht darauf Lust.

    Chris Evans (Snowpiercer) ist toll als Steve Rogers. Rogers hat sich den Rat aus Teil eins zu Herzen genommen und man spürt, dass er nicht nur ein guter Soldat, sondern ein guter Mensch sein will. Auch wenn der an dieser Stelle vergleichsweise wenig zu lachen hat, beweist er mehrfach, dass er ein Freund ist, auf den man sich verlassen kann und wirkt aus diesem Grund unglaublich sympathisch.

    Robert Downey Jr. (Der Richter) gibt an dieser Stelle seine Paraderolle als Tony Stark zum Besten. Stark hat scheinbar die Ereignisse der beiden Avengers-Filme noch nicht ganz verarbeitet und sucht daher nach einer passenden Lösung. Downey spielt die innere Zerissenheit großartig und irgendwie ist es schade, dass seiner Rolle kein Happy End (mit Pepper Pots) vergönnt ist.

    Erwähnenswert bei den Charakteren sind noch Elisabeth Olsen (Godzilla), die als Scarlet Witch zeigen kann, was sie drauf hat und Jeremy Renner (The Hurt Locker), der als Hawkeye in diesem Film mehr coole Momente hat, als in allen bisherigen Filmen zusammen.

    Alles in allem kann „The First Avenger: Civil War“ überzeugen und sorgt dafür, dass in Marvels Universum nichts mehr so ist wie es vorher war. Die Geschichte besticht durch viel Liebe zum Detail und man lässt es in den Actionszenen (z.B. der im Flughafen) so richtig krachen.

    Der Bösewicht kommt hier (erneut) nur am Rande vor und dennoch stellt sich am Ende die Frage ob er nicht vielleicht doch Erfolg hatte.

    Der Film „The First Avenger: Civil War“ bekommt daher 9,5/10 auch in Krisenzeiten zusammenhaltende Empfehlungspunkte.

    The First Avenger: Civil War [Blu-ray]


    von Anthony Russo [Walt Disney]
    Preis: EUR 14,99

    The First Avenger: Civil War


    von Jack Kirby [Walt Disney]
    Preis: EUR 12,99

    (Szenenbilder: © Disney Home Entertainment)

  • Neben dem eigentlichem Film in gewohnter Bild- und Tonqualität finden sich auf der Blu-Ray diverse zusätzliche und erweiterte Szenen. Des weiteren finden sich hier, unter anderem, ein zweiteiliges Making-Off, ein kürzer Rückblick für sowohl Captain America als auch Iron Man, ein kurzer Gag-Reel und eine Vorschau zum bevorstehenden „Doctor Strange“ zu finden

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15 Gedanken zu „The First Avenger: Civil War – Captain America 3: Civil War (Filmkritik)

  1. Ich persönlich empfinde ja den Bösewicht als den Schwachpunkt des Films. Als Strippenzieher wirkt er für mich nicht glaubwürdig. Wer würde schon so einen gefinkelten Plan aushecken, der dann voll darauf baut, dass Tony eigentlich komplett irrational reagiert, als er erfährt, wer seine Eltern getötet hat. Seine Reaktion finde ich hier komplett out of character, denn warum der sonst so rationale Tony auf einmal komplett sein Hirn ausschaltet und es für ihn kein bedeutender Faktor ist, dass … das weder freiwillig, noch bewusst gemacht hat, kann mir keiner erklären.

    Prinzipiell fand ich für mich, dass ich mich weder zu Team Cap noch zu Team Iron Man in dieser Streitfrage zugehörig fühlte, denn beide haben valide Argumente. Ein Team von Superwesen, dass einfach macht was es will – nicht okay. Ihre „Menschen“-Rechte (sind ja nicht alle Menschen) deswegen zu beschneiden, ist ebenfalls nicht okay. Als Tony einen der Avengers einsperrt, mit der Begründung „die Menschen haben Angst vor dir“, wollte ich der Blechbüchse einen Schlag aufs Hinterhaupt verpassen.

    Ich denke ein gutes PR-Team würde den Avengers gut tun, denn manche Sachen wäre vor der Presse leicht richtig zu stellen gewesen und dann würde die Truppe jetzt nicht in einem so negativen Bild da stehen. Natürlich sind einige der Vorfälle auch klar ihre Schuld – was dann wieder ein Argument für Team Iron Man ist.

    Ich bleibe bei meiner Aussage: Keiner hat komplett Recht!

    Ich persönlich fand den Film nicht so gut wie „Winter Soldier“ und hätte ihm sicher keine so hohe Bewertung gegönnt, aber Geschmäcker sind verschieden…

    • Tony Out of Character? Wir reden hier von einer Person, die seit Avengers 1 an posttraumatischem Stresssyndrom leidet, in ihrer Panik später Ultron erschaffen hat (zum Glück ist der zweite Anlauf mit Vision geglückt) und gerade, wegen ihrer Besessenheit, eine Beziehungsauszeit hat. Ich mag den Charakter, aber „rational“ ist vermutlich das letzte Wort, mit dem ich ihn beschrieben würde.

      Er hat den Verlust seiner Eltern nie verarbeitet (kommt sogar im Film vor) und fühlt sich, in diesem einem Moment, von der einzigen Person, die ihm realistischerweise ins Gewissen hätte reden können, verraten. Für mich war es ein nachvollziehbarer, emotionaler Absturz – auch weil das Video, wie wohl auch für die meisten Zuschauer, unerwartet kam.

      Was ich in dem Zusammenhang allerdings interessant fand: Wie fireagent bemerkt hat, hat man hier meistens nicht das Gefühl, die Helden wollen sich gegenseitig wirklich weh tun. Der abschließende Kampf nach der Feststellung „He killed my mom..!“ erweckt dann allerdings den Eindruck, als würden sie ab diesem Zeitpunkt versuchen sich umzubringen.

      • Oh – DAS Video. Stimmt. Das war so eine Sache, die sie in Filmen nie hinbekommen.

        Leider auch hier nicht: Da gibt es EINE Kamera und dann zeigt die X Perspektiven und Nahaufnahmen und was weiß ich noch alles. Super. Das fiel mir das erste Mal bei „Constantine“ auf und seitdem IMMER (am Schlimmsten bei „Machete“). Mittlerweile stört es mich nicht mehr, aber ich find es immer noch witzig.

        • Spannend finde ich ja auch die hervorragende Qualität der Aufnahmen, denn anscheindend war das Überwachungsequipment 1991 schon um einiges besser als ich gedacht habe.

      • Panik? Ultron hat er aus unbändiger Neugier erschaffen. Nach dem Motto, hey in dem Stab ist Software! Laden wir sie herunter und schauen was passiert. Schon klar, ab einem gewissen Punkt war der Hintergedanke, dass die Welt einen Beschützer braucht, aber Panik?

        Wer hat ihn denn verraten? Dass Cap zu seinem besten Freund hilft, wenn Tony versucht ihn zu töten ist Verrat? Selbst wenn es nicht Bucky gewesen wäre, hätte sich Cap dazwischen geworfen, denn so ist er nun einmal. So nett und brav und fair, dass manche ihn schon als langweilig bezeichnen (ich gehöre nicht dazu).

        • Vielleicht habe ich einen anderen Film gesehen, aber ich habe die Geschehnisse von „Avengers: Age of Ultron“ so in Erinnerung:

          Tony Stark hat seine Panikattacken aus „Iron Man 3“ quasi überwunden und arbeitet an einer Unterstützung für die Avengers, für den Fall, dass diese es mit einer zu großen Bedrohung zu tun bekommen. Als er dann durch Scarlet Witch die Vision, in alle seine Freunde gestorben sind, hat, bekommt er wieder die Panik. Er beginnt mit der künstliche Intelligenz, aus Lokis Szepter, zu experimentieren, was ja, wie wir inzwischen wissen in die Hose geht.

          Besonders gut zeigt sich wie Tony funktioniert, und im Kontrast dazu der Captain, in der Szene, in der es zu diesem Dialog kam:

          Tony Stark: Does anybody remember when I put a missile through a portal, in New York City? We were standing right under it. We’re the Avengers, we can bust weapons dealers the whole doo-da-day, but how do we cope with something like that?
          Steve Rogers: Together.
          Tony Stark: We’ll lose.
          Steve Rogers: We do that together too.

          Bereits damals war für mich klar, dass Tony die Geschehnisse von Avengers noch immer nicht ganz verarbeitet hat und Ultron ein Resultat dessen war, auch wenn Tony (durch die Vision) einen zusätzlichen emotionalen Schups bekam.

          Auf der anderen Seite, und ich finde es schön, dass diese Einstellung in „Civil War“ weiterentwickelt wurde, hat Steve Roger ein unerschütterliches Vertrauen in seine Freunde und Kollegen.

          Wer Tony am Ende verraten hat? War es denn nicht so, dass er nicht nur feststellen muss, dass der Mörder seiner Eltern vor ihm steht, sondern auch sein Freund und Kollege (gemeint ist natürlich Steve Rogers) es wusste und es ihm verheimlicht hat?

          Auch wenn er sich anschließend vor Bucky wirft, glaube ich dennoch, denn so funktioniert Steve Rogers für mich, dass er beide retten wollte. Bucky bewahrt er dabei davor, zeitnahe von Iron Man getötet zu werden. Auf der anderen Seite beschützt er hier Tony vor sich selbst. Der wäre, nachdem er jemanden aus der Emotion heraus getötet hat, vermutlich schlecht, oder gar nicht, damit fertig geworden.

          • Blöde Frage, aber wie soll Steve bitte das gewusst haben. Zu der Zeit war er bitte tiefgekühlt und ich denke nicht, dass er mit Bucky ein Schwätzchen darüber hatte, geschweige denn, dass Bucky das noch wirklich wusste (Brainwashed und tiefgekühlt nach jedem Auftrag).

            Zum letzten Absatz gebe ich dir vollkommen Recht, wenngleich ich Caps Motivation in dieser Situation eh mit keinem Wort in Frage gestellt habe.

  2. Man verstehe mich bitte nicht falsch, aber ich weiß nicht genau, wo am Ende des Films alles anders ist als davor? Im Grunde genommen hat sich letzten Endes nicht allzuviel verändert. Da hatte (zumindest fühlte es sich so an) „Winter Soldier“ mehr Veränderung verursacht.

    Weil ich überall lese, dass Tom Holland der „beste Spiderman bis dato“ ist … finde ich interessant, weil ich den Herren nicht lange genug gesehen habe, um zu diesem Urteil zu kommen. Sicher, er ist im Film witzig (wenn auch für mich völlig an Haaren herbeigezogen und eingebaut) und ziemlich super, aber der beste Spiderman? Da warte ich mal auf den eigenen Film.

    T’challa war super („Hi, I am Clint“ – „I don’t care“).

    Allerdings merkt man halt dem ganzen Film an, dass es ein „Marvel“-Film ist (was ich jetzt nicht negativ meine), was widerum bedeutet, es ist völlig klar, dass niemanden was Schlimmes passieren wird. Der Kampf am Flughafen (so witzig und cool gemacht er ist) ist in erster Linie eines: Eine harmlose Keilerei zwischen Freunden, die sich eigentlich nicht wehtun wollen. Genauso fühlt es sich auch an. Da geht’s letzen Endes um Nichts. Auch wie es gelöst wurde, dass dann doch was Schlimmes passiert fand ich … nunja, ein bissi schräg. („Es war ein Unfall!“ – Na hallo, ihr haut euch da gerade Lastwagen gegenseitig um die Ohren und beschießt euch – hui, wie konnte da sowas passieren …)

    Letzten Endes für mich ein sehr unterhaltsamer Film (auch dank Daniel Brühls Charakter, bzw. allein dessen letzter Szene („The living are not done with you“), der klarerweise wieder verschenkt wird), wenn auch in meinen Augen nicht der beste Marvel-Beitrag. Ich fand zB „Winter Soldier“ oder „Iron Man 3“ (ja, spart euch eure Buh-Rufe) um einiges besser. Primär deshalb, weil halt jetzt mit „Civil War“ der Punkt gekommen ist, ab welchem die Filme nicht mehr alleine stehen können. Jetzt MUSS man die Vorfilme gesehen habe um die Filme zu verstehen oder lustig zu finden. War zu erwarten, macht mir nicht viel, weil ich die eh alle kenne, aber ich finde jetzt merkt man es trotzdem.

    Alles in allem ein klassischer Marvel-Film, der sich auf bewährte Zutaten verlässt und super funktioniert. Auch wenn – und das möchte ich wiederholen – im Grunde am Ende nicht sehr viel anders ist als davor.

    • Achtung! Spoiler…

      Was am Ende anders ist? Die Avengers gibt es nicht mehr und die Hälfte von ihnen ist auf der Flucht? Klar kommen sie wieder wenns das nächste Mal um die Wurst geht, aber so weit sind wir noch nicht…

      Das Brühl das Scheitern seines Plans in Frage stellt, war für mich nachvollziehbar.

      Ich bin kein Experte was Spiderman betrifft, aber man wenn diese Version mit den Comics vergleicht, ist das nicht nur eine Interpretation. Holland fand ich sympatisch und bin der Meinung, dass man es nicht besser treffen hätte können.

      Die harmlose Keilerei betreffend, ist dein Argument natürlich berechtigt. Allerdings wäre es auch komisch, wenn Helden versuchen würden ihre Freunde, weil sie anderer Meinung sind, umzubringen.

      Ich finde, man hat sich hier wieder etwas getraut. Deswegen und wegen dem Spektakel, sollte man den Film gesehen haben!

      • Also, jene die vorher Freunde waren, waren auch nachher noch Freunde. Cap und Iron Man haben immer schon gestritten (werden sie weiterhin tun). Der eine Teil der Jungs/Mädels war immer schon eher mit dem einen Teil der Truppe verbunden (Falcon und Cap, etc), der andere Teil der Truppe (Iron Man und Iron Patriot, etc) mit der anderen eben.

        Dazu ein paar Leute, die neu dazu gekommen sind, die vorher nicht einmal dabei waren (Ant-Man, Spider-Man, T’Challa, Winter Soldier) also bzgl „vorher“ keine Rolle spielen.

        The Avengers waren nach Ultron schon zerteilt (darum gibt es ja jetzt die neue Gruppe, geleitet von Cap und da war Tony auch schon nicht dabei) und ohnehin waren sie eh nie wirklich ein Team (drum mussten sie ja alle allein durch ihre Abenteuer fetzen … Iron Man 3, Cap 2, Thor 2, etc), also macht es jetzt genau KEINEN Unterschied, außer, dass wir jetzt zwei Teams haben.

        Nochmals: Ich fand ihn sehenswert und unterhaltsam und wirklich gut, aber auf einer emotionalen Ebene á al „Da geht es jetzt um wirklich was“ hat mich der Film nicht abgeholt – wie auch? Als wirklich was passiert hören alle schlagartig zu kämpfen auf … Freunde eben.

        Einzig am Ende gab es einen Moment an dem ich wirklich dachte „oh-oh“, jetzt könnte es dramatisch werden (tut es nicht). Und ich fand den „Twist“ am Ende sehr erfrischend, weil ich wirklich der Meinung war, ich wüsste wie es weitergeht und in diesem Fall dann (positiv) überrascht wurde.

        Bzgl: Spidey. Ich bleibe dabei: Ich warte auf den ersten „ganzen“ Film. Im Gegensatz zu vielen anderen fand ich nämlich „The Amazing Spiderman“ bis jetzt am besten (auch in der Form wie er Peter Parker zeigt. Und Emma Stone ist dabei und super). (den zweiten Teil hab ich nicht gesehen)

          • Nein, das ist nicht ironisch, denn wir hatten das schon öfter 🙂

            Abgesehen davon: Sorry. Ich habe scheinbar übersehen, dass wir uns einigen wollten. Das war nicht meine Intention. Ich will dich nicht davon überzeugen den Film weniger gut zu finden (himmel-behüte) und du wirst ihn für mich nicht besser argumentieren können. Wir breiten nur Argumente für Emotionen aus.

            Letzten Endes fanden wir ihn ja beide gut (nur unterschiedlich gut halt) und punktum. Und nochmals: Nein. Das ist nicht ironisch, das passiert bei uns beiden (lies dir mal diverse Kommentare bei diversen Filmen von uns beiden durch) ziemlich regelmäßig.

            cheerio

      • Bitte keine Halbheiten… (der IMDB entnommen)

        Tony Stark: [about his parents‘ deaths at Bucky’s hands] Did you know?
        Steve Rogers: I didn’t know it was him…
        Tony Stark: [struggling to keep his temper] Don’t shit me, Rogers! Did you know?
        Steve Rogers: [hesitantly] Yes.

        Und…

        Iron Man: [restraining Bucky, whispering in his ear] Do you even remember them?
        Bucky Barnes: I remember all of them.

        … aufpassen!

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